Viajando a la India, Sarko se topó, por segunda vez, con la imposibilidad de incluir a Carla en sus visitas oficiales. La primera se la había planteado, pocos días antes, Arabia Saudita. Ambos gobiernos comparten un mismo argumento: Sarko y Carla no están casados. ¿Lo estarán en marzo, cuando Sarko irrumpa en Buckingham Palace?
Ya en Nueva Delhi, el sábado 26 de enero Sarko apoyó la candidatura de India como miembro permanente del Consejo de Seguiridad, pero no obtuvo la inmediata aceptación a su oferta de cooperación nuclear civil, Habrá que ver si le llegará más tarde, pero de todas maneras Sarko debería saber que Francia no ocupa un lugar central en la complicada política exterior de la India. Hoy por hoy India busca ante todo mantenerse equidistante de EEUU y China. Sus razones tiene, si tomamos en cuenta su historia reciente. En la guerra fría, India y la entonces Unión Soviética componían un eje enfrentado al eje Pakistán-EEUU. India conoció luego un esfuerzo de EEUU por concertar con ella una nueva alianza y este nuevo esquema explicó la tolerancia norteamericana ante los enssayos nucleares de India en 1998, el acuerdo de cooperación nuclear civil en 2006 pese a que India no ha firmado el Tratado de No Proliferación Nuclear. Después del 11 de Setiembre (2001), India descubre preocupada que EEUU busca una nueva aproximación a Pakistán. A su vez, se acerca a Irán para que la provea de petróleo. Pero la desconfianza hacia China la inclina ahora hacia EEUU.con modales que no irriten a los imprescindibles chinos.
Sarko tendrá que buscarse escenarios más propicios para exhibir sus trofeos al regresar al Eliseo.
jueves, enero 31, 2008
miércoles, enero 30, 2008
JOSCHKA FISCHER: "EIN BESONDERES PAAR"
DIE ZEIT
Ein besonderes Paar
Diese Woche wandert der Blick nach Frankreich. Aber aus anderen Gründen als den sattsam bekannten.
Von Joschka Fischer
Keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser, ich will hier nicht den x-ten Beitrag zu Nicolas und Carla liefern. Mir geht es vielmehr um Angela und Nicolas, um Kanzlerin und Präsident und um die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen. Denn in einem sich schnell und radikal verändernden internationalen Umfeld hat beiderseits des Rheins eine neue Generation die Schalthebel der Regierungsmacht übernommen. Damit wird ein neues Kapitel im Buch der deutsch-französischen Beziehungen begonnen.
Na und? So werden sich manche Leser jetzt fragen? Trägt denn das deutsch-französische Verhältnis in einer Union mit 27 Mitgliedstaaten überhaupt noch eine große Bedeutung? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja.
Denn nach wie vor gilt in der Europäischen Union der unveränderte Grundsatz, dass, wenn Deutschland und Frankreich sich einig sind und zugleich die anderen Mitgliedstaaten nicht ausschließen, auch in der erweiterten Union fast alles möglich ist. Wenn sich hingegen diese beiden großen Gründerstaaten nicht einigen, dann geht in Europa so gut wie nichts voran.
Auch die erweiterte Union bleibt im Kern auf die Überwindung des deutsch-französischen Widerspruchs aufgebaut, der das späte 19. Jahrhundert und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts auf so fatale Weise geprägt hat.
Die politische Kultur und die Mentalitäten der Deutschen und Franzosen könnten unterschiedlicher nicht sein, und sie beeinflussen das Verhältnis dieser Nachbarn bis auf den heutigen Tag.
Frankreich glaubt nach wie vor an seinen kulturell-politischen Exzeptionalismus. Der Gedanke an eine historische Mission der Deutschen hingegen hat sich gründlich desavouiert. Frankreich sieht sich bis heute als eine Macht mit globalem Anspruch, während Deutschland nach wie vor große Schwierigkeiten hat, sich selbst überhaupt als Macht zu sehen und zu definieren. Die Franzosen sind geborene Zentralisten und leben in einer Art Wahlmonarchie, die Deutschen hingegen sind geborene Föderalisten, die auf ihre Kurfürsten in den Ländern nicht verzichten wollen und nahezu jeder Zentralisierung misstrauen.
All diese Unterschiede haben das deutsch-französische Verhältnis schon immer bestimmt. Und auch die Tatsache, dass sich das Personal in den Regierungs- und Staatsspitzen bisweilen so zugetan ist wie Hund und Katze im wirklichen Leben, ist alles andere als eine Neuheit. Die französische Latinität und der deutsche Protestantismus haben eben recht unterschiedliche politische Kulturen hervorgebracht.
Betrachtet man nun aber den Beginn jenes in den vergangenen Monaten aufgeschlagenen Kapitels der deutsch-französischen Beziehungen, so gestaltete er sich durchaus ansprechend, denn trotz aller medialer Aufgeregtheiten um persönliche Extravaganzen und Stilunterschiede haben Deutschland und Frankreich in der Frage des Reformvertrags der EU erfolgreich zusammengearbeitet.
Die Haltung Frankreichs gegenüber den neuen Mitgliedstaaten in der EU ist wesentlich offener und freundlicher geworden, was die innere Integration der EU befördern wird. Der Regierungswechsel in Polen eröffnet überdies eine neue Chance auch für das sogenannte „Weimarer Dreieck“ (Paris-Warschau-Berlin) sowie für eine effizientere gemeinsame Russlandpolitik der EU.
Da sollte man meinen, dass aufgrund der von Präsident Sarkozy vorgenommenen Korrektur der französischen Nahost- und Amerikapolitik der Zuwachs an deutsch-französischer Gemeinsamkeit die Handlungsfähigkeit der EU im Nahen Osten stärken müsste.
Leider lässt sich dies bis heute nicht feststellen.
Stattdessen ziehen am deutsch-französischen Horizont Wolken auf, die nicht ignoriert werden sollten, weil sich daraus für Europa ernste Probleme ergeben könnten. Einerseits sind dies Konflikte, die sich aus mangelnder Abstimmung und einem Hang zu Alleingängen ergeben, wie etwa die Idee der „Mittelmeerunion“.
Ein paralleles Unternehmen zum EU-internen „Barcelonaprozess“ würde den Zusammenhalt der Union in dieser strategisch wichtigen Region gefährden, die europäische Politik daher schwächen und auch unnötigerweise die Frage der Finanzsolidarität innerhalb der EU aufwerfen. Andererseits hätte der daniederliegende „Barcelonaprozess“ innerhalb der EU tatsächlich einen Energieschub und neue Ideen dringend nötig.
Derlei Reibereien werden sich vermutlich mit der Zeit wohl abfedern lassen. Zunehmend aber werden die Konturen tieferer Widersprüche sichtbar, die Anlass zu ernsterer Sorge geben, sollten sich beide Seiten nicht darum kümmern.
Zwar hat Präsident Sarkozy die traditionelle Politik Frankreichs gegenüber den USA und der Nato revidiert, aber in der Wirtschafts- und Industriepolitik betreibt er eine Renationalisierung. Die französische Wirtschaftspolitik – und nicht nur sie – zielt darauf, nicht europäische Champions zu schaffen, sondern nationale.
Das wird erstens zu einer Blockade der dringend nötigen weiteren Integration des Binnenmarktes führen, da andere Regierungen diesem Beispiel nolens volens folgen werden. Wirtschaftliche Integration beruht auf Gegenseitigkeit.
Und zweitens wird eine wirtschaftliche Renationalisierung zu Lasten der europäischen Wettbewerbsfähigkeit in strategischen Bereichen gehen, weil die Rivalität im Binnenmarkt zunehmen und der Aufbau europäischer Unternehmen nicht wirklich vorankommen wird.
Frankreich hat die Anpassung seiner Volkswirtschaft und Sozialsysteme an die neue Wirklichkeit der Globalisierung und einer immer älter werdenden Gesellschaft in den vergangenen Jahren nur unzureichend vorgenommen. Das hat negative Auswirkungen auf die öffentliche Verschuldung, auf den Außenhandel und auf Frankreichs Haltung gegenüber der europäischen Währungsunion.
Ausgehend von den USA kommt gegenwärtig auf die Weltwirtschaft und auch auf Europa ein finanzpolitischer Sturm zu, von dem man noch nicht weiß, ob er sich zu einem weltwirtschaftlichen Orkan entwickeln wird. Das kann den Euro und den Zusammenhalt der Eurozone zum ersten Mal einem wirklichen Härtetest unterziehen.
Die Hoffnung von Nicolas Sarkozy, dem inneren Reformdruck partiell dadurch entgehen zu können, indem er die strikten geldpolitischen Regeln und Ziele der Europäischen Zentralbank aufzuweichen versucht, muss aber unweigerlich in einen ernsten Konflikt mit Deutschland führen. Denn keine deutsche Regierung kann dies jemals akzeptieren. In dem sich entwickelnden negativen weltwirtschaftlichen Umfeld können solche Vorschläge noch sehr viel mehr an europapolitischer Brisanz entwickeln.
Andererseits bietet die Präsidentschaft Sarkozys eine große Chance, den traditionellen Widerspruch zwischen Nato und EU zu überwinden, bis hin zur Rückkehr Frankreichs in die militärische Integration der Nato. Damit würde die Blockade der europäischen Sicherheitspolitik aufgebrochen.
Deutschland muss sich hier fragen – zumal es eine stärkere und international handlungsfähigere EU will –, ob es jetzt nicht an der Zeit ist, die Vorschläge der kommenden französischen EU-Präsidentschaft zu einer Verstärkung der gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik massiv zu unterstützen. Dies hieße aber auch ein Mehr an deutschen Investitionen in Sicherheit und eine verstärktes Engagement Deutschlands, gemeinsam mit seinen Partnern, im internationalen Krisenmanagement.
Das deutsch-französische Paar kann jetzt europäische Führung zeigen, wenn es sich in der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik und in der europäischen Sicherheitspolitik auf eine gemeinsame Politik einigen würde, die andere mitnimmt und nicht ausschließt. Dann könnte Europa nach dem Reformvertrag einen weiteren großen Schritt nach vorne machen, und zwar in zunehmend schwierigen Zeiten.
Mit Joschka Fischers Montagskolumne beginnt die politische Woche auf ZEIT online. Weitere Artikel zum Thema Frankreich finden Sie hier.
ZEIT online, 21.1.2008
04/2008
Ein besonderes Paar
Diese Woche wandert der Blick nach Frankreich. Aber aus anderen Gründen als den sattsam bekannten.
Von Joschka Fischer
Keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser, ich will hier nicht den x-ten Beitrag zu Nicolas und Carla liefern. Mir geht es vielmehr um Angela und Nicolas, um Kanzlerin und Präsident und um die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen. Denn in einem sich schnell und radikal verändernden internationalen Umfeld hat beiderseits des Rheins eine neue Generation die Schalthebel der Regierungsmacht übernommen. Damit wird ein neues Kapitel im Buch der deutsch-französischen Beziehungen begonnen.
Na und? So werden sich manche Leser jetzt fragen? Trägt denn das deutsch-französische Verhältnis in einer Union mit 27 Mitgliedstaaten überhaupt noch eine große Bedeutung? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja.
Denn nach wie vor gilt in der Europäischen Union der unveränderte Grundsatz, dass, wenn Deutschland und Frankreich sich einig sind und zugleich die anderen Mitgliedstaaten nicht ausschließen, auch in der erweiterten Union fast alles möglich ist. Wenn sich hingegen diese beiden großen Gründerstaaten nicht einigen, dann geht in Europa so gut wie nichts voran.
Auch die erweiterte Union bleibt im Kern auf die Überwindung des deutsch-französischen Widerspruchs aufgebaut, der das späte 19. Jahrhundert und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts auf so fatale Weise geprägt hat.
Die politische Kultur und die Mentalitäten der Deutschen und Franzosen könnten unterschiedlicher nicht sein, und sie beeinflussen das Verhältnis dieser Nachbarn bis auf den heutigen Tag.
Frankreich glaubt nach wie vor an seinen kulturell-politischen Exzeptionalismus. Der Gedanke an eine historische Mission der Deutschen hingegen hat sich gründlich desavouiert. Frankreich sieht sich bis heute als eine Macht mit globalem Anspruch, während Deutschland nach wie vor große Schwierigkeiten hat, sich selbst überhaupt als Macht zu sehen und zu definieren. Die Franzosen sind geborene Zentralisten und leben in einer Art Wahlmonarchie, die Deutschen hingegen sind geborene Föderalisten, die auf ihre Kurfürsten in den Ländern nicht verzichten wollen und nahezu jeder Zentralisierung misstrauen.
All diese Unterschiede haben das deutsch-französische Verhältnis schon immer bestimmt. Und auch die Tatsache, dass sich das Personal in den Regierungs- und Staatsspitzen bisweilen so zugetan ist wie Hund und Katze im wirklichen Leben, ist alles andere als eine Neuheit. Die französische Latinität und der deutsche Protestantismus haben eben recht unterschiedliche politische Kulturen hervorgebracht.
Betrachtet man nun aber den Beginn jenes in den vergangenen Monaten aufgeschlagenen Kapitels der deutsch-französischen Beziehungen, so gestaltete er sich durchaus ansprechend, denn trotz aller medialer Aufgeregtheiten um persönliche Extravaganzen und Stilunterschiede haben Deutschland und Frankreich in der Frage des Reformvertrags der EU erfolgreich zusammengearbeitet.
Die Haltung Frankreichs gegenüber den neuen Mitgliedstaaten in der EU ist wesentlich offener und freundlicher geworden, was die innere Integration der EU befördern wird. Der Regierungswechsel in Polen eröffnet überdies eine neue Chance auch für das sogenannte „Weimarer Dreieck“ (Paris-Warschau-Berlin) sowie für eine effizientere gemeinsame Russlandpolitik der EU.
Da sollte man meinen, dass aufgrund der von Präsident Sarkozy vorgenommenen Korrektur der französischen Nahost- und Amerikapolitik der Zuwachs an deutsch-französischer Gemeinsamkeit die Handlungsfähigkeit der EU im Nahen Osten stärken müsste.
Leider lässt sich dies bis heute nicht feststellen.
Stattdessen ziehen am deutsch-französischen Horizont Wolken auf, die nicht ignoriert werden sollten, weil sich daraus für Europa ernste Probleme ergeben könnten. Einerseits sind dies Konflikte, die sich aus mangelnder Abstimmung und einem Hang zu Alleingängen ergeben, wie etwa die Idee der „Mittelmeerunion“.
Ein paralleles Unternehmen zum EU-internen „Barcelonaprozess“ würde den Zusammenhalt der Union in dieser strategisch wichtigen Region gefährden, die europäische Politik daher schwächen und auch unnötigerweise die Frage der Finanzsolidarität innerhalb der EU aufwerfen. Andererseits hätte der daniederliegende „Barcelonaprozess“ innerhalb der EU tatsächlich einen Energieschub und neue Ideen dringend nötig.
Derlei Reibereien werden sich vermutlich mit der Zeit wohl abfedern lassen. Zunehmend aber werden die Konturen tieferer Widersprüche sichtbar, die Anlass zu ernsterer Sorge geben, sollten sich beide Seiten nicht darum kümmern.
Zwar hat Präsident Sarkozy die traditionelle Politik Frankreichs gegenüber den USA und der Nato revidiert, aber in der Wirtschafts- und Industriepolitik betreibt er eine Renationalisierung. Die französische Wirtschaftspolitik – und nicht nur sie – zielt darauf, nicht europäische Champions zu schaffen, sondern nationale.
Das wird erstens zu einer Blockade der dringend nötigen weiteren Integration des Binnenmarktes führen, da andere Regierungen diesem Beispiel nolens volens folgen werden. Wirtschaftliche Integration beruht auf Gegenseitigkeit.
Und zweitens wird eine wirtschaftliche Renationalisierung zu Lasten der europäischen Wettbewerbsfähigkeit in strategischen Bereichen gehen, weil die Rivalität im Binnenmarkt zunehmen und der Aufbau europäischer Unternehmen nicht wirklich vorankommen wird.
Frankreich hat die Anpassung seiner Volkswirtschaft und Sozialsysteme an die neue Wirklichkeit der Globalisierung und einer immer älter werdenden Gesellschaft in den vergangenen Jahren nur unzureichend vorgenommen. Das hat negative Auswirkungen auf die öffentliche Verschuldung, auf den Außenhandel und auf Frankreichs Haltung gegenüber der europäischen Währungsunion.
Ausgehend von den USA kommt gegenwärtig auf die Weltwirtschaft und auch auf Europa ein finanzpolitischer Sturm zu, von dem man noch nicht weiß, ob er sich zu einem weltwirtschaftlichen Orkan entwickeln wird. Das kann den Euro und den Zusammenhalt der Eurozone zum ersten Mal einem wirklichen Härtetest unterziehen.
Die Hoffnung von Nicolas Sarkozy, dem inneren Reformdruck partiell dadurch entgehen zu können, indem er die strikten geldpolitischen Regeln und Ziele der Europäischen Zentralbank aufzuweichen versucht, muss aber unweigerlich in einen ernsten Konflikt mit Deutschland führen. Denn keine deutsche Regierung kann dies jemals akzeptieren. In dem sich entwickelnden negativen weltwirtschaftlichen Umfeld können solche Vorschläge noch sehr viel mehr an europapolitischer Brisanz entwickeln.
Andererseits bietet die Präsidentschaft Sarkozys eine große Chance, den traditionellen Widerspruch zwischen Nato und EU zu überwinden, bis hin zur Rückkehr Frankreichs in die militärische Integration der Nato. Damit würde die Blockade der europäischen Sicherheitspolitik aufgebrochen.
Deutschland muss sich hier fragen – zumal es eine stärkere und international handlungsfähigere EU will –, ob es jetzt nicht an der Zeit ist, die Vorschläge der kommenden französischen EU-Präsidentschaft zu einer Verstärkung der gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik massiv zu unterstützen. Dies hieße aber auch ein Mehr an deutschen Investitionen in Sicherheit und eine verstärktes Engagement Deutschlands, gemeinsam mit seinen Partnern, im internationalen Krisenmanagement.
Das deutsch-französische Paar kann jetzt europäische Führung zeigen, wenn es sich in der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik und in der europäischen Sicherheitspolitik auf eine gemeinsame Politik einigen würde, die andere mitnimmt und nicht ausschließt. Dann könnte Europa nach dem Reformvertrag einen weiteren großen Schritt nach vorne machen, und zwar in zunehmend schwierigen Zeiten.
Mit Joschka Fischers Montagskolumne beginnt die politische Woche auf ZEIT online. Weitere Artikel zum Thema Frankreich finden Sie hier.
ZEIT online, 21.1.2008
04/2008
Etiquetas:
Alemania,
EEUU. Relaciones Internacionales,
Francia,
Unión Europea
"L'HISTOIRE À L'ESTOMAC"
L’histoire à l’estomac
par Perrine Simon-Nahum [24-01-2008]
Domaine : Histoire
mots-clés : historiographie passions
Quelle place doivent tenir les affects dans la pratique de l’histoire ? L’empire des émotions invite les historiens à ne pas se laisser envahir par la sentimentalité plus ou moins doloriste qui s’empare aujourd’hui des études historiques. Pour autant, ils ne doivent pas craindre d’impliquer leur propre affectivité dans l’écriture du passé.
Recensé : Christophe Prochasson, L’Empire des émotions, les historiens dans la mêlée, Démopolis, 2008, 255 p., 24 euros.
Chaque génération d’historiens a son manifeste. L’Empire des émotions marque-t-il l’arrivée à maturité d’une nouvelle écriture de l’histoire ? A coup sûr, en tout cas, d’une nouvelle génération d’historiens. Plus sage que les précédentes, moins révolutionnaire, se reconnaissant volontiers des héritages et avouant des maîtres, s’inscrivant dans des problématiques qu’elle renouvelle plus qu’elle n’invente, elle fait de la distance critique non pas le signe d’une désespérance mais le point de départ d’un réinvestissement du monde qu’elle reconstruit de l’intérieur. Une histoire peut-être moins ouvertement audacieuse que les précédentes, mais que sa réserve préserve des engouements à la différence de ceux qui jetèrent les générations précédentes dans l’analyse structurale, les enquêtes quantitatives ou l’histoire orale. Une histoire sans exclusive, qui bénéficie des travaux accomplis par ses aînés, emprunte sans complexe certains de ses questionnements aux disciplines voisines et s’affirme résolument multidisciplinaire. Aussi n’est-ce pas d’une « crise de l’histoire » diagnostiquée depuis si longtemps alors même que l’histoire demeure plus que jamais au centre du débat national, que nous entretient Christophe Prochasson. Son livre résonne d’une voix nouvelle dans la mesure où il fait fi des faux-semblants. Car cette histoire a cessé de douter, consciente de disposer d’un atout maître pour répondre aux nombreuses remises en cause dont elle a été l’objet : l’interrogation historiographique. Aussi peut-on enfourcher le parallèle que propose l’auteur avec La Littérature à l’estomac, moins pour appliquer à l’historiographie actuelle le diagnostic mi-désabusé mi-provocateur que Julien Gracq faisait pour la littérature dans les années cinquante, que pour le travail de tranquille démystification auquel se livre ici l’historien. Comme chez Gracq le constat est sans appel. « On ne sait s’il y a une crise de la littérature mais il crève les yeux qu’il existe une crise du jugement littéraire » écrivait Julien Gracq. L’histoire contemporaine ne souffre ni du manque de sujets, encore moins de l’absence du grand historien, mais bien d’une perte de repères.
Qu’est-ce qui brouille aujourd’hui le jugement des historiens ? Partant de l’analyse proposée il y a quelques années par François Hartog sur les ravages du « présentisme » dans notre rapport de l’histoire, Prochasson interroge sa pratique d’historien du contemporain. Celui-ci pâtit du « manque du manque ». La solitude, la rareté des sources et des témoignages lui font défaut. Englouti sous les archives dont toutes sont loin de présenter la même pertinence mais dont il peine à faire le tri, submergé par la présence de témoins, noyé sous une mémoire déferlante pour avoir été trop longtemps ignorée, l’historien a du mal à s’y retrouver. Impuissante à faire la part des choses, à trancher dans l’ordre de témoignages surabondants, d’une documentation pléthorique, d’interprétations foisonnantes, l’histoire se fait compassionnelle de manière à accueillir chacun en sa maison. L’historiographie fournit en effet un terrain propice à l’épanchement doloriste dans la mesure où elle déploie un grand nombre de possibilités pour l’ancrage de ce type de récits. Temps présent, mémoire et témoignages sont d’autres mots pour dire la confusion qui guette les observateurs du contemporain. L’historien doit-il alors se faire ascète ? Ce serait se bercer d’illusions sur sa capacité à s’extraire du monde dans lequel il vit. La réponse passe en réalité par une autoréflexion permanente sur les modalités de production de son discours. L’histoire politique dont s’inspire Christophe Prochasson offre de ce point de vue une piste possible, et l’historiographie du XIXe siècle un modèle éclairant. Longtemps marquée par la défaveur des historiens, avant d’être un temps annexée au contemporain, l’étude du XIXe siècle s’en est séparée à mesure que l’historiographie s’en emparait par le biais d’une réflexion sur la construction de notre modernité. C’est cette mise à distance critique qui s’impose aujourd’hui comme une nécessité dans tous les champs de l’histoire.
Où situer alors l’intelligence historique ? Si la question n’est pas nouvelle – Raymond Aron la plaçait déjà au centre de sa pensée de l’histoire – l’historien doit aujourd’hui répondre à une série de nouvelles contraintes qui lui viennent moins, on l’a vu, des événements eux-mêmes que de la pléthore d’interprétations nées de la société d’information. Entre écran et transparence, il lui faut gérer l’art « des premières secousses », définir la juste distance à laquelle situer son interprétation. La muséographie de l’historial de Péronne ouvert en 1992 est exemplaire de cette exigence face à l’événement, de la canalisation de l’émotion historique par la connaissance historique. Pour cela l’historien bénéficie d’abord d’un objet d’étude privilégié : lui-même. Car si les témoins ont envahi la scène du contemporain, la personne de l’historien n’est pas en reste. Le temps n’est plus où le « moi » paraissait à ce point haïssable aux maîtres de la discipline qu’ils le bannissaient derrière une méthodologie souveraine. La faveur dont bénéficient aujourd’hui auprès du grand public les biographies historiques témoigne de l’engouement pour ce registre personnel, l’un des plus exposés de ce fait. Il est intéressant à cet égard de se pencher sur les productions de la jeune génération d’historiens. Les biographies récemment parues, qu’il s’agisse de celle de Saint-Simon publiée par Christophe Prochasson ou du capitaine Dreyfus par Vincent Duclert, sont exemplaires de cette nouvelle pratique. Elles font intervenir avant tout un choix historiographique, la mise en situation d’un problème, plus que sur l’empathie pour un personnage ou un processus d’identification. Parlant de Saint-Simon, le biographe avoue que « l’homme est insaisissable et ses idées à peine plus identifiables » (p. 10). Qu’allait-il donc faire en cette galère ? Ce qui l’intéresse en la matière est moins de cerner l’homme que de réfléchir – déjà ! – à la place du sentiment en politique. L’historien, on le voit, révèle au lecteur dès l’introduction le souci qui a animé l’enquête, du problème qui l’agite, concluant ainsi avec lui un « pacte de lecture », au sens où Philippe Lejeune parlait il y a vingt ans du « pacte autobiographique ». Sans aller jusqu’à faire de chaque livre d’histoire une « ego-histoire », il faut savoir désormais reconnaître la part subjective qui revient à chaque recherche pour en apprécier l’apport. Cette règle ne vaut pas seulement pour un genre précis mais s’applique au récit historique lui-même. Expliciter les choix qui ont guidé son travail, mais en même temps en marquer les limites, est le meilleur moyen pour l’historien de se situer à mi-chemin entre les émotions, qu’il ne s’agit pas pour autant de bannir, et la réflexion.C’est la leçon que l’on peut tirer des développements récents de l’historiographie portant sur les deux guerres mondiales. La violence portée à son paroxysme lors du premier conflit mondial, la disparition progressive des témoins, l’idée d’un sacrifice inutile en font le lieu idéal du nouveau culte victimaire. Quant à la seconde, formant un écran à une analyse objective, les victimes et leur mémoire sont aujourd’hui l’une des causes majeures des dérives compassionnelles de l’histoire. Pire encore, la concurrence qui s’est établie entre elles et sa prise en compte par le pouvoir politique a jeté les historiens dans l’arène. Devant cette autre forme d’émotion, l’historien est-il suffisamment armé pour résister ? Là encore, l’historien doit, pour marquer ses distances et ne pas se laisser envahir par les émotions, recourir à une reconstruction des discours mémoriels. L’histoire politique est la plus sujette aux dérives actuelles d’une histoire émotionnelle. Elle est aussi le lieu où l’historien peut apprendre à faire la part des choses. Déterminer ce qu’il doit au lecteur mais aussi à lui-même, rendre sa force à l’événement tout en l’accompagnant de l’éclairage explicatif qui arrache au seul registre des émotions la généalogie des faits, reconstruire une chaîne de causalités qui fasse leur place aux enchaînements subjectifs, bref, rétablir par-delà le nouveau déterminisme des émotions un régime de la réflexivité. Ce n’est pas, on l’aura compris, une histoire à moindres frais et repliée sur elle-même que propose Christophe Prochasson. Gouverner ses émotions ne veut pas dire éteindre les passions. Cet enthousiaste de la République, ce péguyste impénitent, cet observateur attentif de la vie intellectuelle reste le meilleur porte-parole d’une pratique historienne ouverte aux problèmes de son temps. Dans cette nouvelle géographie des passions que trace pour nous Christophe Prochasson, l’histoire s’affirme plus que jamais comme un engagement enthousiasmant.
par Perrine Simon-Nahum [24-01-2008]
Domaine : Histoire
mots-clés : historiographie passions
Quelle place doivent tenir les affects dans la pratique de l’histoire ? L’empire des émotions invite les historiens à ne pas se laisser envahir par la sentimentalité plus ou moins doloriste qui s’empare aujourd’hui des études historiques. Pour autant, ils ne doivent pas craindre d’impliquer leur propre affectivité dans l’écriture du passé.
Recensé : Christophe Prochasson, L’Empire des émotions, les historiens dans la mêlée, Démopolis, 2008, 255 p., 24 euros.
Chaque génération d’historiens a son manifeste. L’Empire des émotions marque-t-il l’arrivée à maturité d’une nouvelle écriture de l’histoire ? A coup sûr, en tout cas, d’une nouvelle génération d’historiens. Plus sage que les précédentes, moins révolutionnaire, se reconnaissant volontiers des héritages et avouant des maîtres, s’inscrivant dans des problématiques qu’elle renouvelle plus qu’elle n’invente, elle fait de la distance critique non pas le signe d’une désespérance mais le point de départ d’un réinvestissement du monde qu’elle reconstruit de l’intérieur. Une histoire peut-être moins ouvertement audacieuse que les précédentes, mais que sa réserve préserve des engouements à la différence de ceux qui jetèrent les générations précédentes dans l’analyse structurale, les enquêtes quantitatives ou l’histoire orale. Une histoire sans exclusive, qui bénéficie des travaux accomplis par ses aînés, emprunte sans complexe certains de ses questionnements aux disciplines voisines et s’affirme résolument multidisciplinaire. Aussi n’est-ce pas d’une « crise de l’histoire » diagnostiquée depuis si longtemps alors même que l’histoire demeure plus que jamais au centre du débat national, que nous entretient Christophe Prochasson. Son livre résonne d’une voix nouvelle dans la mesure où il fait fi des faux-semblants. Car cette histoire a cessé de douter, consciente de disposer d’un atout maître pour répondre aux nombreuses remises en cause dont elle a été l’objet : l’interrogation historiographique. Aussi peut-on enfourcher le parallèle que propose l’auteur avec La Littérature à l’estomac, moins pour appliquer à l’historiographie actuelle le diagnostic mi-désabusé mi-provocateur que Julien Gracq faisait pour la littérature dans les années cinquante, que pour le travail de tranquille démystification auquel se livre ici l’historien. Comme chez Gracq le constat est sans appel. « On ne sait s’il y a une crise de la littérature mais il crève les yeux qu’il existe une crise du jugement littéraire » écrivait Julien Gracq. L’histoire contemporaine ne souffre ni du manque de sujets, encore moins de l’absence du grand historien, mais bien d’une perte de repères.
Qu’est-ce qui brouille aujourd’hui le jugement des historiens ? Partant de l’analyse proposée il y a quelques années par François Hartog sur les ravages du « présentisme » dans notre rapport de l’histoire, Prochasson interroge sa pratique d’historien du contemporain. Celui-ci pâtit du « manque du manque ». La solitude, la rareté des sources et des témoignages lui font défaut. Englouti sous les archives dont toutes sont loin de présenter la même pertinence mais dont il peine à faire le tri, submergé par la présence de témoins, noyé sous une mémoire déferlante pour avoir été trop longtemps ignorée, l’historien a du mal à s’y retrouver. Impuissante à faire la part des choses, à trancher dans l’ordre de témoignages surabondants, d’une documentation pléthorique, d’interprétations foisonnantes, l’histoire se fait compassionnelle de manière à accueillir chacun en sa maison. L’historiographie fournit en effet un terrain propice à l’épanchement doloriste dans la mesure où elle déploie un grand nombre de possibilités pour l’ancrage de ce type de récits. Temps présent, mémoire et témoignages sont d’autres mots pour dire la confusion qui guette les observateurs du contemporain. L’historien doit-il alors se faire ascète ? Ce serait se bercer d’illusions sur sa capacité à s’extraire du monde dans lequel il vit. La réponse passe en réalité par une autoréflexion permanente sur les modalités de production de son discours. L’histoire politique dont s’inspire Christophe Prochasson offre de ce point de vue une piste possible, et l’historiographie du XIXe siècle un modèle éclairant. Longtemps marquée par la défaveur des historiens, avant d’être un temps annexée au contemporain, l’étude du XIXe siècle s’en est séparée à mesure que l’historiographie s’en emparait par le biais d’une réflexion sur la construction de notre modernité. C’est cette mise à distance critique qui s’impose aujourd’hui comme une nécessité dans tous les champs de l’histoire.
Où situer alors l’intelligence historique ? Si la question n’est pas nouvelle – Raymond Aron la plaçait déjà au centre de sa pensée de l’histoire – l’historien doit aujourd’hui répondre à une série de nouvelles contraintes qui lui viennent moins, on l’a vu, des événements eux-mêmes que de la pléthore d’interprétations nées de la société d’information. Entre écran et transparence, il lui faut gérer l’art « des premières secousses », définir la juste distance à laquelle situer son interprétation. La muséographie de l’historial de Péronne ouvert en 1992 est exemplaire de cette exigence face à l’événement, de la canalisation de l’émotion historique par la connaissance historique. Pour cela l’historien bénéficie d’abord d’un objet d’étude privilégié : lui-même. Car si les témoins ont envahi la scène du contemporain, la personne de l’historien n’est pas en reste. Le temps n’est plus où le « moi » paraissait à ce point haïssable aux maîtres de la discipline qu’ils le bannissaient derrière une méthodologie souveraine. La faveur dont bénéficient aujourd’hui auprès du grand public les biographies historiques témoigne de l’engouement pour ce registre personnel, l’un des plus exposés de ce fait. Il est intéressant à cet égard de se pencher sur les productions de la jeune génération d’historiens. Les biographies récemment parues, qu’il s’agisse de celle de Saint-Simon publiée par Christophe Prochasson ou du capitaine Dreyfus par Vincent Duclert, sont exemplaires de cette nouvelle pratique. Elles font intervenir avant tout un choix historiographique, la mise en situation d’un problème, plus que sur l’empathie pour un personnage ou un processus d’identification. Parlant de Saint-Simon, le biographe avoue que « l’homme est insaisissable et ses idées à peine plus identifiables » (p. 10). Qu’allait-il donc faire en cette galère ? Ce qui l’intéresse en la matière est moins de cerner l’homme que de réfléchir – déjà ! – à la place du sentiment en politique. L’historien, on le voit, révèle au lecteur dès l’introduction le souci qui a animé l’enquête, du problème qui l’agite, concluant ainsi avec lui un « pacte de lecture », au sens où Philippe Lejeune parlait il y a vingt ans du « pacte autobiographique ». Sans aller jusqu’à faire de chaque livre d’histoire une « ego-histoire », il faut savoir désormais reconnaître la part subjective qui revient à chaque recherche pour en apprécier l’apport. Cette règle ne vaut pas seulement pour un genre précis mais s’applique au récit historique lui-même. Expliciter les choix qui ont guidé son travail, mais en même temps en marquer les limites, est le meilleur moyen pour l’historien de se situer à mi-chemin entre les émotions, qu’il ne s’agit pas pour autant de bannir, et la réflexion.C’est la leçon que l’on peut tirer des développements récents de l’historiographie portant sur les deux guerres mondiales. La violence portée à son paroxysme lors du premier conflit mondial, la disparition progressive des témoins, l’idée d’un sacrifice inutile en font le lieu idéal du nouveau culte victimaire. Quant à la seconde, formant un écran à une analyse objective, les victimes et leur mémoire sont aujourd’hui l’une des causes majeures des dérives compassionnelles de l’histoire. Pire encore, la concurrence qui s’est établie entre elles et sa prise en compte par le pouvoir politique a jeté les historiens dans l’arène. Devant cette autre forme d’émotion, l’historien est-il suffisamment armé pour résister ? Là encore, l’historien doit, pour marquer ses distances et ne pas se laisser envahir par les émotions, recourir à une reconstruction des discours mémoriels. L’histoire politique est la plus sujette aux dérives actuelles d’une histoire émotionnelle. Elle est aussi le lieu où l’historien peut apprendre à faire la part des choses. Déterminer ce qu’il doit au lecteur mais aussi à lui-même, rendre sa force à l’événement tout en l’accompagnant de l’éclairage explicatif qui arrache au seul registre des émotions la généalogie des faits, reconstruire une chaîne de causalités qui fasse leur place aux enchaînements subjectifs, bref, rétablir par-delà le nouveau déterminisme des émotions un régime de la réflexivité. Ce n’est pas, on l’aura compris, une histoire à moindres frais et repliée sur elle-même que propose Christophe Prochasson. Gouverner ses émotions ne veut pas dire éteindre les passions. Cet enthousiaste de la République, ce péguyste impénitent, cet observateur attentif de la vie intellectuelle reste le meilleur porte-parole d’une pratique historienne ouverte aux problèmes de son temps. Dans cette nouvelle géographie des passions que trace pour nous Christophe Prochasson, l’histoire s’affirme plus que jamais comme un engagement enthousiasmant.
"COMMENT DÉFENDRE LA PSYCHANALYSE?"
Comment défendre la psychanalyse ?
par Alexandre Abensour [23-01-2008]
Domaine : Philosophie
mots-clés : psychanalyse science
Les détracteurs de la psychanalyse ont-ils déformé le projet freudien pour mieux le critiquer ? Il y a des raisons de le penser, selon Vannina Micheli-Rechtman. Il reste que défendre la psychanalyse comme elle le fait peut sembler ne pas lui faire entièrement justice.
Recensé : Vannina Micheli-Rechtman, La psychanalyse face à ses détracteurs, Paris, Aubier, 2007, 289 p., 21 euros.
La psychanalyse a toujours dû faite face à des critiques plus ou moins virulentes, plus ou moins fondées. Elles viennent essentiellement d’autres discours et pratiques cliniques (psychiatrie, divers courants de la psychologie) et de la philosophie, qui s’attaque à certains aspects du freudisme : son positivisme, son modèle familialiste, la centralité de la sexualité etc. En 2005, avec la publication du Livre noir de la psychanalyse, le débat se focalise surtout sur la violente polémique issue de psychologues comportementaux et d’historiens très critiques de l’œuvre de Freud. L’intérêt de l’ouvrage de Vannina Micheli-Rechtman est de prendre du recul sur cette actualité trop brûlante, et de présenter quelques-unes des grandes critiques philosophiques de la psychanalyse. L’auteur parvient ainsi à situer, bien que trop succinctement, l’originalité de la place de Freud dans les débats épistémologiques du dix-neuvième et du vingtième siècles.
Quoi de neuf depuis Popper ?
En effet, l’introduction permet au lecteur français de se familiariser avec certaines critiques de la psychanalyse issues du monde anglo-saxon, et dont nous ne sommes pas toujours au fait. Quoi de neuf depuis Popper, serait-on tenté de dire ? On connaît bien les arguments de l’auteur de La logique de la découverte scientifique : la psychanalyse offre le modèle d’une pseudo-science, parce que ses énoncés sont non-réfutables. Dans le contexte des années trente, il était évidemment tout sauf anodin de montrer que le marxisme et la psychanalyse n’avaient de science que la prétention. L’argument reposait sur un paradoxe savoureux : ces deux théories sont d’autant moins des sciences qu’elles prouvent le plus… Vannina Micheli-Rechtman rappelle justement l’un des exemples favoris de Popper ainsi que son mode d’argumentation : « Popper prend (…) l’exemple des rêves contraires au désir, ou des cauchemars, et il examine les réponses de Freud à ces contre-exemples, à savoir qu’il peut exister chez un patient le désir de prouver à Freud qu’il a tort, ce qui sert à confirmer sa thèse du rêve-désir. Ce sont là pour Popper à la fois une manière de déroger à la règle scientifique qui veut que l’on se concentre, au sein de la construction d’une théorie scientifique, sur les hypothèses les plus exposées aux démentis empiriques et une façon de produire un sentiment d’invincibilité qui n’est plus, selon lui, de nature épistémologique, mais sociologique » (pp. 22-23). Mais il faudrait voir s’il s’agit uniquement pour Freud d’une affaire de pouvoir sur ses patients, ou si le pouvoir est celui de l’interprétation elle-même dans sa capacité à faire sens. De toute façon, nous ne sommes plus dans le cadre des règles des sciences physiques, Freud n’ayant d’ailleurs jamais prétendu à ce type de rigueur, ne serait-ce qu’à cause de l’absence de mesure exacte de l’énergie psychique.
Mais, nous le disions, l’intérêt de cette introduction est de prolonger la critique classique par les travaux plus récents, et moins connus en France, d’Adolf Grünbaum (né en 1923), qui fut professeur de philosophie des sciences à l’université de Pittsburgh. Auteur notamment de The Foundations of Psychoanalysis : A Philosophical Critique (1984, traduit en 1996, au PUF : Les Fondements de la psychanalyse), il développe contre Popper une critique résolument « physicaliste » de la psychanalyse. Il s’agit pour lui de prendre au sérieux la prétention scientifique de Freud, et de montrer que les principaux concepts freudiens, au premier titre le refoulement, souffrent de défauts théoriques redoutables. De même, la prétendue validité pratique de la théorie est tout aussi faible. Grünbaum s’attaque à la fois aux relectures herméneutiques de Ricœur et d’Habermas, auxquels il reproche de ne pas tenir compte du causalisme physicaliste de Freud, et aux arguments de Popper, qui refusent de s’attaquer à la prétention proprement « physicaliste » du freudisme. Comme le dit justement Vannina Micheli-Rechtman, ce point de vue conduisant à physicaliser la psychanalyse pour mieux la réfuter est du pain bénit pour les partisans des sciences cognitives souhaitant remplacer la psychanalyse par une étude scientifique des mécanismes cérébraux. Plus généralement, cela conduit à s’interroger sur ces critiques qui refusent de prendre en compte la possibilité même d’une épistémologie propre à la psychanalyse. Si Freud lui-même, on l’a dit, n’a jamais prétendu que la psychanalyse appartenait au champ des sciences physiques, son univers de pensée, sa « Weltanschauung » ne pouvait cependant qu’être celle de la science, et non de la philosophie, de l’art ou de la religion.
Psychanalyse et herméneutique : contre Ricœur
Le corps de l’ouvrage est donc consacré à cette fameuse épistémologie propre au freudisme. Vaste sujet, fort intéressant, dont le lecteur attend beaucoup. D’où vient alors notre déception finale ? D’une part, du manque de lien entre les trois grandes approches qui constituent les trois parties de l’ouvrage : le débat avec l’herméneutique, le positivisme et Wittgenstein. La troisième partie est particulièrement arbitraire : pourquoi privilégier la critique wittgensteinienne, aussi intéressante soit-elle ? Mais là n’est sans doute pas l’essentiel : le débat est seulement esquissé, au profit d’une approche essentiellement historique. Dans chaque partie, nous trouvons en effet d’abord un résumé de l’histoire des notions en jeu. La première partie nous présente ainsi une petite histoire de l’herméneutique depuis l’antiquité, qui ne peut naturellement qu’être superficielle compte tenu de la taille de l’ouvrage. Les pages consacrées à Dilthey nous rappellent l’émergence de l’opposition fondamentale dans les sciences humaines entre explication et compréhension. L’originalité de Freud, selon l’auteur, est de tenir à la fois fermement à l’explication (c’est-à-dire au raisonnement causal) tout en puisant dans une théorie de l’interprétation la capacité de la psychanalyse à donner sens aux formations de l’inconscient. Tout cela est connu.
En revanche, Vannini Micheli-Rechtman montre de façon convaincante les limites de l’approche purement herméneutique de Paul Ricœur. Ce dernier ramène en effet l’interprétation psychanalytique à sa propre théorie qui consiste à faire de l’herméneutique un moment de réappropriation réflexive du sens pour un sujet. Très justement, l’auteur insiste sur le fait que Freud a dû trouver des règles d’interprétation pour un matériel qui n’a aucune vocation à être compris. Freud montre ainsi la différence entre le déchiffrage des langues anciennes et les rêves. Les langues sont « destinées à servir de moyen de communication, donc à être comprises d’une façon ou d’une autre. Or, c’est précisément ce caractère qui manque au rêve. Le rêve ne se propose de rien dire à personne et, loin d’être un moyen de communication, il est destiné à rester incompris » (Introduction à la psychanalyse, Paris, Payot, 1965, p.158, citée p.122). Citation fort intéressante, qui montre bien que Freud ne s’est jamais situé dans la tradition herméneutique diltheyenne, mais qu’il a dû inventer une technique d’interprétation adaptée à un objet qui ne se présente pas seulement masqué, mais dont le masque est en quelque sorte l’essence même. On ne peut donc qu’être d’accord avec l’auteur de l’ouvrage quand elle conclut la partie sur l’herméneutique par ces mots : « Le rêve n’est pas un texte herméneutique en attente d’une méthode de déchiffrage ; c’est un processus inconscient soumis à des lois internes qui préfigurent l’agencement énigmatique qu’il va emprunter. La différence est de taille puisque Ricœur déplace la question des règles sur la seule technique de l’interprétation, quand Freud situe ses règles au cœur même des processus inconscients » (p. 125). Cette observation suggestive devrait engager une réflexion approfondie sur le statut même de l’interprétation freudienne. Car la question n’est pas réglée pour autant. Que le rêve soit destiné à n’être pas compris, cela permet-t-il pour autant de solder ainsi la position de Freud vis-à-vis des « Geisteswissenschaften » ? L’originalité de cette position peut-elle être tout entière contenue dans l’idée tant rebattue depuis Lacan que l’objet de la psychanalyse est le « sujet du symptôme » ? [1]
L’épistémologie du freudisme
Or, c’est finalement la seule réponse qu’obtient le lecteur, à des questions pourtant légitimes. Freud fait subir une étrange torsion au champ bien délimité qui oppose à son époque les sciences de l’esprit aux sciences de la nature, en empruntant le langage causaliste du second pour produire des analyses interprétantes propres au premier. Plutôt que de prendre ce problème à bras-le-corps, l’ouvrage le découpe artificiellement, en consacrant la deuxième partie au débat sur le statut de la science. Nous relisons là ce qui a déjà été écrit, notamment par Paul-Laurent Assoun (cité par l’auteur), sur les sources physicalistes du freudisme [2]. Nous n’apprenons là rien de nouveau, et, à notre étonnement, il n’est pas fait part de ce qui est peut-être la source la plus fondamentale de Freud, au-delà de l’épistémologie d’Ernst Mach : la philosophie de Schopenhauer. Comment comprendre l’étrange capacité de Freud de passer des modèles les plus strictement positivistes aux spéculations les plus métaphysiques sur les grandes pulsions, si l’on oublie le grand maître de la Volonté, dont certains des thèmes se retrouvent presque à l’identique dans le modèle du psychisme freudien : l’inconscient « hors-temps », le moi « surface », la sexualité comme passion des passions, le pessimisme foncier etc. Schopenhauer, est d’ailleurs lui-même un modèle essentiel pour les tenants du « serment physicaliste » de 1845 (Brücke, Helmholtz et Du Bois-Reymond), car il autorise à la fois la plus rigoureuse méthode scientifique applicable au monde superficiel de la « représentation », et laisse la possibilité de spéculer sur les sources profondes, métaphysiques, à condition de bien respecter les limites… Mais, là encore, Vannina Micheli-Rechtman se contente de citer les pages si connues de la 35ème Conférence [3] dans lesquelles Freud exprime sa méfiance à l’égard de la religion… Certes, mais encore ? Et ce n’est pas le débat avec Wittgenstein qui nous éclairera davantage, puisque sa conclusion consiste à répéter qu’il faudrait que les détracteurs contemporains de la psychanalyse s’avisent de ce que cette discipline possède sa propre épistémologie, et qu’en tentant de l’évaluer selon les critères de la science, on lui rend apparemment justice, mais pour mieux l’invalider. Là encore, Vannina Micheli-Rechtman a raison de dire que « cette démarche repose sur une confusion entre l’évaluation scientifique d’une discipline (…) et la mise en évidence de l’épistémologie de cette discipline » (p. 271). Le lecteur applaudit des deux mains, mais, au moment où il voudrait enfin voir sérieusement s’entamer l’analyse de cette épistémologie propre, le livre se termine.
On peut faire alors deux hypothèses. Ou bien l’auteur prépare un autre livre. Ou bien, ce qui nous semble malheureusement le plus probable, le lecteur est censé se satisfaire de ce véritable fétiche conceptuel qu’est devenu dans les ouvrages de « défense » de la psychanalyse l’expression « sujet du symptôme ». Il faudrait peut-être consacrer un ouvrage à cet objet étrange qu’est devenue cette formule, dont l’effet magique doit probablement faire taire toute discussion. L’auteur reprend ainsi sans aucune distance la référence lacanienne à Descartes, qui, avec le cogito, inventerait le « sujet de la science », ce sujet dans lequel s’inscrit la démarche freudienne. Selon Lacan, c’est cette inscription « scientiste », si critiquée, qui aurait au contraire permis à Freud de « découvrir » son objet propre, le « symptôme ». Mais, de ce « sujet du symptôme », nous ne saurons rien, sinon qu’il constitue le fondement de cette épistémologie de la psychanalyse, véritable focus imaginarius vers lequel tend tout l’ouvrage, sans nous en livrer, malheureusement, la substance. En conclusion, on peut en effet se demander si c’est faire justice à Freud que de le défendre en brandissant une trouvaille lacanienne, fort habile certes, mais dans laquelle le maître de Vienne ne se serait pas reconnu : trop philosophique à ses yeux, mais au mauvais sens du terme, au sens où, pour lui, il y a dans la conceptualité philosophique un penchant à fuir le réel…
Aller plus loin
Le site de Vannina Micheli-Rechtman : http://www.vanninamichelirechtman.net/
Un article de V. Micheli-Rechtman est disponible sur http://www.etatsgeneraux-psychanalyse.net/...
Documents joints
Comment défendre la psychanalyse ? (PDF - 133.2 ko)
par Alexandre Abensour
Notes
[1] On peut de même être surpris de l’absence totale de référence à la tradition de la psychanalyse existentielle, représentée notamment par Ludwig Binzwanger (cf. par exemple Discours, parcours et Freud, Paris, Gallimard, 1970). Cet auteur a tenté une relecture passionnante de la psychanalyse à l’aune de la phénoménologie existentiale heideggérienne. A la différence de Ricœur, Binswanger est un clinicien, qui tente notamment d’élaborer une analyse existentielle des délires psychotiques. Parmi les grands oublis de l’ouvrage, il faut également mentionner l’ouvrage majeur de Karl Jaspers, Psychopathologie générale (1913). Jaspers est sans doute le premier à pointer cette « incohérence » du freudisme : utiliser un vocabulaire explicatif alors que les analyses de Freud relèvent effectivement de la « compréhension ».
[2] On peut citer notamment : Freud et les sciences sociales (Paris, Armand Colin, 1993), Freud, la Philosophie et les Philosophes (Paris, PUF, 1976), Introduction à l’épistémologie freudienne (Paris, Payot, 1980).
[3] « Sur une Weltanschauung » (1915-1917), in Nouvelles Conférences d’introduction à la psychanalyse, Paris, Gallimard, 1984.
par Alexandre Abensour [23-01-2008]
Domaine : Philosophie
mots-clés : psychanalyse science
Les détracteurs de la psychanalyse ont-ils déformé le projet freudien pour mieux le critiquer ? Il y a des raisons de le penser, selon Vannina Micheli-Rechtman. Il reste que défendre la psychanalyse comme elle le fait peut sembler ne pas lui faire entièrement justice.
Recensé : Vannina Micheli-Rechtman, La psychanalyse face à ses détracteurs, Paris, Aubier, 2007, 289 p., 21 euros.
La psychanalyse a toujours dû faite face à des critiques plus ou moins virulentes, plus ou moins fondées. Elles viennent essentiellement d’autres discours et pratiques cliniques (psychiatrie, divers courants de la psychologie) et de la philosophie, qui s’attaque à certains aspects du freudisme : son positivisme, son modèle familialiste, la centralité de la sexualité etc. En 2005, avec la publication du Livre noir de la psychanalyse, le débat se focalise surtout sur la violente polémique issue de psychologues comportementaux et d’historiens très critiques de l’œuvre de Freud. L’intérêt de l’ouvrage de Vannina Micheli-Rechtman est de prendre du recul sur cette actualité trop brûlante, et de présenter quelques-unes des grandes critiques philosophiques de la psychanalyse. L’auteur parvient ainsi à situer, bien que trop succinctement, l’originalité de la place de Freud dans les débats épistémologiques du dix-neuvième et du vingtième siècles.
Quoi de neuf depuis Popper ?
En effet, l’introduction permet au lecteur français de se familiariser avec certaines critiques de la psychanalyse issues du monde anglo-saxon, et dont nous ne sommes pas toujours au fait. Quoi de neuf depuis Popper, serait-on tenté de dire ? On connaît bien les arguments de l’auteur de La logique de la découverte scientifique : la psychanalyse offre le modèle d’une pseudo-science, parce que ses énoncés sont non-réfutables. Dans le contexte des années trente, il était évidemment tout sauf anodin de montrer que le marxisme et la psychanalyse n’avaient de science que la prétention. L’argument reposait sur un paradoxe savoureux : ces deux théories sont d’autant moins des sciences qu’elles prouvent le plus… Vannina Micheli-Rechtman rappelle justement l’un des exemples favoris de Popper ainsi que son mode d’argumentation : « Popper prend (…) l’exemple des rêves contraires au désir, ou des cauchemars, et il examine les réponses de Freud à ces contre-exemples, à savoir qu’il peut exister chez un patient le désir de prouver à Freud qu’il a tort, ce qui sert à confirmer sa thèse du rêve-désir. Ce sont là pour Popper à la fois une manière de déroger à la règle scientifique qui veut que l’on se concentre, au sein de la construction d’une théorie scientifique, sur les hypothèses les plus exposées aux démentis empiriques et une façon de produire un sentiment d’invincibilité qui n’est plus, selon lui, de nature épistémologique, mais sociologique » (pp. 22-23). Mais il faudrait voir s’il s’agit uniquement pour Freud d’une affaire de pouvoir sur ses patients, ou si le pouvoir est celui de l’interprétation elle-même dans sa capacité à faire sens. De toute façon, nous ne sommes plus dans le cadre des règles des sciences physiques, Freud n’ayant d’ailleurs jamais prétendu à ce type de rigueur, ne serait-ce qu’à cause de l’absence de mesure exacte de l’énergie psychique.
Mais, nous le disions, l’intérêt de cette introduction est de prolonger la critique classique par les travaux plus récents, et moins connus en France, d’Adolf Grünbaum (né en 1923), qui fut professeur de philosophie des sciences à l’université de Pittsburgh. Auteur notamment de The Foundations of Psychoanalysis : A Philosophical Critique (1984, traduit en 1996, au PUF : Les Fondements de la psychanalyse), il développe contre Popper une critique résolument « physicaliste » de la psychanalyse. Il s’agit pour lui de prendre au sérieux la prétention scientifique de Freud, et de montrer que les principaux concepts freudiens, au premier titre le refoulement, souffrent de défauts théoriques redoutables. De même, la prétendue validité pratique de la théorie est tout aussi faible. Grünbaum s’attaque à la fois aux relectures herméneutiques de Ricœur et d’Habermas, auxquels il reproche de ne pas tenir compte du causalisme physicaliste de Freud, et aux arguments de Popper, qui refusent de s’attaquer à la prétention proprement « physicaliste » du freudisme. Comme le dit justement Vannina Micheli-Rechtman, ce point de vue conduisant à physicaliser la psychanalyse pour mieux la réfuter est du pain bénit pour les partisans des sciences cognitives souhaitant remplacer la psychanalyse par une étude scientifique des mécanismes cérébraux. Plus généralement, cela conduit à s’interroger sur ces critiques qui refusent de prendre en compte la possibilité même d’une épistémologie propre à la psychanalyse. Si Freud lui-même, on l’a dit, n’a jamais prétendu que la psychanalyse appartenait au champ des sciences physiques, son univers de pensée, sa « Weltanschauung » ne pouvait cependant qu’être celle de la science, et non de la philosophie, de l’art ou de la religion.
Psychanalyse et herméneutique : contre Ricœur
Le corps de l’ouvrage est donc consacré à cette fameuse épistémologie propre au freudisme. Vaste sujet, fort intéressant, dont le lecteur attend beaucoup. D’où vient alors notre déception finale ? D’une part, du manque de lien entre les trois grandes approches qui constituent les trois parties de l’ouvrage : le débat avec l’herméneutique, le positivisme et Wittgenstein. La troisième partie est particulièrement arbitraire : pourquoi privilégier la critique wittgensteinienne, aussi intéressante soit-elle ? Mais là n’est sans doute pas l’essentiel : le débat est seulement esquissé, au profit d’une approche essentiellement historique. Dans chaque partie, nous trouvons en effet d’abord un résumé de l’histoire des notions en jeu. La première partie nous présente ainsi une petite histoire de l’herméneutique depuis l’antiquité, qui ne peut naturellement qu’être superficielle compte tenu de la taille de l’ouvrage. Les pages consacrées à Dilthey nous rappellent l’émergence de l’opposition fondamentale dans les sciences humaines entre explication et compréhension. L’originalité de Freud, selon l’auteur, est de tenir à la fois fermement à l’explication (c’est-à-dire au raisonnement causal) tout en puisant dans une théorie de l’interprétation la capacité de la psychanalyse à donner sens aux formations de l’inconscient. Tout cela est connu.
En revanche, Vannini Micheli-Rechtman montre de façon convaincante les limites de l’approche purement herméneutique de Paul Ricœur. Ce dernier ramène en effet l’interprétation psychanalytique à sa propre théorie qui consiste à faire de l’herméneutique un moment de réappropriation réflexive du sens pour un sujet. Très justement, l’auteur insiste sur le fait que Freud a dû trouver des règles d’interprétation pour un matériel qui n’a aucune vocation à être compris. Freud montre ainsi la différence entre le déchiffrage des langues anciennes et les rêves. Les langues sont « destinées à servir de moyen de communication, donc à être comprises d’une façon ou d’une autre. Or, c’est précisément ce caractère qui manque au rêve. Le rêve ne se propose de rien dire à personne et, loin d’être un moyen de communication, il est destiné à rester incompris » (Introduction à la psychanalyse, Paris, Payot, 1965, p.158, citée p.122). Citation fort intéressante, qui montre bien que Freud ne s’est jamais situé dans la tradition herméneutique diltheyenne, mais qu’il a dû inventer une technique d’interprétation adaptée à un objet qui ne se présente pas seulement masqué, mais dont le masque est en quelque sorte l’essence même. On ne peut donc qu’être d’accord avec l’auteur de l’ouvrage quand elle conclut la partie sur l’herméneutique par ces mots : « Le rêve n’est pas un texte herméneutique en attente d’une méthode de déchiffrage ; c’est un processus inconscient soumis à des lois internes qui préfigurent l’agencement énigmatique qu’il va emprunter. La différence est de taille puisque Ricœur déplace la question des règles sur la seule technique de l’interprétation, quand Freud situe ses règles au cœur même des processus inconscients » (p. 125). Cette observation suggestive devrait engager une réflexion approfondie sur le statut même de l’interprétation freudienne. Car la question n’est pas réglée pour autant. Que le rêve soit destiné à n’être pas compris, cela permet-t-il pour autant de solder ainsi la position de Freud vis-à-vis des « Geisteswissenschaften » ? L’originalité de cette position peut-elle être tout entière contenue dans l’idée tant rebattue depuis Lacan que l’objet de la psychanalyse est le « sujet du symptôme » ? [1]
L’épistémologie du freudisme
Or, c’est finalement la seule réponse qu’obtient le lecteur, à des questions pourtant légitimes. Freud fait subir une étrange torsion au champ bien délimité qui oppose à son époque les sciences de l’esprit aux sciences de la nature, en empruntant le langage causaliste du second pour produire des analyses interprétantes propres au premier. Plutôt que de prendre ce problème à bras-le-corps, l’ouvrage le découpe artificiellement, en consacrant la deuxième partie au débat sur le statut de la science. Nous relisons là ce qui a déjà été écrit, notamment par Paul-Laurent Assoun (cité par l’auteur), sur les sources physicalistes du freudisme [2]. Nous n’apprenons là rien de nouveau, et, à notre étonnement, il n’est pas fait part de ce qui est peut-être la source la plus fondamentale de Freud, au-delà de l’épistémologie d’Ernst Mach : la philosophie de Schopenhauer. Comment comprendre l’étrange capacité de Freud de passer des modèles les plus strictement positivistes aux spéculations les plus métaphysiques sur les grandes pulsions, si l’on oublie le grand maître de la Volonté, dont certains des thèmes se retrouvent presque à l’identique dans le modèle du psychisme freudien : l’inconscient « hors-temps », le moi « surface », la sexualité comme passion des passions, le pessimisme foncier etc. Schopenhauer, est d’ailleurs lui-même un modèle essentiel pour les tenants du « serment physicaliste » de 1845 (Brücke, Helmholtz et Du Bois-Reymond), car il autorise à la fois la plus rigoureuse méthode scientifique applicable au monde superficiel de la « représentation », et laisse la possibilité de spéculer sur les sources profondes, métaphysiques, à condition de bien respecter les limites… Mais, là encore, Vannina Micheli-Rechtman se contente de citer les pages si connues de la 35ème Conférence [3] dans lesquelles Freud exprime sa méfiance à l’égard de la religion… Certes, mais encore ? Et ce n’est pas le débat avec Wittgenstein qui nous éclairera davantage, puisque sa conclusion consiste à répéter qu’il faudrait que les détracteurs contemporains de la psychanalyse s’avisent de ce que cette discipline possède sa propre épistémologie, et qu’en tentant de l’évaluer selon les critères de la science, on lui rend apparemment justice, mais pour mieux l’invalider. Là encore, Vannina Micheli-Rechtman a raison de dire que « cette démarche repose sur une confusion entre l’évaluation scientifique d’une discipline (…) et la mise en évidence de l’épistémologie de cette discipline » (p. 271). Le lecteur applaudit des deux mains, mais, au moment où il voudrait enfin voir sérieusement s’entamer l’analyse de cette épistémologie propre, le livre se termine.
On peut faire alors deux hypothèses. Ou bien l’auteur prépare un autre livre. Ou bien, ce qui nous semble malheureusement le plus probable, le lecteur est censé se satisfaire de ce véritable fétiche conceptuel qu’est devenu dans les ouvrages de « défense » de la psychanalyse l’expression « sujet du symptôme ». Il faudrait peut-être consacrer un ouvrage à cet objet étrange qu’est devenue cette formule, dont l’effet magique doit probablement faire taire toute discussion. L’auteur reprend ainsi sans aucune distance la référence lacanienne à Descartes, qui, avec le cogito, inventerait le « sujet de la science », ce sujet dans lequel s’inscrit la démarche freudienne. Selon Lacan, c’est cette inscription « scientiste », si critiquée, qui aurait au contraire permis à Freud de « découvrir » son objet propre, le « symptôme ». Mais, de ce « sujet du symptôme », nous ne saurons rien, sinon qu’il constitue le fondement de cette épistémologie de la psychanalyse, véritable focus imaginarius vers lequel tend tout l’ouvrage, sans nous en livrer, malheureusement, la substance. En conclusion, on peut en effet se demander si c’est faire justice à Freud que de le défendre en brandissant une trouvaille lacanienne, fort habile certes, mais dans laquelle le maître de Vienne ne se serait pas reconnu : trop philosophique à ses yeux, mais au mauvais sens du terme, au sens où, pour lui, il y a dans la conceptualité philosophique un penchant à fuir le réel…
Aller plus loin
Le site de Vannina Micheli-Rechtman : http://www.vanninamichelirechtman.net/
Un article de V. Micheli-Rechtman est disponible sur http://www.etatsgeneraux-psychanalyse.net/...
Documents joints
Comment défendre la psychanalyse ? (PDF - 133.2 ko)
par Alexandre Abensour
Notes
[1] On peut de même être surpris de l’absence totale de référence à la tradition de la psychanalyse existentielle, représentée notamment par Ludwig Binzwanger (cf. par exemple Discours, parcours et Freud, Paris, Gallimard, 1970). Cet auteur a tenté une relecture passionnante de la psychanalyse à l’aune de la phénoménologie existentiale heideggérienne. A la différence de Ricœur, Binswanger est un clinicien, qui tente notamment d’élaborer une analyse existentielle des délires psychotiques. Parmi les grands oublis de l’ouvrage, il faut également mentionner l’ouvrage majeur de Karl Jaspers, Psychopathologie générale (1913). Jaspers est sans doute le premier à pointer cette « incohérence » du freudisme : utiliser un vocabulaire explicatif alors que les analyses de Freud relèvent effectivement de la « compréhension ».
[2] On peut citer notamment : Freud et les sciences sociales (Paris, Armand Colin, 1993), Freud, la Philosophie et les Philosophes (Paris, PUF, 1976), Introduction à l’épistémologie freudienne (Paris, Payot, 1980).
[3] « Sur une Weltanschauung » (1915-1917), in Nouvelles Conférences d’introduction à la psychanalyse, Paris, Gallimard, 1984.
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Ciencias Humanas,
Filosofía,
Psicoanálisis
DOS FRACASOS DE LA POLÍTICA EXTERIOR HISPANA
Hay dos criterios complemenarios para evaluar la política exterior del gobierno: su capacidad de convocatoria cuando organiza una reunión internacional y su importancia para ser convocado cuando son otros los organizadores. Aplicando ambos criterios, la política exterior española es hoy por hoy un fracaso inexcusable. España no contó con ninguna asistencia importante cuando convocó al foro de la sedicente "Alianza de Civilizaciones". España no fue convocada por Gordon Brown para asistir a la cumbre de los grandes de la UE que ayer buscó caminos para superar la crisis financiera.
Ante el primer fracaso, sutil fue Juan Carlos I al no mencionar siquiera a la Alianza en su tradicional discurso ante el cuerpo diplomático. Ante el segundo, no conozco hasta ahora reacción alguna.
Ante el primer fracaso, sutil fue Juan Carlos I al no mencionar siquiera a la Alianza en su tradicional discurso ante el cuerpo diplomático. Ante el segundo, no conozco hasta ahora reacción alguna.
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España,
Relaciones Internacionales,
Unión Europea
lunes, enero 28, 2008
CRISTIANOS PERSEGUIDOS: INDIA
The Tablet
Feature Article, 26 January 2008
The other side of India
Mian Ridge
On his recent trip to the subcontinent, Gordon Brown was shown all that is positive about a nation that will soon take its place among the world's leading economies. But there was no public reference to the Hindu nationalists that are terrorising Christians in many areas
For the wretchedly poor Christians of Kandhamal, in the eastern Indian state of Orissa, Christmas is usually a time of rejoicing. Not this year. On Christmas Eve, a rabble of hard-line, extremist Hindus, some armed with guns, others with knives, went on the rampage, setting fire to Kandhamal's small mud-and-thatch churches and chasing Christians out of their houses. By Boxing Day, according to the Catholic Archdiocese of Bhubaneswar, the casualty list ran to four Christians killed, and 600 houses, 55 village churches, five convents, three presbyteries, six hostels, two seminaries and a medical dispensary destroyed. The All India Christian Council, an umbrella group of Churches, describes the attacks as the worst case of anti-Christian violence in India since independence in 1947.
The violence left hundreds homeless, frightened, and sheltering in camps. Hindu extremists blamed Christians, saying a group had attacked a leader from the hard-line Vishwa Hindu Parishad (VHP) group, but the Catholic Bishops' Conference of India claimed that the fighting was sparked by objections to a Christmas Eve show, believing it was designed to lure Dalits - formerly known as untouchables - into the Christian fold.
The New York-based Human Rights Watch was unambiguous in its appraisal. "For several years, extremist Hindu groups in Orissa have been conducting an anti-Christian campaign that has grown violent at times," it said in a report published on 29 December.
State authorities had failed to respond fast enough, it added, "leaving vulnerable groups at risk". Orissa has a history of anti-Christian violence. One of the nastiest incidents occurred in January 1999, when the Australian missionary Graham Staines and his two sons were burned to death in their jeep after a Bible class. In September 2004, 13 men were finally found guilt of involvement in the murders, after a trial lasting two and a half years, although seven were later released for lack of evidence.
India's Christian leaders say that antipathy to Christians has flourished right across India, with violent attacks and disruptions of church services. Hindu extremists justify their anti-Christian activities by claiming that a rapacious band of "alleluia wallahs" is sweeping across Bharat (India), forcing poor Hindus to convert and threatening India's Hindu identity. On 14 January the VHP called for a nationwide law against conversions to Christianity. Certainly, this violence in India has little do with theology. It has, instead, a good deal to do with prejudice and power politics.
In overwhelmingly Hindu but officially secular India, Christians are said to constitute less than 3 per cent of the population. Hindus make up 82 per cent and Muslims 13 per cent. Many, including several Christian leaders, believe these figures are conservative; indeed, the list of damaged buildings in Orissa, where Christians are said to make up 1 per cent of the population, suggests converts to Jesus are not so few in number.
There is little doubt that the overwhelming majority of converts are from the Dalit community. Although "untouchability" was abolished in 1950, it still persists throughout India. Dalits, who constitute more than 16 per cent of India's 1.1 billion population, are routinely ill treated and assigned the most degrading jobs, from clearing human excrement to scavenging through rubbish. There are regular reports that they have been barred from temples, beaten up, even killed on the grounds of their caste.
Hindu nationalists - a powerful political lobby in India that seeks to unite the Hindu population against Christian and Muslim "outsiders" - have long used emotional tales of Dalits being enticed away from Hinduism to mobilise support.
Under India's constitution, Dalits are entitled to affirmative-action benefits, including 15 per cent of admissions to universities and central-government jobs. Today, any Dalit who is found to have left Hinduism for Christianity or Islam loses these benefits. But there is a growing movement to restore them to converted Dalits; indeed, a bill to allow this is pending in parliament. Minority groups that benefit from affirmative-action programmes now worry that Dalit Christians may before long receive them too, so reducing their own chances of getting one of the reserved jobs. Right-wing Hindu groups like the VHP play on these fears, as no doubt they did in Orissa, which has a large number of "scheduled tribes", one of the groups entitled to benefits.
"It is all political," says Dr Abraham Mathai, general secretary of the All India Christian Council. "Hindu nationalists come to power by dividing the people of India."
Hinduism, unlike Protestant forms of Christianity, does not have a proselytising tradition. Instead what Hindu zealots can do is pass laws that make it illegal or extremely difficult for Hindus to leave the religion of their birth. At least seven Indian states have now introduced some form of anti-conversion legislation - including Orissa.
The most recent state in India to pass such a law was the northern state of Himachal Pradesh, and its example is revealing. Although the right-wing Hindu Bharatiya Janata Party (BJP) won the state in December, the law was passed under a Congress government anxious, say observers, to prevent the BJP winning votes on the back of such a law.
The title of the state's new Freedom of Religion Bill belies its terms. Anyone wishing to convert to another religion must inform the district magistrate 30 days in advance, or risk a fine of up to 1,000 rupees (£12). And if a person converts another, "by the use of force or by inducement or by any other fraudulent means", they may be imprisoned for up to two years, fined up to 25,000 rupees, or both. Tarsem Bharti, president of the Himachal Pradesh chapter of the All India Scheduled Caste and Scheduled Tribe Mahasangh (federation), which works with Dalits and tribal people, campaigned for the law. He argues that in Himachal Pradesh, at least, the Christian population is much larger than the official figures suggest.
Mr Bharti first became aware of the reach of missionaries, he says, when looking through his organisation's membership forms. "I saw that hundreds were describing themselves as ‘Hindu-Christians'," says the affable Mr Bharti, who admits that he is also a member of the BJP. "I discovered that Christian missionaries were luring poor people, telling them ‘if you pray before God all your troubles will be gone'. These people became trapped and we needed the new law to protect them." He does not, he adds, know the names of the Churches that proselytised in this way.
In Shimla, the state capital, a pretty town in the foothills of the Himalayas which was used by the colonial British as their summer capital, there is a constant reminder of Christianity in the shape of Christ Church, a grand neo-Gothic building with huge stained-glass windows that dominates the skyline. Today, the church belongs to the Church of North India, part of the Anglican Communion. But here, as in most areas of India, most conversion to Christianity takes place outside the mainstream denominations, in indigenous, largely invisible, house-based Churches.
"We are a growing and powerful Church," says the pastor of one such church, who asks that neither his name nor that of his Church be published. "We don't want any trouble. We aren't forcibly converting anyone; we're just telling them the truth."
Because his Church has no specific conversion rite - "conversion happens within a person's soul" - it is impossible, this pastor says, to inform the district magistrate of the intention to convert, as the new law requires. But what really bothers him is the use of the term "inducement" in the law and the way it is defined. "Inducement", states the law, "shall include the offer of any gift or gratification, either in cash or in kind or grant of any benefit either pecuniary or otherwise." "That could mean anything," protests the pastor. "In our culture it is traditional to give food. In Christianity, it is traditional to feed the poor."
He denies, of course, that his Church ever forces Hindus to adopt Christianity. And indeed, in Himachal Pradesh, no one has yet been arrested for this crime. In other states where such laws exist, there are no records of numbers for arrests or convictions, but reports by non-governmental organisations and media suggest that they are few. Church leaders from mainstream denominations and secular observers concur with this view.
But anti-conversion laws shape attitudes in the states where they are enacted. In Orissa, which has had an anti-conversion law since 1967, Hindu extremists had no difficulty inciting local Hindus to attack Christians on Christmas Eve. The Government, meanwhile, according to the Human Rights Group, "looked the other way".
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Feature Article, 26 January 2008
The other side of India
Mian Ridge
On his recent trip to the subcontinent, Gordon Brown was shown all that is positive about a nation that will soon take its place among the world's leading economies. But there was no public reference to the Hindu nationalists that are terrorising Christians in many areas
For the wretchedly poor Christians of Kandhamal, in the eastern Indian state of Orissa, Christmas is usually a time of rejoicing. Not this year. On Christmas Eve, a rabble of hard-line, extremist Hindus, some armed with guns, others with knives, went on the rampage, setting fire to Kandhamal's small mud-and-thatch churches and chasing Christians out of their houses. By Boxing Day, according to the Catholic Archdiocese of Bhubaneswar, the casualty list ran to four Christians killed, and 600 houses, 55 village churches, five convents, three presbyteries, six hostels, two seminaries and a medical dispensary destroyed. The All India Christian Council, an umbrella group of Churches, describes the attacks as the worst case of anti-Christian violence in India since independence in 1947.
The violence left hundreds homeless, frightened, and sheltering in camps. Hindu extremists blamed Christians, saying a group had attacked a leader from the hard-line Vishwa Hindu Parishad (VHP) group, but the Catholic Bishops' Conference of India claimed that the fighting was sparked by objections to a Christmas Eve show, believing it was designed to lure Dalits - formerly known as untouchables - into the Christian fold.
The New York-based Human Rights Watch was unambiguous in its appraisal. "For several years, extremist Hindu groups in Orissa have been conducting an anti-Christian campaign that has grown violent at times," it said in a report published on 29 December.
State authorities had failed to respond fast enough, it added, "leaving vulnerable groups at risk". Orissa has a history of anti-Christian violence. One of the nastiest incidents occurred in January 1999, when the Australian missionary Graham Staines and his two sons were burned to death in their jeep after a Bible class. In September 2004, 13 men were finally found guilt of involvement in the murders, after a trial lasting two and a half years, although seven were later released for lack of evidence.
India's Christian leaders say that antipathy to Christians has flourished right across India, with violent attacks and disruptions of church services. Hindu extremists justify their anti-Christian activities by claiming that a rapacious band of "alleluia wallahs" is sweeping across Bharat (India), forcing poor Hindus to convert and threatening India's Hindu identity. On 14 January the VHP called for a nationwide law against conversions to Christianity. Certainly, this violence in India has little do with theology. It has, instead, a good deal to do with prejudice and power politics.
In overwhelmingly Hindu but officially secular India, Christians are said to constitute less than 3 per cent of the population. Hindus make up 82 per cent and Muslims 13 per cent. Many, including several Christian leaders, believe these figures are conservative; indeed, the list of damaged buildings in Orissa, where Christians are said to make up 1 per cent of the population, suggests converts to Jesus are not so few in number.
There is little doubt that the overwhelming majority of converts are from the Dalit community. Although "untouchability" was abolished in 1950, it still persists throughout India. Dalits, who constitute more than 16 per cent of India's 1.1 billion population, are routinely ill treated and assigned the most degrading jobs, from clearing human excrement to scavenging through rubbish. There are regular reports that they have been barred from temples, beaten up, even killed on the grounds of their caste.
Hindu nationalists - a powerful political lobby in India that seeks to unite the Hindu population against Christian and Muslim "outsiders" - have long used emotional tales of Dalits being enticed away from Hinduism to mobilise support.
Under India's constitution, Dalits are entitled to affirmative-action benefits, including 15 per cent of admissions to universities and central-government jobs. Today, any Dalit who is found to have left Hinduism for Christianity or Islam loses these benefits. But there is a growing movement to restore them to converted Dalits; indeed, a bill to allow this is pending in parliament. Minority groups that benefit from affirmative-action programmes now worry that Dalit Christians may before long receive them too, so reducing their own chances of getting one of the reserved jobs. Right-wing Hindu groups like the VHP play on these fears, as no doubt they did in Orissa, which has a large number of "scheduled tribes", one of the groups entitled to benefits.
"It is all political," says Dr Abraham Mathai, general secretary of the All India Christian Council. "Hindu nationalists come to power by dividing the people of India."
Hinduism, unlike Protestant forms of Christianity, does not have a proselytising tradition. Instead what Hindu zealots can do is pass laws that make it illegal or extremely difficult for Hindus to leave the religion of their birth. At least seven Indian states have now introduced some form of anti-conversion legislation - including Orissa.
The most recent state in India to pass such a law was the northern state of Himachal Pradesh, and its example is revealing. Although the right-wing Hindu Bharatiya Janata Party (BJP) won the state in December, the law was passed under a Congress government anxious, say observers, to prevent the BJP winning votes on the back of such a law.
The title of the state's new Freedom of Religion Bill belies its terms. Anyone wishing to convert to another religion must inform the district magistrate 30 days in advance, or risk a fine of up to 1,000 rupees (£12). And if a person converts another, "by the use of force or by inducement or by any other fraudulent means", they may be imprisoned for up to two years, fined up to 25,000 rupees, or both. Tarsem Bharti, president of the Himachal Pradesh chapter of the All India Scheduled Caste and Scheduled Tribe Mahasangh (federation), which works with Dalits and tribal people, campaigned for the law. He argues that in Himachal Pradesh, at least, the Christian population is much larger than the official figures suggest.
Mr Bharti first became aware of the reach of missionaries, he says, when looking through his organisation's membership forms. "I saw that hundreds were describing themselves as ‘Hindu-Christians'," says the affable Mr Bharti, who admits that he is also a member of the BJP. "I discovered that Christian missionaries were luring poor people, telling them ‘if you pray before God all your troubles will be gone'. These people became trapped and we needed the new law to protect them." He does not, he adds, know the names of the Churches that proselytised in this way.
In Shimla, the state capital, a pretty town in the foothills of the Himalayas which was used by the colonial British as their summer capital, there is a constant reminder of Christianity in the shape of Christ Church, a grand neo-Gothic building with huge stained-glass windows that dominates the skyline. Today, the church belongs to the Church of North India, part of the Anglican Communion. But here, as in most areas of India, most conversion to Christianity takes place outside the mainstream denominations, in indigenous, largely invisible, house-based Churches.
"We are a growing and powerful Church," says the pastor of one such church, who asks that neither his name nor that of his Church be published. "We don't want any trouble. We aren't forcibly converting anyone; we're just telling them the truth."
Because his Church has no specific conversion rite - "conversion happens within a person's soul" - it is impossible, this pastor says, to inform the district magistrate of the intention to convert, as the new law requires. But what really bothers him is the use of the term "inducement" in the law and the way it is defined. "Inducement", states the law, "shall include the offer of any gift or gratification, either in cash or in kind or grant of any benefit either pecuniary or otherwise." "That could mean anything," protests the pastor. "In our culture it is traditional to give food. In Christianity, it is traditional to feed the poor."
He denies, of course, that his Church ever forces Hindus to adopt Christianity. And indeed, in Himachal Pradesh, no one has yet been arrested for this crime. In other states where such laws exist, there are no records of numbers for arrests or convictions, but reports by non-governmental organisations and media suggest that they are few. Church leaders from mainstream denominations and secular observers concur with this view.
But anti-conversion laws shape attitudes in the states where they are enacted. In Orissa, which has had an anti-conversion law since 1967, Hindu extremists had no difficulty inciting local Hindus to attack Christians on Christmas Eve. The Government, meanwhile, according to the Human Rights Group, "looked the other way".
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domingo, enero 27, 2008
PRO OBAMA: EDWARD M. KENNEDY
Leo en TNYT:
MACON, Ga. – Senator Edward M. Kennedy intends to endorse the presidential candidacy of Senator Barack Obama during a rally on Monday in Washington.
The Kennedy endorsement has been underway for days, even before the outcome of the South Carolina primary. Mr. Kennedy told his decision to Mr. Obama on Thursday.
Of all the endorsements in the Democratic Party, Mr. Kennedy’s is viewed as the most weighty. He had vowed to stay out of the presidential nominating fight, but as the contest expands into a state-by-state fight – and given the tone of the race in the last week – associates said he was moved to announce his support for Mr. Obama.
The endorsement will be announced at a rally at American University on Monday, hours before the State of the Union Address at the Capitol.
Mr. Obama flew to Georgia for his first post-South Carolina stop. Before appearing at Sunday morning church services at the Harvest Cathedral in Macon, Ga., Mr. Obama was asked about Mr. Kennedy’s potential endorsement on ABC News’ “This Week.”
“Well, you know, I’ll let Ted Kennedy speak for himself. And nobody does it better,” Mr. Obama said. “But obviously, any of the Democratic candidates would love to have Ted Kennedy’s support. And we have certainly actively sought it. And you know, I will let him make his announcement and his decision when he decides it’s appropriate.”
Mr. Kennedy, the latest in a string of senators to announce their support for Mr. Obama, is said by associates to be drawn to Mr. Obama because of his ability to motivate a new generation of Democrats. His niece, Caroline Kennedy, made a similar argument in an op-ed piece in today’s Times.
During Mr. Obama’s three years in the Senate, he has worked to build allies and gain friendships with many of his colleagues. While Mr. Kennedy and Mr. Obama have not been particularly close, Mr. Obama quickly gained the admiration of the Kennedy family.
It was on a November day in 2005, near the end of Mr. Obama’s first year in the Senate, when he was asked to deliver a keynote address at a ceremony commemorating the 80th birthday of Robert F. Kennedy. The invitation was extended by Ethel Kennedy, whom at the time referred to Mr. Obama as “our next president.”
“I think he feels it. He feels it just like Bobby did,” Mrs. Kennedy told me that day, comparing her late husband’s quest for social justice to Mr. Obama’s. “He has the passion in his heart. He’s not selling you. It’s just him.”
While Mr. Obama dismissed the suggestion at the time, her words were among the many accolades from prominent Democrats that sparked his presidential ambitions.
MACON, Ga. – Senator Edward M. Kennedy intends to endorse the presidential candidacy of Senator Barack Obama during a rally on Monday in Washington.
The Kennedy endorsement has been underway for days, even before the outcome of the South Carolina primary. Mr. Kennedy told his decision to Mr. Obama on Thursday.
Of all the endorsements in the Democratic Party, Mr. Kennedy’s is viewed as the most weighty. He had vowed to stay out of the presidential nominating fight, but as the contest expands into a state-by-state fight – and given the tone of the race in the last week – associates said he was moved to announce his support for Mr. Obama.
The endorsement will be announced at a rally at American University on Monday, hours before the State of the Union Address at the Capitol.
Mr. Obama flew to Georgia for his first post-South Carolina stop. Before appearing at Sunday morning church services at the Harvest Cathedral in Macon, Ga., Mr. Obama was asked about Mr. Kennedy’s potential endorsement on ABC News’ “This Week.”
“Well, you know, I’ll let Ted Kennedy speak for himself. And nobody does it better,” Mr. Obama said. “But obviously, any of the Democratic candidates would love to have Ted Kennedy’s support. And we have certainly actively sought it. And you know, I will let him make his announcement and his decision when he decides it’s appropriate.”
Mr. Kennedy, the latest in a string of senators to announce their support for Mr. Obama, is said by associates to be drawn to Mr. Obama because of his ability to motivate a new generation of Democrats. His niece, Caroline Kennedy, made a similar argument in an op-ed piece in today’s Times.
During Mr. Obama’s three years in the Senate, he has worked to build allies and gain friendships with many of his colleagues. While Mr. Kennedy and Mr. Obama have not been particularly close, Mr. Obama quickly gained the admiration of the Kennedy family.
It was on a November day in 2005, near the end of Mr. Obama’s first year in the Senate, when he was asked to deliver a keynote address at a ceremony commemorating the 80th birthday of Robert F. Kennedy. The invitation was extended by Ethel Kennedy, whom at the time referred to Mr. Obama as “our next president.”
“I think he feels it. He feels it just like Bobby did,” Mrs. Kennedy told me that day, comparing her late husband’s quest for social justice to Mr. Obama’s. “He has the passion in his heart. He’s not selling you. It’s just him.”
While Mr. Obama dismissed the suggestion at the time, her words were among the many accolades from prominent Democrats that sparked his presidential ambitions.
SALTANDO DE UNA A OTRA CÚPULA
El pase de Ernesto Ekaizer de El País a Público sorprende a todos: era el rostro informativo más destacado por el diario, se afirmaba cada vez más en la SER y, estas últimas semanas, había ganado rango protagónico también en la estridente tertulia de Cuatro.
PRISA no dio explicación alguna, como tampoco la dio al desaparecer Máximo de Opinión. El humor escueto, la caligrafía del veterano dibujante poco tenía que ver con la narrativa del informador pero el uno y el otro comparten una línea insólita, la crítica escueta pero certera a algunos comportamientos borbónico. Máximo, con mayor frecuencia su "Diario real"; Ekaizer, sobre todo, con la filtración de lo que el Rey había dicho en una cena muy reservada a propósito nada menos que de los obispos españoles. No creo sin embargo que esto alcance para explicar ambas partidas.
No doy por supuesto, en el caso de Ekaizer, que su partida haya sido decisión de la empresa que lo había elevado a altos rangos, ni del nuevo director del ahora sedicente "global": puesto que en Público Ekaizer escala a rangos todavía más altos, bien podría ser que la decisión fuera suya aunque la cúpula de Público esté muy por debajo de la de El País.
PRO CLINTON: TNYT
January 25, 2008
Editorial
Primary Choices: Hillary Clinton
This generally is the stage of a campaign when Democrats have to work hard to get excited about whichever candidate seems most likely to outlast an uninspiring pack. That is not remotely the case this year.
The early primaries produced two powerful main contenders: Hillary Clinton, the brilliant if at times harsh-sounding senator from New York; and Barack Obama, the incandescent if still undefined senator from Illinois. The remaining long shot, John Edwards, has enlivened the race with his own brand of raw populism.
As Democrats look ahead to the primaries in the biggest states on Feb. 5, The Times’s editorial board strongly recommends that they select Hillary Clinton as their nominee for the 2008 presidential election.
We have enjoyed hearing Mr. Edwards’s fiery oratory, but we cannot support his candidacy. The former senator from North Carolina has repudiated so many of his earlier positions, so many of his Senate votes, that we’re not sure where he stands. We certainly don’t buy the notion that he can hold back the tide of globalization.
By choosing Mrs. Clinton, we are not denying Mr. Obama’s appeal or his gifts. The idea of the first African-American nominee of a major party also is exhilarating, and so is the prospect of the first woman nominee. “Firstness” is not a reason to choose. The times that false choice has been raised, more often by Mrs. Clinton, have tarnished the campaign.
Mr. Obama and Mrs. Clinton would both help restore America’s global image, to which President Bush has done so much grievous harm. They are committed to changing America’s role in the world, not just its image.
On the major issues, there is no real gulf separating the two. They promise an end to the war in Iraq, more equitable taxation, more effective government spending, more concern for social issues, a restoration of civil liberties and an end to the politics of division of George W. Bush and Karl Rove.
Mr. Obama has built an exciting campaign around the notion of change, but holds no monopoly on ideas that would repair the governing of America. Mrs. Clinton sometimes overstates the importance of résumé. Hearing her talk about the presidency, her policies and answers for America’s big problems, we are hugely impressed by the depth of her knowledge, by the force of her intellect and by the breadth of, yes, her experience.
It is unfair, especially after seven years of Mr. Bush’s inept leadership, but any Democrat will face tougher questioning about his or her fitness to be commander in chief. Mrs. Clinton has more than cleared that bar, using her years in the Senate well to immerse herself in national security issues, and has won the respect of world leaders and many in the American military. She would be a strong commander in chief.
Domestically, Mrs. Clinton has tackled complex policy issues, sometimes failing. She has shown a willingness to learn and change. Her current proposals on health insurance reflect a clear shift from her first, famously disastrous foray into the issue. She has learned that powerful interests cannot simply be left out of the meetings. She understands that all Americans must be covered — but must be allowed to choose their coverage, including keeping their current plans. Mr. Obama may also be capable of tackling such issues, but we have not yet seen it. Voters have to judge candidates not just on the promise they hold, but also on the here and now.
The sense of possibility, of a generational shift, rouses Mr. Obama’s audiences and not just through rhetorical flourishes. He shows voters that he understands how much they hunger for a break with the Bush years, for leadership and vision and true bipartisanship. We hunger for that, too. But we need more specifics to go with his amorphous promise of a new governing majority, a clearer sense of how he would govern.
The potential upside of a great Obama presidency is enticing, but this country faces huge problems, and will no doubt be facing more that we can’t foresee. The next president needs to start immediately on challenges that will require concrete solutions, resolve, and the ability to make government work. Mrs. Clinton is more qualified, right now, to be president.
We opposed President Bush’s decision to invade Iraq and we disagree with Mrs. Clinton’s vote for the resolution on the use of force. That’s not the issue now; it is how the war will be ended. Mrs. Clinton seems not only more aware than Mr. Obama of the consequences of withdrawal, but is already thinking through the diplomatic and military steps that will be required to contain Iraq’s chaos after American troops leave.
On domestic policy, both candidates would turn the government onto roughly the same course — shifting resources to help low-income and middle-class Americans, and broadening health coverage dramatically. Mrs. Clinton also has good ideas about fixing the dysfunction in Mr. Bush’s No Child Left Behind education program.
Mr. Obama talks more about the damage Mr. Bush has done to civil liberties, the rule of law and the balance of powers. Mrs. Clinton is equally dedicated to those issues, and more prepared for the Herculean task of figuring out exactly where, how and how often the government’s powers have been misused — and what must now be done to set things right.
As strongly as we back her candidacy, we urge Mrs. Clinton to take the lead in changing the tone of the campaign. It is not good for the country, the Democratic Party or for Mrs. Clinton, who is often tagged as divisive, in part because of bitter feeling about her husband’s administration and the so-called permanent campaign. (Indeed, Bill Clinton’s overheated comments are feeding those resentments, and could do long-term damage to her candidacy if he continues this way.)
We know that she is capable of both uniting and leading. We saw her going town by town through New York in 2000, including places where Clinton-bashing was a popular sport. She won over skeptical voters and then delivered on her promises and handily won re-election in 2006.
Mrs. Clinton must now do the same job with a broad range of America’s voters. She will have to let Americans see her power to listen and lead, but she won’t be able to do it town by town.
When we endorsed Mrs. Clinton in 2006, we were certain she would continue to be a great senator, but since her higher ambitions were evident, we wondered if she could present herself as a leader to the nation.
Her ideas, her comeback in New Hampshire and strong showing in Nevada, her new openness to explaining herself and not just her programs, and her abiding, powerful intellect show she is fully capable of doing just that. She is the best choice for the Democratic Party as it tries to regain the White House.
PRO OBAMA: CAROLINE KENNEDY
Horas después de pronunciarse editorialmente pro Clinton, TNYT publica el siguiente artículo de Caroline Kennedy pro Obama.
January 27, 2008
Op-Ed Contributor
A President Like My Father
By CAROLINE KENNEDY
OVER the years, I’ve been deeply moved by the people who’ve told me they wished they could feel inspired and hopeful about America the way people did when my father was president. This sense is even more profound today. That is why I am supporting a presidential candidate in the Democratic primaries, Barack Obama.
My reasons are patriotic, political and personal, and the three are intertwined. All my life, people have told me that my father changed their lives, that they got involved in public service or politics because he asked them to. And the generation he inspired has passed that spirit on to its children. I meet young people who were born long after John F. Kennedy was president, yet who ask me how to live out his ideals.
Sometimes it takes a while to recognize that someone has a special ability to get us to believe in ourselves, to tie that belief to our highest ideals and imagine that together we can do great things. In those rare moments, when such a person comes along, we need to put aside our plans and reach for what we know is possible.
We have that kind of opportunity with Senator Obama. It isn’t that the other candidates are not experienced or knowledgeable. But this year, that may not be enough. We need a change in the leadership of this country — just as we did in 1960.
Most of us would prefer to base our voting decision on policy differences. However, the candidates’ goals are similar. They have all laid out detailed plans on everything from strengthening our middle class to investing in early childhood education. So qualities of leadership, character and judgment play a larger role than usual.
Senator Obama has demonstrated these qualities throughout his more than two decades of public service, not just in the United States Senate but in Illinois, where he helped turn around struggling communities, taught constitutional law and was an elected state official for eight years. And Senator Obama is showing the same qualities today. He has built a movement that is changing the face of politics in this country, and he has demonstrated a special gift for inspiring young people — known for a willingness to volunteer, but an aversion to politics — to become engaged in the political process.
I have spent the past five years working in the New York City public schools and have three teenage children of my own. There is a generation coming of age that is hopeful, hard-working, innovative and imaginative. But too many of them are also hopeless, defeated and disengaged. As parents, we have a responsibility to help our children to believe in themselves and in their power to shape their future. Senator Obama is inspiring my children, my parents’ grandchildren, with that sense of possibility.
Senator Obama is running a dignified and honest campaign. He has spoken eloquently about the role of faith in his life, and opened a window into his character in two compelling books. And when it comes to judgment, Barack Obama made the right call on the most important issue of our time by opposing the war in Iraq from the beginning.
I want a president who understands that his responsibility is to articulate a vision and encourage others to achieve it; who holds himself, and those around him, to the highest ethical standards; who appeals to the hopes of those who still believe in the American Dream, and those around the world who still believe in the American ideal; and who can lift our spirits, and make us believe again that our country needs every one of us to get involved.
I have never had a president who inspired me the way people tell me that my father inspired them. But for the first time, I believe I have found the man who could be that president — not just for me, but for a new generation of Americans.
Caroline Kennedy is the author of “A Patriot’s Handbook: Songs, Poems, Stories and Speeches Celebrating the Land We Love.”
January 27, 2008
Op-Ed Contributor
A President Like My Father
By CAROLINE KENNEDY
OVER the years, I’ve been deeply moved by the people who’ve told me they wished they could feel inspired and hopeful about America the way people did when my father was president. This sense is even more profound today. That is why I am supporting a presidential candidate in the Democratic primaries, Barack Obama.
My reasons are patriotic, political and personal, and the three are intertwined. All my life, people have told me that my father changed their lives, that they got involved in public service or politics because he asked them to. And the generation he inspired has passed that spirit on to its children. I meet young people who were born long after John F. Kennedy was president, yet who ask me how to live out his ideals.
Sometimes it takes a while to recognize that someone has a special ability to get us to believe in ourselves, to tie that belief to our highest ideals and imagine that together we can do great things. In those rare moments, when such a person comes along, we need to put aside our plans and reach for what we know is possible.
We have that kind of opportunity with Senator Obama. It isn’t that the other candidates are not experienced or knowledgeable. But this year, that may not be enough. We need a change in the leadership of this country — just as we did in 1960.
Most of us would prefer to base our voting decision on policy differences. However, the candidates’ goals are similar. They have all laid out detailed plans on everything from strengthening our middle class to investing in early childhood education. So qualities of leadership, character and judgment play a larger role than usual.
Senator Obama has demonstrated these qualities throughout his more than two decades of public service, not just in the United States Senate but in Illinois, where he helped turn around struggling communities, taught constitutional law and was an elected state official for eight years. And Senator Obama is showing the same qualities today. He has built a movement that is changing the face of politics in this country, and he has demonstrated a special gift for inspiring young people — known for a willingness to volunteer, but an aversion to politics — to become engaged in the political process.
I have spent the past five years working in the New York City public schools and have three teenage children of my own. There is a generation coming of age that is hopeful, hard-working, innovative and imaginative. But too many of them are also hopeless, defeated and disengaged. As parents, we have a responsibility to help our children to believe in themselves and in their power to shape their future. Senator Obama is inspiring my children, my parents’ grandchildren, with that sense of possibility.
Senator Obama is running a dignified and honest campaign. He has spoken eloquently about the role of faith in his life, and opened a window into his character in two compelling books. And when it comes to judgment, Barack Obama made the right call on the most important issue of our time by opposing the war in Iraq from the beginning.
I want a president who understands that his responsibility is to articulate a vision and encourage others to achieve it; who holds himself, and those around him, to the highest ethical standards; who appeals to the hopes of those who still believe in the American Dream, and those around the world who still believe in the American ideal; and who can lift our spirits, and make us believe again that our country needs every one of us to get involved.
I have never had a president who inspired me the way people tell me that my father inspired them. But for the first time, I believe I have found the man who could be that president — not just for me, but for a new generation of Americans.
Caroline Kennedy is the author of “A Patriot’s Handbook: Songs, Poems, Stories and Speeches Celebrating the Land We Love.”
sábado, enero 26, 2008
CONTRA LA CANDIDATURA BLAIR
Tony Blair soll der erste Vollzeitpräsident der Europäischen Union werden. Ausgerechnet Blair, ausgerechnet ein Brite: Das ist wirklich eine absurde Idee DE ACUERDO. UNA IDEA ABSURDA, ENTRE OTROS, DE SARKO. ¿LA COPARTIRÁ EL PRÓXIMO PRESIDENTE DE GOBIERNO ESPAÑOL?
Von Theo Sommer
Was immer Tony Blair sich in den zehn Jahren seiner Amtszeit als britischer Premier an Verdiensten erworben haben mag – Verdienste um die Europäische Union sind nicht dabei. Als er 1997 in die Downing Street 10 einzog, gab er sich als passionierter Europäer und gelobte, Großbritannien „ins Herz Europas“ zu rücken. EN ESOS TIEMPOS, TENÌA QUE MARCAR (FALSAS) DISTANCIAS CON LA LÍNEA THATCHER
Es ist ihm nicht gelungen. Er hat es nicht einmal ernsthaft versucht. EXACTO Vielmehr blieb seine Europapolitik trügerisch und halbherzig. Zaghaftigkeit charakterisierte sie, Nachgiebigkeit gegenüber den euro-phoben Pressezaren seines Landes, unbegreifliches Kuschen vor seinem Schatzkanzler und Nachfolger Gordon Brown, der eine „rote Linie“ nach der anderen zog, die das Vereinigte Königreich auf der Straße nach Brüssel nicht überschreiten dürfe.
So kommt es, dass England noch immer nicht mit beiden Beinen in Europa steht, geschweige denn mit dem Herzen im Herz der Union. Es ist bis heute ein Außenseiter geblieben. POR DECISIÓN PROPIA PERO TAMBIÉN PORQUE ESA FUE LA SABIA POLÍTICA EUROPEA DE DE GAULLE Beim Euro ist es nicht dabei; in der Schengen-Zone macht es nicht mit; die Grundrechte-Charta hat es nicht übernommen; aus der gemeinsamen Justiz- und Sicherheitspolitik hat es sich in den Verhandlungen über den Reformvertrag ausgeklinkt. MUY IMPORTANTE: Als Blair aus dem Amt schied, war Großbritannien innerlich weiter von der EU entfernt als bei seinem Amtsantritt.
Der künftige EU-Präsident soll nach dem Lissaboner Vertrag zweieinhalb Jahre amtieren, nicht länger bloß sechs Monate. Es ist schlechthin unvorstellbar, dass er, der doch die Stimme Europas sein wird, das europäische Projekt nicht mit vollem Engagement verficht. Mit einem Präsidenten, der Europapolitik nur mit halbem Herzen betreibt, ist der Union nicht gedient.
Tony Blair war in seinen zehn Amtsjahren kein europäischer Gestalter, sondern eher ein Bremser. EN LA TRADICIÓN THATCHERIANA So gern er auch den Europäer gab – er bleib doch der odd man out. Jedenfalls kann er sich nichts Nennenswertes zugute halten, das Europa vorangebracht hätte. Im Stiftungsrat des Davoser Weltwirtschaftsforums ist er besser aufgehoben als auf dem neuen Präsidentensessel der EU. Der gebührt eher Männern, die sich um Europa verdient gemacht haben – dem Luxemburger Jean-Claude Juncker zum Beispiel, oder dem Österreicher Wolfgang Schüssel.
P.S. CONTRA SARKO, "DER HYPERVENTILIERENDE PRÄSIDENT": Dass ausgerechnet Nicolas Sarkozy, der hyperventilierende französische Staatspräsident (jeden Tag drei neue Ideen!), eine Präsidentschaftskandidatur Blairs unterstützt, macht die Sache nicht besser. Was mag er wohl im Schilde führen, wenn er einen Vorschlag lanciert, der Europa in einen bitteren Streit stürzen würde?
ZEIT online
05/2008
Von Theo Sommer
Was immer Tony Blair sich in den zehn Jahren seiner Amtszeit als britischer Premier an Verdiensten erworben haben mag – Verdienste um die Europäische Union sind nicht dabei. Als er 1997 in die Downing Street 10 einzog, gab er sich als passionierter Europäer und gelobte, Großbritannien „ins Herz Europas“ zu rücken. EN ESOS TIEMPOS, TENÌA QUE MARCAR (FALSAS) DISTANCIAS CON LA LÍNEA THATCHER
Es ist ihm nicht gelungen. Er hat es nicht einmal ernsthaft versucht. EXACTO Vielmehr blieb seine Europapolitik trügerisch und halbherzig. Zaghaftigkeit charakterisierte sie, Nachgiebigkeit gegenüber den euro-phoben Pressezaren seines Landes, unbegreifliches Kuschen vor seinem Schatzkanzler und Nachfolger Gordon Brown, der eine „rote Linie“ nach der anderen zog, die das Vereinigte Königreich auf der Straße nach Brüssel nicht überschreiten dürfe.
So kommt es, dass England noch immer nicht mit beiden Beinen in Europa steht, geschweige denn mit dem Herzen im Herz der Union. Es ist bis heute ein Außenseiter geblieben. POR DECISIÓN PROPIA PERO TAMBIÉN PORQUE ESA FUE LA SABIA POLÍTICA EUROPEA DE DE GAULLE Beim Euro ist es nicht dabei; in der Schengen-Zone macht es nicht mit; die Grundrechte-Charta hat es nicht übernommen; aus der gemeinsamen Justiz- und Sicherheitspolitik hat es sich in den Verhandlungen über den Reformvertrag ausgeklinkt. MUY IMPORTANTE: Als Blair aus dem Amt schied, war Großbritannien innerlich weiter von der EU entfernt als bei seinem Amtsantritt.
Der künftige EU-Präsident soll nach dem Lissaboner Vertrag zweieinhalb Jahre amtieren, nicht länger bloß sechs Monate. Es ist schlechthin unvorstellbar, dass er, der doch die Stimme Europas sein wird, das europäische Projekt nicht mit vollem Engagement verficht. Mit einem Präsidenten, der Europapolitik nur mit halbem Herzen betreibt, ist der Union nicht gedient.
Tony Blair war in seinen zehn Amtsjahren kein europäischer Gestalter, sondern eher ein Bremser. EN LA TRADICIÓN THATCHERIANA So gern er auch den Europäer gab – er bleib doch der odd man out. Jedenfalls kann er sich nichts Nennenswertes zugute halten, das Europa vorangebracht hätte. Im Stiftungsrat des Davoser Weltwirtschaftsforums ist er besser aufgehoben als auf dem neuen Präsidentensessel der EU. Der gebührt eher Männern, die sich um Europa verdient gemacht haben – dem Luxemburger Jean-Claude Juncker zum Beispiel, oder dem Österreicher Wolfgang Schüssel.
P.S. CONTRA SARKO, "DER HYPERVENTILIERENDE PRÄSIDENT": Dass ausgerechnet Nicolas Sarkozy, der hyperventilierende französische Staatspräsident (jeden Tag drei neue Ideen!), eine Präsidentschaftskandidatur Blairs unterstützt, macht die Sache nicht besser. Was mag er wohl im Schilde führen, wenn er einen Vorschlag lanciert, der Europa in einen bitteren Streit stürzen würde?
ZEIT online
05/2008
GUILLERMO FERNÁNDEZ


Gracias a uno de los múltiples, bienvenidos envíos de artículos periodísticos que me hace Ruben , descubro en la versión digital de El País de Montevideo un "Adiós al maestro" Guillermo Fernández que me provoca un aluvión de recuerdos: desde el Círculo Bíblico donde nos conocimos, los tiempos difíciles bajo la Cruz del Sur que convivimos, su visita a Barcelona años más tarde y nuestro último encuentro -gracias, Verónica- en Montevideo.
viernes, enero 25, 2008
DERROTA DE PRODI, RELANZAMIENTO DE BERLUSCONI
La cúpula del Partito Democratico (que Pasqual Maragall ha hecho suyo, con pocos catalanes detrás suyo) dice seguir con Prodi, contra viento y marea, y aboga ahora por un gobierno técnico que sustituya al caído.
"Non lo guido io", responde Prodi. "Me ne vado ma non scompariró" Y, al modo Gallardón, declara su derrota: "Ho perso, non sono disponibile a un reincarico".
"Elezione subito", claman Berlusconi y Napolitano.
Y si el Berlusca retorna por fin a la jefatura del gobierno italiano ¿cómo se llevará con Sarko, tan divo como él? Abriendo un frente de nuevos conflictos intraeuropeos, supongo, con sonadas divergencias con el francés porque todo divo reivindica el protagonismo absoluto y, a mayor abundamiento, Berlusconi ya aventaja a Sarko en cuanto su protagonismo político sigue potenciado y protegido por el económico.
"Non lo guido io", responde Prodi. "Me ne vado ma non scompariró" Y, al modo Gallardón, declara su derrota: "Ho perso, non sono disponibile a un reincarico".
"Elezione subito", claman Berlusconi y Napolitano.
Y si el Berlusca retorna por fin a la jefatura del gobierno italiano ¿cómo se llevará con Sarko, tan divo como él? Abriendo un frente de nuevos conflictos intraeuropeos, supongo, con sonadas divergencias con el francés porque todo divo reivindica el protagonismo absoluto y, a mayor abundamiento, Berlusconi ya aventaja a Sarko en cuanto su protagonismo político sigue potenciado y protegido por el económico.
"LOI DU SILENCE"
Edito du Monde
Loi du silence
LE MONDE 25.01.08 14h14 • Mis à jour le 25.01.08 14h14
Voilà deux histoires qui jettent le doute sur la liberté de parole des hauts fonctionnaires en France. ¿QUÉ DUDA? ESA LIBERTAD DE PALABRA NO PUEDE NUNCA, EN UN FUNCIONARIO, SER ABSOLUTA: DE SERLO, PONDRÍA EN PELIGRO A LA INSTITUCIÓN PÚBLICA A LA QUE PERTENECE Y POR ESA VÍA AL ESTADO. Directeur de la police générale de la préfecture de police de Paris, chargé des étrangers en situation irrégulière, Yannick Blanc a confié au Monde, ROMPIENDO EL SECRETO DE ESTADO en juillet 2006, que "plusieurs milliers" de sans-papiers allaient être régularisés. Le propos, politiquement inopportun, a déplu à son ministre de tutelle, Nicolas Sarkozy. Au début de cette année, le 16 janvier, un décret signé par le président de la République a mis fin à ses fonctions. OBVIAMENTE, SARKO YA NO PODÍA CONFIAR EN ÉL Contrôleur de gestion au ministère des affaires étrangères, Jean-François Percept s'est confié au Monde, le 21 novembre 2007, pour dire qu'il comprenait qu'"on puisse avoir honte d'être fonctionnaire". SUPREMA SANDEZ, OFENSA GRAVE AL ESTADO Avec promptitude, le Quai d'Orsay l'a sanctionné. ¿CÓMO?
Voici ainsi reposée la question du devoir de réserve imposé aux fonctionnaires. NO "ÌMPOSÉ": INHERENTE A SU PROPIO STATUS DE FUNCIONARIO Un devoir qu'il ne faut pas confondre avec une loi du silence dont toute transgression serait assimilée à un délit d'opinion. Au nom de la neutralité de l'Etat, dont ils sont les serviteurs, les fonctionnaires ne sont pas toujours regardés comme des citoyens comme les autres. NO LO SON. Les fonctionnaires civils ont dû attendre 1924, quarante ans après les salariés, pour se voir reconnaître un droit syndical. Et, en 1935, le Conseil d'Etat a consacré la notion de devoir de réserve, obligeant les fonctionnaires à émettre leurs opinions avec mesure et discrétion, en dehors de leurs fonctions.
Préparée par le communiste Anicet Le Pors, alors ministre de la fonction publique, la loi du 13 juillet 1983 sur les droits et obligations des fonctionnaires, dispose, dans son article 26, qu'ils "doivent faire preuve de discrétion professionnelle pour tous les faits, informations ou documents dont ils ont eu connaissance dans l'exercice ou à l'occasion de l'exercice de leurs fonctions". Cette même loi garantit la "liberté d'opinion" aux fonctionnaires, conformément à la Déclaration des droits de l'homme, qui proclame que "tout citoyen peut donc parler, écrire, imprimer librement, sauf à répondre à l'abus de cette liberté dans les cas déterminés par la loi".
Les hauts fonctionnaires ont donc des obligations et des responsabilités particulières. INHERENTES A SU STATUS. Mais ils ne sauraient être des citoyens de seconde zone. M. Blanc s'était exprimé avec le feu vert du préfet de police. M. Percept, qui n'avait parlé ni de ses fonctions ni de ses opinions politiques, a dû présenter des "excuses" sans que cela lui évite d'être privé de son poste. Ainsi, en France, en 2008, des hauts fonctionnaires se font tirer l'oreille comme des mauvais élèves quand ils enfreignent un devoir de réserve compris comme un engagement au silence. Pratiques d'un autre âge, FALSO: PRÁCTICAS COMUNES A TODOS LOS ESTADOS incompatibles avec la "démocratie irréprochable" et la "politique de civilisation" dont M. Sarkozy se fait le chantre. NO HAY INCOMPATIBILIDAD ALGUNA. LO QUE ESTE EDITORIAL IMPLÍCITAMENTE LAMENTA ES QUE CON ESTAS PRÁCTICAS SE VERÁ PRIVADO DE LAS "FUENTES" ANÓNIMAS AS VECES UTILIZADAS.
Article paru dans l'édition du 26.01.08.
Loi du silence
LE MONDE 25.01.08 14h14 • Mis à jour le 25.01.08 14h14
Voilà deux histoires qui jettent le doute sur la liberté de parole des hauts fonctionnaires en France. ¿QUÉ DUDA? ESA LIBERTAD DE PALABRA NO PUEDE NUNCA, EN UN FUNCIONARIO, SER ABSOLUTA: DE SERLO, PONDRÍA EN PELIGRO A LA INSTITUCIÓN PÚBLICA A LA QUE PERTENECE Y POR ESA VÍA AL ESTADO. Directeur de la police générale de la préfecture de police de Paris, chargé des étrangers en situation irrégulière, Yannick Blanc a confié au Monde, ROMPIENDO EL SECRETO DE ESTADO en juillet 2006, que "plusieurs milliers" de sans-papiers allaient être régularisés. Le propos, politiquement inopportun, a déplu à son ministre de tutelle, Nicolas Sarkozy. Au début de cette année, le 16 janvier, un décret signé par le président de la République a mis fin à ses fonctions. OBVIAMENTE, SARKO YA NO PODÍA CONFIAR EN ÉL Contrôleur de gestion au ministère des affaires étrangères, Jean-François Percept s'est confié au Monde, le 21 novembre 2007, pour dire qu'il comprenait qu'"on puisse avoir honte d'être fonctionnaire". SUPREMA SANDEZ, OFENSA GRAVE AL ESTADO Avec promptitude, le Quai d'Orsay l'a sanctionné. ¿CÓMO?
Voici ainsi reposée la question du devoir de réserve imposé aux fonctionnaires. NO "ÌMPOSÉ": INHERENTE A SU PROPIO STATUS DE FUNCIONARIO Un devoir qu'il ne faut pas confondre avec une loi du silence dont toute transgression serait assimilée à un délit d'opinion. Au nom de la neutralité de l'Etat, dont ils sont les serviteurs, les fonctionnaires ne sont pas toujours regardés comme des citoyens comme les autres. NO LO SON. Les fonctionnaires civils ont dû attendre 1924, quarante ans après les salariés, pour se voir reconnaître un droit syndical. Et, en 1935, le Conseil d'Etat a consacré la notion de devoir de réserve, obligeant les fonctionnaires à émettre leurs opinions avec mesure et discrétion, en dehors de leurs fonctions.
Préparée par le communiste Anicet Le Pors, alors ministre de la fonction publique, la loi du 13 juillet 1983 sur les droits et obligations des fonctionnaires, dispose, dans son article 26, qu'ils "doivent faire preuve de discrétion professionnelle pour tous les faits, informations ou documents dont ils ont eu connaissance dans l'exercice ou à l'occasion de l'exercice de leurs fonctions". Cette même loi garantit la "liberté d'opinion" aux fonctionnaires, conformément à la Déclaration des droits de l'homme, qui proclame que "tout citoyen peut donc parler, écrire, imprimer librement, sauf à répondre à l'abus de cette liberté dans les cas déterminés par la loi".
Les hauts fonctionnaires ont donc des obligations et des responsabilités particulières. INHERENTES A SU STATUS. Mais ils ne sauraient être des citoyens de seconde zone. M. Blanc s'était exprimé avec le feu vert du préfet de police. M. Percept, qui n'avait parlé ni de ses fonctions ni de ses opinions politiques, a dû présenter des "excuses" sans que cela lui évite d'être privé de son poste. Ainsi, en France, en 2008, des hauts fonctionnaires se font tirer l'oreille comme des mauvais élèves quand ils enfreignent un devoir de réserve compris comme un engagement au silence. Pratiques d'un autre âge, FALSO: PRÁCTICAS COMUNES A TODOS LOS ESTADOS incompatibles avec la "démocratie irréprochable" et la "politique de civilisation" dont M. Sarkozy se fait le chantre. NO HAY INCOMPATIBILIDAD ALGUNA. LO QUE ESTE EDITORIAL IMPLÍCITAMENTE LAMENTA ES QUE CON ESTAS PRÁCTICAS SE VERÁ PRIVADO DE LAS "FUENTES" ANÓNIMAS AS VECES UTILIZADAS.
Article paru dans l'édition du 26.01.08.
martes, enero 22, 2008
"THE ROUGH-AND-TUMBLE ONLINE UNIVERSE TRAVERSED BY YOUNG CYBERNAUTS"
January 22, 2008 TNYT
The Rough-and-Tumble Online Universe Traversed by Young Cybernauts
By FELICIA R. LEE
A baby-faced eighth grader, viciously bullied online, hangs himself. With a click of her mouse, a young woman with anorexia uses cyberspace to find tips on starving. A high school student, with a world of plot outlines available on the Internet, admits that he cannot recall ever actually reading a book.
If 21st-century parenthood is not scary enough, “Growing Up Online,” a documentary to be broadcast on the “Frontline” program on most PBS stations on Tuesday night, uses those real-life stories to ask an increasingly important question: What does it mean to be part of the first generation coming of age steeped in a virtual world seemingly outside parental control? The documentary touches on the much discussed fear of online sexual predators, as well as concerns about the ease of cut-and-paste plagiarism, using the Internet. It also examines how notions of privacy and the meaning of friendships change when a computer button can ferry your words and your images to strangers.
“It’s one of those societal shifts that’s happening so quickly there’s not a lot of good data on what this means for our kids’ brains or hearts,” said Rachel Dretzin, the writer of “Online.” Her documentary credits include “Failure to Protect,” a series about Maine’s child welfare system, and “Hillary’s Class,” about the 1969 Wellesley College graduating class that included the future Senator Hillary Rodham Clinton. (Ms. Dretzin has also produced a 15-minute video on middle-aged sexuality for nytimes.com.)
Ms. Dretzin co-produced and directed “Online” with John Maggio, whose documentary work includes “Ten Days That Unexpectedly Changed America: Einstein’s Letter,” part of a series on the History Channel.
“We came out of it feeling, you find what you’re looking for online,” Mr. Maggio said of making the film, adding that parents had a distorted fear of the online boogeyman. “If you’re basically a grounded kid, you’re going to be fine,” he said. “We need to teach people good citizenship, a sense of morality, right and wrong, that transfer to the Internet.”
Mr. Maggio and Ms. Dretzin, who are parents, maintain that for most young people, being online is no disaster and can be a source of creativity and information. In any case, there is no going back. “Growing Up Online” estimates that more than 90 percent of teenagers use the Internet.
The film begins with a look inside some homes and classrooms in Morris County in northern New Jersey. There affluent youths have their own computers, and the ones who live in housing projects crowd around computers at community centers. In each group some youngsters play war games, tweak their personal profiles, pose for racy photographs.
In one home a 7-year-old, Kurt, goes to the Club Penguin Web site (clubpenguin.com) to socialize, while upstairs his 13-year-old brother, Clay, picks the last name Calamity to freshen his MySpace profile.
Such behavior on its own is benign, but from a parent’s perspective, it opens the children to an unknown world. “It’s really hard to control what our kids are doing online,” says Anne Collier, a writer who provides online safety information for parents. “What we have here is really kind of the new Wild West. Nobody is really in charge.”
This is a virtual Wild West, though, conducted through cellphones, MySpace and Facebook.
“I have had, like, relationships with guys online, but like in school or in public, we’re not actually friends,” says a 16-year-old identified as Sara. She has an eating disorder and visits sites that celebrate anorexia.
Sara’s parents knew nothing of her eating disorder until after her interview with “Frontline.” Similarly, Greg Bukata, a teenager who lives in Chatham, N.J., reveals the tricks he employs to wriggle out of his father’s attempts to monitor his computer use.
“I’d go on my way and do what I wanted, and he’d think I’d be researching monkeys or something,” Greg says. He also says that he can’t remember the last time he read a book. Recently, he adds, he took five minutes to read an online condensed version of “Romeo and Juliet.”
At Chatham High School, Michael LaSusa, a co-principal, concedes that the classroom must compete with the flash of cyberspace.
“We have to be interactive because they’re accustomed to sitting in front of a screen and they’ve got five windows up and they’re talking to three people at the same time,” Mr. LaSusa says.
The younger generation regards online not as a separate place “but as just a sort of continuation of their existence,” says Danah Boyd, a fellow at the Berkman Center for Internet and Society at Harvard Law School.
“Cyberspace mirrors and magnifies offline behaviors, scaling up both the good and the bad,” Ms. Boyd said in an e-mail message. “On one hand, this is terrifying. On the other, it provides a great opportunity for parents, educators, social workers and other concerned professionals to understand and reach out to youth at an entirely new level.”
“Growing Up” shows one young woman with body piercings using the Internet to find the popularity and acceptance that have eluded her elsewhere, but it also shows the Halligan family of Essex Junction, Vt., confronting the very worst. Their son, Ryan, 13, killed himself in October 2003 after enduring online bullying.
After his son’s death, John Halligan logged on to Ryan’s computer to discover that he had been caught in a smear campaign of rumors about his sexuality. A popular girl at school flirted with him, using instant messaging, and then announced that the flirtation was a joke, Mr. Halligan learned. And Ryan had made an online friend with whom he visited a Web site that discusses the best suicide methods.
“The computer and the Internet were not the cause of my son’s suicide, but they helped,” Mr. Halligan says. “I believe they helped amplify and accelerate the hurt and pain that he was trying to deal with that started in person, in the real world.”
By the end of “Online,” Greg Bukata, for one, has quit the Internet, if only temporarily. He is seen graduating from Chatham High School, with plans to attend the United States Coast Guard Academy, where Internet use is prohibited for several weeks.
“It’ll be hard, but I need to disconnect,” he says. “I need to just pull the plug on this Internet life for a little bit and see what it’s like.”
lunes, enero 21, 2008
THE TABLET: "QUESTIONS THAT NEED ANSWERING"
Editorial, 19 January 2008
Questions that need answering
Disraeli is supposed to have coined the phrase "lies, damned lies and statistics", which would, according to a recent report, be an apt comment on the accuracy of Catholic Mass attendance figures in England and Wales. Research by the Catholic sociologist, Dr Tony Spencer, indicates the true drop in figures over the last 10 years is more than half a million, compared with a mere 72,000 in official figures based on annual returns from parishes. The results suggest a hidden but deep crisis in the native-born Catholic Church in these two countries, to which Dr Spencer applies the word "alienation". Nor do figures on infant baptisms, church weddings or indeed clerical vocations paint a rosier picture.
The report by the Pastoral Research Centre also drew attention to the long-term rise in the average age of child baptism. Dr Spencer attributed this to the desire of many parents to make sure their children qualified for entry to a Catholic school. This suggestion was seized on as strengthening the case against faith schools in general, although it could just as well be argued the other way round. In fact the survey itself did not provide evidence one way or the other. It was not a survey of attitudes and motivations. But it points to the urgent need for such an inquiry - to find out what really is going on and why.
Church authorities should not be shy of such research as long as it is even handed. Thus the various hypotheses needing to be tested by an in-depth attitude survey would include the possibility that people gave up attending Mass because of the dropping of Latin or the prevalence of folk Masses, or even a perceived laxness in the moral teaching they heard in sermons. But it should also include the contrasting view - that people have been repelled by the official Catholic opposition to birth control, divorce, homosexuality, women priests and so on. However, both these theories fail to address the deeper influence of secularisation, and the possibility that neither a more relaxed nor a stricter body of teaching, nor a more traditional style of liturgy, would make much difference. Catholics are part of the general population, and the "flight from religion" in recent years has been across the denominational board, and across Europe. By and large progressive versions of Christianity have fared no better than conservative versions. In which case is the perceived triumph of science over religion the key factor? Or a decline in a sense of sin and the fear of eternal punishment? How relevant is relativism? How relevant, indeed, is salvation?
Without answers to some of these questions, the Church's leadership cannot begin to construct a pastoral strategy that makes sense. It is guessing, and those with a conservative outlook will guess differently from those with a more liberal view. Past opposition to polls and surveys in the Church has been based on the reasonable argument that the Church itself is not democracy, and its doctrines cannot be decided by majority vote. True, but that is not what is suggested - although the guardians of Catholic orthodoxy would want to listen out for an authentic expression of the sensus fidelium. The need is simply to find out why Catholics are lapsing from Sunday Mass attendance in unprecedented numbers - by asking them.
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Questions that need answering
Disraeli is supposed to have coined the phrase "lies, damned lies and statistics", which would, according to a recent report, be an apt comment on the accuracy of Catholic Mass attendance figures in England and Wales. Research by the Catholic sociologist, Dr Tony Spencer, indicates the true drop in figures over the last 10 years is more than half a million, compared with a mere 72,000 in official figures based on annual returns from parishes. The results suggest a hidden but deep crisis in the native-born Catholic Church in these two countries, to which Dr Spencer applies the word "alienation". Nor do figures on infant baptisms, church weddings or indeed clerical vocations paint a rosier picture.
The report by the Pastoral Research Centre also drew attention to the long-term rise in the average age of child baptism. Dr Spencer attributed this to the desire of many parents to make sure their children qualified for entry to a Catholic school. This suggestion was seized on as strengthening the case against faith schools in general, although it could just as well be argued the other way round. In fact the survey itself did not provide evidence one way or the other. It was not a survey of attitudes and motivations. But it points to the urgent need for such an inquiry - to find out what really is going on and why.
Church authorities should not be shy of such research as long as it is even handed. Thus the various hypotheses needing to be tested by an in-depth attitude survey would include the possibility that people gave up attending Mass because of the dropping of Latin or the prevalence of folk Masses, or even a perceived laxness in the moral teaching they heard in sermons. But it should also include the contrasting view - that people have been repelled by the official Catholic opposition to birth control, divorce, homosexuality, women priests and so on. However, both these theories fail to address the deeper influence of secularisation, and the possibility that neither a more relaxed nor a stricter body of teaching, nor a more traditional style of liturgy, would make much difference. Catholics are part of the general population, and the "flight from religion" in recent years has been across the denominational board, and across Europe. By and large progressive versions of Christianity have fared no better than conservative versions. In which case is the perceived triumph of science over religion the key factor? Or a decline in a sense of sin and the fear of eternal punishment? How relevant is relativism? How relevant, indeed, is salvation?
Without answers to some of these questions, the Church's leadership cannot begin to construct a pastoral strategy that makes sense. It is guessing, and those with a conservative outlook will guess differently from those with a more liberal view. Past opposition to polls and surveys in the Church has been based on the reasonable argument that the Church itself is not democracy, and its doctrines cannot be decided by majority vote. True, but that is not what is suggested - although the guardians of Catholic orthodoxy would want to listen out for an authentic expression of the sensus fidelium. The need is simply to find out why Catholics are lapsing from Sunday Mass attendance in unprecedented numbers - by asking them.
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52% DESCONTENTOS CON SARKO
Nouvelle baisse de Nicolas Sarkozy dans un sondage
LEMONDE.FR avec Reuters et AFP 20.01.08 10h13 • Mis à jour le 20.01.08 11h47
La cote de popularité de Nicolas Sarkozy chute de cinq points en janvier à 47 % dans le baromètre mensuel Ifop-Journal du dimanche et le chef de l'Etat passe pour la première fois dans le rouge, puisque 52 % des personnes interrogées se déclarent mécontentes à son endroit.
C'est la première fois que les mécontents envers le président sont majoritaires dans ce baromètre depuis son élection, en mai 2007. Depuis cette date, il a perdu au total 18 points, passant de 65 % à 47 % de satisfaits et de 31 % à 52 % de mécontents.
La chute est plus marquée chez les électeurs âgés, le chef de l'Etat passant par exemple de 51 % à 43 % de satisfaits entre décembre et janvier chez les 50-64 ans.
Il perd aussi beaucoup de terrain dans l'électorat traditionnel de l'UMP, comme les commerçants, artisans et chefs d'entreprises (dix points perdus en un mois) et professions libérales (neuf points perdus). Ce sondage fait le même constat que plusieurs autres publiés ces dernières semaines. La période où ont été réalisées ces consultations a été marquée par une polémique sur la publicité donnée à la liaison entre Nicolas Sarkozy et Carla Bruni, après celle sur les vacances du couple en Egypte à Noël.
Le débat a également été vif sur le pouvoir d'achat, sujet sur lequel l'opposition accuse le chef de l'Etat de ne pas tenir ses promesses de campagne. Nicolas Sarkozy a déclaré, lors des cérémonies de voeux, qu'il n'y avait pas de hausse de pouvoir d'achat possible sans travail supplémentaire.
De son côté, François Fillon gagne un point en un mois, de 49 % à 50 %, tandis que les mécontents baissent d'un point de 46 % à à 45 %. Le premier ministre a toutefois perdu douze points depuis mai 2007.
"UN PRÉSIDENT BLING-BLING"
Pour Patrick Devedjian, secrétaire général de l'UMP, cette baisse de M. Sarkozy dans les sondages est normale et le passage du chef de l'Etat derrière son premier ministre va l'inciter à être "plus actif encore". "Avec son engagement dans la campagne des municipales, le président regagnera du terrain", estme-t-il dans un entretien accordé au Journal du dimanche.
Il poursuit : "C'est la fin naturelle et classique d'un état de grâce dont je considère qu'il a duré un peu plus longtemps que d'habitude. (...) Cela marque aussi l'impatience des Français qui ne se contentent jamais de statistiques et considèrent que la politique doit changer la vie", soulignant que le président a fait "aveu d'impuissance" sur le pouvoir d'achat.
En revanche, M. Devedjian ne pense pas que le style du président et la publicité donnée à sa vie privée ait déplu. "Je pense que le style Sarkozy plait dans la mesure où il a choisi de ne pas se cacher. Nicolas Sarkozy, c'est l'anti-Tartuffe", dit-il. Et d'estimer : "C'est mieux d'être un président bling-bling qu'un candidat plan-plan".
L'enquête a été réalisée du 10 au 18 janvier auprès d'un échantillon de 1 871 personnes, choisies selon la méthode des quotas.
LEMONDE.FR avec Reuters et AFP 20.01.08 10h13 • Mis à jour le 20.01.08 11h47
La cote de popularité de Nicolas Sarkozy chute de cinq points en janvier à 47 % dans le baromètre mensuel Ifop-Journal du dimanche et le chef de l'Etat passe pour la première fois dans le rouge, puisque 52 % des personnes interrogées se déclarent mécontentes à son endroit.
C'est la première fois que les mécontents envers le président sont majoritaires dans ce baromètre depuis son élection, en mai 2007. Depuis cette date, il a perdu au total 18 points, passant de 65 % à 47 % de satisfaits et de 31 % à 52 % de mécontents.
La chute est plus marquée chez les électeurs âgés, le chef de l'Etat passant par exemple de 51 % à 43 % de satisfaits entre décembre et janvier chez les 50-64 ans.
Il perd aussi beaucoup de terrain dans l'électorat traditionnel de l'UMP, comme les commerçants, artisans et chefs d'entreprises (dix points perdus en un mois) et professions libérales (neuf points perdus). Ce sondage fait le même constat que plusieurs autres publiés ces dernières semaines. La période où ont été réalisées ces consultations a été marquée par une polémique sur la publicité donnée à la liaison entre Nicolas Sarkozy et Carla Bruni, après celle sur les vacances du couple en Egypte à Noël.
Le débat a également été vif sur le pouvoir d'achat, sujet sur lequel l'opposition accuse le chef de l'Etat de ne pas tenir ses promesses de campagne. Nicolas Sarkozy a déclaré, lors des cérémonies de voeux, qu'il n'y avait pas de hausse de pouvoir d'achat possible sans travail supplémentaire.
De son côté, François Fillon gagne un point en un mois, de 49 % à 50 %, tandis que les mécontents baissent d'un point de 46 % à à 45 %. Le premier ministre a toutefois perdu douze points depuis mai 2007.
"UN PRÉSIDENT BLING-BLING"
Pour Patrick Devedjian, secrétaire général de l'UMP, cette baisse de M. Sarkozy dans les sondages est normale et le passage du chef de l'Etat derrière son premier ministre va l'inciter à être "plus actif encore". "Avec son engagement dans la campagne des municipales, le président regagnera du terrain", estme-t-il dans un entretien accordé au Journal du dimanche.
Il poursuit : "C'est la fin naturelle et classique d'un état de grâce dont je considère qu'il a duré un peu plus longtemps que d'habitude. (...) Cela marque aussi l'impatience des Français qui ne se contentent jamais de statistiques et considèrent que la politique doit changer la vie", soulignant que le président a fait "aveu d'impuissance" sur le pouvoir d'achat.
En revanche, M. Devedjian ne pense pas que le style du président et la publicité donnée à sa vie privée ait déplu. "Je pense que le style Sarkozy plait dans la mesure où il a choisi de ne pas se cacher. Nicolas Sarkozy, c'est l'anti-Tartuffe", dit-il. Et d'estimer : "C'est mieux d'être un président bling-bling qu'un candidat plan-plan".
L'enquête a été réalisée du 10 au 18 janvier auprès d'un échantillon de 1 871 personnes, choisies selon la méthode des quotas.
domingo, enero 20, 2008
USUARIOS DE TWITTER
URUGUAYOS CON TWITTER
La "Distribution of Twitter Users Across the World" los sitúa mayoritariamente en Europa occidental, Canadá y EEUU. Son escasos y dispersos, en cambio, en Latinoamérica, donde sólo hay unos pocos espacios con una alta concentración de usuarios: entre ellos destaca -y destaco- Uruguay.
La "Distribution of Twitter Users Across the World" los sitúa mayoritariamente en Europa occidental, Canadá y EEUU. Son escasos y dispersos, en cambio, en Latinoamérica, donde sólo hay unos pocos espacios con una alta concentración de usuarios: entre ellos destaca -y destaco- Uruguay.
"GRAUSAME TÄUSCHUNG"
Galerie
Thema : Grausame Täuschung
Steinheim-Institut
Gebraucht, betrogen, verstoßen: Seit den Freiheitskriegen kämpften jüdische Soldaten in deutschen Armeen, Zehntausende starben "für das Vaterland". Dann tilgten die Nazis jede Erinnerung an ein Erbe, das ihr rassistisches Weltbild widerlegte. Doch die Bundeswehr hat die jüdischen Patrioten in Uniform wiederentdeckt.
"Brandenburger, Preußen, Schlesier, Pommern, Litthauer!" Mit diesen Worten rief König Friedrich Wilhelm III. im März 1813 sein Volk auf, sich gegen die napoleonische Besatzung zu erheben. In allen preußischen Provinzen eilten Freiwillige zu den Fahnen. Den flammenden Aufrufen folgten auch die jüdischen Bürger des preußischen Königreiches. "Wer von euch edlen, großherzigen Jünglingen denkt und fühlt in diesem Augenblick nicht ebenso wie David?", hieß es etwa in einer in Berlin gedruckten Flugschrift aus demselben Jahr: "Wer hört ihn nicht mit Freuden, diesen ehrenvollen Ruf, für das Vaterland zu fechten und zu siegen, wem schlägt das Herz nicht hoch empor bei dem Gedanken, das Feld der Ehre zu betreten?" Die Begeisterung, die aus diesen Worten spricht, hatte zahlreiche jüdische Freiwillige ergriffen, die dann 1813-15 in den Freiheitskriegen kämpften. Sie reihten sich als gleichberechtigte Bürger in die Gruppe ihrer Kameraden ein, um mit ihnen in den Krieg gegen Napoleon zu ziehen. Dieses Ereignis dokumentiert nicht nur die ersten scheinbar bereits vollzogenen Schritte auf dem Wege zur bürgerlichen Gleichstellung der deutschen Juden, es markiert zugleich den Beginn eines über hundert Jahre dauernden Kampfes um Gleichberechtigung im Militär - der zwar immer wieder zu Erfolgen führte, letztendlich jedoch in einer grausamen Täuschung endete. Durchbruch zum Greifen nahe Jüdische Soldaten dienten seit den Anfängen der bürgerlichen Gleichstellung in den Armeen der deutschen Teilstaaten und der Armee des Kaiserreiches, sie kämpften im Feldzug Preußens und Österreichs gegen Dänemark im Jahre 1864, im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Sie zeichneten sich aus, wurden befördert und ließen ihr Leben auf dem Schlachtfeld. Die durch die Verfassung garantierte bürgerliche Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung stieß jedoch an ihre Grenzen. In einem sogenannten christlichen Staat waren jüdische Beamte als Vorgesetzte nicht erwünscht. Der Zugang zur Justiz und dem Schuldienst wurde ihnen verwehrt. Das gleiche galt für die Armee, insbesondere für die Laufbahn der Offiziere. Der Major der Artillerie Meno Burg war nicht nur der einzige preußische Offizier, der nach Ende der Freiheitskriege weiter befördert wurde, er war auch der einzige preußische Stabsoffizier jüdischen Glaubens im gesamten 19. Jahrhundert. So hatte der junge Bismarck bereits in den Verhandlungen des Ersten Vereinigten Preußischen Landtages über die Emanzipationsfrage der Juden erklärt, er würde sich "tief niedergedrückt" fühlen, wenn er sich gegenüber als Repräsentanten des Königs einen Juden dächte, dem er gehorchen sollte. Den Juden gönne er "alle Rechte, nur nicht das, in einem christlichen Staat ein obrigkeitliches Amt zu bekleiden" Nach Ende Krieges von 1870/71 schien der Durchbruch zur Gleichberechtigung im Militär abermals zum Greifen nahe. Der in der Kriegszeit erkämpfte Anspruch auf Chancengleichheit setzte sich jedoch nach der Reichsgründung nur kurzfristig fort; für eine Karriere im Staatsdienst spielte das Glaubensbekenntnis immer noch die entscheidende Rolle. Im preußischen Staat war diese Praxis der Benachteiligung am auffälligsten, Hamburg und Bayern etwa waren vor allem bei der Ernennung von Richtern, Bayern teilweise auch bei der Zulassung zur Laufbahn der Offiziere liberaler. In Preußen blieb das Offizierkorps bekennenden Juden fest verschlossen; während des Kaiserreiches gab es in der preußischen Armee keine aktiven jüdischen Offiziere und nach 1885 auch keine jüdischen Reserveoffiziere Im Ersten Weltkrieg fielen 12 000 jüdische Deutsche Fast einhunderttausend Juden dienten während des Ersten Weltkrieges in Heer und Marine, 12 000 waren gleich zu Kriegsbeginn 1914 als Freiwillige zu den Fahnen geeilt. 77 000 kämpften an vorderster Front, 30 000 wurden mit zum Teil höchsten Auszeichnungen dekoriert und mehr als 20.000 befördert. Unter den jüdischen Soldaten in der kaiserlichen Armee waren 3000 Offiziere, Sanitätsoffiziere und Militärbeamte im Offiziersrang. 12.000 deutsche jüdische Soldaten verloren im Krieg ihr Leben Die Kriegsbegeisterung, die bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges die weite Teile der deutschen Bevölkerung in einen Siegestaumel versetzte, löste auch bei den deutschen Juden eine Welle von Patriotismus aus. Die wichtigsten jüdischen Organisationen riefen ihre Mitglieder auf, sich als Freiwillige zu melden. Der vom Kaiser verkündete "Burgfriede" ließ gesellschaftliche Grenzen in den Hintergrund treten. So wurden nach Kriegsbeginn erstmals wieder jüdische Offiziersaspiranten zu Reserveoffizieren ernannt Das Band der nationalen Einheit hatte nicht lange Bestand. Die innenpolitische Krise des Jahres 1916, die vom Kriegsministerium verfügte Registrierung der Juden in den Streitkräften - die berüchtigte "Judenzählung", mit der der "Beweis" erbracht werden sollte, dass die Juden sich vor dem Fronteinsatz drückten - und die weitere Verbreitung eines völkisch-nationalistischen Antisemitismus in Armee und Politik führte zur endgültigen Aufkündigung des Burgfriedens. Der Leutnant Julius Marx brachte in seinem (erst 1964 veröffentlichten) Tagebuch seine Wut über die "Judenzählung" zum Ausdruck: Er wundere sich, "dass die Leute dem Gezählten nicht den Gehorsam verweigerten", als er sie im feindlichen Feuer nach vorne führte. Als sein Kompanieführer ihn zum Zählen zu sich ruft, ist er außer sich: "Pfui, Teufel! Dazu hält man also für sein Land den Schädel hin." Die Opferbereitschaft und die Leistungen jüdischer Soldaten im Weltkrieg hatte wieder einmal statt Achtung und Anerkennung Ablehnung und erneute Ausgrenzung zur Folge Der "Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" Die 1918 aus dem Krieg zurückkehrenden jüdischen Veteranen sahen sich weiter den Verleumdungen aus dem rechten politischen Lager ausgesetzt, sie hätten sich vor dem Einsatz an der Front gedrückt. Zur Abwehr dieser Angriffe wurde im Februar 1919 in Berlin ein jüdischer Soldatenbund gegründet, der sich 1920 zusammen mit anderen Ortsgruppen zum Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF) zusammenschloss. Initiator war der Hauptmann der Reserve Dr. Leo Löwenstein. Erste und zentrale Aufgabe des Bundes war die Wahrung der Ehre des jüdischen Frontsoldaten. In Zusammenarbeit mit dem Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sollte den antisemitischen Agitatoren durch gezielte Aufklärung über den Einsatz jüdischer Soldaten im Krieg der Wind aus den Segeln genommen werden. Gleichzeitig wollte man den Veteranen eine "Heimat" bieten und sie auch bei Bedarf in sozialen Fragen beraten und unterstützen Viele Soldaten folgten den Aufrufen und traten dem neuen Bund bei. Die schlechten Erfahrungen, die sie im Laufe des Krieges, insbesondere im Zusammenhang mit der "Judenzählung", mit einem ständig wachsenden Antisemitismus, der zudem nach Kriegsende schlimmer denn je zu sein schien, gemacht hatten, ließ sie die Notwendigkeit einer Interessenvertretung erkennen. Der RjF hatte im Zeitraum seines Bestehens von 1919/20 bis zu seiner im Jahre 1938 im Zusammenhang mit der Pogromnacht erfolgten Auflösung stets zwischen 30.000 und 40.000 Mitglieder, der Verband vertrat also mehr als die Hälfte der überlebenden jüdischen Frontsoldaten Im März 1934, gut ein Jahr nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten, unternahm der RjF-Vorsitzende Löwenstein, einen letzten verzweifelten Versuch, die Entlassung der jüdischen Soldaten aus der Reichswehr abzuwenden. Doch sein Appell an den Reichspräsidenten und Obersten Befehlshaber der Reichswehr, Paul von Hindenburg, blieb erfolglos. Mit der von Reichswehrminister Werner von Blomberg am 28. Februar 1934 angeordneten Anwendung des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" auf Soldaten mussten außer den ehemaligen Frontkämpfern sämtliche jüdischen Soldaten die Armee verlassen. Zuerst verschont - dann verfolgt und ermordet Das "Gesetz zur Wiedereinführung der Wehrpflicht" vom März und das "Reichsbürgergesetz" vom September 1935 brachte den vollständigen Ausschluss der deutschen Juden sowohl vom Wehrdienst als auch von den Rechten als Staatsbürger. Mit den Gesetzen des Jahres 1935, die auch die bis dahin geltenden Ausnahmen für ehemalige Frontkämpfer wegfallen ließen, ging die fast 150-jährige Geschichte jüdischer Soldaten in deutschen Armeen zu Ende. Jene jüdischen Veteranen, die im Verlauf der deutschlandweiten Pogrome des 9./10. November 1938 verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt worden waren, wurden wegen ihres Status als "Frontkämpfer" des Ersten Weltkriegs zwar zunächst wieder entlassen. Viele von ihnen wurden jedoch später erneut verschleppt und in den Vernichtungslagern ermordet. So endete die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten in den Judenlagern, Ghettos und KZs. Auch auf den Ehrenmalen im ganzen Land wurde das Andenken an ihre soldatischen Leistungen und an die Opfer, die sie auf den Schlachtfeldern für ihr deutsches Vaterland erbracht hatten, getilgt. Für alle Zeit wollten die Nazis die Erinnerung an die Existenz jüdischer Soldaten in deutschen Armeen auslöschen. Und tatsächlich schien es fast, als ob die verbrecherische Absicht, diesen Teil der deutsch-jüdischen Geschichte zu beseitigen, Erfolg gehabt hätte So müssen wir uns an diesem Punkt die Frage stellen: Was ist geblieben von diesem Teil der deutsch-jüdischen Geschichte, von der Erinnerung an die jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges und der Kriege des 19. Jahrhunderts? Gibt es heute eine Pflege des Andenkens an das Schicksal der jüdischen Frontsoldaten und ihrer Familien in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Grundstein der Bundeswehr-Traditionspflege Die Bundeswehr ist sich dieses Teils der deutschen Geschichte und der aus ihr resultierenden Verantwortung durchaus bewusst. Unter den Traditionslinien des Bundeswehr hat neben der mit den Namen Scharnhorst und Gneisenau verbundenen Preußischen Heeresreform des frühen 19. Jahrhunderts, dem militärischer Widerstand gegen Hitler und der eigenen 50-jährigen Geschichte auch die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten einen wichtigen Stellenwert. Und diese Tradition reicht bis in die Anfänge des Bestehens der Bundeswehr zurück: Schon 1961 wurde das Buch "Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden", erstmals 1935 vom "Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten" im Berliner Vortrupp-Verlag herausgegeben, im Auftrag des damaligen Verteidigungsministers und späteren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) neu aufgelegt und in der Bundeswehr verteilt. Strauß legte damit den Grundstein für einen neuen und unverzichtbaren Bestandteil der Traditionspflege in der Bundeswehr: die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten, die Würdigung ihrer Leistungen für Deutschland und die Erinnerung an ihren Leidensweg in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Kriegsbriefe beauftragte Strauß das Militärgeschichtliche Forschungsamt, das historische Forschungsinstitut der Bundeswehr, die Geschichte und das Schicksal deutscher Soldaten jüdischen Glaubens zu erforschen und darzustellen. Das Ergebnis dieser Forschungen mündete in zwei Ausstellungen, die ein breites Publikum in und außerhalb der Bundeswehr fanden. Die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten wurde damit auch zu einem festen Bestandteil der Politischen Bildung in den deutschen Streitkräften Niederlage der Nazis Die Bundeswehr benannte drei Kasernen nach jüdischen Soldaten, in Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen. Am 22. November 1973 erhielt die Kaserne des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg a. d. Donau den Namen "Wilhelm–Frankl–Kaserne", in Erinnerung an den Fliegerleutnant und Träger des Ordens "Pour le Mérite", Wilhelm Frankl. Die "Ludwig-Frank-Kaserne" in Mannheim, benannt nach dem sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten und Kriegsfreiwilligen von 1914 sowie die "Oberstabsarzt Dr. Julius Schoeps-Kaserne" in Hildesheim wurden 1995 beziehungsweise 2003 im Zuge der Truppenreduzierung geschlossen. Jeweils am Volkstrauertag gedenkt die Bundeswehr der jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges, und sowohl Reservisten als auch aktive Soldaten pflegen jüdische Friedhöfe. Dass dieser Teil der deutsch-jüdischen Geschichte, der Militärdienst jüdischer Soldaten in deutschen Armeen, im kollektiven Gedächtnis der Bundeswehr wie der Deutschen ganz allgemein weiterleben kann, ist somit auch der Führung der Bundeswehr und ihrem Bemühen um die Pflege und Bewahrung dieser Geschichte zu verdanken. Heute ist deutlich: Der Versuch der Nazis, diesen Teil der deutsch-jüdischen Vergangenheit aus den Geschichtsbüchern zu tilgen, war vergeblich. Michael Berger ist Bundeswehroffizier und Autor des Buches "Eisernes Kreuz und Davidstern – Die Geschichte Jüdischer Soldaten in Deutschen Armeen" (Trafo-Verlag, Berlin 2006). Er arbeitet am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam. Eingereicht von: Michael Berger
Thema : Grausame Täuschung
Steinheim-Institut
Gebraucht, betrogen, verstoßen: Seit den Freiheitskriegen kämpften jüdische Soldaten in deutschen Armeen, Zehntausende starben "für das Vaterland". Dann tilgten die Nazis jede Erinnerung an ein Erbe, das ihr rassistisches Weltbild widerlegte. Doch die Bundeswehr hat die jüdischen Patrioten in Uniform wiederentdeckt.
"Brandenburger, Preußen, Schlesier, Pommern, Litthauer!" Mit diesen Worten rief König Friedrich Wilhelm III. im März 1813 sein Volk auf, sich gegen die napoleonische Besatzung zu erheben. In allen preußischen Provinzen eilten Freiwillige zu den Fahnen. Den flammenden Aufrufen folgten auch die jüdischen Bürger des preußischen Königreiches. "Wer von euch edlen, großherzigen Jünglingen denkt und fühlt in diesem Augenblick nicht ebenso wie David?", hieß es etwa in einer in Berlin gedruckten Flugschrift aus demselben Jahr: "Wer hört ihn nicht mit Freuden, diesen ehrenvollen Ruf, für das Vaterland zu fechten und zu siegen, wem schlägt das Herz nicht hoch empor bei dem Gedanken, das Feld der Ehre zu betreten?" Die Begeisterung, die aus diesen Worten spricht, hatte zahlreiche jüdische Freiwillige ergriffen, die dann 1813-15 in den Freiheitskriegen kämpften. Sie reihten sich als gleichberechtigte Bürger in die Gruppe ihrer Kameraden ein, um mit ihnen in den Krieg gegen Napoleon zu ziehen. Dieses Ereignis dokumentiert nicht nur die ersten scheinbar bereits vollzogenen Schritte auf dem Wege zur bürgerlichen Gleichstellung der deutschen Juden, es markiert zugleich den Beginn eines über hundert Jahre dauernden Kampfes um Gleichberechtigung im Militär - der zwar immer wieder zu Erfolgen führte, letztendlich jedoch in einer grausamen Täuschung endete. Durchbruch zum Greifen nahe Jüdische Soldaten dienten seit den Anfängen der bürgerlichen Gleichstellung in den Armeen der deutschen Teilstaaten und der Armee des Kaiserreiches, sie kämpften im Feldzug Preußens und Österreichs gegen Dänemark im Jahre 1864, im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Sie zeichneten sich aus, wurden befördert und ließen ihr Leben auf dem Schlachtfeld. Die durch die Verfassung garantierte bürgerliche Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung stieß jedoch an ihre Grenzen. In einem sogenannten christlichen Staat waren jüdische Beamte als Vorgesetzte nicht erwünscht. Der Zugang zur Justiz und dem Schuldienst wurde ihnen verwehrt. Das gleiche galt für die Armee, insbesondere für die Laufbahn der Offiziere. Der Major der Artillerie Meno Burg war nicht nur der einzige preußische Offizier, der nach Ende der Freiheitskriege weiter befördert wurde, er war auch der einzige preußische Stabsoffizier jüdischen Glaubens im gesamten 19. Jahrhundert. So hatte der junge Bismarck bereits in den Verhandlungen des Ersten Vereinigten Preußischen Landtages über die Emanzipationsfrage der Juden erklärt, er würde sich "tief niedergedrückt" fühlen, wenn er sich gegenüber als Repräsentanten des Königs einen Juden dächte, dem er gehorchen sollte. Den Juden gönne er "alle Rechte, nur nicht das, in einem christlichen Staat ein obrigkeitliches Amt zu bekleiden" Nach Ende Krieges von 1870/71 schien der Durchbruch zur Gleichberechtigung im Militär abermals zum Greifen nahe. Der in der Kriegszeit erkämpfte Anspruch auf Chancengleichheit setzte sich jedoch nach der Reichsgründung nur kurzfristig fort; für eine Karriere im Staatsdienst spielte das Glaubensbekenntnis immer noch die entscheidende Rolle. Im preußischen Staat war diese Praxis der Benachteiligung am auffälligsten, Hamburg und Bayern etwa waren vor allem bei der Ernennung von Richtern, Bayern teilweise auch bei der Zulassung zur Laufbahn der Offiziere liberaler. In Preußen blieb das Offizierkorps bekennenden Juden fest verschlossen; während des Kaiserreiches gab es in der preußischen Armee keine aktiven jüdischen Offiziere und nach 1885 auch keine jüdischen Reserveoffiziere Im Ersten Weltkrieg fielen 12 000 jüdische Deutsche Fast einhunderttausend Juden dienten während des Ersten Weltkrieges in Heer und Marine, 12 000 waren gleich zu Kriegsbeginn 1914 als Freiwillige zu den Fahnen geeilt. 77 000 kämpften an vorderster Front, 30 000 wurden mit zum Teil höchsten Auszeichnungen dekoriert und mehr als 20.000 befördert. Unter den jüdischen Soldaten in der kaiserlichen Armee waren 3000 Offiziere, Sanitätsoffiziere und Militärbeamte im Offiziersrang. 12.000 deutsche jüdische Soldaten verloren im Krieg ihr Leben Die Kriegsbegeisterung, die bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges die weite Teile der deutschen Bevölkerung in einen Siegestaumel versetzte, löste auch bei den deutschen Juden eine Welle von Patriotismus aus. Die wichtigsten jüdischen Organisationen riefen ihre Mitglieder auf, sich als Freiwillige zu melden. Der vom Kaiser verkündete "Burgfriede" ließ gesellschaftliche Grenzen in den Hintergrund treten. So wurden nach Kriegsbeginn erstmals wieder jüdische Offiziersaspiranten zu Reserveoffizieren ernannt Das Band der nationalen Einheit hatte nicht lange Bestand. Die innenpolitische Krise des Jahres 1916, die vom Kriegsministerium verfügte Registrierung der Juden in den Streitkräften - die berüchtigte "Judenzählung", mit der der "Beweis" erbracht werden sollte, dass die Juden sich vor dem Fronteinsatz drückten - und die weitere Verbreitung eines völkisch-nationalistischen Antisemitismus in Armee und Politik führte zur endgültigen Aufkündigung des Burgfriedens. Der Leutnant Julius Marx brachte in seinem (erst 1964 veröffentlichten) Tagebuch seine Wut über die "Judenzählung" zum Ausdruck: Er wundere sich, "dass die Leute dem Gezählten nicht den Gehorsam verweigerten", als er sie im feindlichen Feuer nach vorne führte. Als sein Kompanieführer ihn zum Zählen zu sich ruft, ist er außer sich: "Pfui, Teufel! Dazu hält man also für sein Land den Schädel hin." Die Opferbereitschaft und die Leistungen jüdischer Soldaten im Weltkrieg hatte wieder einmal statt Achtung und Anerkennung Ablehnung und erneute Ausgrenzung zur Folge Der "Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" Die 1918 aus dem Krieg zurückkehrenden jüdischen Veteranen sahen sich weiter den Verleumdungen aus dem rechten politischen Lager ausgesetzt, sie hätten sich vor dem Einsatz an der Front gedrückt. Zur Abwehr dieser Angriffe wurde im Februar 1919 in Berlin ein jüdischer Soldatenbund gegründet, der sich 1920 zusammen mit anderen Ortsgruppen zum Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF) zusammenschloss. Initiator war der Hauptmann der Reserve Dr. Leo Löwenstein. Erste und zentrale Aufgabe des Bundes war die Wahrung der Ehre des jüdischen Frontsoldaten. In Zusammenarbeit mit dem Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sollte den antisemitischen Agitatoren durch gezielte Aufklärung über den Einsatz jüdischer Soldaten im Krieg der Wind aus den Segeln genommen werden. Gleichzeitig wollte man den Veteranen eine "Heimat" bieten und sie auch bei Bedarf in sozialen Fragen beraten und unterstützen Viele Soldaten folgten den Aufrufen und traten dem neuen Bund bei. Die schlechten Erfahrungen, die sie im Laufe des Krieges, insbesondere im Zusammenhang mit der "Judenzählung", mit einem ständig wachsenden Antisemitismus, der zudem nach Kriegsende schlimmer denn je zu sein schien, gemacht hatten, ließ sie die Notwendigkeit einer Interessenvertretung erkennen. Der RjF hatte im Zeitraum seines Bestehens von 1919/20 bis zu seiner im Jahre 1938 im Zusammenhang mit der Pogromnacht erfolgten Auflösung stets zwischen 30.000 und 40.000 Mitglieder, der Verband vertrat also mehr als die Hälfte der überlebenden jüdischen Frontsoldaten Im März 1934, gut ein Jahr nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten, unternahm der RjF-Vorsitzende Löwenstein, einen letzten verzweifelten Versuch, die Entlassung der jüdischen Soldaten aus der Reichswehr abzuwenden. Doch sein Appell an den Reichspräsidenten und Obersten Befehlshaber der Reichswehr, Paul von Hindenburg, blieb erfolglos. Mit der von Reichswehrminister Werner von Blomberg am 28. Februar 1934 angeordneten Anwendung des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" auf Soldaten mussten außer den ehemaligen Frontkämpfern sämtliche jüdischen Soldaten die Armee verlassen. Zuerst verschont - dann verfolgt und ermordet Das "Gesetz zur Wiedereinführung der Wehrpflicht" vom März und das "Reichsbürgergesetz" vom September 1935 brachte den vollständigen Ausschluss der deutschen Juden sowohl vom Wehrdienst als auch von den Rechten als Staatsbürger. Mit den Gesetzen des Jahres 1935, die auch die bis dahin geltenden Ausnahmen für ehemalige Frontkämpfer wegfallen ließen, ging die fast 150-jährige Geschichte jüdischer Soldaten in deutschen Armeen zu Ende. Jene jüdischen Veteranen, die im Verlauf der deutschlandweiten Pogrome des 9./10. November 1938 verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt worden waren, wurden wegen ihres Status als "Frontkämpfer" des Ersten Weltkriegs zwar zunächst wieder entlassen. Viele von ihnen wurden jedoch später erneut verschleppt und in den Vernichtungslagern ermordet. So endete die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten in den Judenlagern, Ghettos und KZs. Auch auf den Ehrenmalen im ganzen Land wurde das Andenken an ihre soldatischen Leistungen und an die Opfer, die sie auf den Schlachtfeldern für ihr deutsches Vaterland erbracht hatten, getilgt. Für alle Zeit wollten die Nazis die Erinnerung an die Existenz jüdischer Soldaten in deutschen Armeen auslöschen. Und tatsächlich schien es fast, als ob die verbrecherische Absicht, diesen Teil der deutsch-jüdischen Geschichte zu beseitigen, Erfolg gehabt hätte So müssen wir uns an diesem Punkt die Frage stellen: Was ist geblieben von diesem Teil der deutsch-jüdischen Geschichte, von der Erinnerung an die jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges und der Kriege des 19. Jahrhunderts? Gibt es heute eine Pflege des Andenkens an das Schicksal der jüdischen Frontsoldaten und ihrer Familien in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Grundstein der Bundeswehr-Traditionspflege Die Bundeswehr ist sich dieses Teils der deutschen Geschichte und der aus ihr resultierenden Verantwortung durchaus bewusst. Unter den Traditionslinien des Bundeswehr hat neben der mit den Namen Scharnhorst und Gneisenau verbundenen Preußischen Heeresreform des frühen 19. Jahrhunderts, dem militärischer Widerstand gegen Hitler und der eigenen 50-jährigen Geschichte auch die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten einen wichtigen Stellenwert. Und diese Tradition reicht bis in die Anfänge des Bestehens der Bundeswehr zurück: Schon 1961 wurde das Buch "Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden", erstmals 1935 vom "Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten" im Berliner Vortrupp-Verlag herausgegeben, im Auftrag des damaligen Verteidigungsministers und späteren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) neu aufgelegt und in der Bundeswehr verteilt. Strauß legte damit den Grundstein für einen neuen und unverzichtbaren Bestandteil der Traditionspflege in der Bundeswehr: die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten, die Würdigung ihrer Leistungen für Deutschland und die Erinnerung an ihren Leidensweg in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Kriegsbriefe beauftragte Strauß das Militärgeschichtliche Forschungsamt, das historische Forschungsinstitut der Bundeswehr, die Geschichte und das Schicksal deutscher Soldaten jüdischen Glaubens zu erforschen und darzustellen. Das Ergebnis dieser Forschungen mündete in zwei Ausstellungen, die ein breites Publikum in und außerhalb der Bundeswehr fanden. Die Geschichte deutscher jüdischer Soldaten wurde damit auch zu einem festen Bestandteil der Politischen Bildung in den deutschen Streitkräften Niederlage der Nazis Die Bundeswehr benannte drei Kasernen nach jüdischen Soldaten, in Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen. Am 22. November 1973 erhielt die Kaserne des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg a. d. Donau den Namen "Wilhelm–Frankl–Kaserne", in Erinnerung an den Fliegerleutnant und Träger des Ordens "Pour le Mérite", Wilhelm Frankl. Die "Ludwig-Frank-Kaserne" in Mannheim, benannt nach dem sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten und Kriegsfreiwilligen von 1914 sowie die "Oberstabsarzt Dr. Julius Schoeps-Kaserne" in Hildesheim wurden 1995 beziehungsweise 2003 im Zuge der Truppenreduzierung geschlossen. Jeweils am Volkstrauertag gedenkt die Bundeswehr der jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges, und sowohl Reservisten als auch aktive Soldaten pflegen jüdische Friedhöfe. Dass dieser Teil der deutsch-jüdischen Geschichte, der Militärdienst jüdischer Soldaten in deutschen Armeen, im kollektiven Gedächtnis der Bundeswehr wie der Deutschen ganz allgemein weiterleben kann, ist somit auch der Führung der Bundeswehr und ihrem Bemühen um die Pflege und Bewahrung dieser Geschichte zu verdanken. Heute ist deutlich: Der Versuch der Nazis, diesen Teil der deutsch-jüdischen Vergangenheit aus den Geschichtsbüchern zu tilgen, war vergeblich. Michael Berger ist Bundeswehroffizier und Autor des Buches "Eisernes Kreuz und Davidstern – Die Geschichte Jüdischer Soldaten in Deutschen Armeen" (Trafo-Verlag, Berlin 2006). Er arbeitet am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam. Eingereicht von: Michael Berger
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einestages.spiegel.de
Les internautes allemands invités à enrichir la mémoire collective
LE MONDE 18.01.08 16h13 • Mis à jour le 18.01.08 16h13
BERLIN CORRESPONDANCE
Les rédacteurs en chef de Einestages.de ("Un de ces jours") assurent que le concept de ce site, lancé par l'hebdomadaire Der Spiegel, aurait pu naître ailleurs qu'en Allemagne - en Russie ou en France par exemple. Il n'en reflète pas moins un goût typiquement allemand pour l'histoire et la mémoire.
L'idée est de collecter sur Internet les témoignages de tout un chacun sur des sujets d'histoire contemporaine, afin de constituer une mémoire nationale collective accessible à tous. "Nous voulions créer un instrument intermédiaire entre les forums, où les internautes discutent entre eux de faits historiques, et un site d'information journalistique tel que celui du Spiegel, où les sujets d'histoire contemporaine sont de plus en plus fréquents", explique Florian Harms, corédacteur en chef, avec Hans Michael Kloth, de Einestages.de. Les deux journalistes sont d'ailleurs historiens de formation.
Depuis octobre 2007, les Allemands peuvent donc, après avoir accédé au site, raconter leurs souvenirs ou livrer leur récit personnel de tel ou tel événement, qu'il relève de la culture populaire, tel l'avènement du Walkman ou celle du rap allemand, ou de thématiques plus graves comme le IIIe Reich ou la partition de l'Allemagne. Il rassemble 8 000 membres et est consulté 20 millions de fois par mois.
OUTIL DE TRAVAIL
Si l'authenticité des faits évoqués est vérifiée par l'équipe rédactionnelle du site avant leur mise en ligne, le style du récit, lui, est préservé, afin de lui garder son caractère de témoignage. Quelque 600 thèmes proposés par l'équipe d'Einestages ont déjà inspiré les internautes. Ces derniers sont invités à contribuer à l'envoi de photos ou de vidéos, l'histoire se racontant aussi en images.
Parmi les thèmes plébiscités, le Mondial de football 2006 ou les événements de Mai-68 arrivent en bonne place. "Tout le monde a quelque chose à dire, poursuit Florian Harms. Notre propos n'est pas de rivaliser avec Wikipedia, mais de faire partager des trésors cachés." Même s'il aborde l'Histoire par le biais de la "petite" histoire, Einestages.de, qui fonctionne en partenariat avec des institutions aussi prestigieuses que les Archives nationales ou la Photothèque allemande, a vite fait preuve de son sérieux.
"Pour les professionnels, il s'agit d'un véritable outil de travail", s'enthousiasme Klaus-Peter Sick, historien au Centre Marc-Bloch de Berlin. Pour lui, le site relève de ce courant de l'historiographie que l'on nomme "oral history" et "servira peut-être un jour de banque de données utile à la recherche".
Site Internet : einestages.spiegel.de.
Lorraine Rossignol
Article paru dans l'édition du 19.01.08
LE MONDE 18.01.08 16h13 • Mis à jour le 18.01.08 16h13
BERLIN CORRESPONDANCE
Les rédacteurs en chef de Einestages.de ("Un de ces jours") assurent que le concept de ce site, lancé par l'hebdomadaire Der Spiegel, aurait pu naître ailleurs qu'en Allemagne - en Russie ou en France par exemple. Il n'en reflète pas moins un goût typiquement allemand pour l'histoire et la mémoire.
L'idée est de collecter sur Internet les témoignages de tout un chacun sur des sujets d'histoire contemporaine, afin de constituer une mémoire nationale collective accessible à tous. "Nous voulions créer un instrument intermédiaire entre les forums, où les internautes discutent entre eux de faits historiques, et un site d'information journalistique tel que celui du Spiegel, où les sujets d'histoire contemporaine sont de plus en plus fréquents", explique Florian Harms, corédacteur en chef, avec Hans Michael Kloth, de Einestages.de. Les deux journalistes sont d'ailleurs historiens de formation.
Depuis octobre 2007, les Allemands peuvent donc, après avoir accédé au site, raconter leurs souvenirs ou livrer leur récit personnel de tel ou tel événement, qu'il relève de la culture populaire, tel l'avènement du Walkman ou celle du rap allemand, ou de thématiques plus graves comme le IIIe Reich ou la partition de l'Allemagne. Il rassemble 8 000 membres et est consulté 20 millions de fois par mois.
OUTIL DE TRAVAIL
Si l'authenticité des faits évoqués est vérifiée par l'équipe rédactionnelle du site avant leur mise en ligne, le style du récit, lui, est préservé, afin de lui garder son caractère de témoignage. Quelque 600 thèmes proposés par l'équipe d'Einestages ont déjà inspiré les internautes. Ces derniers sont invités à contribuer à l'envoi de photos ou de vidéos, l'histoire se racontant aussi en images.
Parmi les thèmes plébiscités, le Mondial de football 2006 ou les événements de Mai-68 arrivent en bonne place. "Tout le monde a quelque chose à dire, poursuit Florian Harms. Notre propos n'est pas de rivaliser avec Wikipedia, mais de faire partager des trésors cachés." Même s'il aborde l'Histoire par le biais de la "petite" histoire, Einestages.de, qui fonctionne en partenariat avec des institutions aussi prestigieuses que les Archives nationales ou la Photothèque allemande, a vite fait preuve de son sérieux.
"Pour les professionnels, il s'agit d'un véritable outil de travail", s'enthousiasme Klaus-Peter Sick, historien au Centre Marc-Bloch de Berlin. Pour lui, le site relève de ce courant de l'historiographie que l'on nomme "oral history" et "servira peut-être un jour de banque de données utile à la recherche".
Site Internet : einestages.spiegel.de.
Lorraine Rossignol
Article paru dans l'édition du 19.01.08
sábado, enero 19, 2008
"DU RAPPORT À L'ACTION"
Edito du Monde
Du rapport à l'action
LE MONDE 19.01.08 14h00 • Mis à jour le 19.01.08 14h00
Ce n'est pas nouveau : les gouvernants français adorent les rapports. De préférence ambitieux et intelligents, dressant d'impeccables diagnostics et évoquant des lendemains qui chantent. Nicolas Sarkozy déroge d'autant moins à la règle qu'il entend changer la France.
C'est donc avec une belle énergie que le président de la République avait, à l'été 2007, installé deux commissions : l'une présidée par l'ancien premier ministre Edouard Balladur pour rénover en profondeur les institutions et la démocratie française, l'autre présidée par l'ancien conseiller de François Mitterrand, Jacques Attali, pour libérer la croissance française et retrouver le plein-emploi. A l'un comme à l'autre, il avait recommandé de faire preuve d'audace. "Ce que vous proposez, nous le ferons", avait-il ainsi lancé lors de l'installation de la commission Attali.
Nous y sommes, dans les deux cas. Et le passage à l'acte risque d'être moins glorieux qu'annoncé. Non que les rapporteurs aient manqué à leur devoir. A défaut de changer de République, comme en rêvait son président, la commission Balladur a formulé, à l'automne, une batterie de propositions qui sont loin d'être négligeables. Elles visent à renforcer les pouvoirs du Parlement, mais aussi ceux des citoyens, en permettant notamment à ces derniers de saisir le Conseil constitutionnel pour qu'il se prononce sur la conformité d'une loi aux droits fondamentaux. L'innovation serait considérable. Or elle est menacée d'être passée à la trappe lors des derniers arbitrages en cours à l'Elysée.
Jacques Attali, de son côté, s'apprête à présenter ses "trois cents décisions pour changer la France". Gageons qu'elles auront également quelque difficulté à être traduites en actes. Un seul exemple : l'ambition numéro un est de "préparer la jeunesse à l'économie du savoir", et donc de "se donner les moyens pour que tout élève maîtrise, avant la fin de la sixième, le français, la lecture, l'écriture, le calcul, l'anglais, le travail de groupe et l'informatique". Parfait. Mais cela fait vingt ans que toutes les études pointent ce handicap terrible que constitue la non-maîtrise de la langue à l'entrée au collège. Et cela fait huit ans, depuis le sommet de Lisbonne, que l'Union européenne s'est engagée, formellement, à devenir la championne de l'économie de la connaissance en conduisant la moitié des jeunes au niveau de la licence. Sans que, dans un cas comme dans l'autre, cela ait permis d'améliorer en profondeur la réalité.
Voilà donc le chef de l'Etat au pied du mur. Les rapports ont l'indéniable mérite de préparer les esprits au changement. Mais si l'exécutif réduit leurs recommandations comme peau de chagrin ou s'il n'y consacre pas les moyens nécessaires, il est à craindre qu'il déçoive plus qu'il n'entraîne.
Article paru dans l'édition du 20.01.08
Du rapport à l'action
LE MONDE 19.01.08 14h00 • Mis à jour le 19.01.08 14h00
Ce n'est pas nouveau : les gouvernants français adorent les rapports. De préférence ambitieux et intelligents, dressant d'impeccables diagnostics et évoquant des lendemains qui chantent. Nicolas Sarkozy déroge d'autant moins à la règle qu'il entend changer la France.
C'est donc avec une belle énergie que le président de la République avait, à l'été 2007, installé deux commissions : l'une présidée par l'ancien premier ministre Edouard Balladur pour rénover en profondeur les institutions et la démocratie française, l'autre présidée par l'ancien conseiller de François Mitterrand, Jacques Attali, pour libérer la croissance française et retrouver le plein-emploi. A l'un comme à l'autre, il avait recommandé de faire preuve d'audace. "Ce que vous proposez, nous le ferons", avait-il ainsi lancé lors de l'installation de la commission Attali.
Nous y sommes, dans les deux cas. Et le passage à l'acte risque d'être moins glorieux qu'annoncé. Non que les rapporteurs aient manqué à leur devoir. A défaut de changer de République, comme en rêvait son président, la commission Balladur a formulé, à l'automne, une batterie de propositions qui sont loin d'être négligeables. Elles visent à renforcer les pouvoirs du Parlement, mais aussi ceux des citoyens, en permettant notamment à ces derniers de saisir le Conseil constitutionnel pour qu'il se prononce sur la conformité d'une loi aux droits fondamentaux. L'innovation serait considérable. Or elle est menacée d'être passée à la trappe lors des derniers arbitrages en cours à l'Elysée.
Jacques Attali, de son côté, s'apprête à présenter ses "trois cents décisions pour changer la France". Gageons qu'elles auront également quelque difficulté à être traduites en actes. Un seul exemple : l'ambition numéro un est de "préparer la jeunesse à l'économie du savoir", et donc de "se donner les moyens pour que tout élève maîtrise, avant la fin de la sixième, le français, la lecture, l'écriture, le calcul, l'anglais, le travail de groupe et l'informatique". Parfait. Mais cela fait vingt ans que toutes les études pointent ce handicap terrible que constitue la non-maîtrise de la langue à l'entrée au collège. Et cela fait huit ans, depuis le sommet de Lisbonne, que l'Union européenne s'est engagée, formellement, à devenir la championne de l'économie de la connaissance en conduisant la moitié des jeunes au niveau de la licence. Sans que, dans un cas comme dans l'autre, cela ait permis d'améliorer en profondeur la réalité.
Voilà donc le chef de l'Etat au pied du mur. Les rapports ont l'indéniable mérite de préparer les esprits au changement. Mais si l'exécutif réduit leurs recommandations comme peau de chagrin ou s'il n'y consacre pas les moyens nécessaires, il est à craindre qu'il déçoive plus qu'il n'entraîne.
Article paru dans l'édition du 20.01.08
SOBRE LAS PASIONES DEL AMOR
Les éditions Cécile Defaut acaban de reeditar -precisamente ahora- los Discours sur les passions de l'amour atribuídos a Blaise Pascal. Allí podrán leer el Hiperpresidente y Carla:
"Il y a de certains esprits à qui il faut donner longtemps des espérances, et ce sont les délicats. Il y en a d'autres qui ne peuvent pas résister longtemps aux difficultés, et ce sont les plus grossiers. Les premiers aiment plus longtemps et avec plus d'agrément ; les autres aiment plus vite, avec plus de liberté, et finissent bientôt."
"Il y a de certains esprits à qui il faut donner longtemps des espérances, et ce sont les délicats. Il y en a d'autres qui ne peuvent pas résister longtemps aux difficultés, et ce sont les plus grossiers. Les premiers aiment plus longtemps et avec plus d'agrément ; les autres aiment plus vite, avec plus de liberté, et finissent bientôt."
NUEVA ALOCUCIÓN DEL HIPERPONTÍFICE
Sarkozy, climat et retour du religieux sont les deux défis du XXIe siècle
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 18.01.08 18h49 • Mis à jour le 18.01.08 19h05
Retour du religieux, relations avec la Libye, crise iranienne... Nicolas Sarkozy a abordé une série de sujets polémiques, vendredi 18 janvier, lors de ses vœux au corps diplomatique à l'Elysée.
Changement climatique et retour du religieux. "Ma conviction est que deux défis contribueront à structurer la société internationale du XXIe siècle, peut-être plus profondément que les idéologies au XXe siècle", a déclaré le chef de l'Etat. Selon lui, "le premier défi QUE HA GENERADO YA UNA NUEVA IDEOLOGÍA est celui du changement climatique qui menace l'avenir même de notre planète et de l'humanité toute entière. Il pose la question de la gestion de ressources énergétiques devenues rares et chères et celle, plus difficile encore, de notre capacité à inventer, ensemble, un nouveau mode de croissance". Dans le domaine de l'énergie, M. Sarkozy a aussi souhaité que les grands groupes pétroliers et miniers alimentent un fonds pour aider les pays les plus pauvres à payer leur énergie. "Les monarchies pétrolières ont pris l'heureuse intiative de créer un fonds pour aider les pays les plus pauvres à acquitter la facture énergétique", a dit le président français. MANO TENDIDA A LOS ISLÁMICOS MÁS RICOS "Je souhaite que les grands groupes pétroliers et miniers, qui bénéficient de profits s'apparentant à une rente, alimentent à leur tour un fonds semblable", a-t-il ajouté. PIADOSOS VOTOS - QUEDARÁN EN EL AIRE
"Le deuxième défi [pour M. Sarkozy] est celui des conditions du retour du religieux dans la plupart de nos sociétés. POR LA VÍA DEL ISLAM, EN LAS SOCIEDADES OCCIDENTALES. ES DECIR: DE LA INMIGRACIÓN C'est une réalité, seuls les sectaires ne le voient pas. C'est une réalité incontournable, prévue naguère par Malraux", a ajouté M. Sarkozy, en allusion à la formule prêtée à l'écrivain André Malraux : "Le XXIe siècle sera religieux ou ne sera pas." TÍPICO MALRAUXISMO PRETENCIOSO Y VACÍO
Le président Sarkozy a été durement critiqué par ses adversaires politiques pour ses récentes déclarations sur la religion et la laïcité, qu'il souhaite "positive". AQUÍ SÍ SARKO SE HACE ACREEDOR DEL ELOGIO "Dans mon discours de Saint-Jean de Latran [à Rome], j'ai précisé ma conception d'une laïcité où la place de la religion serait définie en termes plus positifs. Devant le Conseil consultatif de l'Arabie saoudite, à Riyad cette semaine, j'ai fait écho aux propos pleins de sagesse du roi Abdallah, et plaidé en faveur d'une conception ouverte, tolérante de la religion", a rappelé le chef de l'Etat. PERO ¿CABE ESPERARLA REALMENTE DE LOS ISLÁMICOS?
Défense. M. Sarkozy a promis des propositions françaises sur l'Europe de la défense et l'OTAN "pragmatiques et ambitieuses"."L'Europe de la défense et l'ancrage atlantique sont les deux volets d'une même politique de défense et de sécurité" NO: LA POLÍTICA DE DEFENSA EUROPEA DEJA DE SER AUTÓNOMA SI SE LA IDENTIFICA CON LA DE LA OTAN, a-t-il réaffirmé, expliquant que "c'est dans ce contexte que la France entend rénover sa relation avec l'OTAN". PERO ¿QUIÉN RENUEVA A LA OTAN? Ainsi, a-t-il poursuivi, Paris "fera des propositions à la fois pragmatiques et ambitieuses dans une double perspective : la présidence française de l'Union [au second semestre 2008] et le sommet du 60e anniversaire de l'Alliance", début avril à Bucarest.
Diplomatie de réconciliation. Le président a assuré que la diplomatie "de la réconciliation" qu'il conduit avec des pays comme la Libye n'est "en rien une diplomatie de la complaisance". HABRÁ QUE VER "C'est sur la base de nos valeurs et de nos principes, que nous conduisons ces dialogues, fondés sur la clarté, la transparence et la fermeté", a déclaré le chef de l'Etat. "C'est dans cet esprit que j'ai plaidé à Pékin contre la peine de mort et pour la liberté de la presse, ou à Moscou pour le respect des droits des minorités ethniques ou sociales", a précisé M. Sarkozy. PIADOSOS VOTOS ¿ACASO CONSIGUIERON ALGÚN RESULTADO POSITIVO EN CHINA Y EN RUSIA?
"Lorsque les orientations agréées lors d'un dialogue ne sont pas respectées, ou lorsque ce dialogue ne débouche pas sur les résultats attendus, il m'appartient en toute clarté d'en tirer les conséquences", a-t-il insisté. Nicolas Sarkozy avait été critiqué à la suite de son déplacement en Chine et lors de la visite à Paris du numéro un libyen, Mouammar Kadhafi, la gauche notamment lui reprochant d'avoir renié ses promesses en faveur de la défense des droits de l'homme.
Proche-Orient. M. Sarkozy a confirmé qu'il irait au printemps au Proche-Orient, pour soutenir le processus de paix israélo-palestinien. SI TODAVÍA EXISTE "2008 sera l'année du lancement d'un grand projet de civilisation: ZAPATERIL TE HAS PUESTO, SARKO l'Union pour la Méditerranée, afin de faire vivre entre tous les peuples riverains la paix, l'entente et la coopération sur la base de projets concrets", a affirmé le chef de l'Etat. Selon lui, "cette grande ambition EN LA QUE DEJA DE LADO A LA UNIÓN EUROPEA sera facilitée si 2008 est aussi, comme prévu à Annapolis, l'année de la création de l'Etat palestinien, aux côtés de l'Etat d'Israël".
"C'est aussi maintenant qu'il faut sortir le Liban d'une crise qui n'en finit pas parce qu'elle est alimentée de l'extérieur", a-t-il également affirmé, faisant allusion à la Syrie. "La Ligue arabe, à l'unanimité, a adopté un plan de règlement qui rejoint complètement les idées avancées par la France. Il faut, sur cette base, que chacun assume ses responsabilités, à l'intérieur comme à l'extérieur du pays, et que la communauté internationale ¿CUÁL DE ELLAS? juge chaque acteur sur ses actes. La France restera engagée aux côtés des Libanais, de tous les Libanais", a-t-il insisté. La majorité libanaise et les pays occidentaux accusent la Syrie d'entraver tout accord politique au Liban.
Iran. Le président a plaidé pour une politique de "fermeté" et de "dialogue" pour amener l'Iran à donner des garanties que son programme nucléaire ne vise pas à acquérir l'arme atomique. La politique française est "faite de fermeté, car les sanctions ¿CUÁLES? sont nécessaires pour convaincre les dirigeants iraniens de revenir à la table des négociations", a-t-il déclaré. Paris est favorable à l'adoption par le Conseil de sécurité de l'ONU d'une nouvelle résolution de sanctions contre Téhéran, et à l'adoption de sanctions spécifiques contre ce pays au sein de l'Union européenne.
Cette approche est faite "de dialogue (...), engagé à mon niveau, car notre objectif n'est nullement le changement de régime, mais au contraire l'insertion de l'Iran dans sa région, en acteur positif, ¿PERO DE QUÉ MANERA SI NO CAMBIA DE RÉGIMEN? dès lors qu'il respecterait la loi internationale", a-t-il ajouté.
Le président français a également confirmé implicitement que l'évaluation début décembre des services de renseignement américains selon laquelle le régime iranien semble moins enclin à développer des armes nucléaires n'avait pas changé la donne aux yeux de Paris. "Vous connaissez la position de la France. Rien de ce qui s'est passé depuis ne me conduit à modifier mon jugement et donc l'approche de la France", a-t-il affirmé.
Sarkozy, climat et retour du religieux sont les deux défis du XXIe siècle
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 18.01.08 18h49 • Mis à jour le 18.01.08 19h05
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 18.01.08 18h49 • Mis à jour le 18.01.08 19h05
Retour du religieux, relations avec la Libye, crise iranienne... Nicolas Sarkozy a abordé une série de sujets polémiques, vendredi 18 janvier, lors de ses vœux au corps diplomatique à l'Elysée.
Changement climatique et retour du religieux. "Ma conviction est que deux défis contribueront à structurer la société internationale du XXIe siècle, peut-être plus profondément que les idéologies au XXe siècle", a déclaré le chef de l'Etat. Selon lui, "le premier défi QUE HA GENERADO YA UNA NUEVA IDEOLOGÍA est celui du changement climatique qui menace l'avenir même de notre planète et de l'humanité toute entière. Il pose la question de la gestion de ressources énergétiques devenues rares et chères et celle, plus difficile encore, de notre capacité à inventer, ensemble, un nouveau mode de croissance". Dans le domaine de l'énergie, M. Sarkozy a aussi souhaité que les grands groupes pétroliers et miniers alimentent un fonds pour aider les pays les plus pauvres à payer leur énergie. "Les monarchies pétrolières ont pris l'heureuse intiative de créer un fonds pour aider les pays les plus pauvres à acquitter la facture énergétique", a dit le président français. MANO TENDIDA A LOS ISLÁMICOS MÁS RICOS "Je souhaite que les grands groupes pétroliers et miniers, qui bénéficient de profits s'apparentant à une rente, alimentent à leur tour un fonds semblable", a-t-il ajouté. PIADOSOS VOTOS - QUEDARÁN EN EL AIRE
"Le deuxième défi [pour M. Sarkozy] est celui des conditions du retour du religieux dans la plupart de nos sociétés. POR LA VÍA DEL ISLAM, EN LAS SOCIEDADES OCCIDENTALES. ES DECIR: DE LA INMIGRACIÓN C'est une réalité, seuls les sectaires ne le voient pas. C'est une réalité incontournable, prévue naguère par Malraux", a ajouté M. Sarkozy, en allusion à la formule prêtée à l'écrivain André Malraux : "Le XXIe siècle sera religieux ou ne sera pas." TÍPICO MALRAUXISMO PRETENCIOSO Y VACÍO
Le président Sarkozy a été durement critiqué par ses adversaires politiques pour ses récentes déclarations sur la religion et la laïcité, qu'il souhaite "positive". AQUÍ SÍ SARKO SE HACE ACREEDOR DEL ELOGIO "Dans mon discours de Saint-Jean de Latran [à Rome], j'ai précisé ma conception d'une laïcité où la place de la religion serait définie en termes plus positifs. Devant le Conseil consultatif de l'Arabie saoudite, à Riyad cette semaine, j'ai fait écho aux propos pleins de sagesse du roi Abdallah, et plaidé en faveur d'une conception ouverte, tolérante de la religion", a rappelé le chef de l'Etat. PERO ¿CABE ESPERARLA REALMENTE DE LOS ISLÁMICOS?
Défense. M. Sarkozy a promis des propositions françaises sur l'Europe de la défense et l'OTAN "pragmatiques et ambitieuses"."L'Europe de la défense et l'ancrage atlantique sont les deux volets d'une même politique de défense et de sécurité" NO: LA POLÍTICA DE DEFENSA EUROPEA DEJA DE SER AUTÓNOMA SI SE LA IDENTIFICA CON LA DE LA OTAN, a-t-il réaffirmé, expliquant que "c'est dans ce contexte que la France entend rénover sa relation avec l'OTAN". PERO ¿QUIÉN RENUEVA A LA OTAN? Ainsi, a-t-il poursuivi, Paris "fera des propositions à la fois pragmatiques et ambitieuses dans une double perspective : la présidence française de l'Union [au second semestre 2008] et le sommet du 60e anniversaire de l'Alliance", début avril à Bucarest.
Diplomatie de réconciliation. Le président a assuré que la diplomatie "de la réconciliation" qu'il conduit avec des pays comme la Libye n'est "en rien une diplomatie de la complaisance". HABRÁ QUE VER "C'est sur la base de nos valeurs et de nos principes, que nous conduisons ces dialogues, fondés sur la clarté, la transparence et la fermeté", a déclaré le chef de l'Etat. "C'est dans cet esprit que j'ai plaidé à Pékin contre la peine de mort et pour la liberté de la presse, ou à Moscou pour le respect des droits des minorités ethniques ou sociales", a précisé M. Sarkozy. PIADOSOS VOTOS ¿ACASO CONSIGUIERON ALGÚN RESULTADO POSITIVO EN CHINA Y EN RUSIA?
"Lorsque les orientations agréées lors d'un dialogue ne sont pas respectées, ou lorsque ce dialogue ne débouche pas sur les résultats attendus, il m'appartient en toute clarté d'en tirer les conséquences", a-t-il insisté. Nicolas Sarkozy avait été critiqué à la suite de son déplacement en Chine et lors de la visite à Paris du numéro un libyen, Mouammar Kadhafi, la gauche notamment lui reprochant d'avoir renié ses promesses en faveur de la défense des droits de l'homme.
Proche-Orient. M. Sarkozy a confirmé qu'il irait au printemps au Proche-Orient, pour soutenir le processus de paix israélo-palestinien. SI TODAVÍA EXISTE "2008 sera l'année du lancement d'un grand projet de civilisation: ZAPATERIL TE HAS PUESTO, SARKO l'Union pour la Méditerranée, afin de faire vivre entre tous les peuples riverains la paix, l'entente et la coopération sur la base de projets concrets", a affirmé le chef de l'Etat. Selon lui, "cette grande ambition EN LA QUE DEJA DE LADO A LA UNIÓN EUROPEA sera facilitée si 2008 est aussi, comme prévu à Annapolis, l'année de la création de l'Etat palestinien, aux côtés de l'Etat d'Israël".
"C'est aussi maintenant qu'il faut sortir le Liban d'une crise qui n'en finit pas parce qu'elle est alimentée de l'extérieur", a-t-il également affirmé, faisant allusion à la Syrie. "La Ligue arabe, à l'unanimité, a adopté un plan de règlement qui rejoint complètement les idées avancées par la France. Il faut, sur cette base, que chacun assume ses responsabilités, à l'intérieur comme à l'extérieur du pays, et que la communauté internationale ¿CUÁL DE ELLAS? juge chaque acteur sur ses actes. La France restera engagée aux côtés des Libanais, de tous les Libanais", a-t-il insisté. La majorité libanaise et les pays occidentaux accusent la Syrie d'entraver tout accord politique au Liban.
Iran. Le président a plaidé pour une politique de "fermeté" et de "dialogue" pour amener l'Iran à donner des garanties que son programme nucléaire ne vise pas à acquérir l'arme atomique. La politique française est "faite de fermeté, car les sanctions ¿CUÁLES? sont nécessaires pour convaincre les dirigeants iraniens de revenir à la table des négociations", a-t-il déclaré. Paris est favorable à l'adoption par le Conseil de sécurité de l'ONU d'une nouvelle résolution de sanctions contre Téhéran, et à l'adoption de sanctions spécifiques contre ce pays au sein de l'Union européenne.
Cette approche est faite "de dialogue (...), engagé à mon niveau, car notre objectif n'est nullement le changement de régime, mais au contraire l'insertion de l'Iran dans sa région, en acteur positif, ¿PERO DE QUÉ MANERA SI NO CAMBIA DE RÉGIMEN? dès lors qu'il respecterait la loi internationale", a-t-il ajouté.
Le président français a également confirmé implicitement que l'évaluation début décembre des services de renseignement américains selon laquelle le régime iranien semble moins enclin à développer des armes nucléaires n'avait pas changé la donne aux yeux de Paris. "Vous connaissez la position de la France. Rien de ce qui s'est passé depuis ne me conduit à modifier mon jugement et donc l'approche de la France", a-t-il affirmé.
Sarkozy, climat et retour du religieux sont les deux défis du XXIe siècle
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 18.01.08 18h49 • Mis à jour le 18.01.08 19h05
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Francia,
Relaciones Internacionales
MARÍA R. SAHUQUILLO. "INTERNET PONE LOS PIES EN EL SUELO"
Internet pone los pies en el suelo
Lo real triunfa frente a lo virtual en el ciberespacio - Los internautas lo usan sobre todo para comunicarse a través de redes sociales, 'chats' y correos - La Red es ya un 'lugar' más de ocio
MARÍA R. SAHUQUILLO 18/01/2008
¿Es Internet un lugar, un sitio?, ¿la Red es un mundo real o virtual? Mandar correos, subir fotos, ver vídeos, escuchar música, leer blogs. Todo está en Internet. El cibermundo anárquico y paralelo que muchos pronosticaban no ha llegado a cristalizar. La Red ofrece todo un universo de posibilidades. Pero son, sobre todo, reales. Triunfan las redes sociales, los contactos a través de la Red y el ocio digital. Otros proyectos, como Second Life, que proponen un mundo alternativo en el que personajes intangibles viven la ficción de un mundo real, se desinflan. Internet pone los pies en el suelo. El ciberespacio se ha convertido, fundamentalmente, en una extensión de la realidad.
Quince millones de personas utilizan frecuentemente la Red en España, según el Instituto Nacional de Estadística (INE). Muchos de ellos viven prácticamente inmersos en el ciberespacio y pasan gran parte de su tiempo en Internet. Pero emplean la Red para cosas muy reales. El 81% de los usuarios la utiliza para enviar correos electrónicos, el 80% para buscar información sobre bienes y servicios, el 64% lo usa para comprar billetes de avión o buscar datos sobre el país que va a visitar, según las últimas cifras del INE (de octubre de 2007). Muchos lo emplean también para hablar con sus contactos por el chat (el 52%) y descargar películas, música o jugar en red (48%).
¿Sabía usted que todos los individuos del planeta están interconectados por una cadena de seis personas? Es la teoría de los seis grados. En ella se basan las grandes reinas del momento en Internet: las redes sociales, herramientas digitales que sirven para enlazar a la gente. Las hay para todos los gustos, desde las más generales como Facebook -con unos 58 millones de miembros- o MySpace -180 millones de perfiles- a Linkedin, una red orientada a los negocios, o Flickr, para colgar fotos. Todas registran cada día miles de usuarios nuevos. Gina Tost pertenece a casi todas ellas, "desde las más profesionales a las menos", cuenta. Esta joven catalana mantiene un blog -www.ginatonic.net- desde 2004. En él habla de política, de sexo, de nuevas tecnologías... Por su blog, pero también por pura pasión, se pasa el día entero conectada. "A veces ni siquiera apago el ordenador cuando me voy a dormir", dice. Conoce de sobra la Red -ni recuerda cuándo tuvo su primer ordenador con acceso a Internet, "sólo que tenía un módem de 14k", cuenta-, para ella es fundamentalmente "una herramienta que sirve para comunicarse, para conocer a gente o para saber cosas nuevas".
Alma Martínez tiene 20 años, estudia filología hispánica y adora Internet. Enciende el ordenador nada más llegar a casa y se conecta al Messenger, donde habla con sus amigos. A muchos les ha visto hace un rato en la facultad, otros están a miles de kilómetros y esa forma de comunicación digital es la única que les mantiene en contacto. Como Gina, se confiesa una fanática de las redes sociales. "Son sobre todo útiles. También una buena forma de conocer a gente", dice.
No son las únicas, el ranking de palabras más buscadas que Google publica cada año, el popular Zeitgeist, reveló que en 2007 el sitio web de vídeos de Youtube, la red social Badoo y el servicio de mensajería Ebuddy fueron los términos más tecleados por los españoles. Es decir, redes sociales. Pero al fin y al cabo Alma y Gina no hablan con amigos imaginarios ni virtuales. Las redes sociales sirven para poner en contacto a personas reales, con sus características verídicas y sus personalidades tangibles. "Internet no construye una realidad paralela. Se basa en la que hay, y la transforma", asegura Artemio Baigorri, profesor de Sociología e Internet de la Universidad de Extremadura. No sólo los jóvenes son asiduos a estas redes, el 18% de los europeos mayores de 55 años las visitan al menos una vez al mes, según datos de la Asociación Europea de Publicidad Interactiva.
Mientras se consolida la Web 2.0, una generación de Internet que se caracteriza precisamente por la participación de los usuarios, se habla ya de la 3.0, definida por la inteligencia de las máquinas. Ese mundo cibernético que impera tiene mucho o todo que ver con el día a día de cualquier persona. Internet se ha convertido en algo útil que propone muchas opciones de ocio y permite una forma rápida y efectiva de comunicación. No sólo eso: la Red también sirve para hacer caja. El comercio electrónico movió en España en 2.778 millones de euros en 2006. Lo más comprado es, sin ninguna duda, billetes de avión, pero también tecnología, ropa o música.
El mito de que Internet podría constituir una especie de semilimbo ha caído. Tampoco se ha convertido en la seudorrealidad virtual que algunos pronosticaban. "Aunque interactuemos con gente a través de la Red nada puede suplir el contacto real. El contacto físico es irreemplazable, incluso cuando conoces a gente a través de Internet se hacen quedadas en el mundo real. La Red no es un mundo paralelo", dice Gina Tost.
Second Life, el espacio virtual más famoso de la Red, se ha convertido en una muestra de que esa realidad imaginada y alternativa no funciona. Las ciudades, tiendas o incluso sucursales bancarias que se instalaron en Second Life están vacías. A pesar de la enorme publicidad que ha generado, el que se había construido para ser un mundo paralelo, el juego de simulación que permite vivir una segunda vida a través del ordenador no acaba de cuajar.
Hace unos meses, en julio de 2007, Second Life, creado en 2003 por la empresa californiana Linden Lab, anunció que había superado los ocho millones de residentes. Sin embargo los expertos aseguran que si alguien entra ahora mismo en ese mundo no encontrará a más de 40.000 personas online. "La mayoría de los usuarios frecuentes de Internet entraron en Second Life con emoción. Casi todos se acabaron aburriendo y abandonando los personajes que se habían creado", asegura Tost.
Para muchos el error de uno de los instrumentos cibernéticos más comentados de los últimos tiempos ha sido que las empresas se hayan involucrado demasiado en el proyecto. "Lo que ha hecho fracasar a Second Life es el alto componente comercial que tiene. Todo funciona a través de dinero, comprar ropa, adquirir una propiedad... Además, las empresas enseguida vieron una manera de publicitarse en el juego y la intentaron aprovechar", explica Antonio José Fernández, periodista y consultor que lleva 15 años vinculado al mundo de Internet.
"El juego está construido para gente con un perfil muy emprendedor, pero si se te ocurre un negocio al final lo más probable es que lo pongas en marcha en el mundo real. Vas a la Cámara de Comercio o donde sea y lo montas", sigue Fernández. De nuevo lo real triunfa frente a lo virtual. Dentro de lo posible, ¿qué prefiere comprar, una casa imaginaria o una real?
Incluso las grandes multinacionales, las que más apostaron por este universo virtual, lo están abandonando. La mayoría no ve frutos a la inversión que iniciaron. Second Life sale caro, excepto charlar o pasear por su enorme espacio en el que es complicado encontrar a alguien con quien hacerlo, todo tiene un precio. Establecer un sitio en una isla privada, por ejemplo, cuesta 1.200 euros, más 215 al mes de gastos de mantenimiento.
Hoy en día quienes buscan una realidad paralela acuden a los videojuegos. "Este tipo de entretenimiento sí propone un mundo virtual casi imposible de imaginar. Los videojuegos comienzan a estar tan avanzados que te integran en una realidad paralela. La misma consola Wii en el momento que le añadas un casco que te aísle del entorno y parezca que realmente le estás dando a la pelota si juegas al tenis, es mucho más virtual que lo que puede ser Internet", asegura Fernández. Incluso en los juegos en red, en los que varias personas compiten entre sí, los jugadores son reales.
Álvaro Ibáñez, Alvy, lleva en el mundo de Internet unos 15 años, "casi desde el principio de los tiempos", bromea. Junto a otras tres personas es autor del blog www.microsiervos.com, en el que hablan de tecnología, divulgación científica o informática. Asegura que en cierto modo Internet sí se puede considerar una "especie de realidad paralela" o al menos una extensión de la realidad. "El hecho de que se hayan popularizado expresiones como 'es que estaba esta mañana en Internet y entonces...' o 'voy a pasar un rato en Internet...' indica que, además de otras cosas, la Red se considera un lugar donde se pasa el tiempo. Esto le da cierta entidad a ese ciberespacio", asegura.
Pero la idea mística que acompañó en el principio a muchas cosas relacionadas con Internet, según la cual la mente iba a abandonar el cuerpo y fusionarse con el ordenador en el ciberespacio, ha sido abandonada. Internet es sobre todo un espacio de relación social y comunicación estrechamente relacionado con la vida y las actividades cotidianas. Es precisamente esto lo que ha favorecido que herramientas como el correo electrónico, páginas web de vídeos como Youtube, programas de intercambio de archivos como el Emule y ahora las redes sociales suban como la espuma. "Las redes extienden lo que nos hace humanos: comunicarnos. Además son gratis, sólo entras si quieres", explica Fernández.
Paz Pernas, portavoz de Google España, el mayor buscador de Internet, lo tiene claro: "Internet y las redes sociales ponen un mundo a tu alcance que antes no existía. Una forma de comunicación directa y eficaz que permite encontrar a gente con tus mismos gustos e inquietudes parecidas". Para ella, el Internet que conocemos hoy está totalmente aferrado a la realidad aunque también tiene un componente "mágico". "Es mucho más creativa: puedes compartir tu vida, tus vídeos, tus fotos... y ver las de otros", dice.
Pero además de comprar billetes de avión o buscar información, la Red sirve, como dice Pernas, para compartir cosas. También una relación. Mucha gente busca a su media naranja a través de Internet. Match.com, uno de los mayores portales para encontrar pareja, tiene cuatro millones de usuarios registrados y cerca de 1,3 millones de perfiles en España. Su macrorred de usuarios se extiende por 246 países en los que buscar a la princesa o al príncipe azul soñados. Es una fórmula como otra cualquiera de conocer gente. Muchos otros lo han hecho en foros o chats. Pero la mayoría, por no decir todos, buscan a una persona real. "Es cierto que hay gente que miente y se inventa una vida paralela en la Red, pero lo más probable es que, si pudieran, también lo harían en el mundo real", asegura Baigorri. Además, la mayor parte de ellos se acaba conociendo en persona.
Arturo Vallejo fue durante un tiempo La más guapa. Este periodista leonés de 39 años mantuvo un año y medio Diario de una miss intelijente (con errata incluida), un blog en el que escribía las aventuras y desventuras de una joven que, presuntamente, se había presentado por una provincia española al certamen de Miss España y no había ganado. La chica, que era todo menos inteligente, tenía decenas de seguidores en la Red. La mayoría de ellos pensaban que La más guapa era de carne y hueso. "Que sea algo real, que la gente considere que hay una persona verídica detrás del blog, hace que tenga un cierto éxito", explica Vallejo. La joven miss sobrevivió en la Red un año y medio, hasta que Vallejo terminó con el personaje y publicó sus mejores momentos en un libro.
"Internet está transformando la realidad, no creando una paralela. Gracias a esta nueva tecnología las personas pueden hacer cosas antes inimaginables", asegura Baigorri. Para este sociólogo, como para muchos otros conocedores de la Red, el ciberespacio sirve, sobre todo, para aprovechar mejor el mundo en el que vivimos.
Redes dentro de la Red
FACEBOOK. Nació como un lugar de contacto entre estudiantes universitarios estadounidenses y se ha convertido en una de las redes sociales más potentes hoy en día. Agrupa a unos 58 millones de miembros.FLICKR. Es un sitio web para compartir fotografías e imágenes. Tiene millones de miembros. Esta red acoge cada minuto unas 3.000 imágenes.MYSPACE. Surgió como una forma de que los músicos publicasen fragmentos de sus canciones. Hoy ha evolucionado y tiene unos 180 millones de perfiles que suben a la Red sus historias, fotos o vídeos. Ahora se ha aliado con Google para construir OpenSocial, una red multitudinaria que supere a Facebook.LINKEDIN. Sirve para buscar trabajo, socios o colaboradores a través de un círculo de contactos de confianza. De origen estadounidense, tiene también versiones españolas como Xing o Neurona.comTWITTER. Un servicio de microblogging gracias al que, en sólo 140 caracteres, se explica qué está haciendo la persona que escribe. Se suele utilizar en blogs y bitácoras.FRIENDSTER. Red social para encontrar amistades. Sólo permite buscar entre amigos y amigos de los amigos, que se unen al círculo de confianza por invitación. Cada miembro rellena un formulario con sus datos y sólo el resto del círculo accede a él.
© Diario EL PAÍS S.L. - Miguel Yuste 40 - 28037 Madrid [España] - Tel. 91 337 8200
© Prisacom S.A. - Ribera del Sena, S/N - Edificio APOT - Madrid [España] - Tel. 91 353 7900
Lo real triunfa frente a lo virtual en el ciberespacio - Los internautas lo usan sobre todo para comunicarse a través de redes sociales, 'chats' y correos - La Red es ya un 'lugar' más de ocio
MARÍA R. SAHUQUILLO 18/01/2008
¿Es Internet un lugar, un sitio?, ¿la Red es un mundo real o virtual? Mandar correos, subir fotos, ver vídeos, escuchar música, leer blogs. Todo está en Internet. El cibermundo anárquico y paralelo que muchos pronosticaban no ha llegado a cristalizar. La Red ofrece todo un universo de posibilidades. Pero son, sobre todo, reales. Triunfan las redes sociales, los contactos a través de la Red y el ocio digital. Otros proyectos, como Second Life, que proponen un mundo alternativo en el que personajes intangibles viven la ficción de un mundo real, se desinflan. Internet pone los pies en el suelo. El ciberespacio se ha convertido, fundamentalmente, en una extensión de la realidad.
Quince millones de personas utilizan frecuentemente la Red en España, según el Instituto Nacional de Estadística (INE). Muchos de ellos viven prácticamente inmersos en el ciberespacio y pasan gran parte de su tiempo en Internet. Pero emplean la Red para cosas muy reales. El 81% de los usuarios la utiliza para enviar correos electrónicos, el 80% para buscar información sobre bienes y servicios, el 64% lo usa para comprar billetes de avión o buscar datos sobre el país que va a visitar, según las últimas cifras del INE (de octubre de 2007). Muchos lo emplean también para hablar con sus contactos por el chat (el 52%) y descargar películas, música o jugar en red (48%).
¿Sabía usted que todos los individuos del planeta están interconectados por una cadena de seis personas? Es la teoría de los seis grados. En ella se basan las grandes reinas del momento en Internet: las redes sociales, herramientas digitales que sirven para enlazar a la gente. Las hay para todos los gustos, desde las más generales como Facebook -con unos 58 millones de miembros- o MySpace -180 millones de perfiles- a Linkedin, una red orientada a los negocios, o Flickr, para colgar fotos. Todas registran cada día miles de usuarios nuevos. Gina Tost pertenece a casi todas ellas, "desde las más profesionales a las menos", cuenta. Esta joven catalana mantiene un blog -www.ginatonic.net- desde 2004. En él habla de política, de sexo, de nuevas tecnologías... Por su blog, pero también por pura pasión, se pasa el día entero conectada. "A veces ni siquiera apago el ordenador cuando me voy a dormir", dice. Conoce de sobra la Red -ni recuerda cuándo tuvo su primer ordenador con acceso a Internet, "sólo que tenía un módem de 14k", cuenta-, para ella es fundamentalmente "una herramienta que sirve para comunicarse, para conocer a gente o para saber cosas nuevas".
Alma Martínez tiene 20 años, estudia filología hispánica y adora Internet. Enciende el ordenador nada más llegar a casa y se conecta al Messenger, donde habla con sus amigos. A muchos les ha visto hace un rato en la facultad, otros están a miles de kilómetros y esa forma de comunicación digital es la única que les mantiene en contacto. Como Gina, se confiesa una fanática de las redes sociales. "Son sobre todo útiles. También una buena forma de conocer a gente", dice.
No son las únicas, el ranking de palabras más buscadas que Google publica cada año, el popular Zeitgeist, reveló que en 2007 el sitio web de vídeos de Youtube, la red social Badoo y el servicio de mensajería Ebuddy fueron los términos más tecleados por los españoles. Es decir, redes sociales. Pero al fin y al cabo Alma y Gina no hablan con amigos imaginarios ni virtuales. Las redes sociales sirven para poner en contacto a personas reales, con sus características verídicas y sus personalidades tangibles. "Internet no construye una realidad paralela. Se basa en la que hay, y la transforma", asegura Artemio Baigorri, profesor de Sociología e Internet de la Universidad de Extremadura. No sólo los jóvenes son asiduos a estas redes, el 18% de los europeos mayores de 55 años las visitan al menos una vez al mes, según datos de la Asociación Europea de Publicidad Interactiva.
Mientras se consolida la Web 2.0, una generación de Internet que se caracteriza precisamente por la participación de los usuarios, se habla ya de la 3.0, definida por la inteligencia de las máquinas. Ese mundo cibernético que impera tiene mucho o todo que ver con el día a día de cualquier persona. Internet se ha convertido en algo útil que propone muchas opciones de ocio y permite una forma rápida y efectiva de comunicación. No sólo eso: la Red también sirve para hacer caja. El comercio electrónico movió en España en 2.778 millones de euros en 2006. Lo más comprado es, sin ninguna duda, billetes de avión, pero también tecnología, ropa o música.
El mito de que Internet podría constituir una especie de semilimbo ha caído. Tampoco se ha convertido en la seudorrealidad virtual que algunos pronosticaban. "Aunque interactuemos con gente a través de la Red nada puede suplir el contacto real. El contacto físico es irreemplazable, incluso cuando conoces a gente a través de Internet se hacen quedadas en el mundo real. La Red no es un mundo paralelo", dice Gina Tost.
Second Life, el espacio virtual más famoso de la Red, se ha convertido en una muestra de que esa realidad imaginada y alternativa no funciona. Las ciudades, tiendas o incluso sucursales bancarias que se instalaron en Second Life están vacías. A pesar de la enorme publicidad que ha generado, el que se había construido para ser un mundo paralelo, el juego de simulación que permite vivir una segunda vida a través del ordenador no acaba de cuajar.
Hace unos meses, en julio de 2007, Second Life, creado en 2003 por la empresa californiana Linden Lab, anunció que había superado los ocho millones de residentes. Sin embargo los expertos aseguran que si alguien entra ahora mismo en ese mundo no encontrará a más de 40.000 personas online. "La mayoría de los usuarios frecuentes de Internet entraron en Second Life con emoción. Casi todos se acabaron aburriendo y abandonando los personajes que se habían creado", asegura Tost.
Para muchos el error de uno de los instrumentos cibernéticos más comentados de los últimos tiempos ha sido que las empresas se hayan involucrado demasiado en el proyecto. "Lo que ha hecho fracasar a Second Life es el alto componente comercial que tiene. Todo funciona a través de dinero, comprar ropa, adquirir una propiedad... Además, las empresas enseguida vieron una manera de publicitarse en el juego y la intentaron aprovechar", explica Antonio José Fernández, periodista y consultor que lleva 15 años vinculado al mundo de Internet.
"El juego está construido para gente con un perfil muy emprendedor, pero si se te ocurre un negocio al final lo más probable es que lo pongas en marcha en el mundo real. Vas a la Cámara de Comercio o donde sea y lo montas", sigue Fernández. De nuevo lo real triunfa frente a lo virtual. Dentro de lo posible, ¿qué prefiere comprar, una casa imaginaria o una real?
Incluso las grandes multinacionales, las que más apostaron por este universo virtual, lo están abandonando. La mayoría no ve frutos a la inversión que iniciaron. Second Life sale caro, excepto charlar o pasear por su enorme espacio en el que es complicado encontrar a alguien con quien hacerlo, todo tiene un precio. Establecer un sitio en una isla privada, por ejemplo, cuesta 1.200 euros, más 215 al mes de gastos de mantenimiento.
Hoy en día quienes buscan una realidad paralela acuden a los videojuegos. "Este tipo de entretenimiento sí propone un mundo virtual casi imposible de imaginar. Los videojuegos comienzan a estar tan avanzados que te integran en una realidad paralela. La misma consola Wii en el momento que le añadas un casco que te aísle del entorno y parezca que realmente le estás dando a la pelota si juegas al tenis, es mucho más virtual que lo que puede ser Internet", asegura Fernández. Incluso en los juegos en red, en los que varias personas compiten entre sí, los jugadores son reales.
Álvaro Ibáñez, Alvy, lleva en el mundo de Internet unos 15 años, "casi desde el principio de los tiempos", bromea. Junto a otras tres personas es autor del blog www.microsiervos.com, en el que hablan de tecnología, divulgación científica o informática. Asegura que en cierto modo Internet sí se puede considerar una "especie de realidad paralela" o al menos una extensión de la realidad. "El hecho de que se hayan popularizado expresiones como 'es que estaba esta mañana en Internet y entonces...' o 'voy a pasar un rato en Internet...' indica que, además de otras cosas, la Red se considera un lugar donde se pasa el tiempo. Esto le da cierta entidad a ese ciberespacio", asegura.
Pero la idea mística que acompañó en el principio a muchas cosas relacionadas con Internet, según la cual la mente iba a abandonar el cuerpo y fusionarse con el ordenador en el ciberespacio, ha sido abandonada. Internet es sobre todo un espacio de relación social y comunicación estrechamente relacionado con la vida y las actividades cotidianas. Es precisamente esto lo que ha favorecido que herramientas como el correo electrónico, páginas web de vídeos como Youtube, programas de intercambio de archivos como el Emule y ahora las redes sociales suban como la espuma. "Las redes extienden lo que nos hace humanos: comunicarnos. Además son gratis, sólo entras si quieres", explica Fernández.
Paz Pernas, portavoz de Google España, el mayor buscador de Internet, lo tiene claro: "Internet y las redes sociales ponen un mundo a tu alcance que antes no existía. Una forma de comunicación directa y eficaz que permite encontrar a gente con tus mismos gustos e inquietudes parecidas". Para ella, el Internet que conocemos hoy está totalmente aferrado a la realidad aunque también tiene un componente "mágico". "Es mucho más creativa: puedes compartir tu vida, tus vídeos, tus fotos... y ver las de otros", dice.
Pero además de comprar billetes de avión o buscar información, la Red sirve, como dice Pernas, para compartir cosas. También una relación. Mucha gente busca a su media naranja a través de Internet. Match.com, uno de los mayores portales para encontrar pareja, tiene cuatro millones de usuarios registrados y cerca de 1,3 millones de perfiles en España. Su macrorred de usuarios se extiende por 246 países en los que buscar a la princesa o al príncipe azul soñados. Es una fórmula como otra cualquiera de conocer gente. Muchos otros lo han hecho en foros o chats. Pero la mayoría, por no decir todos, buscan a una persona real. "Es cierto que hay gente que miente y se inventa una vida paralela en la Red, pero lo más probable es que, si pudieran, también lo harían en el mundo real", asegura Baigorri. Además, la mayor parte de ellos se acaba conociendo en persona.
Arturo Vallejo fue durante un tiempo La más guapa. Este periodista leonés de 39 años mantuvo un año y medio Diario de una miss intelijente (con errata incluida), un blog en el que escribía las aventuras y desventuras de una joven que, presuntamente, se había presentado por una provincia española al certamen de Miss España y no había ganado. La chica, que era todo menos inteligente, tenía decenas de seguidores en la Red. La mayoría de ellos pensaban que La más guapa era de carne y hueso. "Que sea algo real, que la gente considere que hay una persona verídica detrás del blog, hace que tenga un cierto éxito", explica Vallejo. La joven miss sobrevivió en la Red un año y medio, hasta que Vallejo terminó con el personaje y publicó sus mejores momentos en un libro.
"Internet está transformando la realidad, no creando una paralela. Gracias a esta nueva tecnología las personas pueden hacer cosas antes inimaginables", asegura Baigorri. Para este sociólogo, como para muchos otros conocedores de la Red, el ciberespacio sirve, sobre todo, para aprovechar mejor el mundo en el que vivimos.
Redes dentro de la Red
FACEBOOK. Nació como un lugar de contacto entre estudiantes universitarios estadounidenses y se ha convertido en una de las redes sociales más potentes hoy en día. Agrupa a unos 58 millones de miembros.FLICKR. Es un sitio web para compartir fotografías e imágenes. Tiene millones de miembros. Esta red acoge cada minuto unas 3.000 imágenes.MYSPACE. Surgió como una forma de que los músicos publicasen fragmentos de sus canciones. Hoy ha evolucionado y tiene unos 180 millones de perfiles que suben a la Red sus historias, fotos o vídeos. Ahora se ha aliado con Google para construir OpenSocial, una red multitudinaria que supere a Facebook.LINKEDIN. Sirve para buscar trabajo, socios o colaboradores a través de un círculo de contactos de confianza. De origen estadounidense, tiene también versiones españolas como Xing o Neurona.comTWITTER. Un servicio de microblogging gracias al que, en sólo 140 caracteres, se explica qué está haciendo la persona que escribe. Se suele utilizar en blogs y bitácoras.FRIENDSTER. Red social para encontrar amistades. Sólo permite buscar entre amigos y amigos de los amigos, que se unen al círculo de confianza por invitación. Cada miembro rellena un formulario con sus datos y sólo el resto del círculo accede a él.
© Diario EL PAÍS S.L. - Miguel Yuste 40 - 28037 Madrid [España] - Tel. 91 337 8200
© Prisacom S.A. - Ribera del Sena, S/N - Edificio APOT - Madrid [España] - Tel. 91 353 7900
ENREDÁNDOSE EN LA WEB 2.0
"Internet pone los pies en el suelo", afirma María R. Sahuquillo en el título de su artículo de El País de ayer. ¿Acaso los tenía en otro lugar? me pregunto. Si así ocurría ¿dónde? Sin hacer aquí la lectura del arículo ya encuentro los primeros primeros argumentos de la autora, o por lo menos aquellos que el diario quiere destacar, en el subtítulo y en seis destacados. Los acoto en mayúsculas.
- Subítulo: "Lo real triunfa frente a lo virtual en el ciberespacio. NO TRIUNFA: SIMPLEMENTE COEXISTE. Los internautas lo usan sobre todo para comunicarse a través de redes sociales, 'chats' y correos. "CHATS" Y CORREOS YA EXISTÍAN MUCHO ANTES DE QUE EMPEZARA A HABLARSE DE "REDES SOCIALES" BAJO LA BANDERA DE LA LLAMADA "WEB 2.0". La Red es ya un `lugar' más de ocio." TANTO COMO UN LUGAR PARA NEGOCIOS. Y PARA TEORÍAS, INVESTIGACIONES, CREACIONES LITERARIAS Y PLÁSTICAS Y MUSICALES. Y, A TODO GALOPE, PARA ANUNCIOS PUBLICITARIOS.
- Primer Destacado: "El 80% de los usuarios utiliza Internet para enviar correos electrónicos" LO CUAL NO QUIERE DECIR QUE SÓLO UTILICE LA RED PARA ESO
- Segundo destacado: "Redes sociales como Facebook registran miles de usuarios al día." COMO MUCHOS SITIOS QUE NO FORMAN PARTE DE ESAS REDES
- Tercer destacado: "La mayoría de los personajes de Second Life han sido abandonados" YA HACE MESES QUE SE HA COMPROBADO ESE ABANDONO. QUE AFECTA, SIN DUDA, A LAS LLAMADAS "REDES SOCIALES" EN UNO DE SUS ESCENARIOS PRIMORDIALES.
- Cuarto Destacado: "Quienes buscan una realidad paralela acuden a los videojuegos" PERO NO SÓLO A ELLOS
- Quinto destacado: "Muchos hablan de Internet como un lugar más en el que pasar el rato" TAMBIÉN PODRÍAN HABLAR DE INTERNET COMO UN LUGAR BÁSICO PARA CONCENTRARSE EN DATOS, CONCEPTOS, TEORÍAS, INVESTIGACIONES. Y EN TODAS LAS MANERAS POSIBLES DE INVERTIR EL TIEMPO.
- Sexto destacado: "Se conoce gente en la Red, pero luego las citas se hacen en el mundo real" O A LA INVERSA: SE CONOCE GENTE EN EL "MUNDO REAL" Y LUEGO LAS CITAS SE HACEN EN LA RED -QUE A SU VEZ TAMBIÉN PERTENECE AL MUNDO REAL!
- Subítulo: "Lo real triunfa frente a lo virtual en el ciberespacio. NO TRIUNFA: SIMPLEMENTE COEXISTE. Los internautas lo usan sobre todo para comunicarse a través de redes sociales, 'chats' y correos. "CHATS" Y CORREOS YA EXISTÍAN MUCHO ANTES DE QUE EMPEZARA A HABLARSE DE "REDES SOCIALES" BAJO LA BANDERA DE LA LLAMADA "WEB 2.0". La Red es ya un `lugar' más de ocio." TANTO COMO UN LUGAR PARA NEGOCIOS. Y PARA TEORÍAS, INVESTIGACIONES, CREACIONES LITERARIAS Y PLÁSTICAS Y MUSICALES. Y, A TODO GALOPE, PARA ANUNCIOS PUBLICITARIOS.
- Primer Destacado: "El 80% de los usuarios utiliza Internet para enviar correos electrónicos" LO CUAL NO QUIERE DECIR QUE SÓLO UTILICE LA RED PARA ESO
- Segundo destacado: "Redes sociales como Facebook registran miles de usuarios al día." COMO MUCHOS SITIOS QUE NO FORMAN PARTE DE ESAS REDES
- Tercer destacado: "La mayoría de los personajes de Second Life han sido abandonados" YA HACE MESES QUE SE HA COMPROBADO ESE ABANDONO. QUE AFECTA, SIN DUDA, A LAS LLAMADAS "REDES SOCIALES" EN UNO DE SUS ESCENARIOS PRIMORDIALES.
- Cuarto Destacado: "Quienes buscan una realidad paralela acuden a los videojuegos" PERO NO SÓLO A ELLOS
- Quinto destacado: "Muchos hablan de Internet como un lugar más en el que pasar el rato" TAMBIÉN PODRÍAN HABLAR DE INTERNET COMO UN LUGAR BÁSICO PARA CONCENTRARSE EN DATOS, CONCEPTOS, TEORÍAS, INVESTIGACIONES. Y EN TODAS LAS MANERAS POSIBLES DE INVERTIR EL TIEMPO.
- Sexto destacado: "Se conoce gente en la Red, pero luego las citas se hacen en el mundo real" O A LA INVERSA: SE CONOCE GENTE EN EL "MUNDO REAL" Y LUEGO LAS CITAS SE HACEN EN LA RED -QUE A SU VEZ TAMBIÉN PERTENECE AL MUNDO REAL!
viernes, enero 18, 2008
Y LA PRÓXIMA SEMANA, A LA INDIA, DONDE "EL HUÉSPED ES DIOS" ¿SOLO O CON CARLA?
Sarkozy in India protocol issue
By Geeta Pandey BBC News, Delhi French President Nicolas Sarkozy's forthcoming visit to India has sent officials looking into protocol manuals over how to treat his girlfriend.
Mr Sarkozy has been inseparable from ex-supermodel Carla Bruni in the past few months and their romance has been grabbing headlines around the world.
But unmarried couples are still a rarity in a largely conservative India.
Mr Sarkozy arrives in Delhi next week. He will be the chief guest at the Republic Day parade on 26 January.
Speculation
It is not yet known if Ms Bruni, a successful singer, will be accompanying the French president.
A French embassy official in Delhi, who refused to give her name, told the BBC they were "still waiting for a communication from Paris".
"We will inform the Indian government as and when we have the list of people who will be accompanying Mr Sarkozy," she said.
But that has not stopped the media from speculating whether the tall and beautiful ex-model will share the plush five-star hotel suite where the president will be hosted.
Or, where she will be seated at the official banquet with the Indian President Pratibha Patil and her husband.
Officials say there is no precedence for a head of state visiting with their girlfriend and there is no mention in the rule book about where she should be accommodated or seated.
"After a lot of consideration and discussion, we have come to the conclusion that it is for France to decide whether Carla Bruni should be treated as the First Lady or not," one foreign ministry official, who did not wish to be named, told the BBC.
'Guest is god'
Officially, the foreign ministry is refusing to comment on the visit, but in private many diplomats are hinting at the "protocol confusion" gripping the government.
"India should not worry about whether they are married or not. They are our guests. In India we have a saying - "Guest is God" - and that's how we should treat them," Professor Pushpesh Pant of Delhi's Jawaharlal Nehru University told the BBC's Hindi service.
So while officials are hard at work to sort out the weighty matters of protocol, newspaper readers in India are being educated about the lives and loves of President Sarkozy and Ms Bruni.
A lot of column space has been devoted to Mr Sarkozy's divorce last year from his former wife, Cecilia.
Ms Bruni's past liaisons with Mick Jagger and Eric Clapton have been analysed in great detail and her almost naked photographs from her modelling days have been dug out for the centrespreads.
In India, where unmarried liaisons are mostly hidden and live-in couples are generally frowned upon, the French president's rather open relationship has taken most people by surprise.
Some say if recent reports that President Sarkozy has already married Ms Bruni in a secret ceremony in Paris are correct, it will make things a lot easier for his rather conservative hosts.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/south_asia/7195788.stmPublished: 2008/01/18 14:21:35 GMT© BBC MMVIII
By Geeta Pandey BBC News, Delhi French President Nicolas Sarkozy's forthcoming visit to India has sent officials looking into protocol manuals over how to treat his girlfriend.
Mr Sarkozy has been inseparable from ex-supermodel Carla Bruni in the past few months and their romance has been grabbing headlines around the world.
But unmarried couples are still a rarity in a largely conservative India.
Mr Sarkozy arrives in Delhi next week. He will be the chief guest at the Republic Day parade on 26 January.
Speculation
It is not yet known if Ms Bruni, a successful singer, will be accompanying the French president.
A French embassy official in Delhi, who refused to give her name, told the BBC they were "still waiting for a communication from Paris".
"We will inform the Indian government as and when we have the list of people who will be accompanying Mr Sarkozy," she said.
But that has not stopped the media from speculating whether the tall and beautiful ex-model will share the plush five-star hotel suite where the president will be hosted.
Or, where she will be seated at the official banquet with the Indian President Pratibha Patil and her husband.
Officials say there is no precedence for a head of state visiting with their girlfriend and there is no mention in the rule book about where she should be accommodated or seated.
"After a lot of consideration and discussion, we have come to the conclusion that it is for France to decide whether Carla Bruni should be treated as the First Lady or not," one foreign ministry official, who did not wish to be named, told the BBC.
'Guest is god'
Officially, the foreign ministry is refusing to comment on the visit, but in private many diplomats are hinting at the "protocol confusion" gripping the government.
"India should not worry about whether they are married or not. They are our guests. In India we have a saying - "Guest is God" - and that's how we should treat them," Professor Pushpesh Pant of Delhi's Jawaharlal Nehru University told the BBC's Hindi service.
So while officials are hard at work to sort out the weighty matters of protocol, newspaper readers in India are being educated about the lives and loves of President Sarkozy and Ms Bruni.
A lot of column space has been devoted to Mr Sarkozy's divorce last year from his former wife, Cecilia.
Ms Bruni's past liaisons with Mick Jagger and Eric Clapton have been analysed in great detail and her almost naked photographs from her modelling days have been dug out for the centrespreads.
In India, where unmarried liaisons are mostly hidden and live-in couples are generally frowned upon, the French president's rather open relationship has taken most people by surprise.
Some say if recent reports that President Sarkozy has already married Ms Bruni in a secret ceremony in Paris are correct, it will make things a lot easier for his rather conservative hosts.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/south_asia/7195788.stmPublished: 2008/01/18 14:21:35 GMT© BBC MMVIII
NARRAR Y GANAR VOTOS
Zapatero y Rajoy comparten una doble carencia: de rigor conceptual, de capacidad narrativa. No sé si contarán ahora con expertos que la disimulen con su propia competencia profesional como el francés y los norteamericanos que aquí presenta Lluís Bassets.
Cuéntame
LLUÍS BASSETS 17/01/2008
Henri Guaino empezó a trabajar con Nicolas Sarkozy siguiendo el mismo método que utilizó David Axelrod con Barack Obama: cuéntame tu vida. Convertir el relato biográfico de un candidato en un objeto político es uno de los secretos de la alquimia electoral a la que se dedican los asesores y consejeros políticos.
También lo hizo Karl Rove con su cliente George W. Bush: su juventud descarriada, el abandono del alcohol, su condición de cristiano renacido, su relación con Dios. Axelrod, calificado por New York Times como "el narrador de Obama", quiere historias auténticas, verdaderas; nada debe sonar a hueco en ese apólogo de ascensión, sufrimiento y éxito. Sabe que la época del spin, de la manipulación más descarada, ha quedado atrás, tiznada por las proezas de Bush, sus neocons y asesores como Rove, que inventaron las armas de destrucción masiva y engañaron al Consejo de Seguridad para invadir Irak.
Para ponerse en cabeza de una campaña electoral hace falta una historia potente, que se imponga sobre el jolgorio confuso de la propaganda y de los debates. Debe ser una flecha que señale el futuro y enganche a las nuevas generaciones. La materia prima es muy importante: sin una biografía familiar tan rica y geográficamente tan diversa como la de Obama sería mucho más difícil. Pero además debe encajar con el mundo real al que quiere dirigirse y transformar. La calidad de la narración es su capacidad para hacer creíble el liderazgo y convertir su personalidad, su carácter incluso, en el centro del programa político. Debe ser casi la historia de una generación, representada en el ascenso de quien quiere ser su nuevo líder. El carácter es el destino, según el adagio de un antiguo filósofo. Aunque muchos de estos asesores meten pluma también en los discursos de los candidatos, el núcleo de la tarea consiste en convertir un currículo gris y desarticulado en la trepidante novela de un líder que asciende hasta la cima.
Mark Penn, el asesor de Hillary Clinton, tira de otro hilo. Su técnica consiste en localizar al pequeño grupo de ciudadanos que hará cambiar las cosas en los próximos años. Como asesor de Clinton fue quien localizó en 1996 a las Soccer Moms, madres que trabajan y llevan a sus hijos a jugar al fútbol al salir del cole. "Ellas, y no sus esposos, eran los votantes indecisos", escribe Penn en su libro Microtrends, que acaba de salir antes de las primarias. "Estas mamás no quieren más gobierno en sus vidas, pero serían muy felices si hubiera un poquito más de gobierno en la vida de sus niños para mantenerles en el buen camino". Clinton propuso pruebas sobre consumo de droga en las escuelas, prohibición de fumar, uniformes escolares, etcétera, y consiguió su voto.
En Microtrends describe y da nombre a estos pequeños grupos que, aunque sólo representen un porcentaje muy pequeño de la población, pueden decidir el éxito de un producto comercial, o de un candidato. Casados por Internet, Parejas Viajeras (separadas durante la semana por el trabajo), Prosemitas, Protestantes Hispánicos, Heliofóbicos (odian el sol y las playas), Amazonas Ardientes (mujeres que hacen trabajo físico), Nuevos Luditas (odian las máquinas), Burgueses Arruinados, Unisexuales...y así hasta 75. "El poder de la opción individual nunca ha sido tan grande", asegura. En la elección de New Hampshire, en la que Hillary batió a Obama, fueron probablemente las Soccer Moms de hace diez años, convertidas ahora en otra cosa, las que decantaron la elección.
El abrupto curso de las primarias, lleno de sorpresas desagradables para los analistas y sus sondeos, parece confirmar el peso de estos votantes indecisos que decantan una elección a última hora. No hay duda que Axelrod ha triunfado al imponer la narración de Obama sobre cualquier otra historia que podamos escuchar de los candidatos de uno y otro lado: sintoniza con los jóvenes, tiene la frescura de lo nuevo. Desaloja de la imaginación colectiva el pesado fantasma de la era Bush, que es la de una historia mentirosa y con final infeliz: ahí está la sangría de Irak que no ceja y la recesión económica que asoma el morro. Pero el microscopio de Mark Penn puede hacer milagros a la hora de detectar los aires de cambio. Una tercera parte de los votantes no pertenecen ahora a ninguno de los dos grandes partidos, mientras que hace 50 años era un tercio. Entre un quinto y un tercio del electorado decide el voto un mes antes de la votación.
Las tesis de Penn y de Axelrod deberán pasar la prueba de estas primarias, y luego de la elección presidencial, pero por el momento nada las desmiente, al contrario. No hay una narración republicana que se imponga. Los microgrupos de independientes y los indecisos decantan cada una de las primarias demócratas.
La volatilidad de los temas de debate, la fragmentación del electorado, los contrastes entre los distintos estados, todo confirma la dificultad de ligar la mayonesa de unas grandes coaliciones de votantes individualistas y diferenciados a veces hasta la contradicción: Obama y Clinton están evitando ahora que a ambos les perjudique la dicotomía entre raza y género, que corresponden con historias de redención de dos grandes grupos sociales. En toda elección, al final, se trata de conseguir que triunfe una leyenda. Sin faltar a la verdad. O no mucho. Cuéntame y luego yo se lo cuento a los electores a los que queremos convencer.
© Diario EL PAÍS S.L. - Miguel Yuste 40 - 28037 Madrid [España] - Tel. 91 337 8200
© Prisacom S.A. - Ribera del Sena, S/N - Edificio APOT - Madrid [España] - Tel. 91 353 7900
Cuéntame
LLUÍS BASSETS 17/01/2008
Henri Guaino empezó a trabajar con Nicolas Sarkozy siguiendo el mismo método que utilizó David Axelrod con Barack Obama: cuéntame tu vida. Convertir el relato biográfico de un candidato en un objeto político es uno de los secretos de la alquimia electoral a la que se dedican los asesores y consejeros políticos.
También lo hizo Karl Rove con su cliente George W. Bush: su juventud descarriada, el abandono del alcohol, su condición de cristiano renacido, su relación con Dios. Axelrod, calificado por New York Times como "el narrador de Obama", quiere historias auténticas, verdaderas; nada debe sonar a hueco en ese apólogo de ascensión, sufrimiento y éxito. Sabe que la época del spin, de la manipulación más descarada, ha quedado atrás, tiznada por las proezas de Bush, sus neocons y asesores como Rove, que inventaron las armas de destrucción masiva y engañaron al Consejo de Seguridad para invadir Irak.
Para ponerse en cabeza de una campaña electoral hace falta una historia potente, que se imponga sobre el jolgorio confuso de la propaganda y de los debates. Debe ser una flecha que señale el futuro y enganche a las nuevas generaciones. La materia prima es muy importante: sin una biografía familiar tan rica y geográficamente tan diversa como la de Obama sería mucho más difícil. Pero además debe encajar con el mundo real al que quiere dirigirse y transformar. La calidad de la narración es su capacidad para hacer creíble el liderazgo y convertir su personalidad, su carácter incluso, en el centro del programa político. Debe ser casi la historia de una generación, representada en el ascenso de quien quiere ser su nuevo líder. El carácter es el destino, según el adagio de un antiguo filósofo. Aunque muchos de estos asesores meten pluma también en los discursos de los candidatos, el núcleo de la tarea consiste en convertir un currículo gris y desarticulado en la trepidante novela de un líder que asciende hasta la cima.
Mark Penn, el asesor de Hillary Clinton, tira de otro hilo. Su técnica consiste en localizar al pequeño grupo de ciudadanos que hará cambiar las cosas en los próximos años. Como asesor de Clinton fue quien localizó en 1996 a las Soccer Moms, madres que trabajan y llevan a sus hijos a jugar al fútbol al salir del cole. "Ellas, y no sus esposos, eran los votantes indecisos", escribe Penn en su libro Microtrends, que acaba de salir antes de las primarias. "Estas mamás no quieren más gobierno en sus vidas, pero serían muy felices si hubiera un poquito más de gobierno en la vida de sus niños para mantenerles en el buen camino". Clinton propuso pruebas sobre consumo de droga en las escuelas, prohibición de fumar, uniformes escolares, etcétera, y consiguió su voto.
En Microtrends describe y da nombre a estos pequeños grupos que, aunque sólo representen un porcentaje muy pequeño de la población, pueden decidir el éxito de un producto comercial, o de un candidato. Casados por Internet, Parejas Viajeras (separadas durante la semana por el trabajo), Prosemitas, Protestantes Hispánicos, Heliofóbicos (odian el sol y las playas), Amazonas Ardientes (mujeres que hacen trabajo físico), Nuevos Luditas (odian las máquinas), Burgueses Arruinados, Unisexuales...y así hasta 75. "El poder de la opción individual nunca ha sido tan grande", asegura. En la elección de New Hampshire, en la que Hillary batió a Obama, fueron probablemente las Soccer Moms de hace diez años, convertidas ahora en otra cosa, las que decantaron la elección.
El abrupto curso de las primarias, lleno de sorpresas desagradables para los analistas y sus sondeos, parece confirmar el peso de estos votantes indecisos que decantan una elección a última hora. No hay duda que Axelrod ha triunfado al imponer la narración de Obama sobre cualquier otra historia que podamos escuchar de los candidatos de uno y otro lado: sintoniza con los jóvenes, tiene la frescura de lo nuevo. Desaloja de la imaginación colectiva el pesado fantasma de la era Bush, que es la de una historia mentirosa y con final infeliz: ahí está la sangría de Irak que no ceja y la recesión económica que asoma el morro. Pero el microscopio de Mark Penn puede hacer milagros a la hora de detectar los aires de cambio. Una tercera parte de los votantes no pertenecen ahora a ninguno de los dos grandes partidos, mientras que hace 50 años era un tercio. Entre un quinto y un tercio del electorado decide el voto un mes antes de la votación.
Las tesis de Penn y de Axelrod deberán pasar la prueba de estas primarias, y luego de la elección presidencial, pero por el momento nada las desmiente, al contrario. No hay una narración republicana que se imponga. Los microgrupos de independientes y los indecisos decantan cada una de las primarias demócratas.
La volatilidad de los temas de debate, la fragmentación del electorado, los contrastes entre los distintos estados, todo confirma la dificultad de ligar la mayonesa de unas grandes coaliciones de votantes individualistas y diferenciados a veces hasta la contradicción: Obama y Clinton están evitando ahora que a ambos les perjudique la dicotomía entre raza y género, que corresponden con historias de redención de dos grandes grupos sociales. En toda elección, al final, se trata de conseguir que triunfe una leyenda. Sin faltar a la verdad. O no mucho. Cuéntame y luego yo se lo cuento a los electores a los que queremos convencer.
© Diario EL PAÍS S.L. - Miguel Yuste 40 - 28037 Madrid [España] - Tel. 91 337 8200
© Prisacom S.A. - Ribera del Sena, S/N - Edificio APOT - Madrid [España] - Tel. 91 353 7900
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jueves, enero 17, 2008
SARKO "PAYE EN POPULARITÉ L?AFFICHAGE PERMANENT DE SA VIE PRIVÉE"
Le chef de l'Etat paye en popularité l'affichage permanent de sa vie privée
La phrase apparaît en gras dans le courriel de l'Elysée envoyé aux journalistes : le chef de l'Etat "se rendra vendredi 18 janvier à Sens (Yonne) pour un déplacement sur le thème des conditions de libération de la croissance". La "libération de la croissance" ? Mots étranges et oubliés, tant le chef de l'Etat a disparu derrière "Nicolas et Carla", dont les amours le disputent en intensité médiatique à celles, naguère, de Charles et Diana.
Un recadrage ? Les Français, s'ils ne dédaignent pas la vie privée du président, comme en attestent les ventes des journaux qui s'y intéressent, n'ont pas pour autant perdu de vue les promesses du candidat. Pour la première fois depuis son élection, le nombre d'entre eux mécontents du président (48 %) dépasse celui des satisfaits (45 %) (sondage BVA-Orange pour L'Express du 17 janvier, effectué auprès de 1 050 personnes).
Réalisée après la conférence de presse de Nicolas Sarkozy, le 8 janvier, cette enquête traduit l'échec de l'exercice - pourtant conduit avec un faste particulier dans les salons de l'Elysée. Son aveu d'impuissance sur la question du pouvoir d'achat ("Je ne peux pas vider des caisses déjà vides") et sa déclaration d'amour publique à son amie italienne ("Entre nous, c'est du sérieux") ont dérouté une partie de l'électorat populaire et les plus âgés de ses soutiens.
Réputé pour sa maîtrise de l'agenda médiatique, Nicolas Sarkozy paraît impuissant face à l'emballement de la machine à communiquer. Aux ratés de sa rentrée politique se sont ajoutées les salves de livres consacrés à son ex-épouse et les rumeurs incessantes sur son éventuel mariage avec l'ex-mannequin transalpin.
"Actuellement la machine est moins performante", admet un membre du cabinet. A cette situation, il attribue deux causes : "L'hiatus entre ce qui est demandé aux Français et le comportement privé dont il ne faut pas les gaver", et un effet d'accoutumance : "les one-man-show du président ne surprennent plus. C'est comme quand on va voir Luchini sur scène, on sait à quoi s'attendre". "Tout le monde à conscience du problème", ajoute-t-il.
Tout le monde, sauf peut être M. Sarkozy, qui continue d'exposer sa félicité. A Doha (Qatar) lors d'un entretien informel avec les journalistes qui suivent sa visite officielle dans les pays du Golfe, il n'a pu retenir ces commentaires : "Nous sommes allés au restaurant avec Carla, a-t-il confié, à la sortie il y avait trois cents personnes. J'aurais préféré qu'il n'y en ait que trente". "J'étais le ministre de l'intérieur dont on parlait le plus. A présent je suis le président dont on parle le plus. Qu'y puis-je ?" s'est-il encore lamenté dans des propos rapportés par Le Parisien du 15 janvier.
Sarkozy victime de la presse après avoir été qualifié de "candidat des médias" par ses adversaires ? "Qu'il ne se soit pas caché, c'est vrai, mais il ne souhaitait pas forcément non plus que cela fasse toutes les "unes", et qu'on ne parle que de sa vie privée", déplore, un peu naïf, le député (UMP) de Seine-et-Marne Yves Jego. Pour le conseiller en stratégie politique Thierry Saussez, "on assiste à la vengeance des médias". "Les journalistes retrouvent la maîtrise de l'agenda médiatique que le président leur avait imposé", explique ce proche du président.
Mais les commentaires de M. Sarkozy sur sa vie privée attestent de son ambiguïté. Il incite, plus qu'il ne la retient, la presse à le suivre sur ce terrain. Interrogé, le 8 janvier sur l'imminence de son mariage, il avait répondu, donnant lui-même le top départ de la chasse au scoop : "Il y a de fortes chances que vous l'appreniez quand ce sera fait." Le porte-parole de l'Elysée n'est pas moins ambigu qui, à la curiosité des journalistes, oppose le même "pas de commentaires" qu'il leur servait déjà, alors que les rumeurs de divorce entre Nicolas et Cécilia Sarkozy couraient de toutes parts.
Pour plusieurs de ses proches, cette situation traduit en fait la volonté du président de la République de "laisser filer", conscient qu'il ne peut rien contrôler. La stratégie tranche en tout cas avec celle qui avait été la sienne, entre juin 2005 et mai 2006, lors de sa liaison avec une journaliste du Figaro. Ses conseillers avaient alors usé de toutes les pressions pour empêcher la parution des photos du couple et préserver l'expression du candidat, et son image.
"Certains se plaignent de ma discrétion. Mais j'avance de façon méthodique et maîtrisée. Cela m'oblige à une certaine distance avec les médias et le rythme chaotique de l'actualité." Un mea culpa du président de la République ? Non, une déclaration teintée d'ironie, de François Fillon, mardi 15 janvier, lors de ses voeux à la presse.
Philippe Ridet
Article paru dans l'édition du 17.01.08.Abonnez-vous au Monde à -60%
La phrase apparaît en gras dans le courriel de l'Elysée envoyé aux journalistes : le chef de l'Etat "se rendra vendredi 18 janvier à Sens (Yonne) pour un déplacement sur le thème des conditions de libération de la croissance". La "libération de la croissance" ? Mots étranges et oubliés, tant le chef de l'Etat a disparu derrière "Nicolas et Carla", dont les amours le disputent en intensité médiatique à celles, naguère, de Charles et Diana.
Un recadrage ? Les Français, s'ils ne dédaignent pas la vie privée du président, comme en attestent les ventes des journaux qui s'y intéressent, n'ont pas pour autant perdu de vue les promesses du candidat. Pour la première fois depuis son élection, le nombre d'entre eux mécontents du président (48 %) dépasse celui des satisfaits (45 %) (sondage BVA-Orange pour L'Express du 17 janvier, effectué auprès de 1 050 personnes).
Réalisée après la conférence de presse de Nicolas Sarkozy, le 8 janvier, cette enquête traduit l'échec de l'exercice - pourtant conduit avec un faste particulier dans les salons de l'Elysée. Son aveu d'impuissance sur la question du pouvoir d'achat ("Je ne peux pas vider des caisses déjà vides") et sa déclaration d'amour publique à son amie italienne ("Entre nous, c'est du sérieux") ont dérouté une partie de l'électorat populaire et les plus âgés de ses soutiens.
Réputé pour sa maîtrise de l'agenda médiatique, Nicolas Sarkozy paraît impuissant face à l'emballement de la machine à communiquer. Aux ratés de sa rentrée politique se sont ajoutées les salves de livres consacrés à son ex-épouse et les rumeurs incessantes sur son éventuel mariage avec l'ex-mannequin transalpin.
"Actuellement la machine est moins performante", admet un membre du cabinet. A cette situation, il attribue deux causes : "L'hiatus entre ce qui est demandé aux Français et le comportement privé dont il ne faut pas les gaver", et un effet d'accoutumance : "les one-man-show du président ne surprennent plus. C'est comme quand on va voir Luchini sur scène, on sait à quoi s'attendre". "Tout le monde à conscience du problème", ajoute-t-il.
Tout le monde, sauf peut être M. Sarkozy, qui continue d'exposer sa félicité. A Doha (Qatar) lors d'un entretien informel avec les journalistes qui suivent sa visite officielle dans les pays du Golfe, il n'a pu retenir ces commentaires : "Nous sommes allés au restaurant avec Carla, a-t-il confié, à la sortie il y avait trois cents personnes. J'aurais préféré qu'il n'y en ait que trente". "J'étais le ministre de l'intérieur dont on parlait le plus. A présent je suis le président dont on parle le plus. Qu'y puis-je ?" s'est-il encore lamenté dans des propos rapportés par Le Parisien du 15 janvier.
Sarkozy victime de la presse après avoir été qualifié de "candidat des médias" par ses adversaires ? "Qu'il ne se soit pas caché, c'est vrai, mais il ne souhaitait pas forcément non plus que cela fasse toutes les "unes", et qu'on ne parle que de sa vie privée", déplore, un peu naïf, le député (UMP) de Seine-et-Marne Yves Jego. Pour le conseiller en stratégie politique Thierry Saussez, "on assiste à la vengeance des médias". "Les journalistes retrouvent la maîtrise de l'agenda médiatique que le président leur avait imposé", explique ce proche du président.
Mais les commentaires de M. Sarkozy sur sa vie privée attestent de son ambiguïté. Il incite, plus qu'il ne la retient, la presse à le suivre sur ce terrain. Interrogé, le 8 janvier sur l'imminence de son mariage, il avait répondu, donnant lui-même le top départ de la chasse au scoop : "Il y a de fortes chances que vous l'appreniez quand ce sera fait." Le porte-parole de l'Elysée n'est pas moins ambigu qui, à la curiosité des journalistes, oppose le même "pas de commentaires" qu'il leur servait déjà, alors que les rumeurs de divorce entre Nicolas et Cécilia Sarkozy couraient de toutes parts.
Pour plusieurs de ses proches, cette situation traduit en fait la volonté du président de la République de "laisser filer", conscient qu'il ne peut rien contrôler. La stratégie tranche en tout cas avec celle qui avait été la sienne, entre juin 2005 et mai 2006, lors de sa liaison avec une journaliste du Figaro. Ses conseillers avaient alors usé de toutes les pressions pour empêcher la parution des photos du couple et préserver l'expression du candidat, et son image.
"Certains se plaignent de ma discrétion. Mais j'avance de façon méthodique et maîtrisée. Cela m'oblige à une certaine distance avec les médias et le rythme chaotique de l'actualité." Un mea culpa du président de la République ? Non, une déclaration teintée d'ironie, de François Fillon, mardi 15 janvier, lors de ses voeux à la presse.
Philippe Ridet
Article paru dans l'édition du 17.01.08.Abonnez-vous au Monde à -60%
miércoles, enero 16, 2008
DESCUBRIMIENTO DEL JOSEPHOARTIGASIA MONESI


Gigantic fossil rodent discovered
By Jonathan Fildes Science and technology reporter, BBC News
The fossilised skull of the largest rodent ever recorded has been described by scientists for the first time.
The remains of the one-tonne beast, found in Uruguay, indicate that it would have been as big as a bull.
It is thought that the three-metre-long herbivore would have roamed estuaries and forests 2-4 million years ago.
The mammal, which is more than 15 times heavier than the largest living rodent, is described in the journal Proceedings of the Royal Society B.
The authors say the animal would have lived alongside carnivorous "terror birds" and sabre-toothed cats.
"If you are a rodent you cannot run so well so you would have had to fight with these predators," said Dr Rudemar Ernesto Blanco of the Institute of Physics in Montevideo, Uruguay, one of the authors of the paper.
"It might have reached this size to protect itself."
Fighting giants
The half-metre-long fossil skull was discovered by an amateur palaeontologist in a boulder on the Rio de La Plata coast in the south of the country.
The remains had lain in the Museum of Natural History in Montevideo for three years before being studied and identified as a new species, Josephoartigasia monesi .
It was recognised as a new creature by examining and comparing its teeth with other known species of Josephoartigasia .
"Its incisors are extraordinarily large - much larger than any other rodent," said Dr Blanco.
The researchers have speculated that the creature may have used the teeth to cut wood in a similar way to a modern day beaver.
"The other possibility is that they used them for fighting."
The team spent nearly one year estimating the body mass by comparing the skull with other living South American rodents.
Most weigh less than 1kg. However, there are exceptions such as the 60kg capybara ( Hydrochoerus hydrochaeris ), and the closest living relative of the newly discovered creature: the pakarana ( Dinomys branickii ).
The comparisons allowed them to estimate the creature's weight at nearly one tonne (1,000kg) and predict its length.
"We think it was around three metres from the tip of the nose to the tail," said Dr Blanco.
The creature's tail would have been little more than a stump, according to the team.
Island paradise
The skull is not the first oversized creature to be discovered in South America.
Other finds have included car-sized armadillos, giant ground sloths and hook-beaked terror birds.
The previously largest-known rodent was Phoberomys pattersoni , a 700kg creature nicknamed "guinea-zilla" and discovered in Venezuela.
South America is well studied by biologists because its plants and animals developed in isolation to the rest of the world's flora and fauna.
Until the emergence of the isthmus of Panama, connecting it to Central and North America about three million years ago, the landmass had been cut off for tens of millions of years.
"It is highly probable that we can find more material of this fossil and other related species," said Dr Blanco.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/science/nature/7189341.stmPublished: 2008/01/16 00:56:17 GMT© BBC MMVIII
By Jonathan Fildes Science and technology reporter, BBC News
The fossilised skull of the largest rodent ever recorded has been described by scientists for the first time.
The remains of the one-tonne beast, found in Uruguay, indicate that it would have been as big as a bull.
It is thought that the three-metre-long herbivore would have roamed estuaries and forests 2-4 million years ago.
The mammal, which is more than 15 times heavier than the largest living rodent, is described in the journal Proceedings of the Royal Society B.
The authors say the animal would have lived alongside carnivorous "terror birds" and sabre-toothed cats.
"If you are a rodent you cannot run so well so you would have had to fight with these predators," said Dr Rudemar Ernesto Blanco of the Institute of Physics in Montevideo, Uruguay, one of the authors of the paper.
"It might have reached this size to protect itself."
Fighting giants
The half-metre-long fossil skull was discovered by an amateur palaeontologist in a boulder on the Rio de La Plata coast in the south of the country.
The remains had lain in the Museum of Natural History in Montevideo for three years before being studied and identified as a new species, Josephoartigasia monesi .
It was recognised as a new creature by examining and comparing its teeth with other known species of Josephoartigasia .
"Its incisors are extraordinarily large - much larger than any other rodent," said Dr Blanco.
The researchers have speculated that the creature may have used the teeth to cut wood in a similar way to a modern day beaver.
"The other possibility is that they used them for fighting."
The team spent nearly one year estimating the body mass by comparing the skull with other living South American rodents.
Most weigh less than 1kg. However, there are exceptions such as the 60kg capybara ( Hydrochoerus hydrochaeris ), and the closest living relative of the newly discovered creature: the pakarana ( Dinomys branickii ).
The comparisons allowed them to estimate the creature's weight at nearly one tonne (1,000kg) and predict its length.
"We think it was around three metres from the tip of the nose to the tail," said Dr Blanco.
The creature's tail would have been little more than a stump, according to the team.
Island paradise
The skull is not the first oversized creature to be discovered in South America.
Other finds have included car-sized armadillos, giant ground sloths and hook-beaked terror birds.
The previously largest-known rodent was Phoberomys pattersoni , a 700kg creature nicknamed "guinea-zilla" and discovered in Venezuela.
South America is well studied by biologists because its plants and animals developed in isolation to the rest of the world's flora and fauna.
Until the emergence of the isthmus of Panama, connecting it to Central and North America about three million years ago, the landmass had been cut off for tens of millions of years.
"It is highly probable that we can find more material of this fossil and other related species," said Dr Blanco.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/science/nature/7189341.stmPublished: 2008/01/16 00:56:17 GMT© BBC MMVIII
lunes, enero 14, 2008
"ICI, NICOLAS SARKOZY VIT CACHÉ"
Ici, Nicolas Sarkozy vit caché
LE MONDE 14.01.08 13h51 • Mis à jour le 14.01.08 20h48
L'endroit offre une garantie de discrétion absolue. Cinq cars de CRS, stationnés en permanence le long des murs d'enceinte, empêchent les curieux de s'approcher. Le survol en avion est strictement interdit. Le 9 juin 2007, le pilote d'un bi-moteur qui avait eu le malheur de s'en approcher afin d'éviter un autre avion, a d'ailleurs été entendu par la police de l'air et des frontières, puis condamné à payer une amende de 800 euros.
La propriété elle-même est quasi invisible. En 1999, la grande tempête, qui ravagea notamment le parc de Versailles, renversa un arbre sur le mur, provoqua une brèche et permit des clichés lointains sur la maison. Quelques années plus tard, un intrépide put photographier l'ensemble, d'un hélicoptère affrété par une radio périphérique pour surveiller la circulation et qui fit un rapide et discret crochet. Mais de mémoire de photographe, jamais aucun paparazzi, même le plus acharné, n'a pu saisir sans autorisation les invités prestigieux qui jouissent de la piscine et du jardin.
Depuis le 6 mai 2007, les riverains savent pourtant déceler lorsque Nicolas Sarkozy vient à la Lanterne. Une demi-compagnie de CRS (soit une cinquantaine d'hommes effectivement mobilisés) vient alors renforcer l'effectif de sécurité sur place. Et il n'est pas rare de croiser le président, courant avec ses gardes du corps autour du grand canal, derrière le château de Versailles. Pour le reste, même les collaborateurs du chef de l'Etat ignorent qui est reçu, le week-end, dans cette résidence d'Etat située au bout du parc du château de Versailles.
Nicolas Sarkozy a fait de la Lanterne son lieu de pouvoir le plus secret. Quand il paraît chaque jour s'exposer volontiers aux caméras, il préserve en fait vie privée et rencontres politiques, à trente minutes en voiture de l'Elysée, dans ce charmant pavillon de chasse qui fut édifié à l'aube de la Révolution, à deux pas du Palais voulu par Louis XIV. Les connaisseurs ne s'y trompent pas. Etre reçu à la Lanterne, c'est un peu pénétrer dans le premier cercle du pouvoir présidentiel et peut-être dans ce qui lui reste d'intimité.
Nicolas Sarkozy avait été séduit par l'endroit, lorsqu'il y fut invité par le premier ministre de 1993, Edouard Balladur, qui y venait pourtant rarement. La Lanterne était alors mise à la disposition des chefs de gouvernement, depuis une décision du général de Gaulle en 1959, et Nicolas Sarkozy avait gardé le souvenir de cigares fumés sur la terrasse, en compagnie de Charles Pasqua. Le lendemain même de son élection, il a réclamé à Dominique de Villepin, encore à Matignon, de pouvoir en disposer : il avait décidé d'en faire une résidence pour le président et non plus pour son premier ministre. Entre deux hommes qui se haïssent, la Lanterne devint le symbole humiliant de la victoire de l'un sur l'autre et Villepin dut renoncer au dernier attribut de son pouvoir déchu.
C'est donc là, alors que la passation de pouvoirs n'avait pas encore eu lieu, que Nicolas Sarkozy composa avec François Fillon son premier gouvernement. Ce fut un véritable défilé. Les amis de fraîche date préféraient la discrétion de la Lanterne, tandis que les alliés de toujours recherchaient alors la visibilité rassurante de l'Elysée. Claude Allègre vint y décliner l'offre d'un ministère, Bernard Kouchner en repartit après l'avoir acceptée.
C'est aussi là, au milieu des roses trémières et des liquidambars, que Cécilia Sarkozy, soucieuse de fuir l'Elysée, pensa un temps s'installer. Le jeune Louis fut inscrit à Saint-Jean-d'Hulst, l'un des meilleurs établissements privés de Versailles. Les plus proches conseillers du président, convoqués pour des réunions de travail à la Lanterne, comprirent pourtant qu'elle n'y resterait pas. Très vite, on ne l'y vit plus. Pas plus que l'enfant qui, jusque-là, sillonnait les jardins sur son mono-tracteur.
Moins de deux mois après son divorce, le chef de l'Etat y reçut aussi Carla Bruni pour un premier week-end, le 8 décembre. Et c'est encore dans les salons avec leurs canapés de chintz que l'on fêta l'anniversaire de l'ancien mannequin, le 23 décembre, avec une vingtaine d'amis du cinéma, de la musique, de la production, presque tous s'affirmant de gauche. Et aucun n'acceptant aujourd'hui d'en souffler mot.
NÉGOCIATION SUR LA TERRASSE
On y trouve fréquemment, le week-end, les "copains" et les conseillers. Le conseiller d'entreprise Alain Minc (président du conseil de surveillance du Monde jusqu'à la fin mars) vient indifféremment à l'Elysée ou à Versailles brosser sa vision de l'économie, des médias, des milieux du pouvoir. Les industriels et propriétaires de médias, Martin Bouygues et Vincent Bolloré, y ont déjeuné. La ministre de la justice, Rachida Dati, fait partie des habitués. La réforme des régimes spéciaux, celle de la Constitution, celle des universités y ont été discutées. L'été, on s'installe dehors, entre les buis taillés, piscine et tennis pour les amateurs. L'hiver, on s'y réchauffe dans les salons décorés à la façon d'un cottage anglais.
Les politologues des plus grands instituts de sondages s'y sont succédé. Même les syndicalistes, François Chérèque (CFDT), Jean-Claude Mailly (FO) puis Bernard Thibault (CGT), ont eu droit à un verre, sur la terrasse derrière la maison, en septembre, un peu avant la rentrée sociale. Les barons de l'UMP comptent sur les doigts d'une main ceux d'entre eux qui y ont été conviés et notent amèrement le peu d'égard du président pour ceux qui lui sont attachés. Car ce sont les paradoxes de la cour : mieux vaut figurer parmi les rares invités du pavillon de chasse quand la foule se presse au Palais.
La Lanterne est un lieu protégé des curieux, mais pas toujours des réalités. En octobre, alors que quelques travaux de restauration du mur d'enceinte étaient en cours, deux Maliens, sans papiers, ont été arrêtés sur le chantier et reconduits à la frontière sous arrêté préfectoral. Enfin, l'endroit est devenu si symbolique du nouveau pouvoir que, le jeudi 18 octobre, la fédération mines-énergie de la CGT a fait savoir que l'électricité avait été coupée pour la journée à la Lanterne en signe de protestation contre la réforme des régimes spéciaux. Le président n'y était pas. Mais à Versailles, ce genre d'action vous prend toujours une petite allure révolutionnaire...
Raphaëlle Bacqué
Article paru dans l'édition du 15.01.08
LE MONDE 14.01.08 13h51 • Mis à jour le 14.01.08 20h48
L'endroit offre une garantie de discrétion absolue. Cinq cars de CRS, stationnés en permanence le long des murs d'enceinte, empêchent les curieux de s'approcher. Le survol en avion est strictement interdit. Le 9 juin 2007, le pilote d'un bi-moteur qui avait eu le malheur de s'en approcher afin d'éviter un autre avion, a d'ailleurs été entendu par la police de l'air et des frontières, puis condamné à payer une amende de 800 euros.
La propriété elle-même est quasi invisible. En 1999, la grande tempête, qui ravagea notamment le parc de Versailles, renversa un arbre sur le mur, provoqua une brèche et permit des clichés lointains sur la maison. Quelques années plus tard, un intrépide put photographier l'ensemble, d'un hélicoptère affrété par une radio périphérique pour surveiller la circulation et qui fit un rapide et discret crochet. Mais de mémoire de photographe, jamais aucun paparazzi, même le plus acharné, n'a pu saisir sans autorisation les invités prestigieux qui jouissent de la piscine et du jardin.
Depuis le 6 mai 2007, les riverains savent pourtant déceler lorsque Nicolas Sarkozy vient à la Lanterne. Une demi-compagnie de CRS (soit une cinquantaine d'hommes effectivement mobilisés) vient alors renforcer l'effectif de sécurité sur place. Et il n'est pas rare de croiser le président, courant avec ses gardes du corps autour du grand canal, derrière le château de Versailles. Pour le reste, même les collaborateurs du chef de l'Etat ignorent qui est reçu, le week-end, dans cette résidence d'Etat située au bout du parc du château de Versailles.
Nicolas Sarkozy a fait de la Lanterne son lieu de pouvoir le plus secret. Quand il paraît chaque jour s'exposer volontiers aux caméras, il préserve en fait vie privée et rencontres politiques, à trente minutes en voiture de l'Elysée, dans ce charmant pavillon de chasse qui fut édifié à l'aube de la Révolution, à deux pas du Palais voulu par Louis XIV. Les connaisseurs ne s'y trompent pas. Etre reçu à la Lanterne, c'est un peu pénétrer dans le premier cercle du pouvoir présidentiel et peut-être dans ce qui lui reste d'intimité.
Nicolas Sarkozy avait été séduit par l'endroit, lorsqu'il y fut invité par le premier ministre de 1993, Edouard Balladur, qui y venait pourtant rarement. La Lanterne était alors mise à la disposition des chefs de gouvernement, depuis une décision du général de Gaulle en 1959, et Nicolas Sarkozy avait gardé le souvenir de cigares fumés sur la terrasse, en compagnie de Charles Pasqua. Le lendemain même de son élection, il a réclamé à Dominique de Villepin, encore à Matignon, de pouvoir en disposer : il avait décidé d'en faire une résidence pour le président et non plus pour son premier ministre. Entre deux hommes qui se haïssent, la Lanterne devint le symbole humiliant de la victoire de l'un sur l'autre et Villepin dut renoncer au dernier attribut de son pouvoir déchu.
C'est donc là, alors que la passation de pouvoirs n'avait pas encore eu lieu, que Nicolas Sarkozy composa avec François Fillon son premier gouvernement. Ce fut un véritable défilé. Les amis de fraîche date préféraient la discrétion de la Lanterne, tandis que les alliés de toujours recherchaient alors la visibilité rassurante de l'Elysée. Claude Allègre vint y décliner l'offre d'un ministère, Bernard Kouchner en repartit après l'avoir acceptée.
C'est aussi là, au milieu des roses trémières et des liquidambars, que Cécilia Sarkozy, soucieuse de fuir l'Elysée, pensa un temps s'installer. Le jeune Louis fut inscrit à Saint-Jean-d'Hulst, l'un des meilleurs établissements privés de Versailles. Les plus proches conseillers du président, convoqués pour des réunions de travail à la Lanterne, comprirent pourtant qu'elle n'y resterait pas. Très vite, on ne l'y vit plus. Pas plus que l'enfant qui, jusque-là, sillonnait les jardins sur son mono-tracteur.
Moins de deux mois après son divorce, le chef de l'Etat y reçut aussi Carla Bruni pour un premier week-end, le 8 décembre. Et c'est encore dans les salons avec leurs canapés de chintz que l'on fêta l'anniversaire de l'ancien mannequin, le 23 décembre, avec une vingtaine d'amis du cinéma, de la musique, de la production, presque tous s'affirmant de gauche. Et aucun n'acceptant aujourd'hui d'en souffler mot.
NÉGOCIATION SUR LA TERRASSE
On y trouve fréquemment, le week-end, les "copains" et les conseillers. Le conseiller d'entreprise Alain Minc (président du conseil de surveillance du Monde jusqu'à la fin mars) vient indifféremment à l'Elysée ou à Versailles brosser sa vision de l'économie, des médias, des milieux du pouvoir. Les industriels et propriétaires de médias, Martin Bouygues et Vincent Bolloré, y ont déjeuné. La ministre de la justice, Rachida Dati, fait partie des habitués. La réforme des régimes spéciaux, celle de la Constitution, celle des universités y ont été discutées. L'été, on s'installe dehors, entre les buis taillés, piscine et tennis pour les amateurs. L'hiver, on s'y réchauffe dans les salons décorés à la façon d'un cottage anglais.
Les politologues des plus grands instituts de sondages s'y sont succédé. Même les syndicalistes, François Chérèque (CFDT), Jean-Claude Mailly (FO) puis Bernard Thibault (CGT), ont eu droit à un verre, sur la terrasse derrière la maison, en septembre, un peu avant la rentrée sociale. Les barons de l'UMP comptent sur les doigts d'une main ceux d'entre eux qui y ont été conviés et notent amèrement le peu d'égard du président pour ceux qui lui sont attachés. Car ce sont les paradoxes de la cour : mieux vaut figurer parmi les rares invités du pavillon de chasse quand la foule se presse au Palais.
La Lanterne est un lieu protégé des curieux, mais pas toujours des réalités. En octobre, alors que quelques travaux de restauration du mur d'enceinte étaient en cours, deux Maliens, sans papiers, ont été arrêtés sur le chantier et reconduits à la frontière sous arrêté préfectoral. Enfin, l'endroit est devenu si symbolique du nouveau pouvoir que, le jeudi 18 octobre, la fédération mines-énergie de la CGT a fait savoir que l'électricité avait été coupée pour la journée à la Lanterne en signe de protestation contre la réforme des régimes spéciaux. Le président n'y était pas. Mais à Versailles, ce genre d'action vous prend toujours une petite allure révolutionnaire...
Raphaëlle Bacqué
Article paru dans l'édition du 15.01.08
domingo, enero 13, 2008
"CIERRA LA BOCA"
Con mejores modales que el borbónico bramido "¿Cuándo te vas a callar?" dirigido a Chávez, fue por escrito que Condoleezza Rice indicó a George W. Bush "Cierra la boca" cuando el Presidente ya se había lanzado a incursionar por la política interna israelí durante la cena en Jerusalén ofrecida por Ehud Olmert el jueves último.
A diferencia de la airada respuesta del venezolano, Bush provocó la carcajada de los comensales al leer en voz alta el mensaje de su Secretaria de Estado, añadiendo por si alguno no lo había entendido:
"Me ha dicho que me calle, que cierre la boca".
Pero Bush no cerró su boca:
"La política israelí" -observó- "es como el kárate. Cuando crees que te has librado del primer golpel, te llega otro que no esperabas. No quiero entrometerme en vuestros asuntos internos, pero tengo que decir que Olmert es un líder fuerte al que aprecio. Tenéis que garantizar que siga en el poder para que el proceso de paz siga adelante. Protegedle."
Haría bien el bolivarista en aprender la lección que esta vez impartió su aborrecido "Diablo" imperial.
A diferencia de la airada respuesta del venezolano, Bush provocó la carcajada de los comensales al leer en voz alta el mensaje de su Secretaria de Estado, añadiendo por si alguno no lo había entendido:
"Me ha dicho que me calle, que cierre la boca".
Pero Bush no cerró su boca:
"La política israelí" -observó- "es como el kárate. Cuando crees que te has librado del primer golpel, te llega otro que no esperabas. No quiero entrometerme en vuestros asuntos internos, pero tengo que decir que Olmert es un líder fuerte al que aprecio. Tenéis que garantizar que siga en el poder para que el proceso de paz siga adelante. Protegedle."
Haría bien el bolivarista en aprender la lección que esta vez impartió su aborrecido "Diablo" imperial.
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DESCORTESÍAS
Sarko llega a Arabia Saudí sin su hasta ahora inseparable Carla. Opta por rendir tributo al Ryad, que le exigió no traerla consigo mientras no estén casados. Todo sea por los negocios que concertarrá con el islámico.
Este es el segundo desaire sarkosiano a la piamontesa. El primero lo aca ba de revelar la prensa cotejando una foto de la mano de Carla con otra de la mano de Cécilia: las dos exhibían idénticos anillos regalados por Sarko. Supongo que el Hiper contará con otros, idénticos, para sus próximas conquistas una vez que Carla -también- lo abandone.
Este es el segundo desaire sarkosiano a la piamontesa. El primero lo aca ba de revelar la prensa cotejando una foto de la mano de Carla con otra de la mano de Cécilia: las dos exhibían idénticos anillos regalados por Sarko. Supongo que el Hiper contará con otros, idénticos, para sus próximas conquistas una vez que Carla -también- lo abandone.
TONY BLAIR, CANDIDATO DE SARKO
Blair kicks off campaign to become EU President
Alex Duval Smith in ParisSunday January 13, 2008
Observer
Tony Blair launched his campaign to become the first fully-fledged President of the European Union yesterday by describing the notion of left- and right-wing politics as redundant.
With France preparing to oversee the appointment process, Blair set out his vision of modern European democracy at a meeting of the French governing conservative party by also claiming that EU countries could achieve far more by working together than acting in isolation.
'Europe is not a question of left or right, but a question of the future or the past, of strength or weakness,' said the former British Prime Minister, speaking in French.
In his most important speech since leaving Downing Street last June, addressing 2,000 supporters of French President Nicolas Sarkozy, Blair said globalisation was eradicating traditional party lines and class distinctions and rendering old political remedies obsolete. 'It's about today versus yesterday. Less about politics and more about a state of mind; open as opposed to closed,' he said.
'Terrorism, security, immigration, organised crime, energy, the environment, science, biotechnology and higher education. In all these areas, and others, we are much stronger and able to deliver what our citizens expect from us as individual nations if we are part of a strong and united Europe,' he added before supporters of Sarkozy's Union Pour Un Mouvement Populaire (UMP) party. Blair, a close ally of Sarkozy who advised the French politician during his rise to power, is strongly backed by the French President to become President of the EU Council of Ministers in January next year, a position he has previously said he was not interested in.
Sarkozy, 52, who appeared at the Palais des Sports rally without his 40-year-old girlfriend, Carla Bruni, offered unequivocal backing for Blair yesterday, describing him as an ideal candidate to run Europe. 'He is intelligent, he is brave and he is a friend. We need him in Europe. How can we govern a continent of 450 million people if the President changes every six months and has to run his own country at the same time? I want a President chosen from the top - not a compromise candidate - who will serve for two-and-a-half years,' added Sarkozy.
A UMP party grandee, Jean-Pierre Rafarin, wrote in yesterday's Le Monde newspaper that Blair's experience in Europe positioned him well for the post. The position of President of the European Council - which meets at head-of-state and government level, usually four times a year - is due to be created by the 27-nation grouping in the second half of 2008, when France will chair EU ministerial meetings.
At the end of this month, Blair will continue his campaign to win the leadership of Europe when he addresses a conference at the Sorbonne of Les Progressistes, a breakaway socialist party group which has joined Sarkozy's government. Blair is also due to attend the World Economic Forum in Davos, Switzerland, this month.
After Blair's speech, Sarkozy took the former Prime Minister for lunch at the Hotel Bristol near the Elysee Palace. Despite support from Sarkozy - who is the architect of the mini-treaty for a European constitution - Blair is an outsider for the EU job. His support for the war in Iraq and Britain's reluctance to join the euro and other core projects is likely to count against him when EU leaders vote for their president later this year.
Alex Duval Smith in ParisSunday January 13, 2008
Observer
Tony Blair launched his campaign to become the first fully-fledged President of the European Union yesterday by describing the notion of left- and right-wing politics as redundant.
With France preparing to oversee the appointment process, Blair set out his vision of modern European democracy at a meeting of the French governing conservative party by also claiming that EU countries could achieve far more by working together than acting in isolation.
'Europe is not a question of left or right, but a question of the future or the past, of strength or weakness,' said the former British Prime Minister, speaking in French.
In his most important speech since leaving Downing Street last June, addressing 2,000 supporters of French President Nicolas Sarkozy, Blair said globalisation was eradicating traditional party lines and class distinctions and rendering old political remedies obsolete. 'It's about today versus yesterday. Less about politics and more about a state of mind; open as opposed to closed,' he said.
'Terrorism, security, immigration, organised crime, energy, the environment, science, biotechnology and higher education. In all these areas, and others, we are much stronger and able to deliver what our citizens expect from us as individual nations if we are part of a strong and united Europe,' he added before supporters of Sarkozy's Union Pour Un Mouvement Populaire (UMP) party. Blair, a close ally of Sarkozy who advised the French politician during his rise to power, is strongly backed by the French President to become President of the EU Council of Ministers in January next year, a position he has previously said he was not interested in.
Sarkozy, 52, who appeared at the Palais des Sports rally without his 40-year-old girlfriend, Carla Bruni, offered unequivocal backing for Blair yesterday, describing him as an ideal candidate to run Europe. 'He is intelligent, he is brave and he is a friend. We need him in Europe. How can we govern a continent of 450 million people if the President changes every six months and has to run his own country at the same time? I want a President chosen from the top - not a compromise candidate - who will serve for two-and-a-half years,' added Sarkozy.
A UMP party grandee, Jean-Pierre Rafarin, wrote in yesterday's Le Monde newspaper that Blair's experience in Europe positioned him well for the post. The position of President of the European Council - which meets at head-of-state and government level, usually four times a year - is due to be created by the 27-nation grouping in the second half of 2008, when France will chair EU ministerial meetings.
At the end of this month, Blair will continue his campaign to win the leadership of Europe when he addresses a conference at the Sorbonne of Les Progressistes, a breakaway socialist party group which has joined Sarkozy's government. Blair is also due to attend the World Economic Forum in Davos, Switzerland, this month.
After Blair's speech, Sarkozy took the former Prime Minister for lunch at the Hotel Bristol near the Elysee Palace. Despite support from Sarkozy - who is the architect of the mini-treaty for a European constitution - Blair is an outsider for the EU job. His support for the war in Iraq and Britain's reluctance to join the euro and other core projects is likely to count against him when EU leaders vote for their president later this year.
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"FRENCH CABINET POSITION NOT ENOUGH? THEN TRY MAYOR"
January 13, 2008
French Cabinet Position Not Enough? Then Try Mayor.
By ELAINE SCIOLINO, TNYT
PARIS — The justice minister wants to be a mayor. So does the finance minister. And the culture minister. And the government spokesman.
The races for France’s municipal elections in March have not even started, but nearly two-thirds of the 33 members of President Nicolas Sarkozy’s cabinet have already transformed themselves into part-time politicians, declaring that they deserve to be the next mayors and deputy mayors of France.
Some, like the education minister, already are mayors and are running for re-election. Others, like the budget minister, are former mayors who want their old jobs back.
“It’s a way for a minister to stay in contact with the soil,” said Xavier Bertrand, the labor minister, who wants to be deputy mayor of St.-Quentin, a town in northeast France. “It’s much better than looking at polls.”
In a peculiarly French practice called “accumulation of mandates,” certain government officials are allowed to hold more than one elected office. The minister-mayor phenomenon was largely eliminated as unseemly during the era of President Jacques Chirac (who had served simultaneously as prime minister and mayor of Paris). But it has been proudly revived by Mr. Sarkozy as a way to expand his government’s influence.
It is also a way to keep power at the top. “You have to understand that France is still a sort of elected monarchy,” said André Santini, a junior minister who is running for re-election in the Paris suburb of Issy-les-Moulineaux, where he has been mayor for 28 years.
Critics call the minister-mayor practice an undemocratic, outdated, power-grabbing ploy that raises conflicts of interest and smacks of carpetbagging. And for city halls around France, it would encourage already problematic absenteeism, because cabinet positions are supposed to be full-time jobs.
“Seen from the United States, it would be as if the American secretary of the Treasury was running as mayor or deputy mayor of Boston,” said Dominique Rousseau, who specializes in constitutional law.
In announcing the government’s electoral strategy last weekend, Prime Minister François Fillon praised it as a desirable politicization of local elections. The municipal contests will become plebiscites on Mr. Sarkozy’s government, and so keep the political focus squarely on the governing party, which the president long directed. He added that Mr. Sarkozy himself would be out campaigning.
“If we don’t politicize the municipal elections and the results are bad, we will be blamed,” Mr. Fillon said. The goal, he added, is to help the governing conservative Union for a Popular Movement party “conquer” new cities and towns.
At his news conference last Tuesday, Mr. Sarkozy proclaimed, “I will get involved because even the concept of depoliticized elections is absurd.” He already is planning to campaign in Nice for Christian Estrosi, his junior minister for overseas territories, who is running for mayor there.
For the moment, resentment against the strategy is felt most acutely in Paris, where each of the city’s 20 districts, or arrondissements, has its city hall and elected mayor and deputies. Here, the Sarkozy government has decided to put forward as candidates on party lists a number of high-profile ministers, including Culture Minister Christine Albanel, in the Fourth Arrondissement (covering the Île St.-Louis and part of the Île de la Cité and the Marais) and Finance Minister Christine Lagarde in the more working-class 12th Arrondissement.
“It’s a very archaic vision of power,” said Dominique Bertinotti, the Socialist mayor of the Fourth Arrondissement and a part-time university professor. “Being a minister should be a full-time job. Voters want better than this sort of political parachuting.”
Most surprising is the government’s decision to promote Justice Minister Rachida Dati in the chic, staunchly conservative Seventh Arrondissement. There, the incumbent, Michel Dumont, is a beloved fixture of the neighborhood — and a member of the governing party.
Ms. Dati has been much criticized for her plan to reform the country’s judicial structure — and for posing for a recent photo spread in Paris-Match in Dior, black fishnet stockings and stiletto-heeled black boots. To many residents, she does not seem like a natural fit for such a buttoned-down neighborhood.
At the invitation-only, post-New Year’s party at the city hall of the Seventh on Thursday night, long-time residents lined up in a gilt-ceilinged ballroom to drink free Champagne and assure their mayor he could count on their votes.
“Our mayor has been here for decades, he knows all of us, he visits the small shopkeepers, and even used to sing at the 11 o’clock Mass at church,” said Patrice Bardin, a businessman who has lived in the neighborhood for more than 40 years. “We are a village here, where families stay forever and hand down their apartments to their children, not a place for nouveaux riches. Rachida has never been here before.”
But political tradition in France dictates that appointed government officials gain legitimacy only with an elected office under their belts. Former Prime Minister Dominique de Villepin, for example, was dismissed as a serious contender for the presidency in part because he had never been elected to any position.
Just as important, an elected perch gives cabinet members a place to land if they should be dismissed from government. Returning to the private sector without holding onto a government post is considered humiliating.
“They do it to have fiefdoms of their own,” said Pierre Sadran, a political scientist who has written a book on the issue. “It gives them job security in case they lose their ministerial jobs. From a moral point of view, maybe it looks scandalous. But if voters feel that way, they won’t vote for them.”
Cabinet members do not seem to feel that a conflict of interest exists, because, they say, in most cases, mayors do not make big budgetary decisions. Asked about the appearance of a conflict of interest if he were to become mayor, Mr. Bertrand, the labor minister, seemed genuinely puzzled by the question.
“I don’t know what you want me to say — that the sports minister is going to install a stadium financed by the state in his town?” he asked. “That makes no sense. We have financial rules in France.”
The extra money the cabinet members earn as mayors is rarely as important as the prestige. Except for mayors’ jobs in the big cities, most are treated as less than full-time and do not carry high salaries. Ministers and other cabinet members are allowed to take the salary of the elected office, up to a monetary limit. A full minister is allowed to earn up to $30,800 a month in government jobs, according to the prime minister’s office.
More than any other major European country, France allows its politicians to hold multiple political posts. About 85 percent of lawmakers in the Senate and the National Assembly hold second elected jobs, compared with well below 20 percent in Italy, Britain and Germany.
Even so, some restrictions apply to electoral moonlighting. A member of the cabinet is not allowed to serve as a deputy to the Senate or National Assembly, for example. A parliamentary deputy is allowed to serve also as mayor or regional president, but is not allowed to serve in the European Parliament.
But for the Sarkozy government, electoral victory is so identified with success that losing an election has translated into losing a cabinet job as well.
In a political rule peculiar to France, government ministers and certain other senior officials are allowed to run for Parliament, but then give up the posts to designated stand-ins if they win. After the parliamentary elections last June, cabinet members who lost their races for Parliament lost twice, as Mr. Fillon forced them to give up their executive branch jobs.
Alain Juppé, for example, the minister of a new high-profile megaministry for the environment and energy had to quit after his legislative loss.
“When you’re beaten,” Mr. Fillon explained at the time, “it means you don’t have the people’s support.”
The decision to promote cabinet members as mayoral candidates coincides with a much-criticized decision by Mr. Sarkozy’s government to hire a private company to give each of them a performance report card. Mr. Sarkozy has not yet said what the consequences might be for those who lose in their bids for city hall on election day.
CONFLICTOS EN LA GRAN COALICIÓN
Konflikt zwischen SPD und CDU
Die CDU sorgt sich zum den Zustand der Koalition und empört sich über Strucks Äußerungen. Er hatte Koch "klammheimliche Freude" über die Angriffe von Jugendlichen auf einen Rentner unterstellt
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich besorgt über den Zustand der großen Koalitionen geäußert. «Ich verhehle nicht, dass mir manche Äußerung unseres Koalitionspartners etwas Sorge bereitet», schrieb der CDU-Politiker laut «Welt am Sonntag» in seinem Neujahrsbrief an die Mitglieder der Unions- Fraktion. Trotz der Landtagswahlkämpfe habe er bislang den Eindruck gehabt, dass die SPD zur großen Koalition stehe. «Leider drängt sich dieser Eindruck derzeit nicht mehr auf. Regierungsbeteiligung und Opposition in Mainz: Das geht nicht. Und mich beunruhigt auch, dass der Vizekanzler offensichtlich die für sein Ministeramt notwendige diplomatische Zurückhaltung und fachliche Konzentration aufgegeben hat.»In dem siebenseitigen Schreiben, das der Zeitung vorliegt, legte Kauder die wichtigsten Vorhaben der Koalition für das kommende Jahr dar. «Unser Ziel heißt: Mehr Netto. Dazu wollen wir - wenn möglich - die Lohnzusatzkosten weiter senken und die Arbeit an einer Reform der Einkommensteuer aufnehmen.» Bei der Erbschaftsteuer sei es «eine Selbstverständlichkeit, dass wichtige Verbesserungsvorschläge im parlamentarischen Prozess berücksichtigt werden».Kauder forderte die SPD auf, ihre «Blockadehaltung» bei der Reform des Jugendstrafrechts aufzugeben. Beim Anti-Terror-Kampf warte man nach wie vor auf praktikable Vorschläge der Justizministerin, wie der Aufenthalt in Terrorausbildungslagern unter Strafe gestellt werdenkönne. «Hier darf die Justizministerin die notwendigen Entscheidungen nicht noch weiter verschleppen», schreibt Kauder.
Die CDU ist empört über SPD-Fraktionschef Peter Struck an, der dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wahlkampfbedingte klammheimliche Freude über die aktuellen Fälle von Jugendgewalt unterstellt hatte.
Solche Verbalattacken in der Debatte über kriminelle Jugendliche könnten nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla «Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit» in der großen Koalition haben. «Ich kann die Sozialdemokraten nur dringend auffordern, sich endlich zu zügeln», sagt Pofalla der Zeitschrift «Super Illu». Auch CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder rief zur Mäßigung auf: «Ich rate den führenden Vertretern der SPD, sich auch in Wahlkämpfen so zu äußern, dass die Regierungsarbeit nicht unnötig belastet wird», sagte er der Zeitung «B.Z.» (Sonntag).
Kauder kündigte an: «Wir werden in der kommenden Woche mit der SPD auf Fraktionsebene über unsere Vorschläge (zum Thema Jugendgewalt) reden. Wir fordern konkret Warnarrest, Erziehungscamps und die Anwendung des Erwachsenen-Strafrechts im Regelfall für Menschen über 18 Jahre.» Strafen müssten «unmittelbar nach der Tat folgen. Wo Verzögerungen auf Personalmangel zurückzuführen sind, müssen Gerichte und Polizeiebene mehr Personal erhalten.»
Die SPD habe «einen Ton angeschlagen, der selbst mit laufenden Landtagswahlkämpfen nicht zu rechtfertigen ist», sagte Pofalla. Der «schlechte Stil gegenüber Roland Koch» sei nicht akzeptabel. Struck hatte am Freitag im Deutschlandfunk mit Blick auf den Angriff zweier junger Ausländer auf einen Münchner Rentner gesagt: «Ich glaube, dass Roland Koch ja eigentlich von Herzen froh war, dass dieser schreckliche Vorfall in München in der U-Bahn passiert ist.» Eine Aufforderung der Union, sich zu entschuldigen, wies der SPD- Fraktionschef später brüsk mit den Worten «Die kann mich mal» zurück.
ZEIT online, dpa
Die CDU sorgt sich zum den Zustand der Koalition und empört sich über Strucks Äußerungen. Er hatte Koch "klammheimliche Freude" über die Angriffe von Jugendlichen auf einen Rentner unterstellt
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich besorgt über den Zustand der großen Koalitionen geäußert. «Ich verhehle nicht, dass mir manche Äußerung unseres Koalitionspartners etwas Sorge bereitet», schrieb der CDU-Politiker laut «Welt am Sonntag» in seinem Neujahrsbrief an die Mitglieder der Unions- Fraktion. Trotz der Landtagswahlkämpfe habe er bislang den Eindruck gehabt, dass die SPD zur großen Koalition stehe. «Leider drängt sich dieser Eindruck derzeit nicht mehr auf. Regierungsbeteiligung und Opposition in Mainz: Das geht nicht. Und mich beunruhigt auch, dass der Vizekanzler offensichtlich die für sein Ministeramt notwendige diplomatische Zurückhaltung und fachliche Konzentration aufgegeben hat.»In dem siebenseitigen Schreiben, das der Zeitung vorliegt, legte Kauder die wichtigsten Vorhaben der Koalition für das kommende Jahr dar. «Unser Ziel heißt: Mehr Netto. Dazu wollen wir - wenn möglich - die Lohnzusatzkosten weiter senken und die Arbeit an einer Reform der Einkommensteuer aufnehmen.» Bei der Erbschaftsteuer sei es «eine Selbstverständlichkeit, dass wichtige Verbesserungsvorschläge im parlamentarischen Prozess berücksichtigt werden».Kauder forderte die SPD auf, ihre «Blockadehaltung» bei der Reform des Jugendstrafrechts aufzugeben. Beim Anti-Terror-Kampf warte man nach wie vor auf praktikable Vorschläge der Justizministerin, wie der Aufenthalt in Terrorausbildungslagern unter Strafe gestellt werdenkönne. «Hier darf die Justizministerin die notwendigen Entscheidungen nicht noch weiter verschleppen», schreibt Kauder.
Die CDU ist empört über SPD-Fraktionschef Peter Struck an, der dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wahlkampfbedingte klammheimliche Freude über die aktuellen Fälle von Jugendgewalt unterstellt hatte.
Solche Verbalattacken in der Debatte über kriminelle Jugendliche könnten nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla «Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit» in der großen Koalition haben. «Ich kann die Sozialdemokraten nur dringend auffordern, sich endlich zu zügeln», sagt Pofalla der Zeitschrift «Super Illu». Auch CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder rief zur Mäßigung auf: «Ich rate den führenden Vertretern der SPD, sich auch in Wahlkämpfen so zu äußern, dass die Regierungsarbeit nicht unnötig belastet wird», sagte er der Zeitung «B.Z.» (Sonntag).
Kauder kündigte an: «Wir werden in der kommenden Woche mit der SPD auf Fraktionsebene über unsere Vorschläge (zum Thema Jugendgewalt) reden. Wir fordern konkret Warnarrest, Erziehungscamps und die Anwendung des Erwachsenen-Strafrechts im Regelfall für Menschen über 18 Jahre.» Strafen müssten «unmittelbar nach der Tat folgen. Wo Verzögerungen auf Personalmangel zurückzuführen sind, müssen Gerichte und Polizeiebene mehr Personal erhalten.»
Die SPD habe «einen Ton angeschlagen, der selbst mit laufenden Landtagswahlkämpfen nicht zu rechtfertigen ist», sagte Pofalla. Der «schlechte Stil gegenüber Roland Koch» sei nicht akzeptabel. Struck hatte am Freitag im Deutschlandfunk mit Blick auf den Angriff zweier junger Ausländer auf einen Münchner Rentner gesagt: «Ich glaube, dass Roland Koch ja eigentlich von Herzen froh war, dass dieser schreckliche Vorfall in München in der U-Bahn passiert ist.» Eine Aufforderung der Union, sich zu entschuldigen, wies der SPD- Fraktionschef später brüsk mit den Worten «Die kann mich mal» zurück.
ZEIT online, dpa
sábado, enero 12, 2008
"EDGAR MORIN, PIRATÉ PAR L'ELYSÉE"
Edgar Morin, piraté par l'Elysée
LE MONDE 11.01.08 14h13 • Mis à jour le 11.01.08 20h54
Lundi, Edgar Morin est parti tranquillement pour l'Elysée. Nicolas Sarkozy et sa "plume" Henri Guaino l'attendaient dans le bureau présidentiel. Quelques jours auparavant, le 31 décembre, le chef de l'Etat avait affirmé, dans ses voeux aux Français, sa volonté de mettre en oeuvre "une politique de civilisation". Et pour tout dire, l'auteur de ce concept, de gauche "depuis toujours", n'était pas certain que le président connaissait le contenu de la formule qu'il avait piratée.
Edgar Morin est un homme affable. Le président avait décidé d'être charmant. Guaino voulait montrer sa culture. On conversa donc pendant quarante minutes. A la fin, Morin résuma l'âme présidentielle : "Vous êtes sans doute sincère sur les trois quarts de vos discours, ce qui vous permet de ne plus l'être dans le dernier quart sans que l'on remette en cause une sincérité qui paraissait acquise..." Le lendemain, devant la presse, le chef de l'Etat synthétisa à sa façon : "Edgar Morin m'a dit qu'il était aux trois quarts en accord avec ce que je disais." Et commença la longue série d'appels des amis goguenards : "Alors, tu as rallié Sarkozy ?"
Finalement, Edgar Morin préfère en sourire. Il rejette farouchement plusieurs aspects de la politique de Nicolas Sarkozy, et surtout le sort réservé aux immigrés, mais après tout, son livre, Pour une politique de civilisation, coécrit avec Sami Naïr en 1997, avait été publié dans une relative indifférence. "Dans quinze jours, il sera réédité, se félicite-t-il. Alors si Sarkozy a servi à ce que des gens réfléchissent à une nouvelle politique, enfin attachée au mieux-être et non plus seulement à la consommation, c'est toujours ça." Tout de même, lorsqu'on lui a proposé de faire un livre d'entretien avec le président, il a ri : "Franchement, à mon âge (87 ans), c'est prématuré..." Mais lui qui a opté depuis longtemps pour les Verts, et surtout Daniel Cohn-Bendit, s'enchante d'avoir vu Ségolène Royal brandir son livre, le 3 janvier au matin sur France 2. Et conserve sur son portable l'invitation à dîner, lundi 14, que la candidate socialiste à la présidentielle y a laissée. "Jusque-là, regrette-t-il, les socialistes ne m'ont jamais utilisé..."
A l'étranger, c'est tout le contraire. La carte d'adhérent du Parti démocrate italien (né de la refondation du Parti communiste) a longtemps comporté une phrase de Morin : "Renoncer au meilleur des mondes, n'est pas renoncer à un monde meilleur." Le président du conseil, le socialiste Romano Prodi, intéressé par sa volonté de lutter contre la parcellisation des savoirs, l'a consulté avant de lancer sa réforme de l'éducation. En Espagne, le premier ministre socialiste, José Luis Zapatero, a voulu lui donner la nationalité espagnole. Au Mexique, une université porte son nom. Dans toute l'Amérique latine, on cite avec enthousiasme sa théorie de la complexité, qu'en France on juge parfois fumeuse sans l'avoir lue. Il en a parfois conçu le sentiment trompeur qu'il n'était pas reconnu et excuse lui-même cette exagération d'un mot : "Je suis un orphelin..."
Car Morin n'est pas seulement un intellectuel. C'est une histoire. Et, en adepte de la sociologie, de la psychanalyse, de la littérature et de l'interaction entre les disciplines, il la raconte sans omettre aucun des déterminants du destin. Enfant unique de Vidal et Luna Nahoum, juifs séfarades originaires de Salonique émigrés à Ménilmontant, il adore sa mère. Son père est bonnetier dans le quartier des marchands du Sentier et espère bien voir son fils lui succéder. Mais la tragédie va installer durablement le malaise entre eux. Le 28 juin 1931, Luna meurt d'une crise cardiaque alors qu'Edgar n'a pas encore fêté ses 10 ans. L'enfant est envoyé chez sa tante, à trois pas du Père-Lachaise où on l'assure que sa mère est partie en voyage. Trois jours plus tard, dans un petit square qui jouxte le cimetière, il aperçoit Vidal, entièrement vêtu de noir. "J'ai tout de suite compris, bien sûr. Je lui en ai voulu toute ma vie de m'avoir empêché de lui dire adieu."
Blessé, surprotégé par son père, il va d'abord chercher à échapper au destin qui lui a été programmé. La guerre sera sa "libération". Vidal a été mobilisé. Il peut donc décider de sa vie. Il entre au Parti communiste et dans la Résistance. Le même réseau que François Mitterrand, Marguerite Duras, Robert Antelme et Dionys Mascolo, dont il deviendra l'ami. Son premier pseudonyme, Edmond, est en passe d'être découvert ? Il va en changer. Le jeune homme a aimé L'espoir, d'André Malraux, et l'un de ses personnages, Manin. Ce sera son nouveau nom de résistant. Mais à Toulouse, où doit se tenir une réunion du réseau, la camarade qui l'accueille a mal compris et le présente à tous : "Voilà Morin." Morin et Nahum deviendront, à la Libération, ses deux noms, séparés par un tiret : "Comme cela, je suis le fils de mon père, mais aussi le fils de mon oeuvre."
Est-il encore communiste dans ces temps où le monde va se partager en deux blocs ? En fait, il doute depuis longtemps. Dès 1948, il ne renouvelle pas sa carte, mais parce qu'il a trouvé dans le PCF une famille, il laisse croire à la cellule de son quartier qu'il milite à celle de son bureau, et réciproquement. Bientôt, en 1951, une militante communiste du genre procureur, Annie Besse, qui deviendra plus tard Annie Kriegel, l'interroge brutalement : "Pourquoi as-tu écrit dans le journal de (l'intellectuel socialiste> Claude Bourdet alors qu'il est un agent de l'Intelligence Service !" En quelques jours, le voilà réellement exclu du Parti. Le soir même, il sanglote sur cette rupture, mais pour s'en féliciter dès le lendemain : il a retrouvé sa liberté de penser.
Il est marxiste, pourtant. Mais ce qui lui plaît peut-être dans Marx, c'est qu'il ait été à la fois économiste, historien, philosophe : bref, qu'il ait cultivé l'interdisciplinarité. Dans ces années 1970 qui voient l'explosion des sciences humaines, il est à la fois seul dans son genre et déjà admiré. Au tout début des années 1980, le voilà à l'université de Stanford (Californie) au milieu d'une petite bande d'adeptes de la pensée systémique, parmi lesquels Michel Serres, Henri Atlan, René Girard, Jean-Pierre Dupuy. "Ils ont été les premiers à prendre la mesure de l'exténuation des idéologies", constate Jean-Claude Guillebaud qui, à l'époque, suit leurs travaux comme directeur littéraire au Seuil. Ce sont des travailleurs, des penseurs originaux. Des sensuels aussi, qui aiment le plaisir, les femmes, le vin. Morin a belle allure, du succès, des amours.
Il a gardé ses goûts et ses fidélités. Dans son bureau envahi par les livres, il affiche aujourd'hui le sourire radieux de ceux qui aiment la vie, appelle sa femme Edwige "Bichette", et veille à ce qu'elle ne prenne pas froid. Et lorsqu'on s'amuse de le voir tant couver cette charmante petite femme aux yeux clairs, il rit : "C'est ma troisième épouse. L'amour est un privilège de l'âge..."
Raphaëlle Bacqué
LE MONDE 11.01.08 14h13 • Mis à jour le 11.01.08 20h54
Lundi, Edgar Morin est parti tranquillement pour l'Elysée. Nicolas Sarkozy et sa "plume" Henri Guaino l'attendaient dans le bureau présidentiel. Quelques jours auparavant, le 31 décembre, le chef de l'Etat avait affirmé, dans ses voeux aux Français, sa volonté de mettre en oeuvre "une politique de civilisation". Et pour tout dire, l'auteur de ce concept, de gauche "depuis toujours", n'était pas certain que le président connaissait le contenu de la formule qu'il avait piratée.
Edgar Morin est un homme affable. Le président avait décidé d'être charmant. Guaino voulait montrer sa culture. On conversa donc pendant quarante minutes. A la fin, Morin résuma l'âme présidentielle : "Vous êtes sans doute sincère sur les trois quarts de vos discours, ce qui vous permet de ne plus l'être dans le dernier quart sans que l'on remette en cause une sincérité qui paraissait acquise..." Le lendemain, devant la presse, le chef de l'Etat synthétisa à sa façon : "Edgar Morin m'a dit qu'il était aux trois quarts en accord avec ce que je disais." Et commença la longue série d'appels des amis goguenards : "Alors, tu as rallié Sarkozy ?"
Finalement, Edgar Morin préfère en sourire. Il rejette farouchement plusieurs aspects de la politique de Nicolas Sarkozy, et surtout le sort réservé aux immigrés, mais après tout, son livre, Pour une politique de civilisation, coécrit avec Sami Naïr en 1997, avait été publié dans une relative indifférence. "Dans quinze jours, il sera réédité, se félicite-t-il. Alors si Sarkozy a servi à ce que des gens réfléchissent à une nouvelle politique, enfin attachée au mieux-être et non plus seulement à la consommation, c'est toujours ça." Tout de même, lorsqu'on lui a proposé de faire un livre d'entretien avec le président, il a ri : "Franchement, à mon âge (87 ans), c'est prématuré..." Mais lui qui a opté depuis longtemps pour les Verts, et surtout Daniel Cohn-Bendit, s'enchante d'avoir vu Ségolène Royal brandir son livre, le 3 janvier au matin sur France 2. Et conserve sur son portable l'invitation à dîner, lundi 14, que la candidate socialiste à la présidentielle y a laissée. "Jusque-là, regrette-t-il, les socialistes ne m'ont jamais utilisé..."
A l'étranger, c'est tout le contraire. La carte d'adhérent du Parti démocrate italien (né de la refondation du Parti communiste) a longtemps comporté une phrase de Morin : "Renoncer au meilleur des mondes, n'est pas renoncer à un monde meilleur." Le président du conseil, le socialiste Romano Prodi, intéressé par sa volonté de lutter contre la parcellisation des savoirs, l'a consulté avant de lancer sa réforme de l'éducation. En Espagne, le premier ministre socialiste, José Luis Zapatero, a voulu lui donner la nationalité espagnole. Au Mexique, une université porte son nom. Dans toute l'Amérique latine, on cite avec enthousiasme sa théorie de la complexité, qu'en France on juge parfois fumeuse sans l'avoir lue. Il en a parfois conçu le sentiment trompeur qu'il n'était pas reconnu et excuse lui-même cette exagération d'un mot : "Je suis un orphelin..."
Car Morin n'est pas seulement un intellectuel. C'est une histoire. Et, en adepte de la sociologie, de la psychanalyse, de la littérature et de l'interaction entre les disciplines, il la raconte sans omettre aucun des déterminants du destin. Enfant unique de Vidal et Luna Nahoum, juifs séfarades originaires de Salonique émigrés à Ménilmontant, il adore sa mère. Son père est bonnetier dans le quartier des marchands du Sentier et espère bien voir son fils lui succéder. Mais la tragédie va installer durablement le malaise entre eux. Le 28 juin 1931, Luna meurt d'une crise cardiaque alors qu'Edgar n'a pas encore fêté ses 10 ans. L'enfant est envoyé chez sa tante, à trois pas du Père-Lachaise où on l'assure que sa mère est partie en voyage. Trois jours plus tard, dans un petit square qui jouxte le cimetière, il aperçoit Vidal, entièrement vêtu de noir. "J'ai tout de suite compris, bien sûr. Je lui en ai voulu toute ma vie de m'avoir empêché de lui dire adieu."
Blessé, surprotégé par son père, il va d'abord chercher à échapper au destin qui lui a été programmé. La guerre sera sa "libération". Vidal a été mobilisé. Il peut donc décider de sa vie. Il entre au Parti communiste et dans la Résistance. Le même réseau que François Mitterrand, Marguerite Duras, Robert Antelme et Dionys Mascolo, dont il deviendra l'ami. Son premier pseudonyme, Edmond, est en passe d'être découvert ? Il va en changer. Le jeune homme a aimé L'espoir, d'André Malraux, et l'un de ses personnages, Manin. Ce sera son nouveau nom de résistant. Mais à Toulouse, où doit se tenir une réunion du réseau, la camarade qui l'accueille a mal compris et le présente à tous : "Voilà Morin." Morin et Nahum deviendront, à la Libération, ses deux noms, séparés par un tiret : "Comme cela, je suis le fils de mon père, mais aussi le fils de mon oeuvre."
Est-il encore communiste dans ces temps où le monde va se partager en deux blocs ? En fait, il doute depuis longtemps. Dès 1948, il ne renouvelle pas sa carte, mais parce qu'il a trouvé dans le PCF une famille, il laisse croire à la cellule de son quartier qu'il milite à celle de son bureau, et réciproquement. Bientôt, en 1951, une militante communiste du genre procureur, Annie Besse, qui deviendra plus tard Annie Kriegel, l'interroge brutalement : "Pourquoi as-tu écrit dans le journal de (l'intellectuel socialiste> Claude Bourdet alors qu'il est un agent de l'Intelligence Service !" En quelques jours, le voilà réellement exclu du Parti. Le soir même, il sanglote sur cette rupture, mais pour s'en féliciter dès le lendemain : il a retrouvé sa liberté de penser.
Il est marxiste, pourtant. Mais ce qui lui plaît peut-être dans Marx, c'est qu'il ait été à la fois économiste, historien, philosophe : bref, qu'il ait cultivé l'interdisciplinarité. Dans ces années 1970 qui voient l'explosion des sciences humaines, il est à la fois seul dans son genre et déjà admiré. Au tout début des années 1980, le voilà à l'université de Stanford (Californie) au milieu d'une petite bande d'adeptes de la pensée systémique, parmi lesquels Michel Serres, Henri Atlan, René Girard, Jean-Pierre Dupuy. "Ils ont été les premiers à prendre la mesure de l'exténuation des idéologies", constate Jean-Claude Guillebaud qui, à l'époque, suit leurs travaux comme directeur littéraire au Seuil. Ce sont des travailleurs, des penseurs originaux. Des sensuels aussi, qui aiment le plaisir, les femmes, le vin. Morin a belle allure, du succès, des amours.
Il a gardé ses goûts et ses fidélités. Dans son bureau envahi par les livres, il affiche aujourd'hui le sourire radieux de ceux qui aiment la vie, appelle sa femme Edwige "Bichette", et veille à ce qu'elle ne prenne pas froid. Et lorsqu'on s'amuse de le voir tant couver cette charmante petite femme aux yeux clairs, il rit : "C'est ma troisième épouse. L'amour est un privilège de l'âge..."
Raphaëlle Bacqué
"RUPTURES"
Les meilleures phrases du livre de Michaël Darmon et Yves Derai
NOUVELOBS.COM 11.01.2008 16:56
Dans "Ruptures", (éditions du Moment, 186 pages, 16,50 euros) Michaël Darmon, grand reporter à France 2, et Yves Derai, éditeur, grand reporter au Nouvel Economiste, font le récit des relations de Cécilia et Nicolas Sarkozy, depuis l'arrivée à l'Elysée jusqu'à leur divorce. Extraits. Propos attribués directement à Cécilia Sarkozy "Je pense que ce n'est pas ma place. Ce n'est plus ma place. Et comme l'ont dit souvent les journalistes et les chroniqueurs, on a élu un homme et non un couple." Propos des auteurs "Oui, cette journée de printemps 2007, celle dont Nicolas Sarkozy rêvait depuis trente ans, consacre en une seule clameur son triomphe politique et sa défaite sentimentale." "Cécilia, elle, reste en retrait et tient la main de Michèle Alliot-Marie avec laquelle elle a tissé des liens d'amitié. MAM prend alors une initiative courageuse. Elle rapproche Cécilia de son mari et unit leurs mains tout en reculant." "Cécilia est surnommée 'le spectre' par ses détracteurs qui dénoncent sa mainmise sur la campagne, aidés de ses alliés qualifiés de 'marquis'". "Un par un les conseillers du ministre de l’Intérieur la saluent. Un par un, elle leur accorde une évaluation et un statut: “Pas confiance”, “pas sûr”. A ceux qu’elle a décidé de tester, elle dit : 'je ne sais pas si je peux t’embrasser'." "'Reste' lui dit-il. Pour toute réponse, Cécilia a reculé d'un pas. 'Ce n'est pas la peine.'" "A l'heure dite, le président se présente devant le juge. Il est calme mais livide. Il propose à Cécilia un dernier tête-à-tête avant de commettre l'irréversible (...) Nicolas Sarkozy joue son va-tout (...) Cécilia Sarkozy est ébranlée. Elle retrouve en ces instants d'une incroyable intensité le Nicolas émouvant et généreux qui l'a séduite vingt ans plus tôt. Puis elle se ressaisit. De retour dans le bureau du juge, elle suggère d'en finir." "Elle se demande par moment si elle ne vient pas de commettre une grave erreur." "Cécilia impose sa volonté à la présidence de la République. Le premier texte évoquant la 'séparation' du couple est par elle jugé trop flou. Elle le fait savoir." "Depuis leur divorce, ils ne se parlent plus directement."
NOUVELOBS.COM 11.01.2008 16:56
Dans "Ruptures", (éditions du Moment, 186 pages, 16,50 euros) Michaël Darmon, grand reporter à France 2, et Yves Derai, éditeur, grand reporter au Nouvel Economiste, font le récit des relations de Cécilia et Nicolas Sarkozy, depuis l'arrivée à l'Elysée jusqu'à leur divorce. Extraits. Propos attribués directement à Cécilia Sarkozy "Je pense que ce n'est pas ma place. Ce n'est plus ma place. Et comme l'ont dit souvent les journalistes et les chroniqueurs, on a élu un homme et non un couple." Propos des auteurs "Oui, cette journée de printemps 2007, celle dont Nicolas Sarkozy rêvait depuis trente ans, consacre en une seule clameur son triomphe politique et sa défaite sentimentale." "Cécilia, elle, reste en retrait et tient la main de Michèle Alliot-Marie avec laquelle elle a tissé des liens d'amitié. MAM prend alors une initiative courageuse. Elle rapproche Cécilia de son mari et unit leurs mains tout en reculant." "Cécilia est surnommée 'le spectre' par ses détracteurs qui dénoncent sa mainmise sur la campagne, aidés de ses alliés qualifiés de 'marquis'". "Un par un les conseillers du ministre de l’Intérieur la saluent. Un par un, elle leur accorde une évaluation et un statut: “Pas confiance”, “pas sûr”. A ceux qu’elle a décidé de tester, elle dit : 'je ne sais pas si je peux t’embrasser'." "'Reste' lui dit-il. Pour toute réponse, Cécilia a reculé d'un pas. 'Ce n'est pas la peine.'" "A l'heure dite, le président se présente devant le juge. Il est calme mais livide. Il propose à Cécilia un dernier tête-à-tête avant de commettre l'irréversible (...) Nicolas Sarkozy joue son va-tout (...) Cécilia Sarkozy est ébranlée. Elle retrouve en ces instants d'une incroyable intensité le Nicolas émouvant et généreux qui l'a séduite vingt ans plus tôt. Puis elle se ressaisit. De retour dans le bureau du juge, elle suggère d'en finir." "Elle se demande par moment si elle ne vient pas de commettre une grave erreur." "Cécilia impose sa volonté à la présidence de la République. Le premier texte évoquant la 'séparation' du couple est par elle jugé trop flou. Elle le fait savoir." "Depuis leur divorce, ils ne se parlent plus directement."
viernes, enero 11, 2008
DE "CÉCILIA.PORTRAIT", EL LIBRO DE ANNA BITTON
Les meilleures phrases du livre d'Anna Bitton
NOUVELOBS.COM 11.01.2008 16:38
46 réactions
Dans "Cécilia. Portrait" (éditions Flammarion, 175 pages, 16 euros)), la journaliste Anna Bitton retranscrit directement des propos que lui aurait tenus Cécilia Sarkozy sur son ex-époux. Un ouvrage que l'ex-First Lady a tenté, sans succès, de faire interdire. Morceaux choisis.Propos attribués directement à Cécilia Sarkozy
- Sur Nicolas Sarkozy "Nicolas est un sauteur ! C'est ce que tout le monde me dit aujourd'hui." "Il y a les nanas qu'il saute et dont il ne se rappelle même plus le prénom.""Maintenant qu'il n'y a plus de First Lady, il faut qu'il sorte avec de jolies filles à son bras, habillées en Dior. Des tapisseries." "Je ne l'aime plus. Quand je le regarde aujourd'hui, je me demande même comment j'ai pu..." "De quel amour l'ai-je aimé ? Je ne savais pas ce qu'aimer veut dire." "Il ne se conduit pas bien." "Nicolas est pingre. Il est généreux quand on est avec lui; si on le quitte, c'est fini."" "Nicolas ne va pas laisser son fils vivre sous les ponts, quand même !" "Mon fils ne sera pas comme ceux de Nicolas, avec des chaussures à 2000 euros." "C'est par respect de la fonction que je suis revenue ! Je me sentais responsable !" "Pendant toute ma vie avec Nicolas, pendant dix-huit ans passés avec lui, jamais, à la maison, il n'a mangé avec nous. Je mangeais avec les enfants, lui mangeait un plateau-repas en travaillant." "Nicolas, c'est un homme politique, il n'est pas de la même espèce que nous, il n'a pas les mêmes codes, pas la même morale. C'est pour cela qu'il est arrivé là où il est." "Un homme qui n'aime personne, même pas ses enfants" "Même lui, il faut le protéger, il a un côté ridicule." "Il n'est pas digne !" "Nicolas, il ne fait pas président de la République, il a un réel problème de comportement. Il faut que quelqu'un le lui dise, j'ai fait cela pendant dix-huit ans, je ne peux plus le faire, je suis désormais la dernière à pouvoir le faire." "Nicolas n'a pas d'amis. C'est pour cela qu'il s'entoure des miens." "Tout ça, ce n'est pas ma vie, ce n'est pas mon monde, ce ne sont pas des gens comme moi. Je ne suis pas de cette race-là. Ma vie d'aujourd'hui, c'est très très loin de mes essentiels". - Sur Richard Attias "Richard est un type bien. Je l'aime, c'est une histoire d'amour". "Il a été humilié. C'est ce qu'il n'arrête pas de me dire. Je l'ai humilié. Et pour le juif marocain qu'il est..." "Richard est la personne que j'ai le plus aimée dans ma vie. Je crois que je n'avais jamais aimé, avant lui." "C'est l'homme de ma vie, je suis la femme de sa vie."
- Divers "Pourquoi on n'a pas des nanas intelligentes à l'UMP ? Des Ségolène, quoi !" "Dans ce parti, il n'y a que des homos et des machos. J'en ai marre, des homos et des machos. Marre !"
Propos d'Anna Bitton dans son ouvrage "Il s'est toujours opposé aux ambitions propres de Cécilia. Il ne voulait pas qu'elle grandisse, de peur d'être abandonné. Manque de confiance en lui. Défaut de foi en elle." "Sans elle, aussi, Henri Guaino aurait peut-être été contraint de mettre à exécution sa menace de démission." "Elle a beau feindre l'indifférence, aujourd'hui, elle est touchée par la rumeur qui dit qu'une ravissante journaliste a récemment quitté son époux pour 'Nicolas'" "Elle a menti, évidemment, en disant qu'elle ne partait 'pour personne'">
Lire aussi : Les meilleures phrases du livre de Michaël Darmon et Yves Derai
NOUVELOBS.COM 11.01.2008 16:38
46 réactions
Dans "Cécilia. Portrait" (éditions Flammarion, 175 pages, 16 euros)), la journaliste Anna Bitton retranscrit directement des propos que lui aurait tenus Cécilia Sarkozy sur son ex-époux. Un ouvrage que l'ex-First Lady a tenté, sans succès, de faire interdire. Morceaux choisis.Propos attribués directement à Cécilia Sarkozy
- Sur Nicolas Sarkozy "Nicolas est un sauteur ! C'est ce que tout le monde me dit aujourd'hui." "Il y a les nanas qu'il saute et dont il ne se rappelle même plus le prénom.""Maintenant qu'il n'y a plus de First Lady, il faut qu'il sorte avec de jolies filles à son bras, habillées en Dior. Des tapisseries." "Je ne l'aime plus. Quand je le regarde aujourd'hui, je me demande même comment j'ai pu..." "De quel amour l'ai-je aimé ? Je ne savais pas ce qu'aimer veut dire." "Il ne se conduit pas bien." "Nicolas est pingre. Il est généreux quand on est avec lui; si on le quitte, c'est fini."" "Nicolas ne va pas laisser son fils vivre sous les ponts, quand même !" "Mon fils ne sera pas comme ceux de Nicolas, avec des chaussures à 2000 euros." "C'est par respect de la fonction que je suis revenue ! Je me sentais responsable !" "Pendant toute ma vie avec Nicolas, pendant dix-huit ans passés avec lui, jamais, à la maison, il n'a mangé avec nous. Je mangeais avec les enfants, lui mangeait un plateau-repas en travaillant." "Nicolas, c'est un homme politique, il n'est pas de la même espèce que nous, il n'a pas les mêmes codes, pas la même morale. C'est pour cela qu'il est arrivé là où il est." "Un homme qui n'aime personne, même pas ses enfants" "Même lui, il faut le protéger, il a un côté ridicule." "Il n'est pas digne !" "Nicolas, il ne fait pas président de la République, il a un réel problème de comportement. Il faut que quelqu'un le lui dise, j'ai fait cela pendant dix-huit ans, je ne peux plus le faire, je suis désormais la dernière à pouvoir le faire." "Nicolas n'a pas d'amis. C'est pour cela qu'il s'entoure des miens." "Tout ça, ce n'est pas ma vie, ce n'est pas mon monde, ce ne sont pas des gens comme moi. Je ne suis pas de cette race-là. Ma vie d'aujourd'hui, c'est très très loin de mes essentiels". - Sur Richard Attias "Richard est un type bien. Je l'aime, c'est une histoire d'amour". "Il a été humilié. C'est ce qu'il n'arrête pas de me dire. Je l'ai humilié. Et pour le juif marocain qu'il est..." "Richard est la personne que j'ai le plus aimée dans ma vie. Je crois que je n'avais jamais aimé, avant lui." "C'est l'homme de ma vie, je suis la femme de sa vie."
- Divers "Pourquoi on n'a pas des nanas intelligentes à l'UMP ? Des Ségolène, quoi !" "Dans ce parti, il n'y a que des homos et des machos. J'en ai marre, des homos et des machos. Marre !"
Propos d'Anna Bitton dans son ouvrage "Il s'est toujours opposé aux ambitions propres de Cécilia. Il ne voulait pas qu'elle grandisse, de peur d'être abandonné. Manque de confiance en lui. Défaut de foi en elle." "Sans elle, aussi, Henri Guaino aurait peut-être été contraint de mettre à exécution sa menace de démission." "Elle a beau feindre l'indifférence, aujourd'hui, elle est touchée par la rumeur qui dit qu'une ravissante journaliste a récemment quitté son époux pour 'Nicolas'" "Elle a menti, évidemment, en disant qu'elle ne partait 'pour personne'">
Lire aussi : Les meilleures phrases du livre de Michaël Darmon et Yves Derai
SORPRENDENTE: "THE BREAK-UP OF THE UNION NOW APPEARS INEVITABLE"
The break-up of the union now appears inevitable
With nationalism on the rise in every corner, 2008 will see the UK stretched to breaking point. Yet still Westminster is oblivious
Iain Macwhirter Thursday January 10, 2008
The Guardian
Gordon Brown's acknowledgment on Tuesday that 2008 will be "an important year for the union" was an understatement. It will be crucial. Who could have forecast 12 months ago that Britain would be starting 2008 with nationalist parties in power, or sharing it, in all three devolved administrations? Last year was supposed to have been a celebration of the 300th anniversary of the Act of Union. In fact it was about dismantling it: the SNP is now running Holyrood; Plaid Cymru is in coalition with Labour in Cardiff; and the nationalist Sinn Féin shares power with the DUP in Stormont. It is the unionist nightmare come true: a separatist clean sweep.
The rise of provincial nationalism was by far the most significant political development in Britain in the last year - far more important than the election-that-never-was, or the change of personnel at No 10. Brown is intending to pursue largely the same political and social agenda as his predecessor, but he will soon discover that large parts of the UK are now resistant to it.
Already, Scotland has a range of distinctive social policies - free personal care, free higher education, free prescriptions - some of which have aroused resentment in the south. But this is only the start. In 2008 the nationalist first minister, Alex Salmond, intends to scrap the council tax and replace it with a local income tax - a move that will cause disquiet among English pensioners. Salmond has the powers and the votes to do it, and has already frozen council tax in Scotland.
The Scottish government has also served notice that it intends to repatriate powers to Holyrood over firearms - primarily in order to ban air weapons - and also over immigration and broadcasting. The home secretary, Jacqui Smith, has said no, but that is unlikely to stop Salmond, who also intends to challenge Brown's cherished policy of public private partnerships.
Salmond intends to step up demands for a share of North Sea oil revenues, while, to top it all, the Scottish government has made it emphatically clear that it will have nothing to do with a new generation of nuclear power stations, expected to be announced today.
The first minister is an inspired opportunist who has discovered that even a minority administration can achieve a great deal within and without the terms of the Scotland Act.
Westminster has yet to come to terms with it, but legislative dissonance is likely to become one of the defining features of UK politics. The pace of policy differentiation is increasing dramatically as the subordinate legislatures begin to feel their strength. They are now feeding off each other, and joining in tactical alliances. In 2007 the Scottish government joined with Stormont to call for powers to vary the rate of corporation tax. Northern Ireland wants to cut business taxes, to compete with the Irish Republic; Scotland is saying, "me too".
The Scottish parliament has borrowed the policy of free prescription charges from the Welsh assembly. Meanwhile Cardiff has used Holyrood as a template on which to model its own demands for primary legislative powers. This is a relentless process which will lead inexorably to power draining to the peripheral governments of the UK. "Permanent devolution", as Trotsky might have said.
Whisper it, but Labour in Scotland is now closer to the SNP than it is to Brown. Wendy Alexander, the Scottish Labour leader, has defied her own prime minister by declaring that devolution is "a process, not an event", and that the Scottish parliament needs to have greater powers. Brown had told Scots at the launch of Labour's Scottish election campaign that more powers were not on the cards for Holyrood.
The PM told the House of Commons in December that people in Scotland had to recognise that devolution was not the same as federalism. But the way things are going, federalism looks like the least worst option for Westminster.
In another significant development in 2007, the Conservative leader David Cameron endorsed the plan for an English grand committee in Westminster, composed of English MPs. The idea is that this body would handle England-only bills under the rubric "English votes for English laws". But it would rapidly evolve into a de facto English parliament. If such a body is set up - perhaps after a coalition deal with the Liberal Democrats, who also support an English Parliament - federalism is inevitable.
There is unstoppable momentum now behind the disaggregation of the UK, and time is running out for the political establishment in Westminster to respond. This country is changing - and, it has to be said, largely for the better, as the old centralised apparatus disintegrates before regional democracy. Now that the unionist parties in Scotland have all but given up, the UK faces a choice: adopt some form of federal solution, or prepare for political disintegration, on the lines of Czechoslovakia's "velvet divorce" in 1993. It is as serious as that. While Brown launches fatuous "Britishness" campaigns, the very fabric of the country he claims to love is being torn up and stitched anew.
· Iain Macwhirter is a political commentator for the Sunday Heraldiainmacwhirter@sundayherald.com
With nationalism on the rise in every corner, 2008 will see the UK stretched to breaking point. Yet still Westminster is oblivious
Iain Macwhirter Thursday January 10, 2008
The Guardian
Gordon Brown's acknowledgment on Tuesday that 2008 will be "an important year for the union" was an understatement. It will be crucial. Who could have forecast 12 months ago that Britain would be starting 2008 with nationalist parties in power, or sharing it, in all three devolved administrations? Last year was supposed to have been a celebration of the 300th anniversary of the Act of Union. In fact it was about dismantling it: the SNP is now running Holyrood; Plaid Cymru is in coalition with Labour in Cardiff; and the nationalist Sinn Féin shares power with the DUP in Stormont. It is the unionist nightmare come true: a separatist clean sweep.
The rise of provincial nationalism was by far the most significant political development in Britain in the last year - far more important than the election-that-never-was, or the change of personnel at No 10. Brown is intending to pursue largely the same political and social agenda as his predecessor, but he will soon discover that large parts of the UK are now resistant to it.
Already, Scotland has a range of distinctive social policies - free personal care, free higher education, free prescriptions - some of which have aroused resentment in the south. But this is only the start. In 2008 the nationalist first minister, Alex Salmond, intends to scrap the council tax and replace it with a local income tax - a move that will cause disquiet among English pensioners. Salmond has the powers and the votes to do it, and has already frozen council tax in Scotland.
The Scottish government has also served notice that it intends to repatriate powers to Holyrood over firearms - primarily in order to ban air weapons - and also over immigration and broadcasting. The home secretary, Jacqui Smith, has said no, but that is unlikely to stop Salmond, who also intends to challenge Brown's cherished policy of public private partnerships.
Salmond intends to step up demands for a share of North Sea oil revenues, while, to top it all, the Scottish government has made it emphatically clear that it will have nothing to do with a new generation of nuclear power stations, expected to be announced today.
The first minister is an inspired opportunist who has discovered that even a minority administration can achieve a great deal within and without the terms of the Scotland Act.
Westminster has yet to come to terms with it, but legislative dissonance is likely to become one of the defining features of UK politics. The pace of policy differentiation is increasing dramatically as the subordinate legislatures begin to feel their strength. They are now feeding off each other, and joining in tactical alliances. In 2007 the Scottish government joined with Stormont to call for powers to vary the rate of corporation tax. Northern Ireland wants to cut business taxes, to compete with the Irish Republic; Scotland is saying, "me too".
The Scottish parliament has borrowed the policy of free prescription charges from the Welsh assembly. Meanwhile Cardiff has used Holyrood as a template on which to model its own demands for primary legislative powers. This is a relentless process which will lead inexorably to power draining to the peripheral governments of the UK. "Permanent devolution", as Trotsky might have said.
Whisper it, but Labour in Scotland is now closer to the SNP than it is to Brown. Wendy Alexander, the Scottish Labour leader, has defied her own prime minister by declaring that devolution is "a process, not an event", and that the Scottish parliament needs to have greater powers. Brown had told Scots at the launch of Labour's Scottish election campaign that more powers were not on the cards for Holyrood.
The PM told the House of Commons in December that people in Scotland had to recognise that devolution was not the same as federalism. But the way things are going, federalism looks like the least worst option for Westminster.
In another significant development in 2007, the Conservative leader David Cameron endorsed the plan for an English grand committee in Westminster, composed of English MPs. The idea is that this body would handle England-only bills under the rubric "English votes for English laws". But it would rapidly evolve into a de facto English parliament. If such a body is set up - perhaps after a coalition deal with the Liberal Democrats, who also support an English Parliament - federalism is inevitable.
There is unstoppable momentum now behind the disaggregation of the UK, and time is running out for the political establishment in Westminster to respond. This country is changing - and, it has to be said, largely for the better, as the old centralised apparatus disintegrates before regional democracy. Now that the unionist parties in Scotland have all but given up, the UK faces a choice: adopt some form of federal solution, or prepare for political disintegration, on the lines of Czechoslovakia's "velvet divorce" in 1993. It is as serious as that. While Brown launches fatuous "Britishness" campaigns, the very fabric of the country he claims to love is being torn up and stitched anew.
· Iain Macwhirter is a political commentator for the Sunday Heraldiainmacwhirter@sundayherald.com
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jueves, enero 10, 2008
INTENCIONES DE SARKO FRONTERAS AFUERA
Une "diplomatie de la réconciliation", et la promotion de la "diversité" plutôt que de la démocratie
LE MONDE 09.01.08 15h10 • Mis à jour le 09.01.08 15h10
Nicolas Sarkozy a décrit sa politique étrangère, mardi 8 janvier, comme une "diplomatie de la réconciliation", affirmant que "la France doit parler avec tout le monde". Il n'a pas mis l'accent sur la défense des droits de l'homme et de la démocratie, A DIFERENCIA DE ANGELA MERKEL... Y DE BUSH; EL DESASTRE DE BUSH ARRANCÓ DE TAN UTÓPICA DEFENSA mais il a annoncé qu'il allait "se battre" pour la "diversité" dans le monde. SI ES LA YA EXISTENTE, NO TENDRÁ QUE HACER ESFUERZO ALGUNO. SI PIENSA EN OTRA TENDRÍA QUE DEFINIRLA Y ENUNCIAR LOS MEDIOS DE LLEGAR A ELLA. Cette notion, a-t-il expliqué, permet d'éviter l'accusation de chercher à imposer à des sociétés un modèle venu de l'extérieur. Se référer à la diversité plutôt qu'à la démocratie fait que "cet argument tombe", a-t-il dit.
Alors qu'il doit entamer cette semaine une tournée dans des pays du Golfe, qui coïncide en partie ¿COINCIDENCIA BUSCADA UNILATERALMENTE POR SARKO O PACTADA CON BUSH? avec le premier déplacement du président américain George Bush au Proche-Orient, Nicolas Sarkozy n'a accordé qu'une place réduite, lors de sa prestation, aux dossiers brûlants de politique étrangère. Il a exprimé son soutien aux "droits du peuple palestinien" ¿A QUÉ? ¿A TENER UN ESTADO PROPIO? ¿CÓMO CONSEGUIRLO AHORA CUANDO LOS PALESTINOS ESTÁN DIVIDIDOS EN DOS FUERZAS IRRECONCILIABLES? , à "l'indépendance du Liban, symbole de la diversité", et à Israël, "fait politique majeur du XXe siècle" BUENO ES RECORDARLO FRENTE A TANTOS ANTI-ISRAEL QUE LEVANTAN CABEZA EN EUROPA. Il n'a évoqué l'Iran - sujet sur lequel Paris a durci sa politique ces derniers mois NO TANTO COMO QUERRÍA EL DEPLORABLE KOUCHNER, REPRIMIDO POR SARKO- que de façon incidente, en parlant de la nécessité d'offrir l'accès au nucléaire civil aux pays musulmans, puis en réponse à une question de journaliste à propos du président russe, Vladimir Poutine. "Ce qu'a fait M. Poutine sur l'Iran est positif, a dit le chef de l'Etat. Il nous aide à convaincre l'Iran d'arrêter de danser au bord du gouffre."
"CHARIVARI"
Interrogé sur les félicitations qu'il avait décernées à M. Poutine après les élections à la Douma OPORTUNA, DADAS LAS CIRCUNSTANCIAS: FRANCIA TIENE QUE TENDER SÓLITOS PUENTES CON ESTA RUSI QUE RECUPERA SU PESO INTERNACIONAL - alors que l'Union européenne en avait critiqué les modalités - M. Sarkozy a pris un ton courroucé. Il s'en est pris aux "donneurs de leçon", ajoutant qu'il aurait été "ridicule" de reprocher à M. Poutine cette élection alors qu'il est "le plus populaire" et que, selon "tous les experts", "indépendamment des problèmes qu'il y a eu incontestablement" dans le scrutin, "il aurait été élu".
Le président français a aussi clairement établi un lien entre les félicitations accordées à M. Poutine après les législatives russes et la nécessité de s'assurer du soutien de Moscou sur certains dossiers internationaux, comme l'Iran, ou le Darfour. Il n'est pas souhaitable que l'on "blesse Poutine (pour), au même moment, lui demander de régler les crises du monde", a dit M. Sarkozy. BUEN ARGUMENTO
Le chef de l'Etat a en outre ironisé sur les commentaires qui avaient été faits au moment de la visite en France du colonel Kadhafi, parlant de "charivari". Il n'y a eu "aucun faste" lors de ce séjour, a-t-il dit, avant d'ajouter, quelque peu contradictoire : "J'assume. La France reçoit bien ses invités." AUNQUE ÉSTOS LLEGUEN A ELLA DESPLEGANDO SU PROPIA PUESTA ENESCENA
Dans un rapprochement nouveau, M. Sarkozy a jugé que "le partage du nucléaire civil" au profit de pays arabes pouvait avoir une incidence, à l'avenir, sur la nature de ces régimes. "Quand il n'y aura plus de pétrole et de gaz, croyez-vous qu'on aura des régimes démocratiques ?", a-t-il interrogé. Il a aussi exprimé un soutien appuyé aux présidents algérien, Abdelaziz Bouteflika, et égyptien, Hosni Moubarak, présentés comme des remparts contre l'islamisme. "Personne ne veut d'un gouvernement taliban en Algérie", a-t-il notamment commenté.
Natalie Nougayrède
Article paru dans l'édition du 10.01.08
LE MONDE 09.01.08 15h10 • Mis à jour le 09.01.08 15h10
Nicolas Sarkozy a décrit sa politique étrangère, mardi 8 janvier, comme une "diplomatie de la réconciliation", affirmant que "la France doit parler avec tout le monde". Il n'a pas mis l'accent sur la défense des droits de l'homme et de la démocratie, A DIFERENCIA DE ANGELA MERKEL... Y DE BUSH; EL DESASTRE DE BUSH ARRANCÓ DE TAN UTÓPICA DEFENSA mais il a annoncé qu'il allait "se battre" pour la "diversité" dans le monde. SI ES LA YA EXISTENTE, NO TENDRÁ QUE HACER ESFUERZO ALGUNO. SI PIENSA EN OTRA TENDRÍA QUE DEFINIRLA Y ENUNCIAR LOS MEDIOS DE LLEGAR A ELLA. Cette notion, a-t-il expliqué, permet d'éviter l'accusation de chercher à imposer à des sociétés un modèle venu de l'extérieur. Se référer à la diversité plutôt qu'à la démocratie fait que "cet argument tombe", a-t-il dit.
Alors qu'il doit entamer cette semaine une tournée dans des pays du Golfe, qui coïncide en partie ¿COINCIDENCIA BUSCADA UNILATERALMENTE POR SARKO O PACTADA CON BUSH? avec le premier déplacement du président américain George Bush au Proche-Orient, Nicolas Sarkozy n'a accordé qu'une place réduite, lors de sa prestation, aux dossiers brûlants de politique étrangère. Il a exprimé son soutien aux "droits du peuple palestinien" ¿A QUÉ? ¿A TENER UN ESTADO PROPIO? ¿CÓMO CONSEGUIRLO AHORA CUANDO LOS PALESTINOS ESTÁN DIVIDIDOS EN DOS FUERZAS IRRECONCILIABLES? , à "l'indépendance du Liban, symbole de la diversité", et à Israël, "fait politique majeur du XXe siècle" BUENO ES RECORDARLO FRENTE A TANTOS ANTI-ISRAEL QUE LEVANTAN CABEZA EN EUROPA. Il n'a évoqué l'Iran - sujet sur lequel Paris a durci sa politique ces derniers mois NO TANTO COMO QUERRÍA EL DEPLORABLE KOUCHNER, REPRIMIDO POR SARKO- que de façon incidente, en parlant de la nécessité d'offrir l'accès au nucléaire civil aux pays musulmans, puis en réponse à une question de journaliste à propos du président russe, Vladimir Poutine. "Ce qu'a fait M. Poutine sur l'Iran est positif, a dit le chef de l'Etat. Il nous aide à convaincre l'Iran d'arrêter de danser au bord du gouffre."
"CHARIVARI"
Interrogé sur les félicitations qu'il avait décernées à M. Poutine après les élections à la Douma OPORTUNA, DADAS LAS CIRCUNSTANCIAS: FRANCIA TIENE QUE TENDER SÓLITOS PUENTES CON ESTA RUSI QUE RECUPERA SU PESO INTERNACIONAL - alors que l'Union européenne en avait critiqué les modalités - M. Sarkozy a pris un ton courroucé. Il s'en est pris aux "donneurs de leçon", ajoutant qu'il aurait été "ridicule" de reprocher à M. Poutine cette élection alors qu'il est "le plus populaire" et que, selon "tous les experts", "indépendamment des problèmes qu'il y a eu incontestablement" dans le scrutin, "il aurait été élu".
Le président français a aussi clairement établi un lien entre les félicitations accordées à M. Poutine après les législatives russes et la nécessité de s'assurer du soutien de Moscou sur certains dossiers internationaux, comme l'Iran, ou le Darfour. Il n'est pas souhaitable que l'on "blesse Poutine (pour), au même moment, lui demander de régler les crises du monde", a dit M. Sarkozy. BUEN ARGUMENTO
Le chef de l'Etat a en outre ironisé sur les commentaires qui avaient été faits au moment de la visite en France du colonel Kadhafi, parlant de "charivari". Il n'y a eu "aucun faste" lors de ce séjour, a-t-il dit, avant d'ajouter, quelque peu contradictoire : "J'assume. La France reçoit bien ses invités." AUNQUE ÉSTOS LLEGUEN A ELLA DESPLEGANDO SU PROPIA PUESTA ENESCENA
Dans un rapprochement nouveau, M. Sarkozy a jugé que "le partage du nucléaire civil" au profit de pays arabes pouvait avoir une incidence, à l'avenir, sur la nature de ces régimes. "Quand il n'y aura plus de pétrole et de gaz, croyez-vous qu'on aura des régimes démocratiques ?", a-t-il interrogé. Il a aussi exprimé un soutien appuyé aux présidents algérien, Abdelaziz Bouteflika, et égyptien, Hosni Moubarak, présentés comme des remparts contre l'islamisme. "Personne ne veut d'un gouvernement taliban en Algérie", a-t-il notamment commenté.
Natalie Nougayrède
Article paru dans l'édition du 10.01.08
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Política Exterior
miércoles, enero 09, 2008
LE MONDE SE PONE DURO -¡POR FIN!- CON SARKO
Edito du Monde
Pensée magique
LE MONDE 09.01.08 14h35 • Mis à jour le 09.01.08 14h35
Nicolas Sarkozy a le sens de la répartie qui claque. "Président de la République, c'est pas un boulot pour inquiet. J'en connais de plus calmes, comme éditorialiste", a-t-il répondu mardi 8 janvier aux journalistes qui l'interrogeaient - bien timidement - sur la conjoncture économique difficile qui obère chaque jour un peu plus ses promesses de campagne en matière de croissance et de pouvoir d'achat. Sans entrer dans cette polémique, efforçons-nous au moins d'être lucides.
Il y a huit mois seulement, on allait voir ce qu'on allait voir, triomphait le chef de l'Etat : un "choc de confiance" dès l'été, une croissance qu'il irait "chercher avec les dents", une relance du pouvoir d'achat dont il se voulait "le président" grâce à cette équation lumineuse : "Travailler plus pour gagner plus." Aux pessimistes professionnels qui le mettaient en garde contre les illusions de la pensée magique, il opposait avec assurance sa détermination, son énergie et sa volonté de faire bouger la France.
Huit mois plus tard, le constat est brutal : en dépit du paquet fiscal, voté dès l'été, et de la détaxation des heures supplémentaires, adoptée à l'automne, la croissance reste trop molle, les prix sont en hausse, le pouvoir d'achat est atone et le moral des ménages en berne, sans parler des déficits publics qui grèvent toujours aussi lourdement l'avenir. Le premier bilan dressé par le président de la République a au moins le mérite de la franchise : "Qu'attendez-vous de moi, que je vide les caisses qui sont déjà vides ou que je donne des ordres à des entreprises à qui je n'ai pas à en donner ?" Cruel aveu que les faits sont têtus.
Pour autant, M. Sarkozy n'a pas l'intention de changer la méthode qui lui a si bien réussi jusqu'à présent. La réalité résiste ? Changeons de terrain ! Le détricotage des 35 heures n'a pas (encore) produit les effets escomptés ? Allons donc jusqu'à leur enterrement complet sans craindre de rendre caduc le dispositif d'assouplissement à peine mis en oeuvre. La consommation menace de flancher ? Faisons des soldes toute l'année. L'augmentation du pouvoir d'achat n'est pas au rendez-vous ? Développons vigoureusement la participation et l'intéressement dans toutes les entreprises, propose le chef de l'Etat.
Puisque, enfin, les chiffres de la croissance sont décevants, confions à d'éminents économistes, l'Indien Amartya Sen et l'Américain Joseph Stiglitz, le soin de réfléchir à un nouvel instrument de mesure. Contre les rigueurs étriquées du produit national brut, inventons le bonheur national brut, indice mieux adapté à la "politique de civilisation" que le président de la République appelle de ses voeux. Rien de tout cela ne manque de sens. Mais l'on peut douter que cela réponde à l'inquiétude sourde des Français.
Article paru dans l'édition du 10.01.08
Pensée magique
LE MONDE 09.01.08 14h35 • Mis à jour le 09.01.08 14h35
Nicolas Sarkozy a le sens de la répartie qui claque. "Président de la République, c'est pas un boulot pour inquiet. J'en connais de plus calmes, comme éditorialiste", a-t-il répondu mardi 8 janvier aux journalistes qui l'interrogeaient - bien timidement - sur la conjoncture économique difficile qui obère chaque jour un peu plus ses promesses de campagne en matière de croissance et de pouvoir d'achat. Sans entrer dans cette polémique, efforçons-nous au moins d'être lucides.
Il y a huit mois seulement, on allait voir ce qu'on allait voir, triomphait le chef de l'Etat : un "choc de confiance" dès l'été, une croissance qu'il irait "chercher avec les dents", une relance du pouvoir d'achat dont il se voulait "le président" grâce à cette équation lumineuse : "Travailler plus pour gagner plus." Aux pessimistes professionnels qui le mettaient en garde contre les illusions de la pensée magique, il opposait avec assurance sa détermination, son énergie et sa volonté de faire bouger la France.
Huit mois plus tard, le constat est brutal : en dépit du paquet fiscal, voté dès l'été, et de la détaxation des heures supplémentaires, adoptée à l'automne, la croissance reste trop molle, les prix sont en hausse, le pouvoir d'achat est atone et le moral des ménages en berne, sans parler des déficits publics qui grèvent toujours aussi lourdement l'avenir. Le premier bilan dressé par le président de la République a au moins le mérite de la franchise : "Qu'attendez-vous de moi, que je vide les caisses qui sont déjà vides ou que je donne des ordres à des entreprises à qui je n'ai pas à en donner ?" Cruel aveu que les faits sont têtus.
Pour autant, M. Sarkozy n'a pas l'intention de changer la méthode qui lui a si bien réussi jusqu'à présent. La réalité résiste ? Changeons de terrain ! Le détricotage des 35 heures n'a pas (encore) produit les effets escomptés ? Allons donc jusqu'à leur enterrement complet sans craindre de rendre caduc le dispositif d'assouplissement à peine mis en oeuvre. La consommation menace de flancher ? Faisons des soldes toute l'année. L'augmentation du pouvoir d'achat n'est pas au rendez-vous ? Développons vigoureusement la participation et l'intéressement dans toutes les entreprises, propose le chef de l'Etat.
Puisque, enfin, les chiffres de la croissance sont décevants, confions à d'éminents économistes, l'Indien Amartya Sen et l'Américain Joseph Stiglitz, le soin de réfléchir à un nouvel instrument de mesure. Contre les rigueurs étriquées du produit national brut, inventons le bonheur national brut, indice mieux adapté à la "politique de civilisation" que le président de la République appelle de ses voeux. Rien de tout cela ne manque de sens. Mais l'on peut douter que cela réponde à l'inquiétude sourde des Français.
Article paru dans l'édition du 10.01.08
DESPUÉS DE NEW HAMPSHIRE
THE NEW YORK TIMES:
January 9, 2008
Editorial
Unite, Not Divide, Really This Time
The New Hampshire primary has done Americans a service by leaving both parties’ nominating contests open and giving a truly broad range of voters a chance to participate in these vitally important choices. The coming contests will be colored in large part by how the contenders and their backers answer a basic question: Just how far are they willing to go to win?
If the Republican fringe plays to type and decides to savage John McCain, the party’s winner in New Hampshire, once again, and if the Clinton camp continues to allow its baser instincts to rule, they will do more harm than good to themselves, to their parties and to the political process. The danger signs are there on both sides, but are glaringly evident among the Democrats.
Senator Barack Obama did not refrain from dropping cutting comments about Senator Hillary Clinton into his speeches. “I’m not running because I think it’s my turn, that it’s somehow owed to me,” he would say. But he generally pitched his speeches on notes of inspiration and hope.
Mrs. Clinton ran an angry campaign in New Hampshire, and polls showed that voters noticed. She won narrowly, but came perilously close to injecting racial tension into what should have been — and still should be — an uplifting contest between the first major woman candidate and the first major African-American candidate.
In the days before the voting, Mrs. Clinton and her team were so intent on talking about how big a change a woman president would be — and it surely would — that some of her surrogates even suggested that it would be a more valuable change than an African-American president. Mrs. Clinton managed to energize the women’s vote in New Hampshire to win the contest, but the Democratic Party should be celebrating its full diversity, a refreshing and notable difference from the field of Republican contenders.
In Mrs. Clinton’s zeal to make the case that experience (hers) is more important than inspirational leadership (Mr. Obama’s), she made some peculiar comments about the relative importance of the Rev. Dr. Martin Luther King Jr. and President Lyndon Johnson to the civil rights cause. She complimented Dr. King’s soaring rhetoric, but said: “Dr. King’s dream began to be realized when President Lyndon Johnson passed the Civil Rights Act of 1964. ... It took a president to get it done. ”
Why Mrs. Clinton would compare herself to Mr. Johnson, who escalated the war in Vietnam into a generational disaster, was baffling enough. It was hard to escape the distasteful implication that a black man needed the help of a white man to effect change. She pulled herself back from the brink by later talking about the mistreatment and danger Dr. King faced. Former President Bill Clinton, who seems to forget he is not the one running, hurled himself over the edge on Monday with a bizarre and rambling attack on Mr. Obama.
Mr. Clinton has generally been a statesman as ex-president, and keeping up this sort of behavior will undermine his credibility and ability to do more good.
We understand, and usually admire, Mrs. Clinton’s determination. Allowing her team’s wearyingly familiar strong-arm instincts to take over would be damaging for the Democrats in the fall, no matter who gets the nomination. Polls in Iowa and New Hampshire show that Democratic voters liked all of their candidates — they simply chose one. It would be a mistake for a politician whose unfavorable ratings across the nation have long been stuck in the 40 percent range to erase that good feeling about her party.
In 2000, after Mr. McCain beat George W. Bush in New Hampshire, the Republican Party’s right wing savaged the Arizona senator and his family during the South Carolina primary. It was the nation’s first taste of the politics of division practiced by Mr. Bush and Karl Rove that became the guiding principle of Mr. Bush’s presidency: winning justifies denying any role to the losers — even dissenting Republicans.
This year the Republicans have joined the Democrats in the chorus of change, and American voters have a right to expect it. The Republicans have not held back from criticizing each other, but not with the ferocity or the small-mindedness perfected by Mr. Rove. Mitt Romney, the former Massachusetts governor, ran a negative campaign, and he lost in his neighboring state.
Mr. McCain, despite some pandering, is still not the choice of social conservatives or religious conservatives. As with the Democrats, however, Republicans have done well with voters by talking about leading all Americans.
That is not to say theirs has been an uplifting campaign. The Republicans happily accuse the Democrats of advocating socialized medicine, which anyone who has listened to them knows is nonsense. Rudolph Giuliani has built his entire bid for the White House feeding fears of terrorism. But Mr. McCain, Mike Huckabee and even Mr. Romney talk about how disillusioned Americans are with Washington and about their intent to unite the country.
Americans have had seven painful and disillusioning years. The last thing they want is for either party to drag out the old playbooks of division and anger. We doubt now whether Mr. Bush ever intended to deliver on his 2000 pledge to unite, not divide. Americans still want, and deserve, a leader who will fulfill that promise.
THE WASHINGTON POST:
The Comeback GrownupsNew Hampshire keeps the races nicely unsettled.
Wednesday, January 9, 2008; A14
FOR ALL THE hoopla over Barack Obama's post-Iowa bounce, in the end the Democratic voters of New Hampshire buoyed Hillary Rodham Clinton with a victory that confounded the pollsters. This is good news, and not just for the senator from New York. It's good news for the voters in all the states that haven't yet had a chance to express a preference. The situation is much the same on the other side: John McCain, whose campaign was written off as hopeless only weeks ago, won a decisive victory in the Republican primary that could keep the GOP race scrambled for some time to come.
Mr. McCain's win improves the chances that voters in November will have two credible, thoughtful nominees from whom to choose. In many areas, his principled positions offer a welcome departure from the usual partisan playbook. In a campaign that has reflected some of the uglier aspects of American politics, especially when it comes to immigration, Mr. McCain offers a voice of reason tempered by the knowledge that many voters are furious about illegal immigration. His deep knowledge of foreign affairs, clearheaded approach to the threat of Islamic extremism and unwillingness to abandon his support for the war in Iraq, even when it threatened to cost him his bid for the presidency, are admirable, as is his unswerving opposition to the use of torture by U.S. personnel. Although we disagree with the Arizona senator on a host of domestic issues, including tax policy, abortion rights and gay rights, his willingness to take on such issues as climate change and campaign finance reform -- neither of which were particularly popular with his party -- reflects well on his character and judgment.
The Republican race remains far from settled, but having Mr. McCain in the fray as a credible candidate is a development to be cheered. As a bonus, Mr. McCain's unexpected rise after an apparent campaign implosion last summer, along with Mike Huckabee's victory in Iowa last week, illustrates that money can't buy everything in American politics, at least not always.
The Democratic contest had been threatening to unfold with unsettling velocity. But New Hampshire applied a useful brake. The senator from Illinois is an impressive man whose rhetoric of inclusive post-partisanship helped inspire record turnout in Iowa and New Hampshire. He has tapped into a deep vein of dissatisfaction with the status quo under President Bush, and his support reflects unease among many over the perceived divisiveness of Ms. Clinton and the restoration of a Clinton presidency.
As the New Hampshire results show, Mr. Obama has a formidable opponent in Ms. Clinton, who would bring to the presidency valuable experience, both in the White House and the Senate, that has given her a sophisticated understanding of the dangers and opportunities the United States faces in the world. Her policy positions overlap with Mr. Obama's more than they differ, but the differences aren't inconsequential, especially in foreign affairs, where Ms. Clinton has had the more sophisticated approach to how to deal with Iraq and other danger zones. The contrast between her experience and his inspiration opens a legitimate and important debate. It's good that more voters will have a chance to weigh in.
January 9, 2008
Editorial
Unite, Not Divide, Really This Time
The New Hampshire primary has done Americans a service by leaving both parties’ nominating contests open and giving a truly broad range of voters a chance to participate in these vitally important choices. The coming contests will be colored in large part by how the contenders and their backers answer a basic question: Just how far are they willing to go to win?
If the Republican fringe plays to type and decides to savage John McCain, the party’s winner in New Hampshire, once again, and if the Clinton camp continues to allow its baser instincts to rule, they will do more harm than good to themselves, to their parties and to the political process. The danger signs are there on both sides, but are glaringly evident among the Democrats.
Senator Barack Obama did not refrain from dropping cutting comments about Senator Hillary Clinton into his speeches. “I’m not running because I think it’s my turn, that it’s somehow owed to me,” he would say. But he generally pitched his speeches on notes of inspiration and hope.
Mrs. Clinton ran an angry campaign in New Hampshire, and polls showed that voters noticed. She won narrowly, but came perilously close to injecting racial tension into what should have been — and still should be — an uplifting contest between the first major woman candidate and the first major African-American candidate.
In the days before the voting, Mrs. Clinton and her team were so intent on talking about how big a change a woman president would be — and it surely would — that some of her surrogates even suggested that it would be a more valuable change than an African-American president. Mrs. Clinton managed to energize the women’s vote in New Hampshire to win the contest, but the Democratic Party should be celebrating its full diversity, a refreshing and notable difference from the field of Republican contenders.
In Mrs. Clinton’s zeal to make the case that experience (hers) is more important than inspirational leadership (Mr. Obama’s), she made some peculiar comments about the relative importance of the Rev. Dr. Martin Luther King Jr. and President Lyndon Johnson to the civil rights cause. She complimented Dr. King’s soaring rhetoric, but said: “Dr. King’s dream began to be realized when President Lyndon Johnson passed the Civil Rights Act of 1964. ... It took a president to get it done. ”
Why Mrs. Clinton would compare herself to Mr. Johnson, who escalated the war in Vietnam into a generational disaster, was baffling enough. It was hard to escape the distasteful implication that a black man needed the help of a white man to effect change. She pulled herself back from the brink by later talking about the mistreatment and danger Dr. King faced. Former President Bill Clinton, who seems to forget he is not the one running, hurled himself over the edge on Monday with a bizarre and rambling attack on Mr. Obama.
Mr. Clinton has generally been a statesman as ex-president, and keeping up this sort of behavior will undermine his credibility and ability to do more good.
We understand, and usually admire, Mrs. Clinton’s determination. Allowing her team’s wearyingly familiar strong-arm instincts to take over would be damaging for the Democrats in the fall, no matter who gets the nomination. Polls in Iowa and New Hampshire show that Democratic voters liked all of their candidates — they simply chose one. It would be a mistake for a politician whose unfavorable ratings across the nation have long been stuck in the 40 percent range to erase that good feeling about her party.
In 2000, after Mr. McCain beat George W. Bush in New Hampshire, the Republican Party’s right wing savaged the Arizona senator and his family during the South Carolina primary. It was the nation’s first taste of the politics of division practiced by Mr. Bush and Karl Rove that became the guiding principle of Mr. Bush’s presidency: winning justifies denying any role to the losers — even dissenting Republicans.
This year the Republicans have joined the Democrats in the chorus of change, and American voters have a right to expect it. The Republicans have not held back from criticizing each other, but not with the ferocity or the small-mindedness perfected by Mr. Rove. Mitt Romney, the former Massachusetts governor, ran a negative campaign, and he lost in his neighboring state.
Mr. McCain, despite some pandering, is still not the choice of social conservatives or religious conservatives. As with the Democrats, however, Republicans have done well with voters by talking about leading all Americans.
That is not to say theirs has been an uplifting campaign. The Republicans happily accuse the Democrats of advocating socialized medicine, which anyone who has listened to them knows is nonsense. Rudolph Giuliani has built his entire bid for the White House feeding fears of terrorism. But Mr. McCain, Mike Huckabee and even Mr. Romney talk about how disillusioned Americans are with Washington and about their intent to unite the country.
Americans have had seven painful and disillusioning years. The last thing they want is for either party to drag out the old playbooks of division and anger. We doubt now whether Mr. Bush ever intended to deliver on his 2000 pledge to unite, not divide. Americans still want, and deserve, a leader who will fulfill that promise.
THE WASHINGTON POST:
The Comeback GrownupsNew Hampshire keeps the races nicely unsettled.
Wednesday, January 9, 2008; A14
FOR ALL THE hoopla over Barack Obama's post-Iowa bounce, in the end the Democratic voters of New Hampshire buoyed Hillary Rodham Clinton with a victory that confounded the pollsters. This is good news, and not just for the senator from New York. It's good news for the voters in all the states that haven't yet had a chance to express a preference. The situation is much the same on the other side: John McCain, whose campaign was written off as hopeless only weeks ago, won a decisive victory in the Republican primary that could keep the GOP race scrambled for some time to come.
Mr. McCain's win improves the chances that voters in November will have two credible, thoughtful nominees from whom to choose. In many areas, his principled positions offer a welcome departure from the usual partisan playbook. In a campaign that has reflected some of the uglier aspects of American politics, especially when it comes to immigration, Mr. McCain offers a voice of reason tempered by the knowledge that many voters are furious about illegal immigration. His deep knowledge of foreign affairs, clearheaded approach to the threat of Islamic extremism and unwillingness to abandon his support for the war in Iraq, even when it threatened to cost him his bid for the presidency, are admirable, as is his unswerving opposition to the use of torture by U.S. personnel. Although we disagree with the Arizona senator on a host of domestic issues, including tax policy, abortion rights and gay rights, his willingness to take on such issues as climate change and campaign finance reform -- neither of which were particularly popular with his party -- reflects well on his character and judgment.
The Republican race remains far from settled, but having Mr. McCain in the fray as a credible candidate is a development to be cheered. As a bonus, Mr. McCain's unexpected rise after an apparent campaign implosion last summer, along with Mike Huckabee's victory in Iowa last week, illustrates that money can't buy everything in American politics, at least not always.
The Democratic contest had been threatening to unfold with unsettling velocity. But New Hampshire applied a useful brake. The senator from Illinois is an impressive man whose rhetoric of inclusive post-partisanship helped inspire record turnout in Iowa and New Hampshire. He has tapped into a deep vein of dissatisfaction with the status quo under President Bush, and his support reflects unease among many over the perceived divisiveness of Ms. Clinton and the restoration of a Clinton presidency.
As the New Hampshire results show, Mr. Obama has a formidable opponent in Ms. Clinton, who would bring to the presidency valuable experience, both in the White House and the Senate, that has given her a sophisticated understanding of the dangers and opportunities the United States faces in the world. Her policy positions overlap with Mr. Obama's more than they differ, but the differences aren't inconsequential, especially in foreign affairs, where Ms. Clinton has had the more sophisticated approach to how to deal with Iraq and other danger zones. The contrast between her experience and his inspiration opens a legitimate and important debate. It's good that more voters will have a chance to weigh in.
martes, enero 08, 2008
SARKO, A LA BÚSQUEDA DE "SECUENCIAS COHERENTES"
SARKOZY, A LA BÚSQUEDA DE “SECUENCIAS COHERENTES”
Tratándose de Nicolas Sarkozy, el único pronóstico seguro es que seguirá la exposición contínua de su ego en todos los escenarios posibles, políticos y mundanos, institucionales, familiares y turísticos, arrogándose la primera y la última palabra fuere cual fuere su interlocutor, en una suerte de Presidencia Mayestática diferente de todas. . Su mensaje de Año Nuevo anunció ´”un año duro y exigente” so pretexto de que “no soy yo el que está impaciente, son los franceses”
En su primera rueda de prensa al terminar las vaciones, llegó a definir “la segunda etapa de su gobierno” nada menos que como una “políticq de civilización”. A sus 33 ministros y secretarios de Estado –a quñienes sigue tratando como si fueran meros colaboradores precarios- les advirtió que “deberían estar contentos de estar en el Gobierno. Hay gente que sueña con ser minisro y no lo será jamás.” Pero atención- “Ustedes tampoco lo serán siempre y, por consiguiente, les conviene felicitarse por serlo”. Contratando los servicios de una consultoría privada, Mars&Co., como si careciera de controles en las estructuras del Estado, Sarko pretende someter a sus ministros a la lógica de su famosa “cultura del resultado” aplicándoles un sistema de evaluacion que pretende fijar “objetivos cuantificables” en cada cartera ministerial (práctica compulsiva que Sarko ya había impuesto en sus tiempos de ministro del Interior). La superstición del número como cualificación inapelable podría acarrear pronto la caída de algunos y su sustitución por otros elegidos, nuevos precarios, entre los cuales podrían estar algunos de esos tránsfugas del PS que ya habían demosttrado ser fieles vasallos de otro ego mayúsculo pero solemne y reservado, el de François Diieu Mitterrand.
Las municipales de marzo pondrán a prueba los apoyos que mantiene, pierde y conquista Sarko. Pero ya a los siete meses de su irrupción en el Eliseo los indicadores económicos no le son favorables: perfilan a “su” Francia con un crecimiento inferior a la media de la zona euro, una insuficiente creación de empleo y una creciente inflación. Y a él, entonces, no se le ocurre otra explicación que imaginar dos chivos emisarios: el euro y el Banco Central europeo.
Francia necesita de sus socios en la UE, sobre todo de la mayor potencia regional, Alemania. La presidencia francesa de la Unión para el segundo semestre de este año potenciará sin duda a Sarko desde los arranques de este año y los primeros ejercicios de paciencia diplomática tendrá que hacerlos, ya, Eslovenia, que preside el primer semestre. Pero ¿hasta dónde coincidirán los planes del francés con los de la canciller alemana, con los del primer ministro británico (la una y el otro con sus propios problemas para mantenerse en el poder), con todos los demás que deciden en esta Unión absurdamente ampliada? Y mientras tanto ¿cómo orientará Sarko la política exterior francesa en relacción a EEUU, a la resurgente Rusia, a las emergentes China, India y Brasil, y a los demás actores del sistema internacional?
“Comprendo que una actualidad expulsa a la otra”, dijo Sarko a un grupo de periodistas. “Pero yo intento hacer secuencias coherentes, que es lo más difícil.” Sí, sin duda, sobre todo cuando las secuencias le hacen saltar de Angela Merkel. Bush y Zapatero a Putin y a Kadhafi, del Eliseo a Disneylandia, de San Juan de Letrán a los ruteros turísticos de Egipto y Jordania, de saberse definitivamente abandonado por Cécilia a buscar consuelo en los brazos de Carla, esa espléndida piamontesa que tiempo atrás supo decir de sí misma (además de todo lo que dice en sus canciones): “Soy monógama de vez en cuando, pero prefiero la poligamia y la poliandría”. ¿Aceptará ahora Sarko, nuevo Canónigo de Honor de San Juan de Letrán, esta preferencia de Carla? Vaya uno a saber:. Aa diferencia de su nueva pareja, que pone letra y música a sus canciones, el Presidente Canónigo suele interpretar discuros escritos o inspirados por otros (como aquel, excelente, corajudo, sobre la “laicidad positiva” que dijo en Roma, donde fue capaz de citar a de Lubac y Congar inspirado, quizás, por el incansable Max Gallo),
Tratándose de Nicolas Sarkozy, el único pronóstico seguro es que seguirá la exposición contínua de su ego en todos los escenarios posibles, políticos y mundanos, institucionales, familiares y turísticos, arrogándose la primera y la última palabra fuere cual fuere su interlocutor, en una suerte de Presidencia Mayestática diferente de todas. . Su mensaje de Año Nuevo anunció ´”un año duro y exigente” so pretexto de que “no soy yo el que está impaciente, son los franceses”
En su primera rueda de prensa al terminar las vaciones, llegó a definir “la segunda etapa de su gobierno” nada menos que como una “políticq de civilización”. A sus 33 ministros y secretarios de Estado –a quñienes sigue tratando como si fueran meros colaboradores precarios- les advirtió que “deberían estar contentos de estar en el Gobierno. Hay gente que sueña con ser minisro y no lo será jamás.” Pero atención- “Ustedes tampoco lo serán siempre y, por consiguiente, les conviene felicitarse por serlo”. Contratando los servicios de una consultoría privada, Mars&Co., como si careciera de controles en las estructuras del Estado, Sarko pretende someter a sus ministros a la lógica de su famosa “cultura del resultado” aplicándoles un sistema de evaluacion que pretende fijar “objetivos cuantificables” en cada cartera ministerial (práctica compulsiva que Sarko ya había impuesto en sus tiempos de ministro del Interior). La superstición del número como cualificación inapelable podría acarrear pronto la caída de algunos y su sustitución por otros elegidos, nuevos precarios, entre los cuales podrían estar algunos de esos tránsfugas del PS que ya habían demosttrado ser fieles vasallos de otro ego mayúsculo pero solemne y reservado, el de François Diieu Mitterrand.
Las municipales de marzo pondrán a prueba los apoyos que mantiene, pierde y conquista Sarko. Pero ya a los siete meses de su irrupción en el Eliseo los indicadores económicos no le son favorables: perfilan a “su” Francia con un crecimiento inferior a la media de la zona euro, una insuficiente creación de empleo y una creciente inflación. Y a él, entonces, no se le ocurre otra explicación que imaginar dos chivos emisarios: el euro y el Banco Central europeo.
Francia necesita de sus socios en la UE, sobre todo de la mayor potencia regional, Alemania. La presidencia francesa de la Unión para el segundo semestre de este año potenciará sin duda a Sarko desde los arranques de este año y los primeros ejercicios de paciencia diplomática tendrá que hacerlos, ya, Eslovenia, que preside el primer semestre. Pero ¿hasta dónde coincidirán los planes del francés con los de la canciller alemana, con los del primer ministro británico (la una y el otro con sus propios problemas para mantenerse en el poder), con todos los demás que deciden en esta Unión absurdamente ampliada? Y mientras tanto ¿cómo orientará Sarko la política exterior francesa en relacción a EEUU, a la resurgente Rusia, a las emergentes China, India y Brasil, y a los demás actores del sistema internacional?
“Comprendo que una actualidad expulsa a la otra”, dijo Sarko a un grupo de periodistas. “Pero yo intento hacer secuencias coherentes, que es lo más difícil.” Sí, sin duda, sobre todo cuando las secuencias le hacen saltar de Angela Merkel. Bush y Zapatero a Putin y a Kadhafi, del Eliseo a Disneylandia, de San Juan de Letrán a los ruteros turísticos de Egipto y Jordania, de saberse definitivamente abandonado por Cécilia a buscar consuelo en los brazos de Carla, esa espléndida piamontesa que tiempo atrás supo decir de sí misma (además de todo lo que dice en sus canciones): “Soy monógama de vez en cuando, pero prefiero la poligamia y la poliandría”. ¿Aceptará ahora Sarko, nuevo Canónigo de Honor de San Juan de Letrán, esta preferencia de Carla? Vaya uno a saber:. Aa diferencia de su nueva pareja, que pone letra y música a sus canciones, el Presidente Canónigo suele interpretar discuros escritos o inspirados por otros (como aquel, excelente, corajudo, sobre la “laicidad positiva” que dijo en Roma, donde fue capaz de citar a de Lubac y Congar inspirado, quizás, por el incansable Max Gallo),
Etiquetas:
Francia,
Política,
Relaciones Internacionales
domingo, enero 06, 2008
INÈDITO DITIRAMBO
No he encontrado, en la Catena Aurea de elogios a Juan Carlos I desplegada al cumplir sus 70, esta distinción suprema que pocos días antes le dedicó, cuando todavía era presidente, Nestor Kirchner:
El Rey Juan Carlos es el mejor político de España y uno de los mejores políticos del mundo.
El Rey Juan Carlos es el mejor político de España y uno de los mejores políticos del mundo.
SARKO: "J''ESSAIEj DE FAIRE DES SÉQUENCES COHÉRENTES"

"Je comprends qu'une actualité chasse l'autre. Mais moi, j'essaie de faire des séquences cohérentes, c'est la chose la plus difficile qui soit."
A la vista está.
BBC: "SPAIN''S FAST-LIVING KING TURNS 70"
Spain's fast-living king turns 70
As King Juan Carlos turns 70, the BBC's Steve Kingstone in Madrid profiles the much-admired - and occasionally controversial - monarch.
There seems to be little let-up in the pace of Juan Carlos The King at work
There was no pipe and slippers for this grandfather over Christmas.
Instead, just days shy of his 70th birthday, King Juan Carlos paid a surprise New Year's Eve visit to Spanish soldiers serving at a base in Afghanistan.
The visit was typical of a king who has always taken pride in an action-man image.
A love of skiing, sailing, karate, fast cars, motorbikes and helicopters figure prominently on the royal CV. Getting old quietly does not.
How many other reigning monarchs would publicly tell Venezuela's President Hugo Chavez to "shut up," as Juan Carlos did during last November's Ibero-American summit in Chile?
Ringtone hit
Many Spaniards applauded him. Their king had slapped down the combative Venezuelan on the world stage, and audio of the royal outburst quickly became a dance remix and a best-selling ringtone.
Sure, what he said to Chavez wasn't very regal; but he reacted viscerally when provoked, as all Spaniards do Royal watcher Jaime Penafiel
"His majesty is a formidable personality but nice with it," says Jaime Penafiel, a veteran royal watcher and former editor of Hola magazine.
"Sure, what he said to Chavez wasn't very regal; but he reacted viscerally when provoked, as all Spaniards do."
Juan Carlos de Borbon was born in Rome on 5 January 1938. His grandfather, King Alfonso XIII, had fled Madrid seven years earlier, and civil war was raging in Spain.
The victorious general, Francisco Franco, would ensure that Spain remained monarch-free throughout his four-decade dictatorship.
Franco's protege
At the age of 10, "Juanito" was sent to Madrid, where he was educated under the eagle eye of Franco, who saw the boy as a more suitable and malleable successor than his exiled father, Don Juan.
On Franco's death in November 1975, the newly crowned King Juan Carlos - then aged 37 - swore allegiance to the principles of his apparent mentor.
But the young king's place in history would lie in the speed and courage with which he helped dismantle the Francoist state.
In 1976 Juan Carlos chose as his prime minister Adolfo Suarez, a reformer who would lead the transition to democracy.
A year later, the king supported the legalisation of the Spanish Communist Party, while in 1981 he would famously defend Spain's infant democracy during an attempted coup by army officers.
"There's a deep-rooted feeling of gratitude for the king's role in the transition to democracy," explains Charles Powell, a historian and royal biographer.
"Polls show that he is the individual to whom democratisation is most closely attributed, and the sense of gratitude cuts across class and ideological lines."
So much so that, in May 2007, the king was voted the greatest Spaniard of all time in a poll run by the Antenna 3 television channel. He beat the writer, Miguel Cervantes, into second place, with Franco 23rd on the list.
Under attack
But over the past 12 months there have been rumblings of a debate about the relevance and value of the monarchy to 21st-Century Spain.
A sizeable tremor struck last September, when Catalan students publicly burned photographs of Juan Carlos and Queen Sofia.
They viewed the king as the symbol of an artificially created Spanish state, and a conviction for "insulting the monarchy" gave publicity to their cause.
The episode led to a rare political intervention by the king who, during a university speech, defended the parliamentary monarchy forged after the death of Franco.
But the king was also being targeted from the right - notably by the outspoken Catholic radio commentator, Federico Jimenez Losantos, who called on Juan Carlos to abdicate in favour of his son, Crown Prince Felipe.
Royal future
There is little hard evidence of any widespread republican sentiment. In one recent poll, 69% of respondents said a parliamentary monarchy was the "ideal" political system for Spain, while 22% preferred a republic.
Nonetheless, November's Hugo Chavez encounter - although admired by many Spaniards - added to the sense of an "annus horribilis" for Juan Carlos.
The incident caused some diplomatic embarrassment for the government, and raised questions about the king's advancing years.
"The biggest challenge ahead is the succession," explains Mr Powell.
"Juan Carlos will always remain popular because of his vital role in the past, but the question is how can he transfer some of that capital to Prince Felipe?"
Royal watchers say there is little prospect of Juan Carlos abdicating, which leaves Crown Prince Felipe - approaching his 40th birthday - in a difficult position.
Much like Britain's Prince Charles, Felipe has sought to make his mark on topical issues such as the environment and immigration; but he remains essentially in the shadow of his more popular father.
The veteran commentator, Jaime Penafiel, foresees turbulence ahead. "We've got a monarchy, but not monarchists," he says.
"Spaniards are 'Juan Carlistas' - they support the person, not the institution. And that's a risk: it remains to be seen if they'll take to Felipe."
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/europe/7171971.stmPublished: 2008/01/04 16:54:18 GMT© BBC MMVIII
As King Juan Carlos turns 70, the BBC's Steve Kingstone in Madrid profiles the much-admired - and occasionally controversial - monarch.
There seems to be little let-up in the pace of Juan Carlos The King at work
There was no pipe and slippers for this grandfather over Christmas.
Instead, just days shy of his 70th birthday, King Juan Carlos paid a surprise New Year's Eve visit to Spanish soldiers serving at a base in Afghanistan.
The visit was typical of a king who has always taken pride in an action-man image.
A love of skiing, sailing, karate, fast cars, motorbikes and helicopters figure prominently on the royal CV. Getting old quietly does not.
How many other reigning monarchs would publicly tell Venezuela's President Hugo Chavez to "shut up," as Juan Carlos did during last November's Ibero-American summit in Chile?
Ringtone hit
Many Spaniards applauded him. Their king had slapped down the combative Venezuelan on the world stage, and audio of the royal outburst quickly became a dance remix and a best-selling ringtone.
Sure, what he said to Chavez wasn't very regal; but he reacted viscerally when provoked, as all Spaniards do Royal watcher Jaime Penafiel
"His majesty is a formidable personality but nice with it," says Jaime Penafiel, a veteran royal watcher and former editor of Hola magazine.
"Sure, what he said to Chavez wasn't very regal; but he reacted viscerally when provoked, as all Spaniards do."
Juan Carlos de Borbon was born in Rome on 5 January 1938. His grandfather, King Alfonso XIII, had fled Madrid seven years earlier, and civil war was raging in Spain.
The victorious general, Francisco Franco, would ensure that Spain remained monarch-free throughout his four-decade dictatorship.
Franco's protege
At the age of 10, "Juanito" was sent to Madrid, where he was educated under the eagle eye of Franco, who saw the boy as a more suitable and malleable successor than his exiled father, Don Juan.
On Franco's death in November 1975, the newly crowned King Juan Carlos - then aged 37 - swore allegiance to the principles of his apparent mentor.
But the young king's place in history would lie in the speed and courage with which he helped dismantle the Francoist state.
In 1976 Juan Carlos chose as his prime minister Adolfo Suarez, a reformer who would lead the transition to democracy.
A year later, the king supported the legalisation of the Spanish Communist Party, while in 1981 he would famously defend Spain's infant democracy during an attempted coup by army officers.
"There's a deep-rooted feeling of gratitude for the king's role in the transition to democracy," explains Charles Powell, a historian and royal biographer.
"Polls show that he is the individual to whom democratisation is most closely attributed, and the sense of gratitude cuts across class and ideological lines."
So much so that, in May 2007, the king was voted the greatest Spaniard of all time in a poll run by the Antenna 3 television channel. He beat the writer, Miguel Cervantes, into second place, with Franco 23rd on the list.
Under attack
But over the past 12 months there have been rumblings of a debate about the relevance and value of the monarchy to 21st-Century Spain.
A sizeable tremor struck last September, when Catalan students publicly burned photographs of Juan Carlos and Queen Sofia.
They viewed the king as the symbol of an artificially created Spanish state, and a conviction for "insulting the monarchy" gave publicity to their cause.
The episode led to a rare political intervention by the king who, during a university speech, defended the parliamentary monarchy forged after the death of Franco.
But the king was also being targeted from the right - notably by the outspoken Catholic radio commentator, Federico Jimenez Losantos, who called on Juan Carlos to abdicate in favour of his son, Crown Prince Felipe.
Royal future
There is little hard evidence of any widespread republican sentiment. In one recent poll, 69% of respondents said a parliamentary monarchy was the "ideal" political system for Spain, while 22% preferred a republic.
Nonetheless, November's Hugo Chavez encounter - although admired by many Spaniards - added to the sense of an "annus horribilis" for Juan Carlos.
The incident caused some diplomatic embarrassment for the government, and raised questions about the king's advancing years.
"The biggest challenge ahead is the succession," explains Mr Powell.
"Juan Carlos will always remain popular because of his vital role in the past, but the question is how can he transfer some of that capital to Prince Felipe?"
Royal watchers say there is little prospect of Juan Carlos abdicating, which leaves Crown Prince Felipe - approaching his 40th birthday - in a difficult position.
Much like Britain's Prince Charles, Felipe has sought to make his mark on topical issues such as the environment and immigration; but he remains essentially in the shadow of his more popular father.
The veteran commentator, Jaime Penafiel, foresees turbulence ahead. "We've got a monarchy, but not monarchists," he says.
"Spaniards are 'Juan Carlistas' - they support the person, not the institution. And that's a risk: it remains to be seen if they'll take to Felipe."
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/europe/7171971.stmPublished: 2008/01/04 16:54:18 GMT© BBC MMVIII
sábado, enero 05, 2008
THEO SOMMER: "BLICK IN DIE KRISTALLKUGEL"
Das Ende unserer Weltordnung
Von Theo Sommer
Was die nächsten 50 Jahre bringen werden? Der Westen verliert an Gewicht, Asien steigt auf, der Terror wird nachlassen. Und wenn der Kapitalismus die Ungleichheit nicht in den Griff bekommt, könnte er untergehen
Theo Sommer
"Blick in die Kristallkugel"
Unsere Spekulationen über die Zukunft und alle politischen Mutmaßungen sind nichts als Possen", sagte Friedrich der Große. Die Erfahrung lehrt, dass er recht hat. Aber der Mensch lebt nun einmal in der Vorausschau. Dies vor allem anderen unterscheidet ihn vom Tier: Stets versucht er, die Gestalt des Künftigen, "the shape of things to come" (H. G. Wells) zu erahnen, vorauszusagen, ja - vermessen genug - zu planen.
Doch so angestrengt wir auch in die Kristallkugel blicken - mehr als bestenfalls die Verlängerung gestriger und heutiger Trends in die Zukunft werden wir darin nicht entdecken. Der Blick voraus ist immer ein Blick ins Dunkle - heute erst recht, wo galoppierender Wandel die vertrauten Strukturen unserer Lebenswelt so rasch verändert, dass die alten Landkarten, nach denen wir uns bisher orientiert haben, nicht mehr dem Gelände entsprechen, durch das wir uns fortan bewegen werden.
Drei EinsichtenDie beste Wahrsagekugel ist zuweilen der Rückspiegel. Wie dem Autofahrer, der den Vorwärtsgang einlegt und vor dem Start einen vergewissernden Blick nach hinten wirft, so erschließt ein kurzer Rückblick dem Zeitgenossen die derzeit vorherrschenden und für einige Zeit wohl weiterwirkenden Trends. Dabei gewinnt er drei Einsichten.
Erstens: Je ferner man eine Entwicklungslinie in die Zukunft verlängert, desto dünner wird sie. Allenfalls ergibt sich aus solcher Extrapolation ein Wegweiser für die nächsten 15, höchstens 25 Jahre; danach beginnen neue Wirkungszusammenhänge.
Zweitens: Die Welt, ihre Ordnung und ihre Bewegungsrichtung werden sich im nächsten halben Jahrhundert ebenso rapide und rasant ändern wie in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten.
Als ich am 1. Januar 1958 zur ZEIT stieß, lag das Ende des Zweiten Weltkriegs gerade 13 Jahre zurück. Die Bundesrepublik und die DDR gingen ihrem neunten Gründungstag entgegen. Stalins Berliner Blockade war zehn Jahre her. Chruschtschows neuerlicher Ansturm auf den freien Westteil der geteilten Stadt lag noch zehn Monate voraus; er kam nach dem Bau der Mauer 1961 erst ein Jahr darauf in der Kuba-Krise zum Erliegen - dem eisigen Gefrierpunkt des Kalten Kriegs, der die Welt damals an den Rand eines Atomkriegs führte und danach noch fast 30 Jahre lang das globale Mächtemuster prägte.
Am selben Tag, an dem ich im Hamburger Pressehaus meinen ersten Schreibtisch bezog, ist die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben getreten, die EWG, die Keimzelle der heutigen Europäischen Union. Indien, Pakistan und Indonesien hatten ihre Freiheit schon in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre errungen. Jetzt rüsteten sich in Afrika und Asien die britischen, französischen, belgischen und portugiesischen Kolonien auf die Unabhängigkeit; 400 Jahre europäischer Vorherrschaft über den Globus gingen zu Ende. Im besiegten Japan bastelte Akio Morita, ein Reiskocher-Produzent, der seiner Firma 1958 den Namen Sony gab, an billigen Transistorradios, während ein gewisser Soichiro Honda, der bis dahin Winz-Motoren zum Antrieb von Fahrrädern hergestellt hatte, seine ersten Motorräder baute. China, angetrieben vom zügellosen Ehrgeiz Mao Tse-tungs, war dabei, sich blindlings in das zerstörerische Delirium des Großen Sprungs nach vorn zu stürzen. In Korea aber - dem einzigen Ort, wo der Kalte Krieg je in einen heißen Schießkrieg umschlug - räumten fünf Jahre nach dem Waffenstillstand im Süden wie im Norden die Überlebenden noch immer die Trümmer beiseite. Auf lange Zeit hin schien die Weltordnung eingefroren in der feindseligen Bipolarität von Ost und West, die den wenigen Blockfreien - Nehru, Tito, Sukarno - kaum Raum zur Entfaltung ließ. Bis dann Ende der achtziger Jahre das Eis taute und im weltgeschichtlichen Schollengang die Dinge unversehens wieder in Fluss gerieten.
Drittens: Es wird, wie stets in der Geschichte, auch in der vor uns liegenden Epoche Überraschungen geben; das Unvorhergesehene, Unvorhersehbare wird die Zeitläufte mindestens so stark prägen wie das Erwartbare. Keine Langfristprognose hat den Zusammenbruch des Sowjetimperiums vorausgesagt, die Eruption des islamischen Dschihad-Terrorismus, den heraufdräuenden Klimawandel, die rasche Ausbreitung der Informationstechnik und den Siegeszug von Computer, Internet und Handy. Auch künftighin werden wir uns auf allerhand Unerwartetes, ja: Ungeahntes gefasst machen müssen - und mit Glück vielleicht auch auf manches Unverhoffte uns freuen dürfen.
Mit einiger Sicherheit lässt sich sagen, dass drei Faktoren die nächsten Jahrzehnte bestimmen werden: die Demografie, die fortdauernde Globalisierung und - ewig unverändert - die Frage nach Krieg und Frieden.
Der demografische FaktorDer "demografische Faktor" wird im Allgemeinen auf die Alterung der modernen Gesellschaft bezogen: dem Wandel des herkömmlichen Musters: hohe Geburtenraten - hohe Sterberate - kurze Lebenserwartung zu dem neuen Schema: niedrige Geburtenraten - geringe Sterberate - lange Lebenserwartung. In den fortgeschrittenen Industrieländern, aber auch in China schafft dieser Übergang gewaltige soziale Anpassungsprobleme. Immer mehr Junge müssen für immer mehr Alte sorgen. Der heute sektoral schon spürbare Arbeitskräftemangel wird sich nach 2030 einschneidend verschärfen. Sowohl der Einwanderungsbedarf als auch der Einwanderungsdruck wird sich erhöhen (nach UN-Berechnungen brauchte die EU jährlich 1,6 Millionen Zuwanderer, um ihr Arbeitskräftereservoir konstant zu halten).
Hier geht es mir jedoch nicht in erster Linie um die gesellschaftlichen Folgen und Kosten der Bevölkerungsentwicklung, sondern um deren geopolitischen Konsequenzen. Der demografische Wandel vollzieht sich in den alten Industrienationen schneller als in den Entwicklungsländern. Dort leben heute acht von zehn Erdenbürgern; in 20 Jahren werden es neun von zehn sein: 7,2 von 8 Milliarden Menschen im Jahre 2025, davon allein 4,7 Milliarden in Asien und 1,3 Milliarden in Afrika. Das heißt: Der Westen schrumpft. Um es politisch unkorrekt auf den Punkt zu bringen: Der Anteil der Weißen an der Weltbevölkerung geht drastisch zurück.
Im Jahre 1900 machen die Europäer - im weitesten geografischen Sinn - 20 Prozent der Menschheit aus, ein stolzes Fünftel. Inzwischen ist ihr Anteil auf gerade noch 11 Prozent gesunken. Und er wird weiter fallen: auf knapp 7 Prozent im geografischen Europa zur Mitte des 21. Jahrhunderts und ganze 4 Prozent bis zu seinem Ende. Nimmt man nur die EU-Europäer - gegenwärtig 491 Millionen - in den Blick, so sind die Zahlen noch gravierender. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung beträgt heute nur noch 6 Prozent. Nach 2030 wird die Einwohnerzahl abfallen: von 490 auf 450 Millionen im Jahr 2050 - dann 4,5 Prozent der Menschheit.
Im Jahre 1900 machten Europäer und Nordamerikaner fast ein Viertel der Weltbevölkerung aus. 200 Jahre später werden es nur noch ein Neuntel sein. 500 Millionen Europäer und ebenso viele Nordamerikaner werden 8 Milliarden Menschen in der übrigen Welt gegenüberstehen. Zugleich werden die EU-Bürger älter; das Durchschnittsalter steigt auf 44,5 Jahre.
Unverkennbar wird Europa zahlenmäßig an den Rand gedrängt - paradoxerweise in einem historischen Augenblick, wo die Europäer zivilisatorisch und kulturell auf der ganzen Linie gesiegt haben; denn was wäre die Globalisierung in Wahrheit anderes als der Siegeslauf des europäischen way of life rund um den Globus? Die uns herausfordern, wirtschaftlich zunächst, doch - wer weiß? - am Ende womöglich auch machtpolitisch, tun dies mit den Waffen des Fortschritts, wie wir ihn erfunden und die Amerikaner ihn vervollkommnet haben.
Europa wird all seinen Genius, sein Integrationsvermögen und seinen Überlebenswillen aufbieten müssen, wenn es sich in der heraufdämmernden Welt von morgen behaupten will. Der demografische Faktor nagt nicht nur an unserer Rentenformel, er schwächt unsere Weltstellung. Was den Europäern an Masse abgeht, werden sie künftig durch Artgewicht, Dynamik und Einfallsreichtum ersetzen müssen. Vor allem aber: durch forcierte Willenseinheit.
China und IndienNun zur Globalisierung. In ihrem Zeichen wird die Weltwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen - unaufhaltsam, wiewohl regional ungleich. Die vier größten Schwellenländer - die sogenannte BRIC-Gruppe: Brasilien, Russland, Indien und China - werden am stärksten von der Entwicklung profitieren, daneben in Asien Malaysia, Thailand, Vietnam, Indonesien und Korea, in Lateinamerika Mexiko, Chile, Argentinien. Hingegen hinkt Schwarz-Afrika nach wie vor zurück. Seine 5 bis 6 Prozent Wachstum in jüngster Zeit sind sehr uneben verteilt; sie begünstigen vor allem die rohstoffreichen Staaten. Überall südlich der Sahara behindern kleine Märkte, mangelhafte Infrastruktur, niedrige Sparraten die Entwicklung. Die dortigen Nationalökonomien gründen zumeist auf Rohstoffen und deren Preisen auf dem Weltmarkt; wirtschaftliche Diversifizierung findet kaum statt; der private Sektor hat wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Dazu kommen vielerorts die Pest der Korruption, bad governance - katastrophale Regierungsführung - und löchrige Bildungssysteme. Nur Südafrika darf dank seiner gut entwickelten Infrastruktur und dem soliden Geschäftssinn seiner Unternehmer ein besseres Abschneiden als die übrigen Länder erhoffen, in denen die Bevölkerungsexplosion - in Afrika auf 2 Milliarden Menschen bis zur Jahrhundertmitte - allen wirtschaftlichen Fortschritt zu untergraben droht.
Die Musik wird in den nächsten Jahrzehnten in Asien spielen, zumal in China und Indien. Das amerikanische National Intelligence Council prognostiziert, dass China 2025 die zweitgrößte, Indien die viertgrößte Nationalökonomie der Welt sein wird. Asiens Anteil am Weltsozialprodukt, in Kaufkraftparität berechnet, wird bis 2030 von 24 Prozent im Jahr 2000 auf 38 Prozent ansteigen, während der Anteil der OECD-Länder von 55 auf 40 Prozent zurückgeht. Zugleich wird sich der asiatische Anteil am Welthandel, der sich im Zeitraum 1984 bis 2004 auf über 21 Prozent verdoppelte, weiterhin stetig erhöhen. Dabei zeichnet sich jetzt bereits ab, dass Asien - China und Indien voran - in der nächsten Phase der Globalisierung sich nicht mit der Rolle der verlängerten Werkbank oder des back office der Welt begnügen werden. Zunehmend treten sie als globale Großinvestoren in Erscheinung, die sich - wie ja auch Singapur und die Golfstaaten - in die Industrie-Unternehmen, die Banken oder Luftfahrtgesellschaften der OECD-Länder einkaufen, und im Übrigen als weltweit agierende Konkurrenten um Rohstoffe wie als industrielle Wettbewerber, die nicht länger bloß T-Shirts und Turnschuhe herstellen, sondern Automobile, Flugzeuge, Weltraumraketen.
Wiederum erhebt sich hier die Frage: Wo bleiben angesichts des rasanten asiatischen Aufschwungs die alten Industriestaaten? Wo bleibt die Atlantische Gemeinschaft? Wo bleibt Europa?
Lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen. China und Indien sind aus den Startlöchern heraus, aber sie sind noch lange nicht am Ziel, sie sind aufstrebend, doch noch nicht arriviert. Sie mögen bald die zweit- und viertgrößte Nationalwirtschaft darstellen, aber ihr Prokopfeinkommen wird noch auf Jahrzehnte weit unter dem der entwickelten Welt liegen. Nach den Berechnungen von - beispielsweise - Goldman Sachs werden die Chinesen bis 2050 beim Prokopfeinkommen gerade einmal auf 40 Prozent des US-Niveaus kommen und die Inder noch ein gutes Stück darunter bleiben. Die Menschen im Westen werden es also noch auf lange Zeit besser haben.
Im Reich der Mitte wie auf dem Subkontinent öffnet sich überdies die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Stadt und Land, zwischen Jung und Alt. Die Chinesen könnten alt werden, ehe sie reich werden - aus den heute 150 Millionen Rentnern über 65 werden bis zur Mitte des Jahrhunderts 400 Millionen. Die Inder haben das umgekehrte Problem: Die Hälfte der Bevölkerung ist nach 1980 geboren; jedes Jahr muss das Land 15 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Von einem Sicherheit gewährenden sozialen Netz kann in beiden Staaten kaum ansatzweise die Rede sein, und schon gar nicht von sozialer Gerechtigkeit. In China besitzt 1 Prozent der Bürger 60 Prozent des Reichtums im Lande; einen krasseren Kapitalismus gibt es nirgendwo in der Welt, nicht einmal in Indien, wo die gesellschaftlichen Gegensätze ebenfalls erschreckend sind. Aus solchen Gegensätzen können jedoch rasch Spannungen werden, die sich hier wie dort gewaltsam entladen mögen - 80.000 Demonstrationen jährlich in China und in Indien die Naxalitenbewegung könnten nicht bloß vernachlässigbare Ausnahmen sein, sondern ernst zu nehmende Turbulenz-Vorboten.
Drei weitere Erwägungen mögen der mancherorts grassierenden panischen Angst vor Asien entgegenwirken.
Zum einen: Noch sind die asiatisch-pazifischen Wirtschaftswunder vor allem exportgetrieben. Immer kräftiger bildet sich indes in der Region eine Mittelschicht aus; jeweils 250 bis 300 Millionen mit mehr als 3000 Dollar jährlichem Prokopfeinkommen sind es heute schon in Indien und China. Deren wachsende Nachfrage wird den auf alten Industriestaaten lastenden Einfuhrdruck mindern und den westlichen Exporteuren neue Marktchancen eröffnen.
Zum anderen: Die Bäume werden auch in den beiden Riesenreichen nicht in den Himmel wachsen. Wie zuvor in Japan und den asiatischen Tigerstaaten wird es Rückschläge geben, Krisen und Wachstumseinbrüche. Schon heute steigt übrigens in China wie in Indien nicht nur die Produktivität, es steigen auch die Löhne; dies wird ihren Kostenvorteil fortschreitend verringern.
Zum Dritten: Chinesen und Inder verdanken ihren neuen Wohlstand der Verflochtenheit in die Weltwirtschaft. Sie würden ihn aufs Spiel setzen, wollten sie im Nebeneinander von Kooperation, Wettbewerb und ganz normalem Streit um faire Regeln, Gegenseitigkeit und eigenen Vorteil - auf Konfrontation setzen. Nichts deutet darauf hin, dass sie dies wollen. Umgekehrt gilt für den Westen: Einbinden müssen wir die Aufsteiger, nicht aus Angst zu Gegnern machen.
Krieg und FriedenBleibt die Schicksalsfrage nach Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Machen wir uns nichts vor: Es wird Kriege geben, Bürgerkriege, auch Umstürze, Revolutionen, Staatszerfall, Anarchie. Der Befund bleibt gültig, den Halford Mackinder, der Erfinder des Begriffs "Geopolitik", l919 formuliert hat: "Der wäre ein kühner Optimist, der hinsichtlich des künftigen Friedens der Welt auf einen Mentalitätswandel der Völker setzen wollte." Das war gut kantisch gedacht. Schon der Königsberger Weise hatte in seinem Traktat Zum Ewigen Frieden befunden, "dass es mit dem Menschengeschlecht nie besser bestellt sein werde, und könne".
Eine Ausnahme macht da wohl nur Europa. Es hat nach den verheerenden Kriegen des 20. Jahrhunderts aus der Geschichte gelernt und 1000 Jahren Bruderkrieg den Rücken gekehrt. Zwar schwelen an seinem blutgetränkten Balkanrand alte Feindschaften fort, doch erscheinen sie beherrschbar nach einer Durchgangsphase, die gekennzeichnet ist von Krypto-Kolonien der EU, überführbar in eine friedliche Koexistenz der Balkanvölker unter dem Dach der Europäischen Union.
Nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums droht Europa keine Gefahr mehr von irgendeinem auf Expansion und Vorherrschaft erpichten Staat. An die Stelle der sowjetischen Bedrohung ist der grenzüberschreitende Dschihad-Terrorismus getreten, aber doch nur partiell. Er wird uns noch einige Zeit in Atem halten, mit sporadischen Attentaten und Attacken, deren Umfang und Tödlichkeit durchaus zunehmen mögen. Aber er wird nicht in gleicher Weise das Überleben unserer Nationen bedrohen wie ehedem der atombewehrte Systemkonflikt zwischen Ost und West.
Das Gleiche gilt für Amerika. Die Vereinigten Staaten sind keine existenziellen Bedrohung mehr ausgesetzt, die von einem Staat ausgeht. Russland und China betreiben Großmachtpolitik, nicht Konfrontationspolitik. Sie werden ihre Interessen verteidigen und durchzusetzen suchen, wie dies Großmächte seit jeher getan haben, und dies wird auch nicht ohne Friktionen abgehen. Doch strebt weder Moskau noch Peking die Weltherrschaft an.
Washington aber? Die sich heute schon abzeichnende Multipolarität wird der Allmacht der USA Schranken setzen. Indes bleiben sie militärisch wie wirtschaftlich ein Schwergewicht. Sie werden nicht mehr viel im Alleingang durchdrücken können, aber keines der großen Weltprobleme wird sich ohne sie lösen lassen.
Der Dschihad-Terrorismus wird die Amerikaner - wie die Europäer - weiterhin bedrohen; erst recht nach dem Fiasko des Iraks, wo George W. Bush den bigotten Brutalinskis ein neues Übungsfeld, einen frischen Motivationsschub und ein erweitertes Rekrutierungsreservoir eröffnet hat. Doch geht es dabei nicht um die äußere, sondern vielmehr um die innere Sicherheit. Und der "Krieg" gegen den Terror wird nach aller historischen Erfahrung bald zu dem werden, als was er von allem Anfang an hätte begriffen werden müssen: letztlich eine lang anhaltenden, mühsame, immer wieder von tragischen Ereignissen interpunktierte Polizeiaktion gegen die Terroristen, ihre Verfolgung, Überwältigung, Ausräucherung. Eine Weile noch wird al-Qaida, werden auch ihre Ableger und Nachahmer ihr Unwesen treiben; dann werden sie verschwinden wie vor ihnen die Gefolgsleute des Mahdi, die Anarchisten um den Fürtsen Kropotkin oder auch, im eigenen Land, die terrortrunkene RAF der 1970er Jahre. Dies wird umso rascher geschehen, je wirksamer die politischen und sozialen Verhältnisse sich bessern, auf deren Humus von Aussichtslosigkeit und Verzweiflung der islamische Terror gedeiht.
Einen erdumspannenden Krieg, den Dritten Weltkrieg, wird es nicht geben. Der Westen wird an Einfluss verlieren, die Welt nicht mehr dem weißen Mann gehören. Gewiss auch werden die nicht-westlichen Kulturkreise ihre eigenen Werte und Prinzipien gegenüber dem Universalismus-Anspruch des westlichen Wertesystems herauskehren. Aber dass es deswegen zu einem Kampf der Kulturen kommen müsste, ist keineswegs gesagt. Sehr viel mehr Wahrscheinlichkeit als der Huntington'sche Krieg der Zivilisationen hat der Krieg innerhalb der Zivilisationen für sich.
Dies gilt zumal für den Islam, wo sich die Frontlinien zwischen Sunni und Shia zusehends verhärten. Zugleich manövriert sich die arabische Welt immer tiefer in eine vorrevolutionäre Situation hinein. In Saudi-Arabien wird die wahabitische Orthodoxie den Schmarotzerfeudalismus der 5000 Prinzen nicht auf ewig vor dem Ansturm der Moderne bewahren können. In den Golfstaaten jedoch, in denen Fremdarbeiter aus Pakistan, Bangla Desh und Indien die Mehrheit der Arbeitskräfte ausmachen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten sogar die Mehrheit der Bevölkerung, wäre es fast ein Wunder, wenn sich nicht über kurz oder lang ein Spartakus fände, der zum Aufstand der Sklaven aufruft.
Ohnehin bleibt der Nahe Osten ein Unruheherd. Die Nachbeben des Irak-Kriegs und der UN-Intervention in Afghanistan sind noch lange nicht ausgestanden. Auch wird der arabisch-israelische Schwelbrand angesichts der Unbeugsamkeit, der Zerrissenheit und inneren Schwäche der Gegner wohl noch Jahre weiterglimmen; und aus der Glut könnten immer wieder einmal Flammen schlagen. Es wird aller Vernunft und Entschlossenheit der nahen und fernen Patronage-Mächte bedürfen, um neue Großfeuer zu verhüten.
Auch Afrika südlich der Sahara wird ein Unruheherd bleiben, ein Hort der Instabilität und ein Paukboden endemischer Gewaltsamkeit. Aufruhr, Stammeskonflikte, Vergewaltigungskampagnen werden weiterhin mehr Schlagzeilen machen als gesellschaftlicher Fortschritt. In Westafrika, in Zentralafrika und der Region der Großen Seen nehmen die Auseinandersetzungen kein Ende. Den Prognosen der Afro-Pessimisten kommt wohl mehr Wahrscheinlichkeit zu als denen der Afro-Optimisten.
Eine potenzielle Walstatt des 21. Jahrhunderts ist Asien. Wenn es nicht alle Staatskunst aufbietet, deren es fähig ist, könnte es leicht sein, dass sein 21. Jahrhundert so kriegerisch abläuft wie Europas 20. Jahrhundert. Zwischen Bosporus und Beringstraße gibt es vielfältige Stress- und Verwerfungslinien. Gravierende Grenzstreitigkeiten sind ungelöst. Die Streitfragen Kaschmir, Taiwan und Korea könnten nicht nur die Region erschüttern. Im chinesisch-japanischen Verhältnis wirken entzweiende historische Erinnerungen nach. Die Konfliktträchtigkeit des Ringens um Rohstoffe, Energiequellen, Nahrung und - nicht zu unterschätzen - Wasser ist gegenwärtig noch kaum abzusehen. Dabei fehlt es der Region bis heute an multilateralen Institutionen, in deren Rahmen sich Spannungen gütlich abbauen ließen. Im Übrigen steht gegen die Versicherung Chinas, es strebe einen "friedlichen Aufstieg" an, und gegen die indische Berufung auf Mahatma Gandhis Gewaltlosigkeit die historische Erfahrung, dass aufsteigende Mächte leicht in die Versuchung geraten, den Status quo über den Haufen zu werden und mindestens ihre Nachbarn mit Tücke, Druck oder auch Gewalt in die Botmäßigkeit zu zwingen.
Fünf Linien in die ZukunftZum Schluss noch fünf Linien, die sich unterschwellig oder offen durch die nächsten Jahrzehnte ziehen werden.
1. Die Verbreitung von Kernwaffen wird vorangehen - langsamer, als zu Beginn des Atomzeitalters prophezeit, doch umso unaufhaltsamer, je stärker sich einzelne Staaten bedroht wähnen. Dass das westliche Bündnis das atomwaffenlose Jugoslawien angegriffen hat, hat schon den indischen Atomehrgeiz angestachelt. Ähnliche Erwägungen mögen auch andere beseelen. Hinzu kommt die Erfahrung, dass die Supermacht offenbar erst dann zu Gespräch und Verständigung bereit ist, wenn ein Land sich atomar bewaffnet hat - siehe Indien und Nordkorea. Wenn den Iranern ihre Atomwaffenambitionen nicht auf diplomatischem Wege ausgeredet werden können, im Rahmen eines großen Handels, der auch das amerikanisch-iranische Verhältnis entgiftet, werden sich die Mächte auch in diesem Fall damit abfinden und auf die alten Hausmittel setzen müssen: Eindämmung und Abschreckung. Die Alternative Krieg könnte leicht zur Weltkatastrophe gedeihen.
2. Die "dritte Welle" der Demokratisierung hat ihren Höhepunkt vermutlich bereits überschritten. Auf jeden Fall ist die Strategie gescheitert, Demokratie mit Waffengewalt auszubreiten. Demokratie kann nicht importiert werden, schon gar nicht auf Bajonettspitzen. Sie muss auf eigenem Boden wachsen. Dabei werden gänzlich verschiedene Gewächse entstehen. Zumal dort, wo das Unterfutter der liberalen Demokratie fehlt, nämlich Rechtsstaatlichkeit, freie Medien, Schutz des Privateigentums, konkurrierende Parteien und eine verantwortliche, rechenschaftspflichtige Regierung, ist die Gefahr groß, dass Wahlen lediglich "illiberale Demokratien" hervorbringen, wie Fareed Zakaria dies genannt hat. Die Zukunft der Demokratie liegt vornehmlich in den alten Demokratien. Sie dort zu bewahren und zu festigen, wird die oberste Aufgabe bleiben. Ein Recht, gar eine Pflicht zum Prinzipienexport qua militärischer Intervention besteht in keinem Falle. Bewaffnetes Eingreifen mag bei Völkermord unumgänglich sein, aber selbst da werden wir öfter Nein sagen müssen, als wir Ja sagen können. Daseinszweck der Nato, wenn sie überhaupt noch einen haben soll, ist es, ihre Mitglieder gegen äußere Bedrohungen und Angriffe zu verteidigen; eine Weltpolizei oder gar ein Missionarsschwert ist sie nicht - wie wir uns auch nicht einreden sollten, es sei die Aufgabe der Bundeswehr, dafür zu sorgen, dass muslimische Mädchen in die Schule gehen können. Hüten wir uns vor einem auftrumpfenden moralischen Imperialismus, bei dem der Ehrgeiz allemal größer sein wird als die Mittel, die unsere Gesellschaften bereit sind, dafür bereitzustellen. Für die Menschenrechte einzutreten heißt ebenfalls, sie zuvörderst zu Hause hochzuhalten. Gegenüber anderen ist naming and shaming die beste Methode. Dabei müssen die Regierungen nicht immer am lautesten vorangehen; hier eröffnet sich vielmehr den zivilgesellschaftlichen Organisationen ein weites Feld. Stille Diplomatie wird in der Regel mehr erreichen als Schaufensterpolitik. Kriecherisches Scharwenzeln um notorische Menschenrechtsverletzer ist verachtenswert, doch der Balanceakt zwischen Moralpolitik und Realpolitik wird immer schwierig bleiben.
3. Die Erwartung, dass Wirtschaftswachstum gleichsam automatisch die Demokratie befördert, wird enttäuscht werden. Harry Rowen, der frühere Präsident der Rand Corporation, sagte 1996 voraus, China werde 2015 eine "teilweise freie" Demokratie sein, da es dann, nach Kaufkraftparität bemessen, ein Prokopfeinkommen von 8000 US-Dollar erreiche. Jüngst schob er die Prognose nach, im Jahre 2025 werde das chinesische Sechstel der Menschheit mit einem Prokopfeinkommen von dann 14.000 US-Dollar in einem völlig freien Land leben. Indessen deutet vieles darauf hin, dass China einen ganz anderen Weg geht: den Weg zu einem autoritären Kapitalismus, in dem die Bürger durch wirtschaftliche Betätigungsfreiheit und wachsenden Wohlstand bestochen werden, die Einparteienherrschaft des kommunistischen Regimes fraglos und klaglos, ja: aus vollem Herzen zustimmend hinzunehmen. Ganz neu wäre das nicht: Schon Jacob Burckhardt hat ja festgestellt: "Die Massen wollen Ruhe und Verdienst; kann ihnen Republik oder Monarchie dies gewähren, so halten sie mit." Ein ähnlicher autoritärer Kapitalismus könnte sich auch in Russland herausbilden. In Zentralasien, Afrika und Lateinamerika liebäugeln ebenfalls viele mit diesem Alternativmodell zum westlich-demokratischen Kapitalismus. Die Einsicht drängt sich auf, dass zwar alle Demokratien freie Marktwirtschaften sind, jedoch nicht alle Marktwirtschaften notwendigerweise Demokratien sein müssen. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass Francis Fukuyama irrte, als er 1989 den Triumph des Verbundmodells Demokratie/freier Markt ausrief und zugleich das "Ende der Geschichte" proklamierte - ein Irrtum, den George W. Bush in seiner Nationalen Sicherheitsstrategie von 2002 wiederholte, worin er den "entscheidenden Sieg für die Kräfte der Freiheit und das einzig funktionierende Modell für nationalen Erfolg" feierte - "Freiheit, Demokratie und freies Unternehmertum". Es läuft offenbar auch anders. Und die Geschichte geht weiter. Die "Jahrhunderte der Langeweile", die Fukuyama uns mehr androhte als verhieß, werden wir nicht erleben.
4. Der Nationalstaat in seiner überkommenen Gestalt ist unwiederbringlich dahin. Einst ruhte er auf drei Herrschaftssäulen: der Verfügung über sein Hoheitsgebiet, das Wirtschaftsgeschehen und seine Umwelt. In der Epoche der Globalisierung und der technischen Innovation sind zwei dieser Säulen zerborsten: die Herrschaft über das Wirtschaftsgeschehen und die autonome Gestaltung der eigenen natürlichen Umgebung. Die Geschäftswelt kennt keine Grenzen, auch der saure Regen nicht. Globale Probleme wie Klimawandel, Überfischung und Verseuchung der Meere; Artensterben, Wassermangel oder ansteckende Krankheiten erfordern internationale, supranationale Zusammenarbeit. Doch fehlt es an Institutionen und Organisationen, die sich der neuen Probleme mit Aussicht auf Erfolg bemächtigen können. Der Umbau der Vereinten Nationen, der Weltbank und des Weltwährungsfonds - alles Einrichtungen von anno 1945 - wird da immer gewichtiger, desgleichen die Schaffung neuer Einrichtungen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen nach dem politischen und ökonomischen Schnittmuster der heutigen Welt. Eine Phase weltpolitischer Architektur muss die Phase kleinmütiger Klempnerei ablösen. Bis es dahin kommt, wird man sich pragmatisch mit Ad-hoc-Gremien wie der Kontaktgruppe für den Balkan, dem Nahost-Quartett,dem EU/US-Verhandlungsteam für Iran oder die Sechsparteiengespräche über Nordkorea behelfen müssen. Auch hier wird es entscheidend darauf ankommen, dass Europa zusammenhält, mit einer Stimme spricht, sich zur Willensmacht bildet und eine tragfähige Basis der Zusammenarbeit mit einem aufs Neue kooperativen Amerika zimmert.
5. Der Satz des John Meynard Keynes wird uns durch die nächsten Jahrzehnte begleiten: Es werde sich die zentrale Diskussion über die Zukunft des Menschengeschlechts darum drehen, wie viel Spielraum man "den geldmachenden und ins Geld verliebten Instinkten als den Hauptantrieben der Wirtschaftsmaschine" einräumen dürfe - jener "ansteckenden Gier" und jenem "irrationalen Überschwang", den der frühere Fed-Chef Alan Greenspan so beredt gegeißelt hat. Die derzeitige Diskussion über die Managergehälter ist da nur der Vorbote einer tiefschürfenden Debatte über die Neue Soziale Frage: wie der Ungerechtigkeit, der Ungleichheit, der immer breiteren Kluft zwischen Arm und Reich innerhalb der Länder und zwischen den Ländern der Erde zu begegnen sei; inwieweit das freie Wirtschaften auf dem Markt und die Bewahrung sozialer Sicherheit auf einen Nenner gebracht werden können; ob der Kapitalismus Wettbewerbsfähigkeit mit gesellschaftlicher Solidarität zu verbinden lernt. Meine Prophezeiung: Die Neoliberalen werden dabei ebenso auf der Strecke bleiben wie im politischen Raum die Neokonservativen. Wenn nicht, wird der Kapitalismus im 21. Jahrhundert dasselbe Schicksal erleiden wie der Sozialismus kommunistischer Ausprägung im 20. Jahrhundert: Er wird an seiner menschenfeindlichen Schnödigkeit zugrunde gehen.
Kein Ende der Geschichte"Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert", sagt - in dem Roman Der Gepard - Tancredi zu seinem Onkel, dem Fürsten Giuseppe Tomaso di Lampedusa. So ist es in der Tat. Aber zugleich werden wir gut daran tun, uns auf die weise Erkenntnis Jean Monnets einzurichten: "Der Wandel, der aus dem Verändern entsteht, ist unvorhersagbar."
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© DIE ZEIT, 03.01.2008 Nr. 02
Von Theo Sommer
Was die nächsten 50 Jahre bringen werden? Der Westen verliert an Gewicht, Asien steigt auf, der Terror wird nachlassen. Und wenn der Kapitalismus die Ungleichheit nicht in den Griff bekommt, könnte er untergehen
Theo Sommer
"Blick in die Kristallkugel"
Unsere Spekulationen über die Zukunft und alle politischen Mutmaßungen sind nichts als Possen", sagte Friedrich der Große. Die Erfahrung lehrt, dass er recht hat. Aber der Mensch lebt nun einmal in der Vorausschau. Dies vor allem anderen unterscheidet ihn vom Tier: Stets versucht er, die Gestalt des Künftigen, "the shape of things to come" (H. G. Wells) zu erahnen, vorauszusagen, ja - vermessen genug - zu planen.
Doch so angestrengt wir auch in die Kristallkugel blicken - mehr als bestenfalls die Verlängerung gestriger und heutiger Trends in die Zukunft werden wir darin nicht entdecken. Der Blick voraus ist immer ein Blick ins Dunkle - heute erst recht, wo galoppierender Wandel die vertrauten Strukturen unserer Lebenswelt so rasch verändert, dass die alten Landkarten, nach denen wir uns bisher orientiert haben, nicht mehr dem Gelände entsprechen, durch das wir uns fortan bewegen werden.
Drei EinsichtenDie beste Wahrsagekugel ist zuweilen der Rückspiegel. Wie dem Autofahrer, der den Vorwärtsgang einlegt und vor dem Start einen vergewissernden Blick nach hinten wirft, so erschließt ein kurzer Rückblick dem Zeitgenossen die derzeit vorherrschenden und für einige Zeit wohl weiterwirkenden Trends. Dabei gewinnt er drei Einsichten.
Erstens: Je ferner man eine Entwicklungslinie in die Zukunft verlängert, desto dünner wird sie. Allenfalls ergibt sich aus solcher Extrapolation ein Wegweiser für die nächsten 15, höchstens 25 Jahre; danach beginnen neue Wirkungszusammenhänge.
Zweitens: Die Welt, ihre Ordnung und ihre Bewegungsrichtung werden sich im nächsten halben Jahrhundert ebenso rapide und rasant ändern wie in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten.
Als ich am 1. Januar 1958 zur ZEIT stieß, lag das Ende des Zweiten Weltkriegs gerade 13 Jahre zurück. Die Bundesrepublik und die DDR gingen ihrem neunten Gründungstag entgegen. Stalins Berliner Blockade war zehn Jahre her. Chruschtschows neuerlicher Ansturm auf den freien Westteil der geteilten Stadt lag noch zehn Monate voraus; er kam nach dem Bau der Mauer 1961 erst ein Jahr darauf in der Kuba-Krise zum Erliegen - dem eisigen Gefrierpunkt des Kalten Kriegs, der die Welt damals an den Rand eines Atomkriegs führte und danach noch fast 30 Jahre lang das globale Mächtemuster prägte.
Am selben Tag, an dem ich im Hamburger Pressehaus meinen ersten Schreibtisch bezog, ist die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben getreten, die EWG, die Keimzelle der heutigen Europäischen Union. Indien, Pakistan und Indonesien hatten ihre Freiheit schon in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre errungen. Jetzt rüsteten sich in Afrika und Asien die britischen, französischen, belgischen und portugiesischen Kolonien auf die Unabhängigkeit; 400 Jahre europäischer Vorherrschaft über den Globus gingen zu Ende. Im besiegten Japan bastelte Akio Morita, ein Reiskocher-Produzent, der seiner Firma 1958 den Namen Sony gab, an billigen Transistorradios, während ein gewisser Soichiro Honda, der bis dahin Winz-Motoren zum Antrieb von Fahrrädern hergestellt hatte, seine ersten Motorräder baute. China, angetrieben vom zügellosen Ehrgeiz Mao Tse-tungs, war dabei, sich blindlings in das zerstörerische Delirium des Großen Sprungs nach vorn zu stürzen. In Korea aber - dem einzigen Ort, wo der Kalte Krieg je in einen heißen Schießkrieg umschlug - räumten fünf Jahre nach dem Waffenstillstand im Süden wie im Norden die Überlebenden noch immer die Trümmer beiseite. Auf lange Zeit hin schien die Weltordnung eingefroren in der feindseligen Bipolarität von Ost und West, die den wenigen Blockfreien - Nehru, Tito, Sukarno - kaum Raum zur Entfaltung ließ. Bis dann Ende der achtziger Jahre das Eis taute und im weltgeschichtlichen Schollengang die Dinge unversehens wieder in Fluss gerieten.
Drittens: Es wird, wie stets in der Geschichte, auch in der vor uns liegenden Epoche Überraschungen geben; das Unvorhergesehene, Unvorhersehbare wird die Zeitläufte mindestens so stark prägen wie das Erwartbare. Keine Langfristprognose hat den Zusammenbruch des Sowjetimperiums vorausgesagt, die Eruption des islamischen Dschihad-Terrorismus, den heraufdräuenden Klimawandel, die rasche Ausbreitung der Informationstechnik und den Siegeszug von Computer, Internet und Handy. Auch künftighin werden wir uns auf allerhand Unerwartetes, ja: Ungeahntes gefasst machen müssen - und mit Glück vielleicht auch auf manches Unverhoffte uns freuen dürfen.
Mit einiger Sicherheit lässt sich sagen, dass drei Faktoren die nächsten Jahrzehnte bestimmen werden: die Demografie, die fortdauernde Globalisierung und - ewig unverändert - die Frage nach Krieg und Frieden.
Der demografische FaktorDer "demografische Faktor" wird im Allgemeinen auf die Alterung der modernen Gesellschaft bezogen: dem Wandel des herkömmlichen Musters: hohe Geburtenraten - hohe Sterberate - kurze Lebenserwartung zu dem neuen Schema: niedrige Geburtenraten - geringe Sterberate - lange Lebenserwartung. In den fortgeschrittenen Industrieländern, aber auch in China schafft dieser Übergang gewaltige soziale Anpassungsprobleme. Immer mehr Junge müssen für immer mehr Alte sorgen. Der heute sektoral schon spürbare Arbeitskräftemangel wird sich nach 2030 einschneidend verschärfen. Sowohl der Einwanderungsbedarf als auch der Einwanderungsdruck wird sich erhöhen (nach UN-Berechnungen brauchte die EU jährlich 1,6 Millionen Zuwanderer, um ihr Arbeitskräftereservoir konstant zu halten).
Hier geht es mir jedoch nicht in erster Linie um die gesellschaftlichen Folgen und Kosten der Bevölkerungsentwicklung, sondern um deren geopolitischen Konsequenzen. Der demografische Wandel vollzieht sich in den alten Industrienationen schneller als in den Entwicklungsländern. Dort leben heute acht von zehn Erdenbürgern; in 20 Jahren werden es neun von zehn sein: 7,2 von 8 Milliarden Menschen im Jahre 2025, davon allein 4,7 Milliarden in Asien und 1,3 Milliarden in Afrika. Das heißt: Der Westen schrumpft. Um es politisch unkorrekt auf den Punkt zu bringen: Der Anteil der Weißen an der Weltbevölkerung geht drastisch zurück.
Im Jahre 1900 machen die Europäer - im weitesten geografischen Sinn - 20 Prozent der Menschheit aus, ein stolzes Fünftel. Inzwischen ist ihr Anteil auf gerade noch 11 Prozent gesunken. Und er wird weiter fallen: auf knapp 7 Prozent im geografischen Europa zur Mitte des 21. Jahrhunderts und ganze 4 Prozent bis zu seinem Ende. Nimmt man nur die EU-Europäer - gegenwärtig 491 Millionen - in den Blick, so sind die Zahlen noch gravierender. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung beträgt heute nur noch 6 Prozent. Nach 2030 wird die Einwohnerzahl abfallen: von 490 auf 450 Millionen im Jahr 2050 - dann 4,5 Prozent der Menschheit.
Im Jahre 1900 machten Europäer und Nordamerikaner fast ein Viertel der Weltbevölkerung aus. 200 Jahre später werden es nur noch ein Neuntel sein. 500 Millionen Europäer und ebenso viele Nordamerikaner werden 8 Milliarden Menschen in der übrigen Welt gegenüberstehen. Zugleich werden die EU-Bürger älter; das Durchschnittsalter steigt auf 44,5 Jahre.
Unverkennbar wird Europa zahlenmäßig an den Rand gedrängt - paradoxerweise in einem historischen Augenblick, wo die Europäer zivilisatorisch und kulturell auf der ganzen Linie gesiegt haben; denn was wäre die Globalisierung in Wahrheit anderes als der Siegeslauf des europäischen way of life rund um den Globus? Die uns herausfordern, wirtschaftlich zunächst, doch - wer weiß? - am Ende womöglich auch machtpolitisch, tun dies mit den Waffen des Fortschritts, wie wir ihn erfunden und die Amerikaner ihn vervollkommnet haben.
Europa wird all seinen Genius, sein Integrationsvermögen und seinen Überlebenswillen aufbieten müssen, wenn es sich in der heraufdämmernden Welt von morgen behaupten will. Der demografische Faktor nagt nicht nur an unserer Rentenformel, er schwächt unsere Weltstellung. Was den Europäern an Masse abgeht, werden sie künftig durch Artgewicht, Dynamik und Einfallsreichtum ersetzen müssen. Vor allem aber: durch forcierte Willenseinheit.
China und IndienNun zur Globalisierung. In ihrem Zeichen wird die Weltwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen - unaufhaltsam, wiewohl regional ungleich. Die vier größten Schwellenländer - die sogenannte BRIC-Gruppe: Brasilien, Russland, Indien und China - werden am stärksten von der Entwicklung profitieren, daneben in Asien Malaysia, Thailand, Vietnam, Indonesien und Korea, in Lateinamerika Mexiko, Chile, Argentinien. Hingegen hinkt Schwarz-Afrika nach wie vor zurück. Seine 5 bis 6 Prozent Wachstum in jüngster Zeit sind sehr uneben verteilt; sie begünstigen vor allem die rohstoffreichen Staaten. Überall südlich der Sahara behindern kleine Märkte, mangelhafte Infrastruktur, niedrige Sparraten die Entwicklung. Die dortigen Nationalökonomien gründen zumeist auf Rohstoffen und deren Preisen auf dem Weltmarkt; wirtschaftliche Diversifizierung findet kaum statt; der private Sektor hat wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Dazu kommen vielerorts die Pest der Korruption, bad governance - katastrophale Regierungsführung - und löchrige Bildungssysteme. Nur Südafrika darf dank seiner gut entwickelten Infrastruktur und dem soliden Geschäftssinn seiner Unternehmer ein besseres Abschneiden als die übrigen Länder erhoffen, in denen die Bevölkerungsexplosion - in Afrika auf 2 Milliarden Menschen bis zur Jahrhundertmitte - allen wirtschaftlichen Fortschritt zu untergraben droht.
Die Musik wird in den nächsten Jahrzehnten in Asien spielen, zumal in China und Indien. Das amerikanische National Intelligence Council prognostiziert, dass China 2025 die zweitgrößte, Indien die viertgrößte Nationalökonomie der Welt sein wird. Asiens Anteil am Weltsozialprodukt, in Kaufkraftparität berechnet, wird bis 2030 von 24 Prozent im Jahr 2000 auf 38 Prozent ansteigen, während der Anteil der OECD-Länder von 55 auf 40 Prozent zurückgeht. Zugleich wird sich der asiatische Anteil am Welthandel, der sich im Zeitraum 1984 bis 2004 auf über 21 Prozent verdoppelte, weiterhin stetig erhöhen. Dabei zeichnet sich jetzt bereits ab, dass Asien - China und Indien voran - in der nächsten Phase der Globalisierung sich nicht mit der Rolle der verlängerten Werkbank oder des back office der Welt begnügen werden. Zunehmend treten sie als globale Großinvestoren in Erscheinung, die sich - wie ja auch Singapur und die Golfstaaten - in die Industrie-Unternehmen, die Banken oder Luftfahrtgesellschaften der OECD-Länder einkaufen, und im Übrigen als weltweit agierende Konkurrenten um Rohstoffe wie als industrielle Wettbewerber, die nicht länger bloß T-Shirts und Turnschuhe herstellen, sondern Automobile, Flugzeuge, Weltraumraketen.
Wiederum erhebt sich hier die Frage: Wo bleiben angesichts des rasanten asiatischen Aufschwungs die alten Industriestaaten? Wo bleibt die Atlantische Gemeinschaft? Wo bleibt Europa?
Lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen. China und Indien sind aus den Startlöchern heraus, aber sie sind noch lange nicht am Ziel, sie sind aufstrebend, doch noch nicht arriviert. Sie mögen bald die zweit- und viertgrößte Nationalwirtschaft darstellen, aber ihr Prokopfeinkommen wird noch auf Jahrzehnte weit unter dem der entwickelten Welt liegen. Nach den Berechnungen von - beispielsweise - Goldman Sachs werden die Chinesen bis 2050 beim Prokopfeinkommen gerade einmal auf 40 Prozent des US-Niveaus kommen und die Inder noch ein gutes Stück darunter bleiben. Die Menschen im Westen werden es also noch auf lange Zeit besser haben.
Im Reich der Mitte wie auf dem Subkontinent öffnet sich überdies die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Stadt und Land, zwischen Jung und Alt. Die Chinesen könnten alt werden, ehe sie reich werden - aus den heute 150 Millionen Rentnern über 65 werden bis zur Mitte des Jahrhunderts 400 Millionen. Die Inder haben das umgekehrte Problem: Die Hälfte der Bevölkerung ist nach 1980 geboren; jedes Jahr muss das Land 15 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Von einem Sicherheit gewährenden sozialen Netz kann in beiden Staaten kaum ansatzweise die Rede sein, und schon gar nicht von sozialer Gerechtigkeit. In China besitzt 1 Prozent der Bürger 60 Prozent des Reichtums im Lande; einen krasseren Kapitalismus gibt es nirgendwo in der Welt, nicht einmal in Indien, wo die gesellschaftlichen Gegensätze ebenfalls erschreckend sind. Aus solchen Gegensätzen können jedoch rasch Spannungen werden, die sich hier wie dort gewaltsam entladen mögen - 80.000 Demonstrationen jährlich in China und in Indien die Naxalitenbewegung könnten nicht bloß vernachlässigbare Ausnahmen sein, sondern ernst zu nehmende Turbulenz-Vorboten.
Drei weitere Erwägungen mögen der mancherorts grassierenden panischen Angst vor Asien entgegenwirken.
Zum einen: Noch sind die asiatisch-pazifischen Wirtschaftswunder vor allem exportgetrieben. Immer kräftiger bildet sich indes in der Region eine Mittelschicht aus; jeweils 250 bis 300 Millionen mit mehr als 3000 Dollar jährlichem Prokopfeinkommen sind es heute schon in Indien und China. Deren wachsende Nachfrage wird den auf alten Industriestaaten lastenden Einfuhrdruck mindern und den westlichen Exporteuren neue Marktchancen eröffnen.
Zum anderen: Die Bäume werden auch in den beiden Riesenreichen nicht in den Himmel wachsen. Wie zuvor in Japan und den asiatischen Tigerstaaten wird es Rückschläge geben, Krisen und Wachstumseinbrüche. Schon heute steigt übrigens in China wie in Indien nicht nur die Produktivität, es steigen auch die Löhne; dies wird ihren Kostenvorteil fortschreitend verringern.
Zum Dritten: Chinesen und Inder verdanken ihren neuen Wohlstand der Verflochtenheit in die Weltwirtschaft. Sie würden ihn aufs Spiel setzen, wollten sie im Nebeneinander von Kooperation, Wettbewerb und ganz normalem Streit um faire Regeln, Gegenseitigkeit und eigenen Vorteil - auf Konfrontation setzen. Nichts deutet darauf hin, dass sie dies wollen. Umgekehrt gilt für den Westen: Einbinden müssen wir die Aufsteiger, nicht aus Angst zu Gegnern machen.
Krieg und FriedenBleibt die Schicksalsfrage nach Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Machen wir uns nichts vor: Es wird Kriege geben, Bürgerkriege, auch Umstürze, Revolutionen, Staatszerfall, Anarchie. Der Befund bleibt gültig, den Halford Mackinder, der Erfinder des Begriffs "Geopolitik", l919 formuliert hat: "Der wäre ein kühner Optimist, der hinsichtlich des künftigen Friedens der Welt auf einen Mentalitätswandel der Völker setzen wollte." Das war gut kantisch gedacht. Schon der Königsberger Weise hatte in seinem Traktat Zum Ewigen Frieden befunden, "dass es mit dem Menschengeschlecht nie besser bestellt sein werde, und könne".
Eine Ausnahme macht da wohl nur Europa. Es hat nach den verheerenden Kriegen des 20. Jahrhunderts aus der Geschichte gelernt und 1000 Jahren Bruderkrieg den Rücken gekehrt. Zwar schwelen an seinem blutgetränkten Balkanrand alte Feindschaften fort, doch erscheinen sie beherrschbar nach einer Durchgangsphase, die gekennzeichnet ist von Krypto-Kolonien der EU, überführbar in eine friedliche Koexistenz der Balkanvölker unter dem Dach der Europäischen Union.
Nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums droht Europa keine Gefahr mehr von irgendeinem auf Expansion und Vorherrschaft erpichten Staat. An die Stelle der sowjetischen Bedrohung ist der grenzüberschreitende Dschihad-Terrorismus getreten, aber doch nur partiell. Er wird uns noch einige Zeit in Atem halten, mit sporadischen Attentaten und Attacken, deren Umfang und Tödlichkeit durchaus zunehmen mögen. Aber er wird nicht in gleicher Weise das Überleben unserer Nationen bedrohen wie ehedem der atombewehrte Systemkonflikt zwischen Ost und West.
Das Gleiche gilt für Amerika. Die Vereinigten Staaten sind keine existenziellen Bedrohung mehr ausgesetzt, die von einem Staat ausgeht. Russland und China betreiben Großmachtpolitik, nicht Konfrontationspolitik. Sie werden ihre Interessen verteidigen und durchzusetzen suchen, wie dies Großmächte seit jeher getan haben, und dies wird auch nicht ohne Friktionen abgehen. Doch strebt weder Moskau noch Peking die Weltherrschaft an.
Washington aber? Die sich heute schon abzeichnende Multipolarität wird der Allmacht der USA Schranken setzen. Indes bleiben sie militärisch wie wirtschaftlich ein Schwergewicht. Sie werden nicht mehr viel im Alleingang durchdrücken können, aber keines der großen Weltprobleme wird sich ohne sie lösen lassen.
Der Dschihad-Terrorismus wird die Amerikaner - wie die Europäer - weiterhin bedrohen; erst recht nach dem Fiasko des Iraks, wo George W. Bush den bigotten Brutalinskis ein neues Übungsfeld, einen frischen Motivationsschub und ein erweitertes Rekrutierungsreservoir eröffnet hat. Doch geht es dabei nicht um die äußere, sondern vielmehr um die innere Sicherheit. Und der "Krieg" gegen den Terror wird nach aller historischen Erfahrung bald zu dem werden, als was er von allem Anfang an hätte begriffen werden müssen: letztlich eine lang anhaltenden, mühsame, immer wieder von tragischen Ereignissen interpunktierte Polizeiaktion gegen die Terroristen, ihre Verfolgung, Überwältigung, Ausräucherung. Eine Weile noch wird al-Qaida, werden auch ihre Ableger und Nachahmer ihr Unwesen treiben; dann werden sie verschwinden wie vor ihnen die Gefolgsleute des Mahdi, die Anarchisten um den Fürtsen Kropotkin oder auch, im eigenen Land, die terrortrunkene RAF der 1970er Jahre. Dies wird umso rascher geschehen, je wirksamer die politischen und sozialen Verhältnisse sich bessern, auf deren Humus von Aussichtslosigkeit und Verzweiflung der islamische Terror gedeiht.
Einen erdumspannenden Krieg, den Dritten Weltkrieg, wird es nicht geben. Der Westen wird an Einfluss verlieren, die Welt nicht mehr dem weißen Mann gehören. Gewiss auch werden die nicht-westlichen Kulturkreise ihre eigenen Werte und Prinzipien gegenüber dem Universalismus-Anspruch des westlichen Wertesystems herauskehren. Aber dass es deswegen zu einem Kampf der Kulturen kommen müsste, ist keineswegs gesagt. Sehr viel mehr Wahrscheinlichkeit als der Huntington'sche Krieg der Zivilisationen hat der Krieg innerhalb der Zivilisationen für sich.
Dies gilt zumal für den Islam, wo sich die Frontlinien zwischen Sunni und Shia zusehends verhärten. Zugleich manövriert sich die arabische Welt immer tiefer in eine vorrevolutionäre Situation hinein. In Saudi-Arabien wird die wahabitische Orthodoxie den Schmarotzerfeudalismus der 5000 Prinzen nicht auf ewig vor dem Ansturm der Moderne bewahren können. In den Golfstaaten jedoch, in denen Fremdarbeiter aus Pakistan, Bangla Desh und Indien die Mehrheit der Arbeitskräfte ausmachen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten sogar die Mehrheit der Bevölkerung, wäre es fast ein Wunder, wenn sich nicht über kurz oder lang ein Spartakus fände, der zum Aufstand der Sklaven aufruft.
Ohnehin bleibt der Nahe Osten ein Unruheherd. Die Nachbeben des Irak-Kriegs und der UN-Intervention in Afghanistan sind noch lange nicht ausgestanden. Auch wird der arabisch-israelische Schwelbrand angesichts der Unbeugsamkeit, der Zerrissenheit und inneren Schwäche der Gegner wohl noch Jahre weiterglimmen; und aus der Glut könnten immer wieder einmal Flammen schlagen. Es wird aller Vernunft und Entschlossenheit der nahen und fernen Patronage-Mächte bedürfen, um neue Großfeuer zu verhüten.
Auch Afrika südlich der Sahara wird ein Unruheherd bleiben, ein Hort der Instabilität und ein Paukboden endemischer Gewaltsamkeit. Aufruhr, Stammeskonflikte, Vergewaltigungskampagnen werden weiterhin mehr Schlagzeilen machen als gesellschaftlicher Fortschritt. In Westafrika, in Zentralafrika und der Region der Großen Seen nehmen die Auseinandersetzungen kein Ende. Den Prognosen der Afro-Pessimisten kommt wohl mehr Wahrscheinlichkeit zu als denen der Afro-Optimisten.
Eine potenzielle Walstatt des 21. Jahrhunderts ist Asien. Wenn es nicht alle Staatskunst aufbietet, deren es fähig ist, könnte es leicht sein, dass sein 21. Jahrhundert so kriegerisch abläuft wie Europas 20. Jahrhundert. Zwischen Bosporus und Beringstraße gibt es vielfältige Stress- und Verwerfungslinien. Gravierende Grenzstreitigkeiten sind ungelöst. Die Streitfragen Kaschmir, Taiwan und Korea könnten nicht nur die Region erschüttern. Im chinesisch-japanischen Verhältnis wirken entzweiende historische Erinnerungen nach. Die Konfliktträchtigkeit des Ringens um Rohstoffe, Energiequellen, Nahrung und - nicht zu unterschätzen - Wasser ist gegenwärtig noch kaum abzusehen. Dabei fehlt es der Region bis heute an multilateralen Institutionen, in deren Rahmen sich Spannungen gütlich abbauen ließen. Im Übrigen steht gegen die Versicherung Chinas, es strebe einen "friedlichen Aufstieg" an, und gegen die indische Berufung auf Mahatma Gandhis Gewaltlosigkeit die historische Erfahrung, dass aufsteigende Mächte leicht in die Versuchung geraten, den Status quo über den Haufen zu werden und mindestens ihre Nachbarn mit Tücke, Druck oder auch Gewalt in die Botmäßigkeit zu zwingen.
Fünf Linien in die ZukunftZum Schluss noch fünf Linien, die sich unterschwellig oder offen durch die nächsten Jahrzehnte ziehen werden.
1. Die Verbreitung von Kernwaffen wird vorangehen - langsamer, als zu Beginn des Atomzeitalters prophezeit, doch umso unaufhaltsamer, je stärker sich einzelne Staaten bedroht wähnen. Dass das westliche Bündnis das atomwaffenlose Jugoslawien angegriffen hat, hat schon den indischen Atomehrgeiz angestachelt. Ähnliche Erwägungen mögen auch andere beseelen. Hinzu kommt die Erfahrung, dass die Supermacht offenbar erst dann zu Gespräch und Verständigung bereit ist, wenn ein Land sich atomar bewaffnet hat - siehe Indien und Nordkorea. Wenn den Iranern ihre Atomwaffenambitionen nicht auf diplomatischem Wege ausgeredet werden können, im Rahmen eines großen Handels, der auch das amerikanisch-iranische Verhältnis entgiftet, werden sich die Mächte auch in diesem Fall damit abfinden und auf die alten Hausmittel setzen müssen: Eindämmung und Abschreckung. Die Alternative Krieg könnte leicht zur Weltkatastrophe gedeihen.
2. Die "dritte Welle" der Demokratisierung hat ihren Höhepunkt vermutlich bereits überschritten. Auf jeden Fall ist die Strategie gescheitert, Demokratie mit Waffengewalt auszubreiten. Demokratie kann nicht importiert werden, schon gar nicht auf Bajonettspitzen. Sie muss auf eigenem Boden wachsen. Dabei werden gänzlich verschiedene Gewächse entstehen. Zumal dort, wo das Unterfutter der liberalen Demokratie fehlt, nämlich Rechtsstaatlichkeit, freie Medien, Schutz des Privateigentums, konkurrierende Parteien und eine verantwortliche, rechenschaftspflichtige Regierung, ist die Gefahr groß, dass Wahlen lediglich "illiberale Demokratien" hervorbringen, wie Fareed Zakaria dies genannt hat. Die Zukunft der Demokratie liegt vornehmlich in den alten Demokratien. Sie dort zu bewahren und zu festigen, wird die oberste Aufgabe bleiben. Ein Recht, gar eine Pflicht zum Prinzipienexport qua militärischer Intervention besteht in keinem Falle. Bewaffnetes Eingreifen mag bei Völkermord unumgänglich sein, aber selbst da werden wir öfter Nein sagen müssen, als wir Ja sagen können. Daseinszweck der Nato, wenn sie überhaupt noch einen haben soll, ist es, ihre Mitglieder gegen äußere Bedrohungen und Angriffe zu verteidigen; eine Weltpolizei oder gar ein Missionarsschwert ist sie nicht - wie wir uns auch nicht einreden sollten, es sei die Aufgabe der Bundeswehr, dafür zu sorgen, dass muslimische Mädchen in die Schule gehen können. Hüten wir uns vor einem auftrumpfenden moralischen Imperialismus, bei dem der Ehrgeiz allemal größer sein wird als die Mittel, die unsere Gesellschaften bereit sind, dafür bereitzustellen. Für die Menschenrechte einzutreten heißt ebenfalls, sie zuvörderst zu Hause hochzuhalten. Gegenüber anderen ist naming and shaming die beste Methode. Dabei müssen die Regierungen nicht immer am lautesten vorangehen; hier eröffnet sich vielmehr den zivilgesellschaftlichen Organisationen ein weites Feld. Stille Diplomatie wird in der Regel mehr erreichen als Schaufensterpolitik. Kriecherisches Scharwenzeln um notorische Menschenrechtsverletzer ist verachtenswert, doch der Balanceakt zwischen Moralpolitik und Realpolitik wird immer schwierig bleiben.
3. Die Erwartung, dass Wirtschaftswachstum gleichsam automatisch die Demokratie befördert, wird enttäuscht werden. Harry Rowen, der frühere Präsident der Rand Corporation, sagte 1996 voraus, China werde 2015 eine "teilweise freie" Demokratie sein, da es dann, nach Kaufkraftparität bemessen, ein Prokopfeinkommen von 8000 US-Dollar erreiche. Jüngst schob er die Prognose nach, im Jahre 2025 werde das chinesische Sechstel der Menschheit mit einem Prokopfeinkommen von dann 14.000 US-Dollar in einem völlig freien Land leben. Indessen deutet vieles darauf hin, dass China einen ganz anderen Weg geht: den Weg zu einem autoritären Kapitalismus, in dem die Bürger durch wirtschaftliche Betätigungsfreiheit und wachsenden Wohlstand bestochen werden, die Einparteienherrschaft des kommunistischen Regimes fraglos und klaglos, ja: aus vollem Herzen zustimmend hinzunehmen. Ganz neu wäre das nicht: Schon Jacob Burckhardt hat ja festgestellt: "Die Massen wollen Ruhe und Verdienst; kann ihnen Republik oder Monarchie dies gewähren, so halten sie mit." Ein ähnlicher autoritärer Kapitalismus könnte sich auch in Russland herausbilden. In Zentralasien, Afrika und Lateinamerika liebäugeln ebenfalls viele mit diesem Alternativmodell zum westlich-demokratischen Kapitalismus. Die Einsicht drängt sich auf, dass zwar alle Demokratien freie Marktwirtschaften sind, jedoch nicht alle Marktwirtschaften notwendigerweise Demokratien sein müssen. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass Francis Fukuyama irrte, als er 1989 den Triumph des Verbundmodells Demokratie/freier Markt ausrief und zugleich das "Ende der Geschichte" proklamierte - ein Irrtum, den George W. Bush in seiner Nationalen Sicherheitsstrategie von 2002 wiederholte, worin er den "entscheidenden Sieg für die Kräfte der Freiheit und das einzig funktionierende Modell für nationalen Erfolg" feierte - "Freiheit, Demokratie und freies Unternehmertum". Es läuft offenbar auch anders. Und die Geschichte geht weiter. Die "Jahrhunderte der Langeweile", die Fukuyama uns mehr androhte als verhieß, werden wir nicht erleben.
4. Der Nationalstaat in seiner überkommenen Gestalt ist unwiederbringlich dahin. Einst ruhte er auf drei Herrschaftssäulen: der Verfügung über sein Hoheitsgebiet, das Wirtschaftsgeschehen und seine Umwelt. In der Epoche der Globalisierung und der technischen Innovation sind zwei dieser Säulen zerborsten: die Herrschaft über das Wirtschaftsgeschehen und die autonome Gestaltung der eigenen natürlichen Umgebung. Die Geschäftswelt kennt keine Grenzen, auch der saure Regen nicht. Globale Probleme wie Klimawandel, Überfischung und Verseuchung der Meere; Artensterben, Wassermangel oder ansteckende Krankheiten erfordern internationale, supranationale Zusammenarbeit. Doch fehlt es an Institutionen und Organisationen, die sich der neuen Probleme mit Aussicht auf Erfolg bemächtigen können. Der Umbau der Vereinten Nationen, der Weltbank und des Weltwährungsfonds - alles Einrichtungen von anno 1945 - wird da immer gewichtiger, desgleichen die Schaffung neuer Einrichtungen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen nach dem politischen und ökonomischen Schnittmuster der heutigen Welt. Eine Phase weltpolitischer Architektur muss die Phase kleinmütiger Klempnerei ablösen. Bis es dahin kommt, wird man sich pragmatisch mit Ad-hoc-Gremien wie der Kontaktgruppe für den Balkan, dem Nahost-Quartett,dem EU/US-Verhandlungsteam für Iran oder die Sechsparteiengespräche über Nordkorea behelfen müssen. Auch hier wird es entscheidend darauf ankommen, dass Europa zusammenhält, mit einer Stimme spricht, sich zur Willensmacht bildet und eine tragfähige Basis der Zusammenarbeit mit einem aufs Neue kooperativen Amerika zimmert.
5. Der Satz des John Meynard Keynes wird uns durch die nächsten Jahrzehnte begleiten: Es werde sich die zentrale Diskussion über die Zukunft des Menschengeschlechts darum drehen, wie viel Spielraum man "den geldmachenden und ins Geld verliebten Instinkten als den Hauptantrieben der Wirtschaftsmaschine" einräumen dürfe - jener "ansteckenden Gier" und jenem "irrationalen Überschwang", den der frühere Fed-Chef Alan Greenspan so beredt gegeißelt hat. Die derzeitige Diskussion über die Managergehälter ist da nur der Vorbote einer tiefschürfenden Debatte über die Neue Soziale Frage: wie der Ungerechtigkeit, der Ungleichheit, der immer breiteren Kluft zwischen Arm und Reich innerhalb der Länder und zwischen den Ländern der Erde zu begegnen sei; inwieweit das freie Wirtschaften auf dem Markt und die Bewahrung sozialer Sicherheit auf einen Nenner gebracht werden können; ob der Kapitalismus Wettbewerbsfähigkeit mit gesellschaftlicher Solidarität zu verbinden lernt. Meine Prophezeiung: Die Neoliberalen werden dabei ebenso auf der Strecke bleiben wie im politischen Raum die Neokonservativen. Wenn nicht, wird der Kapitalismus im 21. Jahrhundert dasselbe Schicksal erleiden wie der Sozialismus kommunistischer Ausprägung im 20. Jahrhundert: Er wird an seiner menschenfeindlichen Schnödigkeit zugrunde gehen.
Kein Ende der Geschichte"Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert", sagt - in dem Roman Der Gepard - Tancredi zu seinem Onkel, dem Fürsten Giuseppe Tomaso di Lampedusa. So ist es in der Tat. Aber zugleich werden wir gut daran tun, uns auf die weise Erkenntnis Jean Monnets einzurichten: "Der Wandel, der aus dem Verändern entsteht, ist unvorhersagbar."
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© DIE ZEIT, 03.01.2008 Nr. 02
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¿HACIA UN MERCADO ÚNICO DE CONTENIDOS CREATIVOS ONLINE?
Bruselas. (EUROPA PRESS).- La Comisión Europea reconoció hoy su deseo de que los ciudadanos de la Unión Europea disfruten de un mayor acceso online de contenidos creativos, tales como música, películas, programas de televisión y juegos. Por ello, ha reclamado a la fabricantes y distribuidores de contenidos creativos, es decir, a empresas de telecomunicaciones y proveedores de Internet fundamentalmente, "trabajar conjuntamente para facilitar más contenidos en la Red, al tiempo que se garantiza una amplia protección de los derechos de propiedad intelectual".
"Los ciudadanos de la UE deben poder disfrutar de un acceso más sencillo y rápido a una rica variedad de música, programas televisivos, películas o juegos a través de Internet, teléfonos móviles u otros dispositivos" de tecnologías de la información, admitió en un comunicado el Ejecutivo comunitario. Por este motivo, la Comisión quiere "facilitar licencias de copyright para contenidos en Internet que cubran varios o todos los Estados miembros de la Unión Europea".Según la comisaria de Sociedad de la Información, Viviane Reding, "el sector de contenidos europeo sufre con la (actual) fragmentación normativa por la falta de claridad y normas sencillas para acceder a contenidos protegidos por copyright y por los desacuerdos importantes (...) en cuestiones fundamentales como cánones y copias privadas".Para "ofrecer certidumbre legal a la industria", garantizar a los creadores de contenidos "una remuneración justa" por su trabajo y a los consumidores "una gran variedad de contenidos online", la Comisión propondrá a mediados de 2008 "nuevas maneras de alcanzar un mercado único para el contenido a través de Internet" después de consultar al respecto con la industria y actores implicados.Estudios de la Comisión ponen de manifiesto que "un verdadero mercado único sin fronteras para los contenidos creativos online podría reforzar considerablemente la competitividad de la industria musical, fílmica y de juegos europea y permitir cuadruplicar los ingresos del sector por ventas al por menor a la altura de 2010 si la industria y las autoridades públicas adoptan medidas favorables a los consumidores". El mercado de contenidos creativos online se está desarrollando a un ritmo rápido, según revela un estudio de la Comisión que asegura que los ingresos por venta de contenidos online pasarán de 1.800 millones de euros en 2005 a 8.300 millones en 2010.Desafíos para un mercado único de contenidos onlineEn el informe que hoy adoptó el Ejecutivo comunitario, titulado "Contenido creativo online en el mercado único europeo", Bruselas identifica cuatro desafíos para su materialización. El primero de ellos es la disponibilidad de los contenidos creativos, relacionada con el hecho de que "los propietarios de contenidos creativos a veces son reacios a hacerlos disponibles para su publicación online". La Comisión achaca esta actitud, entre otros, "a las preocupaciones por las descargas ilegales y piratería en la Red" y por "los importantes problemas en toda la UE para negociar y acordar los acuerdos comerciales entre los propietarios de derechos y los distribuidores de contenido creativo online".En segundo lugar, la Comisión identifica como desafío la necesidad de otorgar "licencias transfronterizas" para contenidos online ya que, a pesar de que herramientas como Internet y los servicios de telefonía móvil permiten la difusión de estos contenidos en el conjunto de la UE, "la falta de licencias de copyright transfronterizas que permitan emplear el contenido en varios o todos los países miembros de la UE dificulta el establecimiento de servicios online en toda Europa".Asimismo, Bruselas recalca la necesidad de garantizar la "interoperabilidad y la transparencia de los sistemas de gestión de derechos digitales" o DRM por sus siglas en inglés que, por su parte, permiten de hecho gestionar los derechos de copyright y la justa remuneración de los creadores de contenidos difundidos online. La Comisión quiere "establecer un marco que garantice la transparencia de DRM, especialmente en relación con la interoperatibilidad de los distintos sistemas de gestión de derechos digitales y para que los consumidores estén informados adecuadamente sobre restricciones en vigor para descargar contenidos".Finalmente, la Comisión subraya la necesidad de crear la "base legal" para un mercado único de contenidos creativos online en la UE y reconoce que la piratería "sigue constituyendo la principal preocupación" de Bruselas. Para luchar contra el fenómeno, quiere introducir "códigos de conducta", que deberán respetar los proveedores de servicios y empresas que dan acceso a contenidos, propietarios de derechos y consumidores, para "garantizar no sólo una amplia oferta de contenidos online atractivos sino también una protección adecuada para trabajos protegidos por copyright", al tiempo que reclama su "cooperación estrecha para luchar contra la piratería y el uso compartido no autorizado de archivos".
"Los ciudadanos de la UE deben poder disfrutar de un acceso más sencillo y rápido a una rica variedad de música, programas televisivos, películas o juegos a través de Internet, teléfonos móviles u otros dispositivos" de tecnologías de la información, admitió en un comunicado el Ejecutivo comunitario. Por este motivo, la Comisión quiere "facilitar licencias de copyright para contenidos en Internet que cubran varios o todos los Estados miembros de la Unión Europea".Según la comisaria de Sociedad de la Información, Viviane Reding, "el sector de contenidos europeo sufre con la (actual) fragmentación normativa por la falta de claridad y normas sencillas para acceder a contenidos protegidos por copyright y por los desacuerdos importantes (...) en cuestiones fundamentales como cánones y copias privadas".Para "ofrecer certidumbre legal a la industria", garantizar a los creadores de contenidos "una remuneración justa" por su trabajo y a los consumidores "una gran variedad de contenidos online", la Comisión propondrá a mediados de 2008 "nuevas maneras de alcanzar un mercado único para el contenido a través de Internet" después de consultar al respecto con la industria y actores implicados.Estudios de la Comisión ponen de manifiesto que "un verdadero mercado único sin fronteras para los contenidos creativos online podría reforzar considerablemente la competitividad de la industria musical, fílmica y de juegos europea y permitir cuadruplicar los ingresos del sector por ventas al por menor a la altura de 2010 si la industria y las autoridades públicas adoptan medidas favorables a los consumidores". El mercado de contenidos creativos online se está desarrollando a un ritmo rápido, según revela un estudio de la Comisión que asegura que los ingresos por venta de contenidos online pasarán de 1.800 millones de euros en 2005 a 8.300 millones en 2010.Desafíos para un mercado único de contenidos onlineEn el informe que hoy adoptó el Ejecutivo comunitario, titulado "Contenido creativo online en el mercado único europeo", Bruselas identifica cuatro desafíos para su materialización. El primero de ellos es la disponibilidad de los contenidos creativos, relacionada con el hecho de que "los propietarios de contenidos creativos a veces son reacios a hacerlos disponibles para su publicación online". La Comisión achaca esta actitud, entre otros, "a las preocupaciones por las descargas ilegales y piratería en la Red" y por "los importantes problemas en toda la UE para negociar y acordar los acuerdos comerciales entre los propietarios de derechos y los distribuidores de contenido creativo online".En segundo lugar, la Comisión identifica como desafío la necesidad de otorgar "licencias transfronterizas" para contenidos online ya que, a pesar de que herramientas como Internet y los servicios de telefonía móvil permiten la difusión de estos contenidos en el conjunto de la UE, "la falta de licencias de copyright transfronterizas que permitan emplear el contenido en varios o todos los países miembros de la UE dificulta el establecimiento de servicios online en toda Europa".Asimismo, Bruselas recalca la necesidad de garantizar la "interoperabilidad y la transparencia de los sistemas de gestión de derechos digitales" o DRM por sus siglas en inglés que, por su parte, permiten de hecho gestionar los derechos de copyright y la justa remuneración de los creadores de contenidos difundidos online. La Comisión quiere "establecer un marco que garantice la transparencia de DRM, especialmente en relación con la interoperatibilidad de los distintos sistemas de gestión de derechos digitales y para que los consumidores estén informados adecuadamente sobre restricciones en vigor para descargar contenidos".Finalmente, la Comisión subraya la necesidad de crear la "base legal" para un mercado único de contenidos creativos online en la UE y reconoce que la piratería "sigue constituyendo la principal preocupación" de Bruselas. Para luchar contra el fenómeno, quiere introducir "códigos de conducta", que deberán respetar los proveedores de servicios y empresas que dan acceso a contenidos, propietarios de derechos y consumidores, para "garantizar no sólo una amplia oferta de contenidos online atractivos sino también una protección adecuada para trabajos protegidos por copyright", al tiempo que reclama su "cooperación estrecha para luchar contra la piratería y el uso compartido no autorizado de archivos".
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ALARMANTE VICTORIA DEL TERROR
Leo en ELPAIS.com:
La organización del Rally
Dakar suspendió ayer la prueba,
por primera vez en 30
años, por miedo a atentados
terroristas en Mauritania.
Los pilotos creen que es su fin
en África.
¿Y qué pensarán los chinos, en la víspera de sus Juegos Olímpicos? ¿Y qué pensará cualquier organizador de espectáculos deportivos? ¿Acaso Nueva York, Madrid y Londres han demostrado ser más seguras que Mauritania? ¿Acaso el terrorismo islámico reconoce fronteras?
La organización del Rally
Dakar suspendió ayer la prueba,
por primera vez en 30
años, por miedo a atentados
terroristas en Mauritania.
Los pilotos creen que es su fin
en África.
¿Y qué pensarán los chinos, en la víspera de sus Juegos Olímpicos? ¿Y qué pensará cualquier organizador de espectáculos deportivos? ¿Acaso Nueva York, Madrid y Londres han demostrado ser más seguras que Mauritania? ¿Acaso el terrorismo islámico reconoce fronteras?
viernes, enero 04, 2008
UNA VEZ MÁS, AL SEÑORITO DE LEÓN NO LE SIENTA EL AÑO NUEVO
La inflación se dispara al 4,3%, el peor dato desde el año 1995
A La tasa de paro crece a niveles no registrados desde 2002
A La tasa de paro crece a niveles no registrados desde 2002
miércoles, enero 02, 2008
TNYT: "LOOKING AT AMERICA"
December 31, 2007
Editorial
Looking at America
There are too many moments these days when we cannot recognize our country. Sunday was one of them, as we read the account in The Times of how men in some of the most trusted posts in the nation plotted to cover up the torture of prisoners by Central Intelligence Agency interrogators by destroying videotapes of their sickening behavior. It was impossible to see the founding principles of the greatest democracy in the contempt these men and their bosses showed for the Constitution, the rule of law and human decency.
It was not the first time in recent years we’ve felt this horror, this sorrowful sense of estrangement, not nearly. This sort of lawless behavior has become standard practice since Sept. 11, 2001.
The country and much of the world was rightly and profoundly frightened by the single-minded hatred and ingenuity displayed by this new enemy. But there is no excuse for how President Bush and his advisers panicked — how they forgot that it is their responsibility to protect American lives and American ideals, that there really is no safety for Americans or their country when those ideals are sacrificed.
Out of panic and ideology, President Bush squandered America’s position of moral and political leadership, swept aside international institutions and treaties, sullied America’s global image, and trampled on the constitutional pillars that have supported our democracy through the most terrifying and challenging times. These policies have fed the world’s anger and alienation and have not made any of us safer.
In the years since 9/11, we have seen American soldiers abuse, sexually humiliate, torment and murder prisoners in Afghanistan and Iraq. A few have been punished, but their leaders have never been called to account. We have seen mercenaries gun down Iraqi civilians with no fear of prosecution. We have seen the president, sworn to defend the Constitution, turn his powers on his own citizens, authorizing the intelligence agencies to spy on Americans, wiretapping phones and intercepting international e-mail messages without a warrant.
We have read accounts of how the government’s top lawyers huddled in secret after the attacks in New York and Washington and plotted ways to circumvent the Geneva Conventions — and both American and international law — to hold anyone the president chose indefinitely without charges or judicial review.
Those same lawyers then twisted other laws beyond recognition to allow Mr. Bush to turn intelligence agents into torturers, to force doctors to abdicate their professional oaths and responsibilities to prepare prisoners for abuse, and then to monitor the torment to make sure it didn’t go just a bit too far and actually kill them.
The White House used the fear of terrorism and the sense of national unity to ram laws through Congress that gave law-enforcement agencies far more power than they truly needed to respond to the threat — and at the same time fulfilled the imperial fantasies of Vice President Dick Cheney and others determined to use the tragedy of 9/11 to arrogate as much power as they could.
Hundreds of men, swept up on the battlefields of Afghanistan and Iraq, were thrown into a prison in Guantánamo Bay, Cuba, so that the White House could claim they were beyond the reach of American laws. Prisoners are held there with no hope of real justice, only the chance to face a kangaroo court where evidence and the names of their accusers are kept secret, and where they are not permitted to talk about the abuse they have suffered at the hands of American jailers.
In other foreign lands, the C.I.A. set up secret jails where “high-value detainees” were subjected to ever more barbaric acts, including simulated drowning. These crimes were videotaped, so that “experts” could watch them, and then the videotapes were destroyed, after consultation with the White House, in the hope that Americans would never know.
The C.I.A. contracted out its inhumanity to nations with no respect for life or law, sending prisoners — some of them innocents kidnapped on street corners and in airports — to be tortured into making false confessions, or until it was clear they had nothing to say and so were let go without any apology or hope of redress.
These are not the only shocking abuses of President Bush’s two terms in office, made in the name of fighting terrorism. There is much more — so much that the next president will have a full agenda simply discovering all the wrongs that have been done and then righting them.
We can only hope that this time, unlike 2004, American voters will have the wisdom to grant the awesome powers of the presidency to someone who has the integrity, principle and decency to use them honorably. Then when we look in the mirror as a nation, we will see, once again, the reflection of the United States of America.
Editorial
Looking at America
There are too many moments these days when we cannot recognize our country. Sunday was one of them, as we read the account in The Times of how men in some of the most trusted posts in the nation plotted to cover up the torture of prisoners by Central Intelligence Agency interrogators by destroying videotapes of their sickening behavior. It was impossible to see the founding principles of the greatest democracy in the contempt these men and their bosses showed for the Constitution, the rule of law and human decency.
It was not the first time in recent years we’ve felt this horror, this sorrowful sense of estrangement, not nearly. This sort of lawless behavior has become standard practice since Sept. 11, 2001.
The country and much of the world was rightly and profoundly frightened by the single-minded hatred and ingenuity displayed by this new enemy. But there is no excuse for how President Bush and his advisers panicked — how they forgot that it is their responsibility to protect American lives and American ideals, that there really is no safety for Americans or their country when those ideals are sacrificed.
Out of panic and ideology, President Bush squandered America’s position of moral and political leadership, swept aside international institutions and treaties, sullied America’s global image, and trampled on the constitutional pillars that have supported our democracy through the most terrifying and challenging times. These policies have fed the world’s anger and alienation and have not made any of us safer.
In the years since 9/11, we have seen American soldiers abuse, sexually humiliate, torment and murder prisoners in Afghanistan and Iraq. A few have been punished, but their leaders have never been called to account. We have seen mercenaries gun down Iraqi civilians with no fear of prosecution. We have seen the president, sworn to defend the Constitution, turn his powers on his own citizens, authorizing the intelligence agencies to spy on Americans, wiretapping phones and intercepting international e-mail messages without a warrant.
We have read accounts of how the government’s top lawyers huddled in secret after the attacks in New York and Washington and plotted ways to circumvent the Geneva Conventions — and both American and international law — to hold anyone the president chose indefinitely without charges or judicial review.
Those same lawyers then twisted other laws beyond recognition to allow Mr. Bush to turn intelligence agents into torturers, to force doctors to abdicate their professional oaths and responsibilities to prepare prisoners for abuse, and then to monitor the torment to make sure it didn’t go just a bit too far and actually kill them.
The White House used the fear of terrorism and the sense of national unity to ram laws through Congress that gave law-enforcement agencies far more power than they truly needed to respond to the threat — and at the same time fulfilled the imperial fantasies of Vice President Dick Cheney and others determined to use the tragedy of 9/11 to arrogate as much power as they could.
Hundreds of men, swept up on the battlefields of Afghanistan and Iraq, were thrown into a prison in Guantánamo Bay, Cuba, so that the White House could claim they were beyond the reach of American laws. Prisoners are held there with no hope of real justice, only the chance to face a kangaroo court where evidence and the names of their accusers are kept secret, and where they are not permitted to talk about the abuse they have suffered at the hands of American jailers.
In other foreign lands, the C.I.A. set up secret jails where “high-value detainees” were subjected to ever more barbaric acts, including simulated drowning. These crimes were videotaped, so that “experts” could watch them, and then the videotapes were destroyed, after consultation with the White House, in the hope that Americans would never know.
The C.I.A. contracted out its inhumanity to nations with no respect for life or law, sending prisoners — some of them innocents kidnapped on street corners and in airports — to be tortured into making false confessions, or until it was clear they had nothing to say and so were let go without any apology or hope of redress.
These are not the only shocking abuses of President Bush’s two terms in office, made in the name of fighting terrorism. There is much more — so much that the next president will have a full agenda simply discovering all the wrongs that have been done and then righting them.
We can only hope that this time, unlike 2004, American voters will have the wisdom to grant the awesome powers of the presidency to someone who has the integrity, principle and decency to use them honorably. Then when we look in the mirror as a nation, we will see, once again, the reflection of the United States of America.
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EEUU. Relaciones Internacionales
LE GENDRE: "UNE ANNÉE DE L'HISTOIRE D'INTERNET"
Analyse
Une année de l'histoire d'Internet, par Bertrand Le Gendre
LE MONDE 02.01.08 13h55 • Mis à jour le 02.01.08 13h55
Vie privée, gratuité, nouveaux acteurs, nouveaux services : Internet a accru son audience et son influence, tout en suscitant des débats animés, éthiques, culturels et économiques. S'il est impossible de revenir sur tous ces événements, certains méritent d'être revisités. Ils éclairent d'un jour nouveau l'avenir de la planète numérique, en perpétuel mouvement.
La vie privée à l'encan. Rien n'échappe aux géants du Web, qui bombardent les internautes de messages publicitaires liés à leur navigation sur la Toile : hobbies, films préférés, attirances sexuelles, projets de voyage...
Et ce n'est rien à côté de ce qui les attend ! Pudding Media, une start-up basée à San José (Californie), a lancé au mois de septembre 2007 un service téléphonique particulièrement intrusif. A l'instar de Skype, la voix est véhiculée par Internet. Sauf qu'avec Pudding Media, ce service est entièrement gratuit. Et pour cause. Chaque fois qu'un mot-clé surgit dans la conversation ("basket", "rap", "pizza"...), une publicité ciblée apparaît sur l'écran de celui qui parle.
Conscients qu'à pister ainsi leurs clients ils risquaient de perdre leur confiance, les grands acteurs du Web ont opéré un repli tactique en 2007. Google a fait savoir qu'il limitait à dix-huit mois la conservation des données personnelles des internautes, à savoir : la date et l'heure de la connexion, l'adresse de l'ordinateur connecté et le type de requête formulée.
Les autres moteurs de recherche lui ont emboîté le pas. Ce qui ne veut pas dire que la vie privée des internautes est sauve. Malgré les protestations de groupes de pression comme l'Electronic Privacy Information Center, Google a reçu à la mi-décembre le feu vert des autorités américaines de la concurrence pour racheter DoubleClick Inc. Grâce à des logiciels espions (les cookies), DoubleClick surveille les sites fréquentés par 80 % des internautes afin de leur envoyer des publicités sur mesure.
Google + DoubleClick : la Toile se resserre autour des usagers du Net. Comment échapper à l'emprise de Big Brother ? Obliger Google et ses semblables à détruire en temps réel les données personnelles des internautes, ce serait ruiner leur modèle économique, fondé sur ces publicités contextuelles. Veut-on qu'ils mettent la clé sous la porte ? Sinon, où tracer la ligne jaune ?
Le retour de la bulle ? Dans le cyberespace, à nouveau, les enchères s'envolent. En 2007, Microsoft a décidé d'acheter pour 240 millions de dollars (164 millions d'euros) 1,6 % du réseau social FaceBook (55 millions d'inscrits, 1,5 million de nouveaux utilisateurs chaque mois) ; 240 millions de dollars, c'est cent fois le chiffre d'affaires de FaceBook pour 2007 ou peu s'en faut. Une folie ? En 2006, Google n'avait pas hésité à acquérir le site d'échange de vidéos YouTube pour 1,65 milliard de dollars...
Google ne s'en porte pas si mal. En octobre 2007, le titre de la firme de Mountain View (Californie) a passé le cap des 600 dollars, soit un gain de 30 % depuis le début de l'année. Et, selon les analystes, il ne va pas s'arrêter là.
Peu d'observateurs redoutent une nouvelle bulle spéculative qui, en éclatant en 2000, avait laissé le secteur exsangue. Les gourous de la Silicon Valley parient au contraire que la pub "on line" va continuer à gonfler spectaculairement. Ils misent pour cela sur le marché des téléphones mobiles intelligents qui permettent de suivre les internautes à la trace et d'en recruter de nouveaux. Un marché plus que prometteur, à en juger par l'engouement que ces terminaux de poche suscitent déjà.
Un milliard et demi d'internautes en 2007. Combien en 2010 ? L'extension exponentielle du réseau des réseaux justifierait les emplettes à prix fort de Microsoft ou de Google s'ils étaient assurés de dominer définitivement leur marché. Or ce n'est pas acquis.
Google par exemple draine 60 % des requêtes adressées dans le monde à un moteur de recherche. Sa part de trafic avoisine les 80 % en Europe de l'Ouest, mais elle tombe à 2 % en Corée du Sud, où Internet est roi. Surtout, Google ne capte que 17 % des recherches en ligne en Chine, le marché émergent par excellence pour le World Wide Web et la publicité "on line".
Le Nytimes.com passe au gratuit. Depuis le 19 septembre 2007, l'accès au New York Times en ligne et à ses archives est gratuit. Il y a deux ans, le titre phare de la presse américaine avait restreint l'accès à son site Web. Pour consulter ses éditions postérieures à 1987 et les articles de ses éditorialistes, les internautes devaient payer 49,95 dollars par an ou 7,95 dollars par mois.
L'expérience a fait long feu. Le quotidien en ligne le plus fréquenté au monde (13 millions de visiteurs uniques par mois) fait le pari que ce qu'il va perdre en abonnements (10 millions de dollars par an), il le récupérera en chiffre d'affaires publicitaire, engendré par un surcroît de connexions.
Rupert Murdoch est tenté d'en faire autant. Le patron australo-américain du géant News Corp. a acheté en 2007 le Wall Street Journal et s'interroge sur son business model. Le site WSJ.com a beau compter un million d'abonnés payants, pour 60 millions de dollars de recettes annuelles, son nouveau propriétaire envisage de rendre son accès gratuit. Lui aussi mise sur le boom de l'e-pub et sur un gonflement de l'audience généré par la gratuité, en Europe en particulier, où le Wall Street Journal imprimé est difficile à trouver.
Radiohead agace l'industrie musicale. En permettant à ses fans de télécharger sur Internet son nouvel album, In Rainbows, le groupe de rock britannique a accru la nervosité des majors du disque. Impossible de savoir précisément combien d'internautes l'ont acquis gratuitement et combien l'ont payé, et pour quel montant (Radiohead leur avait laissé le choix). On ne sait pas non plus si l'opération est bénéficiaire. Et comment mesurer la rentabilité de ce joli coup de pub.
L'album vient de sortir en CD chez les disquaires, brouillant un peu plus les repères. Mais la question n'est pas tellement celle-là. Elle est de savoir si le lancement d'In Rainbows est une opération isolée ou si elle préfigure un basculement de l'industrie musicale dans le tout-numérique.
Le PAF se lézarde. Pour la première fois en 2007, les Européens de 16 à 24 ans ont passé plus de temps devant leur ordinateur que devant la télévision. La même année, l'action TF1 a perdu un tiers de sa valeur. Rapprocher ces deux nouvelles, c'est constater qu'en 2007 le paysage audiovisuel français a commencé à se lézarder.
Bertrand Le Gendre
Article paru dans l'édition du 03.01.08
Une année de l'histoire d'Internet, par Bertrand Le Gendre
LE MONDE 02.01.08 13h55 • Mis à jour le 02.01.08 13h55
Vie privée, gratuité, nouveaux acteurs, nouveaux services : Internet a accru son audience et son influence, tout en suscitant des débats animés, éthiques, culturels et économiques. S'il est impossible de revenir sur tous ces événements, certains méritent d'être revisités. Ils éclairent d'un jour nouveau l'avenir de la planète numérique, en perpétuel mouvement.
La vie privée à l'encan. Rien n'échappe aux géants du Web, qui bombardent les internautes de messages publicitaires liés à leur navigation sur la Toile : hobbies, films préférés, attirances sexuelles, projets de voyage...
Et ce n'est rien à côté de ce qui les attend ! Pudding Media, une start-up basée à San José (Californie), a lancé au mois de septembre 2007 un service téléphonique particulièrement intrusif. A l'instar de Skype, la voix est véhiculée par Internet. Sauf qu'avec Pudding Media, ce service est entièrement gratuit. Et pour cause. Chaque fois qu'un mot-clé surgit dans la conversation ("basket", "rap", "pizza"...), une publicité ciblée apparaît sur l'écran de celui qui parle.
Conscients qu'à pister ainsi leurs clients ils risquaient de perdre leur confiance, les grands acteurs du Web ont opéré un repli tactique en 2007. Google a fait savoir qu'il limitait à dix-huit mois la conservation des données personnelles des internautes, à savoir : la date et l'heure de la connexion, l'adresse de l'ordinateur connecté et le type de requête formulée.
Les autres moteurs de recherche lui ont emboîté le pas. Ce qui ne veut pas dire que la vie privée des internautes est sauve. Malgré les protestations de groupes de pression comme l'Electronic Privacy Information Center, Google a reçu à la mi-décembre le feu vert des autorités américaines de la concurrence pour racheter DoubleClick Inc. Grâce à des logiciels espions (les cookies), DoubleClick surveille les sites fréquentés par 80 % des internautes afin de leur envoyer des publicités sur mesure.
Google + DoubleClick : la Toile se resserre autour des usagers du Net. Comment échapper à l'emprise de Big Brother ? Obliger Google et ses semblables à détruire en temps réel les données personnelles des internautes, ce serait ruiner leur modèle économique, fondé sur ces publicités contextuelles. Veut-on qu'ils mettent la clé sous la porte ? Sinon, où tracer la ligne jaune ?
Le retour de la bulle ? Dans le cyberespace, à nouveau, les enchères s'envolent. En 2007, Microsoft a décidé d'acheter pour 240 millions de dollars (164 millions d'euros) 1,6 % du réseau social FaceBook (55 millions d'inscrits, 1,5 million de nouveaux utilisateurs chaque mois) ; 240 millions de dollars, c'est cent fois le chiffre d'affaires de FaceBook pour 2007 ou peu s'en faut. Une folie ? En 2006, Google n'avait pas hésité à acquérir le site d'échange de vidéos YouTube pour 1,65 milliard de dollars...
Google ne s'en porte pas si mal. En octobre 2007, le titre de la firme de Mountain View (Californie) a passé le cap des 600 dollars, soit un gain de 30 % depuis le début de l'année. Et, selon les analystes, il ne va pas s'arrêter là.
Peu d'observateurs redoutent une nouvelle bulle spéculative qui, en éclatant en 2000, avait laissé le secteur exsangue. Les gourous de la Silicon Valley parient au contraire que la pub "on line" va continuer à gonfler spectaculairement. Ils misent pour cela sur le marché des téléphones mobiles intelligents qui permettent de suivre les internautes à la trace et d'en recruter de nouveaux. Un marché plus que prometteur, à en juger par l'engouement que ces terminaux de poche suscitent déjà.
Un milliard et demi d'internautes en 2007. Combien en 2010 ? L'extension exponentielle du réseau des réseaux justifierait les emplettes à prix fort de Microsoft ou de Google s'ils étaient assurés de dominer définitivement leur marché. Or ce n'est pas acquis.
Google par exemple draine 60 % des requêtes adressées dans le monde à un moteur de recherche. Sa part de trafic avoisine les 80 % en Europe de l'Ouest, mais elle tombe à 2 % en Corée du Sud, où Internet est roi. Surtout, Google ne capte que 17 % des recherches en ligne en Chine, le marché émergent par excellence pour le World Wide Web et la publicité "on line".
Le Nytimes.com passe au gratuit. Depuis le 19 septembre 2007, l'accès au New York Times en ligne et à ses archives est gratuit. Il y a deux ans, le titre phare de la presse américaine avait restreint l'accès à son site Web. Pour consulter ses éditions postérieures à 1987 et les articles de ses éditorialistes, les internautes devaient payer 49,95 dollars par an ou 7,95 dollars par mois.
L'expérience a fait long feu. Le quotidien en ligne le plus fréquenté au monde (13 millions de visiteurs uniques par mois) fait le pari que ce qu'il va perdre en abonnements (10 millions de dollars par an), il le récupérera en chiffre d'affaires publicitaire, engendré par un surcroît de connexions.
Rupert Murdoch est tenté d'en faire autant. Le patron australo-américain du géant News Corp. a acheté en 2007 le Wall Street Journal et s'interroge sur son business model. Le site WSJ.com a beau compter un million d'abonnés payants, pour 60 millions de dollars de recettes annuelles, son nouveau propriétaire envisage de rendre son accès gratuit. Lui aussi mise sur le boom de l'e-pub et sur un gonflement de l'audience généré par la gratuité, en Europe en particulier, où le Wall Street Journal imprimé est difficile à trouver.
Radiohead agace l'industrie musicale. En permettant à ses fans de télécharger sur Internet son nouvel album, In Rainbows, le groupe de rock britannique a accru la nervosité des majors du disque. Impossible de savoir précisément combien d'internautes l'ont acquis gratuitement et combien l'ont payé, et pour quel montant (Radiohead leur avait laissé le choix). On ne sait pas non plus si l'opération est bénéficiaire. Et comment mesurer la rentabilité de ce joli coup de pub.
L'album vient de sortir en CD chez les disquaires, brouillant un peu plus les repères. Mais la question n'est pas tellement celle-là. Elle est de savoir si le lancement d'In Rainbows est une opération isolée ou si elle préfigure un basculement de l'industrie musicale dans le tout-numérique.
Le PAF se lézarde. Pour la première fois en 2007, les Européens de 16 à 24 ans ont passé plus de temps devant leur ordinateur que devant la télévision. La même année, l'action TF1 a perdu un tiers de sa valeur. Rapprocher ces deux nouvelles, c'est constater qu'en 2007 le paysage audiovisuel français a commencé à se lézarder.
Bertrand Le Gendre
Article paru dans l'édition du 03.01.08
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PRODI RECTIFICA AL GOBIERNO ESPAÑOL
Economia
L'economista Vaciago: «Prodi ha ragione, ma il sorpasso ci sarà»
Madrid spegne la polemica sul Pil
Il ministero dell'Economia: «Non ci interessa polemizzare con Prodi. Fondamentale è crescere più della media Ue»
NOTIZIE CORRELATE
Prodi: siamo ancora avanti alla Spagna
MADRID - Il Pil divide ancora Roma e Madrid. Il governo spagnolo «non intende entrare in una polemica» sulla questione del sorpasso (per il premier Romano Prodi soltanto «presunto») effettuato dalla Spagna sull'Italia in termini di Pil pro capite. «L'importante - ha affermato la portavoce del ministero dell’Economia di Madrid, Maria Jesus Luengo - è che la Spagna sta crescendo».
LA REPLICA - La risposta del governo spagnolo è arrivata dopo la piccata dichiarazione con la quale il presidente del Consiglio, Romano Prodi, ha contestato l'accuratezza delle statistiche dell’ufficio europeo Eurostat che evidenziavano il sorpasso. «Non intendiamo entrare in polemica con l’Italia su questo punto - ha detto la portavoce del ministro dell'Economia ed ex commissario europeo, Pedro Solbes - secondo Eurostat le cose stanno così, ma in ogni caso quel che ci interessa è che la Spagna cresce, che il suo Pil pro capite ha superato ormai la media dell’Unione europea e che si avvicina sempre più a quella della zona euro».
LA CONTESTAZIONE - Secondo i dati pubblicati due settimane fa da Eurostat, nel 2006 la Spagna poteva contare su un reddito pari al 105% del Pil pro capite medio dell’Ue a 27, mentre l’Italia era al 103%. Prodi aveva invece contestato l’accuratezza del metodo statistico utilizzato dall’ufficio europeo (basato sulla parità del potere d’acquisto) e ha ricordato i dati del Fondo monetario internazionale: secondo i valori presentati dall'istituto di Washington, evidentemente basati su una differente metodologia, Roma sarebbe ancora avanti rispetto a Madrid.
VACIAGO: MA IL SORPASSO ARRIVERA' - Mentre il governo iberico pensa soprattutto a chiudere la polemica, un qualificato esponente del mondo accademico avvalora la tesi di Romano Prodi. Il premier, secondo Giacomo Vaciago, professore di Politica economica all’università Cattolica di Milano., avrebbe «tecnicamente ragione» nel contestare il sorpasso spagnolo rispetto all’economia italiana. La questione vera, però, sarebbe un'altra: «la Spagna, continuando a crescere più dell’Italia», inevitabilmente «ci supererà nei prossimi anni. Da vent’anni - afferma Vaciago - la Spagna cresce più dell’Italia. È difficile prevedere esattamente quando ci sarà il sorpasso nel reddito pro capite, perché dipende da tanti fattori. E i confronti tra Paesi sono sempre complicati: il nostro Mezzogiorno, per esempio, è già stato superato dal Sud spagnolo, mentre il Nord-Est ancora no».
POLEMICHE FUORVIANTI - «Queste polemiche - sottolinea Vaciago - sono fuorvianti e inutili. La replica di Prodi è tecnicamente corretta, ma è insufficiente, perchè la Spagna è partita più povera ma sta crescendo più di noi, e prima o poi ci raggiungerà di sicuro. Noi siamo un paese più ricco ma dormiamo, tant’è vero che gli italiani investono in Spagna più che gli spagnoli in Italia. La Spagna ha più successo da vent’anni, attira più investimenti e i governi si alternano senza disfare ogni volta il lavoro dei precedenti».
EVASIONE - In Italia poi «c’è il problema dell’evasione fiscale»: il benessere, in termini generali, è senza dubbio maggiore in Italia rispetto alla Spagna, «soprattutto nel Centro-Nord». dice ancora Vaciago. «Ma a Barcellona a Madrid i progressi sono più rapidi: basta vedere la situazione dell’alta velocità o fare un confronto tra Iberia e Alitalia. E la qualità della vita, che è la cosa più importante per i cittadini, mi sembra migliorata più in Spagna che in Italia».
02 gennaio 2008
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España,
Italia,
Política. Economía
TIME: "PERSON OF THE YEAR"
Putin Con mucho más razones que las que El País alegó para elegir a nuestro borbónico Jefe de Estado!
TIME: "CHAVEZ'S NEW DIPLOMATIC DEFEAT"
Chavez's New Diplomatic Defeat
By Tim Padgett
In Latin America, New Year's Eve is a more important celebration than Christmas. It is the one night when families make certain they're together. In Venezuela's most beloved poem, The Grapes of Time, by Andres Eloy Blanco, an expatriate in Madrid weepily laments that he's not toasting midnight back in Caracas with his mother. That made it all the more emotional last week when Venezuelan President Hugo Chavez, in his new role as mediator between the Colombian government and Colombia's fierce Marxist guerrillas, raised hopes that three of the rebels' hundreds of civilian hostages would be reunited with their families on New Year's Eve.
But what Chavez discovered as he rang in 2008 last night is that the grapes of time sour pretty quickly in violence-torn Colombia. The hostage release collapsed as 2007 ticked away. Many had hoped it would not only revive peace talks to end Colombia's bloody, four-decade-old civil war, but also be a precursor to freeing three Americans held by the guerrillas. The debacle has now left Chavez looking humiliated, Colombian President Alvaro Uribe looking churlish and the leftist rebels, the Colombian Revolutionary Armed Forces — known by their Spanish acronym, the FARC — looking more than ever like the deceitful thugs their critics insist they've become over the years.
Worse, it left the Colombian peace process looking as tangled as the jungle where waiting Venezuelan helicopters were supposed to retrieve the hostages. Nearby in Villavicencio, Colombia, south of Bogota, observers from France, Switzerland and six Latin American countries, as well as celebrity onlookers like American film director Oliver Stone, packed their bags and left shaking their heads. As he departed, Stone, who has a penchant for things guerrilla, said, "Shame on Colombia," referring to what was widely seen as meddling by President Uribe that may have helped sink the release operation.
There's enough blame to go around. In principle, the FARC agreed earlier this month to release former Colombian Congresswoman Consuelo Gonzalez and politician Clara Rojas, who were kidnapped six years ago. The third hostage was Rojas' 3-year-old son, Emmanuel, whose father is said to be one of the FARC captors. They were to be freed days before New Year's Eve. But when nothing happened last weekend, and when the FARC kept failing to provide Venezuelan officials with geographical coordinates for the release site, doubts began to rise.
And so did reminders that principle is hardly a reliable currency in FARCland. The left-wing Chavez learned an important lesson about the 20,000-strong rebel army: it could care les about its public relations image because it is powerful and rich enough not to have to care. Maybe it could have been counted on to keep its word a generation ago, when combating Colombia's epic social inequalities was still its primary objective. But today the FARC, which controls a mammoth swath of southern Colombia, is widely considered to be a ruthless mafia that earns as much as $1 billion a year via ransom kidnapping and protecting the country's cocaine trade. The U.S. State Department has listed both the FARC and Colombia's right-wing paramilitary armies as terrorist groups.
Standing up to the FARC has made the conservative Uribe a widely popular President, with both Colombians and the Bush Administration, which counts Uribe as its closest Latin American ally. But Uribe didn't exactly help matters late Monday when, as observers still held out hope that the FARC might come through, he seemed to break his own promise to stay clear of the process and arrived in Villavicencio with stunning news. Colombian government intelligence, he said, suggests that 3-year-old Emmanuel was released two years ago to a foster family. Whether that's true or not, Uribe left the impression that he was passively-aggressively scuttling the release effort to avoid the embarrassment of having FARC hostages delivered to Chavez; last month Uribe all but cut off the Venezuelan leader from the government-rebel negotiations when a dispute erupted between the two Presidents and their notoriously oversized egos. Chavez wondered the same thing aloud to reporters. Uribe, whose government is embroiled in a scandal over alleged ties to the right-wing paramilitary armies, denied it, insisting the FARC "has no excuse."
Chavez, however, may have set himself up for embarrassment. The New Year's debacle capped what has been a dismal few months for the radical, anti-U.S. leader, who controls the hemisphere's largest oil reserves. He started the year seemingly at the height of power, taking office after a landslide re-election and with crude prices breaking records by the day. But in November, during one of Chavez's rants at a summit in Chile, the King of Spain publicly told him to "shut up." That rebuke was followed this month by another from Venezuelans, who in a constitutional referendum voted down his bid to deepen his "21st-century socialism" and eliminate presidential term limits. As a result, Chavez and his backers no doubt saw the FARC hostage release as a way to revitalize his hemispheric influence — leading him, perhaps, to a naïve trust in the FARC.
This week's setback could, by the same token, make Chavez a smarter and more effective mediator in the long run. Many still believe that his leftist bona fides make him the right man to persuade the guerrillas to release hostages and the government to free hundreds of jailed rebels. All that could in turn help end a war that has killed almost 40,000 people, displaced millions more and drawn the U.S., albeit indirectly, into the conflict with some $1 billion a year in anti-drug aid.
February, in fact, marks the fifth anniversary of the FARC's capture of three U.S. defense contractors — and the sixth for the rebels' best known captive, liberal Colombian Senator and presidential candidate Ingrid Betancourt, whose dual Colombia-French citizenship has made her a cause celebre in Europe. Chavez said he still believes the FARC will release Gonzalez and Rojas, who was Betancourt's running mate. But if they don't, 2008 will begin as yet one more year of shame for Colombia.
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By Tim Padgett
In Latin America, New Year's Eve is a more important celebration than Christmas. It is the one night when families make certain they're together. In Venezuela's most beloved poem, The Grapes of Time, by Andres Eloy Blanco, an expatriate in Madrid weepily laments that he's not toasting midnight back in Caracas with his mother. That made it all the more emotional last week when Venezuelan President Hugo Chavez, in his new role as mediator between the Colombian government and Colombia's fierce Marxist guerrillas, raised hopes that three of the rebels' hundreds of civilian hostages would be reunited with their families on New Year's Eve.
But what Chavez discovered as he rang in 2008 last night is that the grapes of time sour pretty quickly in violence-torn Colombia. The hostage release collapsed as 2007 ticked away. Many had hoped it would not only revive peace talks to end Colombia's bloody, four-decade-old civil war, but also be a precursor to freeing three Americans held by the guerrillas. The debacle has now left Chavez looking humiliated, Colombian President Alvaro Uribe looking churlish and the leftist rebels, the Colombian Revolutionary Armed Forces — known by their Spanish acronym, the FARC — looking more than ever like the deceitful thugs their critics insist they've become over the years.
Worse, it left the Colombian peace process looking as tangled as the jungle where waiting Venezuelan helicopters were supposed to retrieve the hostages. Nearby in Villavicencio, Colombia, south of Bogota, observers from France, Switzerland and six Latin American countries, as well as celebrity onlookers like American film director Oliver Stone, packed their bags and left shaking their heads. As he departed, Stone, who has a penchant for things guerrilla, said, "Shame on Colombia," referring to what was widely seen as meddling by President Uribe that may have helped sink the release operation.
There's enough blame to go around. In principle, the FARC agreed earlier this month to release former Colombian Congresswoman Consuelo Gonzalez and politician Clara Rojas, who were kidnapped six years ago. The third hostage was Rojas' 3-year-old son, Emmanuel, whose father is said to be one of the FARC captors. They were to be freed days before New Year's Eve. But when nothing happened last weekend, and when the FARC kept failing to provide Venezuelan officials with geographical coordinates for the release site, doubts began to rise.
And so did reminders that principle is hardly a reliable currency in FARCland. The left-wing Chavez learned an important lesson about the 20,000-strong rebel army: it could care les about its public relations image because it is powerful and rich enough not to have to care. Maybe it could have been counted on to keep its word a generation ago, when combating Colombia's epic social inequalities was still its primary objective. But today the FARC, which controls a mammoth swath of southern Colombia, is widely considered to be a ruthless mafia that earns as much as $1 billion a year via ransom kidnapping and protecting the country's cocaine trade. The U.S. State Department has listed both the FARC and Colombia's right-wing paramilitary armies as terrorist groups.
Standing up to the FARC has made the conservative Uribe a widely popular President, with both Colombians and the Bush Administration, which counts Uribe as its closest Latin American ally. But Uribe didn't exactly help matters late Monday when, as observers still held out hope that the FARC might come through, he seemed to break his own promise to stay clear of the process and arrived in Villavicencio with stunning news. Colombian government intelligence, he said, suggests that 3-year-old Emmanuel was released two years ago to a foster family. Whether that's true or not, Uribe left the impression that he was passively-aggressively scuttling the release effort to avoid the embarrassment of having FARC hostages delivered to Chavez; last month Uribe all but cut off the Venezuelan leader from the government-rebel negotiations when a dispute erupted between the two Presidents and their notoriously oversized egos. Chavez wondered the same thing aloud to reporters. Uribe, whose government is embroiled in a scandal over alleged ties to the right-wing paramilitary armies, denied it, insisting the FARC "has no excuse."
Chavez, however, may have set himself up for embarrassment. The New Year's debacle capped what has been a dismal few months for the radical, anti-U.S. leader, who controls the hemisphere's largest oil reserves. He started the year seemingly at the height of power, taking office after a landslide re-election and with crude prices breaking records by the day. But in November, during one of Chavez's rants at a summit in Chile, the King of Spain publicly told him to "shut up." That rebuke was followed this month by another from Venezuelans, who in a constitutional referendum voted down his bid to deepen his "21st-century socialism" and eliminate presidential term limits. As a result, Chavez and his backers no doubt saw the FARC hostage release as a way to revitalize his hemispheric influence — leading him, perhaps, to a naïve trust in the FARC.
This week's setback could, by the same token, make Chavez a smarter and more effective mediator in the long run. Many still believe that his leftist bona fides make him the right man to persuade the guerrillas to release hostages and the government to free hundreds of jailed rebels. All that could in turn help end a war that has killed almost 40,000 people, displaced millions more and drawn the U.S., albeit indirectly, into the conflict with some $1 billion a year in anti-drug aid.
February, in fact, marks the fifth anniversary of the FARC's capture of three U.S. defense contractors — and the sixth for the rebels' best known captive, liberal Colombian Senator and presidential candidate Ingrid Betancourt, whose dual Colombia-French citizenship has made her a cause celebre in Europe. Chavez said he still believes the FARC will release Gonzalez and Rojas, who was Betancourt's running mate. But if they don't, 2008 will begin as yet one more year of shame for Colombia.
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LOS FRANCESES, "PLUS PERPLEXES QUE CONVAINCUS"
Edito du Monde
Des voeux essoufflés
LE MONDE 01.01.08 13h42 • Mis à jour le 01.01.08 13h42
Communication, innovation et surprise sont des éléments essentiels de la panoplie politique de Nicolas Sarkozy. Il n'aura pas brillé dans leur emploi lors de ses premiers voeux télévisés.
Pour un homme qui mise beaucoup sur sa capacité à capter l'attention des Français et à marquer leurs esprits en sachant percevoir leurs attentes et y proposer des réponses, le rituel de l'allocution de Nouvel An prenait beaucoup d'importance. Il en avait d'autant plus que l'Elysée avait fait attendre, dans cet exercice aussi, une "rupture", dans le style et sur le fond. Or, excepté pour la lecture du discours en direct sur un prompteur - nouveauté dont le mérite n'a pas paru éclatant -, les voeux du nouveau président ont ressemblé à ceux de ses prédécesseurs.
Ils s'en sont distingués, toutefois, par un effort pour dresser un premier bilan des réformes. M. Sarkozy a conscience qu'au terme de ses quelque sept mois de présidence les Français sont plus perplexes que convaincus. Aussi s'est-il efforcé de justifier son action auprès de ceux "qui trouvent que cela n'est pas allé assez vite" comme de ceux "qui pensent que le changement a été trop rapide". S'adressant à tous, il a renouvelé les promesses faites au soir de son élection, quand il s'était engagé à ne pas tromper ni trahir ses concitoyens. C'est bien le moins.
Aujourd'hui, ce propos est mesuré aux actes accomplis et à l'honnêteté avec laquelle ils sont évalués. A cette aune, la récapitulation à laquelle s'est livré le chef de l'Etat appelle un jugement mitigé. Affirmer que le "paquet fiscal" de l'été a permis à l'économie française de "mieux résister" à la conjoncture relève de la pétition de principe.
Il est heureux que le président de la République soit capable de reconnaître qu'il a "pu commettre des erreurs". Espérons qu'il mettra à profit les occasions qu'il aura, dans les prochains jours, de s'exprimer publiquement, devant la presse notamment, pour préciser quelles sont ces erreurs et comment il entend les corriger !
Il est sain que le chef de l'Etat montre qu'il a entendu les critiques sur sa diplomatie vis-à-vis des régimes non démocratiques. Mais plaider que la France devait se remettre "à parler avec tout le monde" pour venir en aide "à ceux qui souffrent" laisse de côté une part de la vérité, celle des intérêts commerciaux. "Je ne m'autoriserai aucune hypocrisie", a-t-il pourtant assuré.
Quant à la "deuxième étape" annoncée pour 2008 et pompeusement baptisée "politique de civilisation", son caractère nébuleux révèle un manque d'inspiration inhabituel. Le président s'est beaucoup dépensé au cours d'une année qu'il a rendue trépidante. Il lui faut trouver un deuxième souffle.
Article paru dans l'édition du 02.01.08
Des voeux essoufflés
LE MONDE 01.01.08 13h42 • Mis à jour le 01.01.08 13h42
Communication, innovation et surprise sont des éléments essentiels de la panoplie politique de Nicolas Sarkozy. Il n'aura pas brillé dans leur emploi lors de ses premiers voeux télévisés.
Pour un homme qui mise beaucoup sur sa capacité à capter l'attention des Français et à marquer leurs esprits en sachant percevoir leurs attentes et y proposer des réponses, le rituel de l'allocution de Nouvel An prenait beaucoup d'importance. Il en avait d'autant plus que l'Elysée avait fait attendre, dans cet exercice aussi, une "rupture", dans le style et sur le fond. Or, excepté pour la lecture du discours en direct sur un prompteur - nouveauté dont le mérite n'a pas paru éclatant -, les voeux du nouveau président ont ressemblé à ceux de ses prédécesseurs.
Ils s'en sont distingués, toutefois, par un effort pour dresser un premier bilan des réformes. M. Sarkozy a conscience qu'au terme de ses quelque sept mois de présidence les Français sont plus perplexes que convaincus. Aussi s'est-il efforcé de justifier son action auprès de ceux "qui trouvent que cela n'est pas allé assez vite" comme de ceux "qui pensent que le changement a été trop rapide". S'adressant à tous, il a renouvelé les promesses faites au soir de son élection, quand il s'était engagé à ne pas tromper ni trahir ses concitoyens. C'est bien le moins.
Aujourd'hui, ce propos est mesuré aux actes accomplis et à l'honnêteté avec laquelle ils sont évalués. A cette aune, la récapitulation à laquelle s'est livré le chef de l'Etat appelle un jugement mitigé. Affirmer que le "paquet fiscal" de l'été a permis à l'économie française de "mieux résister" à la conjoncture relève de la pétition de principe.
Il est heureux que le président de la République soit capable de reconnaître qu'il a "pu commettre des erreurs". Espérons qu'il mettra à profit les occasions qu'il aura, dans les prochains jours, de s'exprimer publiquement, devant la presse notamment, pour préciser quelles sont ces erreurs et comment il entend les corriger !
Il est sain que le chef de l'Etat montre qu'il a entendu les critiques sur sa diplomatie vis-à-vis des régimes non démocratiques. Mais plaider que la France devait se remettre "à parler avec tout le monde" pour venir en aide "à ceux qui souffrent" laisse de côté une part de la vérité, celle des intérêts commerciaux. "Je ne m'autoriserai aucune hypocrisie", a-t-il pourtant assuré.
Quant à la "deuxième étape" annoncée pour 2008 et pompeusement baptisée "politique de civilisation", son caractère nébuleux révèle un manque d'inspiration inhabituel. Le président s'est beaucoup dépensé au cours d'une année qu'il a rendue trépidante. Il lui faut trouver un deuxième souffle.
Article paru dans l'édition du 02.01.08
FRACASO DE CHÁVEZ, RETORNO DE KIRCHNER
Nuevo fracaso de Chávez ante los colombianos provoca el retorno de Kirchner a Argentina, tras anunciar la suspensión provisoria de la tarea de la comisión de garantes. Este es el momento "más delicado y crucial", dijo el ex presidente argentino, pidiendo a las partes involucradas "reunir todas las condiciones para garantizar la seguridad de todos y el éxito de la operación".
HOLLANDE: "LE SARKOZYSME, C'EST D'ABORD UN NARCISSISME"
François Hollande fustige l'"hypocrisie" de Nicolas Sarkozy
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 30.12.07 16h41 • Mis à jour le 30.12.07 16h41
e qui n'est pas acceptable, c'est la confusion permanente des genres : entre vie privée et vie publique, intérêts particuliers et intérêt général, financements privés et financements public". Dans un entretien au Parisien, dimanche 30 décembre, François Hollande reprend son argumentaire contre Nicolas Sarkozy.
M. Hollande s'est dit "choqué" de l'"hypocrisie" du président de la République : "D'un côté, il relève de 170 % son traitement pour mettre sa rémunération, dit-il, au diapason de celles des chefs d'Etat des grandes démocraties; de l'autre, il sollicite les faveurs d'un milliardaire généreux pour se transporter en grand équipage en Egypte."
"Ce n'est pas simplement la fonction présidentielle qui est en cause, c'est une conception même de la politique. Le sarkozysme, c'est d'abord un narcissisme", juge le député de la Corrèze.
Le premier secrétaire du PS a également accusé Nicolas Sarkozy de ne pas avoir tenu ses promesses. "Après les slogans de campagne, voilà la réalité. 'Travailler plus pour payer plus'", dénonce le premier secrétaire du Parti socialiste qui épingle une croissance en berne, les salaires et les retraites "qui stagnent", l'augmentation du prix du gaz et les heures supplémentaires "bientôt rémunérées au tarif des heures normales". ""Au 1er janvier et malgré les annonces et les plans votés à la hâte, il n'y aura pas un euro de plus dans le porte-monnaie des Français", déplore-t-il. Sur la scène diplomatique, le dirigeant socialiste fustige la "tentation de faire la leçon aux autres et de n'en respecter aucune pour lui-même".
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters 30.12.07 16h41 • Mis à jour le 30.12.07 16h41
e qui n'est pas acceptable, c'est la confusion permanente des genres : entre vie privée et vie publique, intérêts particuliers et intérêt général, financements privés et financements public". Dans un entretien au Parisien, dimanche 30 décembre, François Hollande reprend son argumentaire contre Nicolas Sarkozy.
M. Hollande s'est dit "choqué" de l'"hypocrisie" du président de la République : "D'un côté, il relève de 170 % son traitement pour mettre sa rémunération, dit-il, au diapason de celles des chefs d'Etat des grandes démocraties; de l'autre, il sollicite les faveurs d'un milliardaire généreux pour se transporter en grand équipage en Egypte."
"Ce n'est pas simplement la fonction présidentielle qui est en cause, c'est une conception même de la politique. Le sarkozysme, c'est d'abord un narcissisme", juge le député de la Corrèze.
Le premier secrétaire du PS a également accusé Nicolas Sarkozy de ne pas avoir tenu ses promesses. "Après les slogans de campagne, voilà la réalité. 'Travailler plus pour payer plus'", dénonce le premier secrétaire du Parti socialiste qui épingle une croissance en berne, les salaires et les retraites "qui stagnent", l'augmentation du prix du gaz et les heures supplémentaires "bientôt rémunérées au tarif des heures normales". ""Au 1er janvier et malgré les annonces et les plans votés à la hâte, il n'y aura pas un euro de plus dans le porte-monnaie des Français", déplore-t-il. Sur la scène diplomatique, le dirigeant socialiste fustige la "tentation de faire la leçon aux autres et de n'en respecter aucune pour lui-même".
martes, enero 01, 2008
PEQUEÑA, HERMOSA PRESIDENTE
A new act running the EU circus
By Jonny Dymond BBC News, Ljubljana
In the control gallery of Slovenian public television there is something close to controlled panic.
Minutes before a TV special on the EU presidency is due to begin recording, the closing titles are being typed up, the opening music has been mislaid and a guest from the Serbian capital, Belgrade, has failed to turn up.
Slovenia inherits the presidency from Portugal on 1 January.
Waiting patiently in the studio is Jelco Kacin, Slovenian Member of the European Parliament and "rapporteur" for Serbia.
Eventually the guest in Belgrade turns up, the titles are typed in and the music, well, that can be put in later.
Focus on Kosovo
The future of Kosovo is the focus of the programme and will be the focus of Slovenia's presidency.
The breakaway Serbian province, which has been under United Nations administration for the past seven years, is universally expected to declare independence some time in the next couple of months.
Slovenia's job as holder of the presidency will be to guide and co-ordinate the EU's response.
"We want to make the Western Balkans stable and predictable, maybe even boring," says Mr Kacin.
"That's why we would like to fill the gap between Ljubljana and Thessaloniki [in Greece] with member states."
And Slovenia? Is that boring, I wonder?
"Since we are taking over the presidency in a few weeks I believe that we are boring enough that everybody is recognising Slovenia as a boring, predictable state."
As he says it, he almost comes close to cracking what looks like a smile.
Spotlessly clean
Ljubljana, Slovenia's capital, is, as everyone who has visited says, very beautiful.
The streets are spotlessly clean.
Prosperous Slovenes sip coffees in the charming central square under the shadow of well-preserved churches.
At night fairy lights strung from trees and around buildings make it look as if a Hollywood director has created the perfect Christmas town.
But Ljubljana has also reached the state that Mr Kacin wants for the Balkans: it is very boring.
Every country uses the EU presidency to double as a shop window - a way of advertising itself to the rest of the EU and beyond.
The French are reported to be spending more than 1m euros (£750,000) a day on their presidency.
Big opportunity
The smaller the country, the greater the opportunity.
So for tiny Slovenia (it's around half the size of Switzerland) the opportunity is a big one.
One of the exhibitions it is sponsoring in Brussels will be of the work of Joze Plecnik, the architect who transformed Ljubjlana and whom nobody outside Slovenia appears to have heard of.
As he walks along the capital's charming Plecnik-designed riverside, Andrej Hravsky, the President of the Slovenian Architectural Association, enthuses about both Plecnik and all things European.
Slovenia already uses the euro - "which you British do not appear to be keen on" - and has just scrapped borders with other EU members, joining what is known as the Schengen group.
But it will have to beef up the border with another one-time member of the Yugoslav federation, Croatia, which is outside the EU.
"We didn't know where the border with Croatia was," he says.
"But we always knew where the border was with Italy, because that was the border between East and West. Now the border is gone. History is being reversed."
It is not the only historical reversal.
Running the show
Holding the presidency of the EU does not mean Slovenia gets to tell other EU members, or the Commission, what to do. But the presidency does get a chance to guide and co-ordinate the EU's work.
Two years ago, Britain focused its energy on starting membership talks with Turkey. Last year, Germany resolved to complete negotiations on the reform treaty.
Expect nothing quite so ambitious from Slovenia.
Talk to a Brussels-based Slovenian diplomat and there is more than a hint of blind terror at the trials to come.
The talk is not so much of which grand project will be pursued as of how to ensure that nothing goes horribly wrong.
But it is worth pondering: for centuries Slovenia was nothing more than a province of the Austro-Hungarian empire, then a very junior partner in a Serb-dominated kingdom which then became a federation.
Now, with a little help from its friends, it gets to run the whole EU circus.
Dull old Europe still throws up a trick or two.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/europe/7161179.stmPublished: 2008/01/01 05:50:03 GMT© BBC MMVIII
By Jonny Dymond BBC News, Ljubljana
In the control gallery of Slovenian public television there is something close to controlled panic.
Minutes before a TV special on the EU presidency is due to begin recording, the closing titles are being typed up, the opening music has been mislaid and a guest from the Serbian capital, Belgrade, has failed to turn up.
Slovenia inherits the presidency from Portugal on 1 January.
Waiting patiently in the studio is Jelco Kacin, Slovenian Member of the European Parliament and "rapporteur" for Serbia.
Eventually the guest in Belgrade turns up, the titles are typed in and the music, well, that can be put in later.
Focus on Kosovo
The future of Kosovo is the focus of the programme and will be the focus of Slovenia's presidency.
The breakaway Serbian province, which has been under United Nations administration for the past seven years, is universally expected to declare independence some time in the next couple of months.
Slovenia's job as holder of the presidency will be to guide and co-ordinate the EU's response.
"We want to make the Western Balkans stable and predictable, maybe even boring," says Mr Kacin.
"That's why we would like to fill the gap between Ljubljana and Thessaloniki [in Greece] with member states."
And Slovenia? Is that boring, I wonder?
"Since we are taking over the presidency in a few weeks I believe that we are boring enough that everybody is recognising Slovenia as a boring, predictable state."
As he says it, he almost comes close to cracking what looks like a smile.
Spotlessly clean
Ljubljana, Slovenia's capital, is, as everyone who has visited says, very beautiful.
The streets are spotlessly clean.
Prosperous Slovenes sip coffees in the charming central square under the shadow of well-preserved churches.
At night fairy lights strung from trees and around buildings make it look as if a Hollywood director has created the perfect Christmas town.
But Ljubljana has also reached the state that Mr Kacin wants for the Balkans: it is very boring.
Every country uses the EU presidency to double as a shop window - a way of advertising itself to the rest of the EU and beyond.
The French are reported to be spending more than 1m euros (£750,000) a day on their presidency.
Big opportunity
The smaller the country, the greater the opportunity.
So for tiny Slovenia (it's around half the size of Switzerland) the opportunity is a big one.
One of the exhibitions it is sponsoring in Brussels will be of the work of Joze Plecnik, the architect who transformed Ljubjlana and whom nobody outside Slovenia appears to have heard of.
As he walks along the capital's charming Plecnik-designed riverside, Andrej Hravsky, the President of the Slovenian Architectural Association, enthuses about both Plecnik and all things European.
Slovenia already uses the euro - "which you British do not appear to be keen on" - and has just scrapped borders with other EU members, joining what is known as the Schengen group.
But it will have to beef up the border with another one-time member of the Yugoslav federation, Croatia, which is outside the EU.
"We didn't know where the border with Croatia was," he says.
"But we always knew where the border was with Italy, because that was the border between East and West. Now the border is gone. History is being reversed."
It is not the only historical reversal.
Running the show
Holding the presidency of the EU does not mean Slovenia gets to tell other EU members, or the Commission, what to do. But the presidency does get a chance to guide and co-ordinate the EU's work.
Two years ago, Britain focused its energy on starting membership talks with Turkey. Last year, Germany resolved to complete negotiations on the reform treaty.
Expect nothing quite so ambitious from Slovenia.
Talk to a Brussels-based Slovenian diplomat and there is more than a hint of blind terror at the trials to come.
The talk is not so much of which grand project will be pursued as of how to ensure that nothing goes horribly wrong.
But it is worth pondering: for centuries Slovenia was nothing more than a province of the Austro-Hungarian empire, then a very junior partner in a Serb-dominated kingdom which then became a federation.
Now, with a little help from its friends, it gets to run the whole EU circus.
Dull old Europe still throws up a trick or two.
Story from BBC NEWS:http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/europe/7161179.stmPublished: 2008/01/01 05:50:03 GMT© BBC MMVIII
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Eslovenia,
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